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DDR-Leistungssport

Title: DDR-Leistungssport

Term Paper , 2000 , 22 Pages , Grade: 2

Autor:in: Tobias Kirchner (Author)

Sport - Sport History
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Der Leistungssport in der DDR.
In diesem Zusammenhang stellte ich mir zwei wichtig erscheinende Fragen, die ich in meiner Abschlußbetrachtung versuchen werde zu beantworten.
1. Wurde in der DDR mit allen Mitteln versucht Leistungssteigerungen bei den Athleten zu erreichen?
2. Wurde der Leistungssport in der DDR als Propagandamittel mißbraucht?
Zuerst einmal war es mir wichtig zu wissen, wie der Neuaufbau des Sports in der SBZ nach dem 2.Weltkrieg verlief. Dabei gehe ich auch auf die Probleme des Neuanfangs ein und stelle die Lösungsversuche der SED dar. Mein nächster Schritt war dann eine kurze Analyse der Sportbeziehungen zwischen Ost – und Westdeutschland in der Nachkriegszeit bis 1950, in der ich versuche, besonders auf die schwierigen Rahmenbedingungen für Kontakte zwischen den Sportlern beider Länder hinzuweisen. Die Gründung des Staatlichen Komitees für Körperkultur und Sport und dessen Funktion und Stellung in der DDR, war mein nächster Ansatzpunkt.
Anschließend gehe ich auf die Bedeutung des Sports, insbesondere auf die des Leistungssports, für die SED ein und weise Unterschiede zu der Entwicklung und dem Stellenwert des Sports in der BRD auf. Mit der LSK als nächsten Punkt, stelle ich ein weiteres wichtiges Organ in der Organisation des Sports in der DDR vor und versuche dessen Funktion und Stellenwert im DDR – Leistungssport zu verdeutlichen. Auf den Zusammenhang mit dem DTSB werde ich dabei nur kurz eingehen. Mein nächster Ansatz ist dann die Nachwuchsförderung der DDR. Hierbei richtete sich mein Augenmerk auf die Aufmerksamkeit, die der Nachwuchsförderung, von Seiten der Regierung, geschenkt wurde. Den Ausbau der KJS werde ich dabei ebenfalls kurz mit einbringen. Mein nächster Gedanke war, die Verbindung zwischen der Wissenschaft und dem Leistungssport, durch den Aufbau und den Zusammenhang der wichtigsten Institute der Sportforschung und deren Auswirkungen auf den Hochleistungssport, zu verdeutlichen. Auf den Einsatz von leistungssteigernden Mitteln gehe ich im Anschluß nur kurz ein.
In meiner Abschlußbetrachtung versuche ich durch die gesammelten Fakten und durch mein neu errungenes Hintergrundwissen meine Anfangs gestellten Fragen zu beantworten und ein Resümee zu ziehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Der Neuaufbau des Sports in der SBZ

1.1. Probleme bei der Sportbewegung und die Lösungsversuche der SED

1.2. Die Sportbeziehungen zwischen Ost und West bis 1950

1.3. Die Gründung des Staatlichen Komitees für Körperkultur und Sport

2. Politische und gesellschaftliche Entwicklung der DDR in Bezug auf den Sport

2.1. Die Bedeutung des Sports für die DDR - Führung

2.2. Die besondere Bedeutung des Leistungsports für die SED

2.3. Der Sport in der BRD nach 1950 im Vergleich zum DDR – Sport

2.4. Die Leistungssportkommission (LSK) als wichtiges Organ in dem von der Führung des DTSB geleiteten Leistungssport

2.5. Die Nachwuchsförderung

3. Zusammenhänge zwischen der wissenschaftlichen Forschung und dem Leistungssport

3.1. Die DHfK in Leipzig und andere sportwissenschaftliche Einrichtungen

3.2. Auswirkungen der Forschung auf das Leistungsniveau der DDR - Athleten

3.3. Der Einsatz von leistungsunterstützenden Mitteln

4. Abschlußbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Entwicklung, Struktur und politische Instrumentalisierung des Leistungssports in der DDR sowie dessen enge Verknüpfung mit staatlicher Sportwissenschaft und ideologischer Zielsetzung.

  • Historischer Neuaufbau des Sports in der sowjetischen Besatzungszone
  • Politische Instrumentalisierung und Propagandafunktion des DDR-Sports
  • Zentralisierte Organisationsstrukturen und Nachwuchsförderung
  • Einfluss der Sportwissenschaft auf das Leistungsniveau
  • Einsatz leistungsunterstützender Mittel und Dopingstrukturen

Auszug aus dem Buch

3.3. Der Einsatz von leistungsunterstützenden Mitteln

Der Grund für den Einsatz von Dopingmitteln war, nach Ewald, „eine Leistungsverschlechterung in bestimmten Sportarten“ (Vgl Reichelt S. 89). Die Verteilung der Dopingmittel an die Sportärzte war Aufgabe des SMD. Eine entscheidende Bedeutung in der Anwendung und der Dopingkontrolle, hatte das 1977 erschaffene Dopingkontrolllabor in Kreischa. Hier erfolgten Dopingkontrollen vor internationalen Vergleichen, um positiven Testergebnissen während der Wettkämpfe vorzubeugen. Die Dopinganwendung in der DDR ist auch Heute noch ein heiß diskutiertes Thema. Über den tatsächlichen Einsatz in Wettkämpfen kommen immer wieder neue Informationen ans Tageslicht. Sportarten, in denen gedopt wurde, waren z.B.: Schwimmen, Gewichtheben und die Leichtathletik. Hauptsächlich wurde in den Bereichen der Rehabilitation, der Regeneration und in Phasen verstärkter Trainingsintensität gedopt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Der Autor erläutert seine persönliche Motivation für die Themenwahl und stellt die zentralen Forschungsfragen zur Leistungssteigerung und zum Propagandamissbrauch im DDR-Sport auf.

1. Der Neuaufbau des Sports in der SBZ: Dieses Kapitel beschreibt die frühe Reorganisation des Sports nach 1945 unter sowjetischer Besatzung, geprägt durch die zwanghafte Ausrichtung am kommunistischen Vorbild und die Gründung zentraler Führungsorgane.

2. Politische und gesellschaftliche Entwicklung der DDR in Bezug auf den Sport: Hier wird die Instrumentalisierung des Sports durch die SED sowie die Rivalität zur BRD und die Etablierung des zentralisierten Fördersystems thematisiert.

3. Zusammenhänge zwischen der wissenschaftlichen Forschung und dem Leistungssport: Der Autor verdeutlicht, wie sportwissenschaftliche Institutionen wie die DHfK und das FKS systematisch zur Leistungsoptimierung und Dopingsteuerung eingesetzt wurden.

4. Abschlußbetrachtung: Der Autor zieht ein Resümee, in dem er den Leistungssport der DDR als staatlich gelenktes Propagandainstrument einstuft und die Effektivität des leistungsorientierten Fördersystems kritisch bewertet.

Schlüsselwörter

DDR, Leistungssport, SED, Sportpolitik, Propagandamittel, Zentralisierung, Nachwuchsförderung, DHfK, Sportwissenschaft, Doping, SMD, Trainingszentrum, Leistungssteigerung, Internationale Erfolge, Systemkonkurrenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit untersucht die Entwicklung und Organisation des Leistungssports in der DDR sowie dessen politische Einbettung und wissenschaftliche Fundierung.

Welche zentralen Themenfelder deckt das Dokument ab?

Neben dem historischen Neuaufbau des Sports werden die staatliche Lenkung, die Rolle der Sportwissenschaft, das System der Nachwuchsförderung und der Einsatz von Dopingmitteln analysiert.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu klären, ob der DDR-Leistungssport als Propagandamittel missbraucht wurde und ob bei der Erreichung von Leistungssteigerungen alle verfügbaren Mittel eingesetzt wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse historischer Quellen, Fachliteratur und Dokumentationen zur Sportentwicklung in der DDR.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Entwicklung des DDR-Sports, die Rolle der Leistungssportkommission, das Fördersystem für Talente und die enge Kopplung an die Forschung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte umfassen neben der DDR-Sportgeschichte insbesondere Begriffe wie Leistungssport, SED, Doping und wissenschaftliche Forschung.

Welche Rolle spielte die DHfK bei der Leistungsentwicklung?

Die DHfK in Leipzig diente als zentrale Kaderschmiede, die durch wissenschaftliche Forschung und hochkompetente Ausbildung maßgeblich zum Erfolg der DDR-Athleten beitrug.

Wie wurde die Nachwuchsförderung in der DDR organisiert?

Die Nachwuchsförderung erfolgte durch ein zentralisiertes System, das über Kinder- und Jugendsportschulen (KJS) und Trainingszentren (TZ) eine langfristige Selektion und Entwicklung von Talenten sicherstellte.

Welche Bedeutung hatte das Dopingkontrolllabor in Kreischa?

Das Labor diente ab 1977 primär dazu, Dopingkontrollen vor internationalen Wettkämpfen durchzuführen, um positive Tests unter Wettbewerbsbedingungen zu verhindern.

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Details

Title
DDR-Leistungssport
College
University of Göttingen  (Sportwissenschaft)
Course
Leistung, Leistungsmessung, Leistungsbewertung im Sport - Vertiefung Sport und Bewegung
Grade
2
Author
Tobias Kirchner (Author)
Publication Year
2000
Pages
22
Catalog Number
V141439
ISBN (eBook)
9783640504756
ISBN (Book)
9783640504589
Language
German
Tags
DDR Leistungssport Doping SBZ LSK DTSB Nachwuchsförderung Sportbeziehung Ost und West Leistungsniveau Forschung DHfK Sportorgane
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Kirchner (Author), 2000, DDR-Leistungssport, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141439
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