Die Arbeit setzt sich mit einigen phänomenologischen Positionen zur Räumlichkeit des Tanzes auseinandersetzen. Dabei sollen vor allem Hermann Schmitz, Erwin Straus und Rudolf von Laban im Fokus der Betrachtung stehen. Die drei Autoren haben der Raumwahrnehmung des Tanzes wichtige Gedanken gewidmet, die zusammenzutragen und zu vergleichen mir durchaus lohnenswert erscheint. Ausgehend von grundlegenden Begriffen zu Leib und Raum bei Schmitz sowie seiner Idee vom Tanz werde ich sowohl versuchen, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den drei recht unterschiedlichen Herangehensweisen der Autoren zu benennen, aber auch gedankliche Fäden suchen, die sich durch ihr aller Denken ziehen. Mitunter sollen eigene Erfahrungen zum Thema an Stellen einfließen, wo mir einige Aspekte des Tanzes in den
vorliegenden Theorien vernachlässigt zu sein scheinen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Das Tänzerische
- Der Tanz
- >Kommunion mit dem Raum<<
- Die Auseinandersetzung mit Straus
- Der Rückraum
- Kinästhesie im Tanz
- Synästhesie im Tanz
- Zusammenfassung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der Text befasst sich mit phänomenologischen Positionen zur Räumlichkeit des Tanzes, insbesondere mit den Ansichten von Hermann Schmitz, Erwin Straus und Rudolf von Laban. Ziel ist es, die unterschiedlichen Herangehensweisen dieser Autoren zu vergleichen und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede aufzuzeigen. Der Text beleuchtet dabei die Bedeutung von Leib und Raum im Tanz sowie die Rolle von Bewegungssuggestionen, Gestaltverläufen und dem Raum als Produkt der tänzerischen Gebärdenkraft.
- Phänomenologie des Tanzraums
- Vergleichende Analyse der Ansichten von Hermann Schmitz, Erwin Straus und Rudolf von Laban
- Bedeutung von Leib und Raum im Tanz
- Rolle von Bewegungssuggestionen und Gestaltverläufen
- Raum als Produkt der tänzerischen Gebärdenkraft
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt die zentralen Autoren und Themen des Textes vor und skizziert die Grundgedanken von Hermann Schmitz zur Leiblichkeit und Raumwahrnehmung. Kapitel zwei widmet sich dem »Tänzerischen« im weitesten Sinne und unterstreicht die Bedeutung von Bewegungsimpulsen und -suggesstionen für künstlerisches Schaffen, mit Bezug auf Schmitz und Nietzsche. Kapitel drei beleuchtet den Tanz als Phänomen und vergleicht die Ansichten von Schmitz und Laban. Es wird die Interaktion von Leib und Raum durch den Tanz sowie die Rolle von Gestaltverläufen und Spannungen hervorgehoben.
Schlüsselwörter
Die zentralen Schlüsselwörter des Textes sind Phänomenologie, Tanz, Leiblichkeit, Raum, Bewegung, Bewegungssuggestionen, Gestaltverläufe, Gebärdenkraft, Hermann Schmitz, Erwin Straus, Rudolf von Laban.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Hauptthema der Arbeit zur Raumwahrnehmung im Tanz?
Die Arbeit untersucht phänomenologische Positionen zur Räumlichkeit des Tanzes, basierend auf den Theorien von Hermann Schmitz, Erwin Straus und Rudolf von Laban.
Welche Rolle spielt der „Leib“ in der Phänomenologie von Hermann Schmitz?
Der Leib wird nicht als bloßer Körper, sondern als Zentrum der Wahrnehmung und Bewegungssuggestionen verstanden, das den Raum durch tänzerische Gebärdenkraft erst konstituiert.
Was versteht Rudolf von Laban unter dem „Tanzraum“?
Für Laban ist der Raum ein dynamisches Feld, das durch die Bewegungsrichtungen und Spannungen des Tänzers strukturiert wird (Choreutik).
Was bedeutet „Kommunion mit dem Raum“ im Tanz?
Es beschreibt das Verschmelzen des tanzenden Leibes mit seiner Umgebung, wobei der Raum nicht mehr als äußeres Gefäß, sondern als Teil der Bewegung erfahren wird.
Was sind „Bewegungsmelodien“?
Der Begriff bezieht sich auf die fließenden Gestaltverläufe und die zeitliche Dynamik tänzerischer Bewegungen, die eine eigene räumliche Logik entfalten.
Wie unterscheiden sich Kinästhesie und Synästhesie im Tanz?
Kinästhesie ist die Eigenwahrnehmung der Bewegung, während Synästhesie das Zusammenspiel verschiedener Sinne (z.B. Hören von Musik und Sehen von Raumformen) im Tanzerlebnis beschreibt.
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- Anonym (Author), 2009, Bewegungsmelodien - Zur Phänomenologie der Raumwahrnehmung im Tanz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141464