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Bewegungsmelodien - Zur Phänomenologie der Raumwahrnehmung im Tanz

Title: Bewegungsmelodien - Zur Phänomenologie der Raumwahrnehmung im Tanz

Term Paper , 2009 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Theater Studies, Dance
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Summary Excerpt Details

Die Arbeit setzt sich mit einigen phänomenologischen Positionen zur Räumlichkeit des Tanzes auseinandersetzen. Dabei sollen vor allem Hermann Schmitz, Erwin Straus und Rudolf von Laban im Fokus der Betrachtung stehen. Die drei Autoren haben der Raumwahrnehmung des Tanzes wichtige Gedanken gewidmet, die zusammenzutragen und zu vergleichen mir durchaus lohnenswert erscheint. Ausgehend von grundlegenden Begriffen zu Leib und Raum bei Schmitz sowie seiner Idee vom Tanz werde ich sowohl versuchen, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den drei recht unterschiedlichen Herangehensweisen der Autoren zu benennen, aber auch gedankliche Fäden suchen, die sich durch ihr aller Denken ziehen. Mitunter sollen eigene Erfahrungen zum Thema an Stellen einfließen, wo mir einige Aspekte des Tanzes in den
vorliegenden Theorien vernachlässigt zu sein scheinen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Das Tänzerische

Der Tanz

»Kommunion mit dem Raum«

Die Auseinandersetzung mit Straus

Der Rückraum

Kinästhesie im Tanz

Synästhesie im Tanz

Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht phänomenologische Positionen zur Räumlichkeit des Tanzes, wobei insbesondere die Perspektiven von Hermann Schmitz, Erwin Straus und Rudolf von Laban analysiert und miteinander in Beziehung gesetzt werden, um das Verständnis von Tanz als leibliche Raumgestaltung zu vertiefen.

  • Phänomenologische Analyse der Raumwahrnehmung im Tanz
  • Vergleich der Tanztheorien von Schmitz, Straus und Laban
  • Die Bedeutung von Leib, Bewegungssuggestion und Kinästhesie
  • Untersuchung des tänzerischen Raums im Gegensatz zum alltäglichen Raum
  • Wechselwirkung zwischen tänzerischer Bewegung und Musik

Auszug aus dem Buch

Die Auseinandersetzung mit Straus

Schmitz orientiert sich hier an Erwin Straus, der in einem Aufsatz über Die Formen des Räumlichen auch den Tanzraum behandelt. Für Schmitz und Straus ist der Ortsraum (s.o.) - Straus sagt: historischer Raum - zweitrangig für den Tanz. Schmitz konstatiert lapidar:

»Ein Tänzer, der seine Bewegung nach Maßgabe der Lagen und Abstände der beteiligten Füße im Einzelnen zu entwerfen und einzuüben sucht, wird ein Stümper werden.«

Straus sieht den historischen Raum mit seinen festen Richtungen und zweckgerichteter Bewegung im Tanz durch »Aufhebung der spezifischen Richtungsverschiedenheiten und damit der Ortsvalenzen homogenisiert«. Er sei anstelle von »Entfernung, Richtung und Größe« vielmehr durch symbolische Raumqualitäten - Weite, Höhe, Tiefe und Eigenbewegung - definiert, etwa einer Weite, die »überhaupt nicht quantitativ bestimmbar« sei. Bei Schmitz wäre das der Weiteraum; doch dies gilt nach Schmitz streng genommen nur für ekstatisches Tanzen, während im Normalfall der Richtungsraum diese Rolle einnimmt.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in die phänomenologische Untersuchung der Raumwahrnehmung im Tanz anhand der Autoren Schmitz, Straus und Laban.

Das Tänzerische: Definition des Tänzerischen als übergreifendes Prinzip, das der bewussten Gestaltung und motorischen Umsetzung vorausgeht.

Der Tanz: Analyse der tanztheoretischen Einordnung als Ausdrucksform und Bewegung, die sich von dinglichen Kunstwerken unterscheidet.

»Kommunion mit dem Raum«: Untersuchung der Fähigkeit des Tanzes, den Raum durch leibliche Kommunikation grundlegend umzuformen.

Die Auseinandersetzung mit Straus: Gegenüberstellung der Raumkonzepte von Schmitz und Straus im Hinblick auf Richtung, Ortsraum und Weite.

Der Rückraum: Erörterung der Differenz zwischen alltäglichem Raum und dem spezifischen Rückraum, der sich erst im Tanz erschließt.

Kinästhesie im Tanz: Betrachtung der Rolle des motorischen Körperschemas und der Automatisierung von Bewegungsabläufen im tänzerischen Vollzug.

Synästhesie im Tanz: Untersuchung des Zusammenspiels von Musik, Rhythmik und tänzerischer Bewegungssuggestion.

Zusammenfassung: Synthese der verschiedenen theoretischen Ansätze und Ausblick auf weiterführende Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Phänomenologie, Tanz, Raumwahrnehmung, Hermann Schmitz, Erwin Straus, Rudolf von Laban, Leib, Bewegungssuggestion, Kinästhesie, Synästhesie, Richtungsraum, Weiteraum, tänzerische Erfahrung, Raumgestaltung, leibliche Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer phänomenologischen Betrachtung der Räumlichkeit im Tanz, insbesondere unter Einbeziehung der Theorien von Hermann Schmitz, Erwin Straus und Rudolf von Laban.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Konzepte des Raums, der leiblichen Bewegung, der Bedeutung von Musik für den Tanz und die Unterscheidung zwischen dem alltäglichen Raum und dem tänzerisch erfahrenen Raum.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die unterschiedlichen Ansätze zur Raumwahrnehmung im Tanz zusammenzutragen und kritisch zu vergleichen, um zu verstehen, wie der Leib den Raum im Tanz aktiv gestaltet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine phänomenologische Herangehensweise gewählt, bei der die subjektive Erfahrung des Tanzes und die Beschreibung leiblicher Phänomene im Vordergrund stehen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Analysen zum Wesen des Tänzerischen, zur Dynamik zwischen Tänzer und Raum, zum Stellenwert der Musik und zu kinästhetischen Aspekten der Bewegung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Phänomenologie, Leib, Raumwahrnehmung, Kinästhesie und Bewegungssuggestion charakterisiert.

Wie unterscheidet sich der »historische Raum« vom Raum im Tanz?

Der historische Raum ist durch feste Richtungen und Zweckgebundenheit definiert, während sich der Tanzraum durch leibliche Weite und das Fehlen fixer, quantifizierbarer Ortsvalenzen auszeichnet.

Welche Rolle spielt die Kinästhesie für den Tanz?

Die Kinästhesie ermöglicht eine Automatisierung komplexer Bewegungsabläufe, wodurch der Tänzer nicht mehr bewusst auf jede räumliche Lage achten muss und eine höhere tänzerische Präzision erreicht.

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Details

Title
Bewegungsmelodien - Zur Phänomenologie der Raumwahrnehmung im Tanz
College
Humboldt-University of Berlin
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2009
Pages
16
Catalog Number
V141464
ISBN (eBook)
9783640493593
ISBN (Book)
9783640493760
Language
German
Tags
Tanz Raum Raumwahrnehmung Hermann Schmitz Rudolf von Laban Erwin Staus Phänomenologie Leib Leiblichkeit Kinästhesie Tänzer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2009, Bewegungsmelodien - Zur Phänomenologie der Raumwahrnehmung im Tanz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141464
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