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(Re-)Produktion von Bildungsungleichheit in der Schule. Inwieweit wird die Bildungsungleichheit durch die soziale Herkunft von den Lehrkräften (re-)produziert?

Titel: (Re-)Produktion von Bildungsungleichheit in der Schule. Inwieweit wird die Bildungsungleichheit durch die soziale Herkunft von den Lehrkräften (re-)produziert?

Bachelorarbeit , 2023 , 49 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Schulwesen, Bildungs- u. Schulpolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Bachelorarbeit widmet sich der folgenden Fragestellung: lnwieweit wird die Bildungsungleichheit durch die soziale Herkunft von den Lehrkräften (re-)produziert? Die soziale Herkunft als Faktor für Bildungsungleichheit weist dabei vielfältige Dimensionen auf - angefangen von familiären Ressourcen bis hin zu kulturellen Einflüssen. Lehrkräfte sind als Schlüsselakteurlnnen im Bildungssystem direkt mit den Schülerlnnen verbunden und prägen demzufolge ihre Bildungsverläufe in signifikanter Weise, wie es im Folgenden nach anhand der recherchierten Studien aufgezeigt werden wird.

Diese Ausarbeitung setzt zur Beantwortung der postulierten Fragestellung auf einen komparativen Ansatz, indem zwei Studien miteinander verglichen werden: "Bildung und soziale Ungleichheit. Deutungen und Erfahrungen von Lehrer:innen an Gesamtschulen" von Laura Behrmann und "Lehrkräfte und soziale Ungleichheit. Eine ethnografische Studie zum un/doing authority in Grundschulen" von Florian Weitkämper. Ziel ist es, auf der Grundlage dieses wissenschaftlichen Vergleichs ein umfassenderes Verständnis für die lnteraktion zwischen den Lehrkräften und Schülerlnnen zum einen und den Einfluss auf die Bildungsungleichheit zum anderen zu entwickeln. Beide Studien beleuchten die Funktion der Lehrkräfte im Kontext der Bildungsungleichheit, tun dies aber jeweils in unterschiedlichen schulischen Settings.

Diese Arbeit strebt in diesem Sinne an, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Ergebnissen der beiden Studien herauszustellen und vor dem Hintergrund der skizzierten Situation zu interpretieren. Mittels einer intensiven Auseinandersetzung mit den Forschungsdesigns, Methoden und Befunde der Studie von Behrmann und Weitkämper wird ein neues Verständnis für die Verknüpfung zwischen sozialer Herkunft, Lehrerlnnenverhalten und Bildungsungleichheit avisiert. Auf diesem Wege soll die Abhandlung einen Forschungsbeitrag dazu leisten, die Rolle der Lehrkräfte in der Bildungsungleichheit besser zu verstehen und mögliche lmplikationen für bildungspolitische Maßnahmen aufzuzeigen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Terminologie Grundlagen

2.1 Definition – Soziale Ungleichheit

2.2 Definition – Bildungsungleichheit

2.3 Definition – Soziale Herkunft

3. Ursachen für das Entstehen von Bildungsungleichheit

3.1 Das Konzept von Raymond Boudon

3.2 Der Ansatz von Pierre Bourdieu

4. Literaturübersicht und Forschungsstand

4.1 Die Studie von Florian Weitkämper (2019): „Lehrkräfte und soziale Ungleichheit. Eine ethnographische Studie zum un/doing authority in Grundschulen“

4.2 Studie von Laura Behrmann (2022): „Bildung und soziale Ungleichheit. Deutungen und Erfahrungen von Lehrer:innen an Gesamtschulen“

5. Methodisches Vorgehen

5.1 Forschungsdesign und Datenerhebung

5.1.1 Forschungsdesign und Datenerhebung von Florian Weitkämper 2019

5.1.2 Forschungsdesign und Datenerhebung von Laura Behrmann 2022

5.2 Untersuchungsanlage sowie Auswahl der Untersuchungsschulen und Lehrkräften

5.2.1 Untersuchungsanlage sowie Auswahl der Untersuchungsschule und Lehrkräfte von Florian Weitkämper 2019

5.2.1 Untersuchungsanlage sowie Auswahl der Untersuchungsschule und Lehrkräfte von Laura Behrmann

6. Analyse der Studienergebnisse

6.1 Die Rolle der Lehrkräfte in der Reproduktion von Bildungsungleichheit

6.1.1 Lehrkräfte als Akteure im Bildungssystem

6.1.2 Einfluss der sozialen Herkunft und pädagogischen Handlungen

6.1.3 Umgang mit Heterogenität und Diversität

6.2 Gemeinsame Erkenntnisse und widersprüchliche Befunde

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, inwiefern Bildungsungleichheit durch die soziale Herkunft von Lehrkräften (re-)produziert wird. Ziel ist es, durch einen komparativen Ansatz zwischen ethnographischen Studien ein tieferes Verständnis für die Interaktion zwischen Lehrkräften und Schüler:innen zu gewinnen und den Einfluss der sozialen Herkunft auf die Leistungsbewertung zu analysieren.

  • Soziale Herkunft als Einflussfaktor auf Lehrkräfteverhalten
  • Die Reproduktion von Bildungsungleichheit im Schulalltag
  • Die Rolle von Habitus und kulturellem Kapital bei Lehrkräften
  • Komparative Analyse von Studien zu Grund- und Gesamtschulen
  • Interaktionelle Mechanismen der Leistungsbewertung

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte gewann die Thematik der Bildungsungleichheit in Verbindung mit sozialer Herkunft zunehmend an Relevanz (vgl. Baader & Freytag 2017, S. 2). Bildung wird zwar gemeinhin als Schlüsselinstrument für soziale Mobilität und Chancengleichheit betrachtet (vgl. Solga & Dombrowski 2009, S. 7), dennoch führen zahlreiche Studien vor Augen, dass Bildungsungleichheit nach wie vor ein akutes Problem in der modernen Gesellschaft darstellt. Die Erklärung für die dahinterliegenden Zusammenhänge sind bis dato allerdings noch nicht abschließend geklärt worden (vgl. Maaz et al. 2011, S. 91).

Die soziale Produktion von Bildungsungleichheit wird in diversen Forschungsansätzen und paradigmen unterschiedlich konstruiert: Einige Ansätze zielen darauf ab, primäre und sekundärer Herkunftseffekte (vgl. Boudon 1974, zit. n. Rutter, 2021, S.13) zu unterscheiden sowie schulische Leistungen von ihren sozialen Verzerrungen zu bereinigen. Andere Ansätze setzten sich wiederum mit der nicht auflösbaren Verbindung zwischen Herkunfts- und Schulkultur auseinander, wobei diese die Dimensionen der Passung oder Nicht-Passung konstruieren. Ungeachtet der vorhandenen Unterschiede zwischen den einzelnen (Forschungs-)Perspektiven wird grundsätzlich anerkannt, dass der soziale Hintergrund einen Gesamteffekt auf die schulischen Leistungen aufweist (vgl. Maaz et al. 2011, S. 18). Die Frage, wie Bildungsungleichheit als soziale Realität in der Schule entsteht, weckt bei einem Großteil der Forschung aber bislang noch wenig Interesse (vgl. Rabenstein et al. 2013, S. 669).

Obwohl ferner die Lehrkräfte als Hauptakteure der Leistungsbewertung gelten, weisen erst die Bildungsforschungen jüngeren Datums darauf hin, dass diese – ob nun bewusst oder unbewusst – die sozialen Faktoren bei der Bewertung von Schüler:innen einbeziehen (vgl. Maaz et al. 2011, S. 5). Resultierend daraus stehen Lehrkräfte zwar im Fokus der ungleichheitsbezogenen Bildungsforschung, jedoch wurde ihre Rolle in Bezug auf die Reproduktion oder Überwindung von Bildungsungleichheit bisher noch nicht im notwendigen Umfang erforscht (vgl. Behrmann 2022, S. 11).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Zusammenfassung der Relevanz von Bildungsungleichheit und der Forschungsfrage.

2. Terminologie Grundlagen: Definition der für die Arbeit zentralen Begriffe Soziale Ungleichheit, Bildungsungleichheit und Soziale Herkunft.

3. Ursachen für das Entstehen von Bildungsungleichheit: Darstellung theoretischer Ansätze insbesondere durch Boudon und Bourdieu.

4. Literaturübersicht und Forschungsstand: Vorstellung der Studien von Weitkämper (2019) und Behrmann (2022).

5. Methodisches Vorgehen: Erläuterung der qualitativen Forschungsdesigns und der Auswahl der Untersuchungsschulen.

6. Analyse der Studienergebnisse: Detaillierte Untersuchung der Rolle von Lehrkräften im Bildungssystem und der Auswirkungen auf Schüler:innen.

7. Fazit: Zusammenfassende Schlussfolgerung zur Bedeutung der Lehrkräfte für Bildungschancen.

Schlüsselwörter

Bildungsungleichheit, Soziale Herkunft, Lehrkräfte, Habitus, Reproduktion, Schulerfolg, Bildungschancen, Qualitative Forschung, ethnographische Studie, Leistungsbewertung, Ungleichheitsforschung, Soziale Mobilität, Bildungssystem, Sozialisation, Chancengleichheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, welchen Einfluss die soziale Herkunft von Lehrkräften auf die Reproduktion von Bildungsungleichheit im schulischen Kontext hat.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Bildungsungleichheit (Boudon/Bourdieu), die Rolle von Lehrkräften bei der Leistungsbewertung und die Frage, wie soziale Herkunft Bildungschancen beeinflusst.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für das Handeln von Lehrkräften zu entwickeln und aufzuzeigen, wie unbewusste soziale Faktoren zu Bildungsungleichheit an Schulen beitragen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es wird eine komparative Literaturenanalyse durchgeführt, die zwei ethnographische Studien (Weitkämper 2019 und Behrmann 2022) anhand ihrer Forschungsdesigns und Ergebnisse miteinander vergleicht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie soziale Unterschiede im Unterricht konstruiert werden, welche Rolle Lehrkräfte als „Akteure“ einnehmen und wie sich subjektive Erwartungshaltungen auf Schüler:innen auswirken.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind „Habitus“, „kulturelles Kapital“, „un/doing authority“, sowie die Begriffe der primären und sekundären Herkunftseffekte.

Wie gehen Lehrkräfte laut der Untersuchung mit Heterogenität um?

Die Untersuchung zeigt, dass Lehrkräfte oft durch „Praktiken der Bebilderung“ agieren, die bestimmte Kinder als ideal oder als defizitär markieren, teilweise unabhängig von tatsächlichen Leistungen.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Objektivität?

Die Arbeit verdeutlicht, dass die „Illusion der Objektivität“ bei der Notengebung oft dazu dient, soziale Sortierungsprozesse ideologisch zu verschleiern und als individuelle Leistung darzustellen.

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Details

Titel
(Re-)Produktion von Bildungsungleichheit in der Schule. Inwieweit wird die Bildungsungleichheit durch die soziale Herkunft von den Lehrkräften (re-)produziert?
Hochschule
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
Veranstaltung
Erziehungswissenschaft
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
49
Katalognummer
V1414717
ISBN (PDF)
9783346963352
ISBN (Buch)
9783346963369
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Soziale Ungleiche Bildungsungleichheit Soziale Herkunft Schule Lehrer Chancengleichheit Studie Laura Behrmann Florian Weitkämpfer
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2023, (Re-)Produktion von Bildungsungleichheit in der Schule. Inwieweit wird die Bildungsungleichheit durch die soziale Herkunft von den Lehrkräften (re-)produziert?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1414717
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Leseprobe aus  49  Seiten
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