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Anorexia Nervosa und die Risiken von Pro-Ana Foren für Jugendliche

Fördern Pro-Ana Foren die Entstehung von Anorexia nervosa und den Progress der Erkrankung bei Jugendlichen?

Title: Anorexia Nervosa und die Risiken von Pro-Ana Foren für Jugendliche

Term Paper , 2022 , 19 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Psychology - Clinical Psychology, Psychopathology, Prevention
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Bezüglich der Auswirkungen durch die COVID-19-Pandemie ergibt sich aufgrund der Aktualität der Thematik eine hohe Dynamik. Erste Forschungsergebnisse zeigen negative Veränderungen bezüglich des Ess- und Bewegungsverhaltens sowie der psychischen Gesundheit in der Allgemeinbevölkerung. Mehrere Studien weisen außerdem darauf hin, dass sich die COVID-19-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen negativ auf die Essstörungssymptomatik und komorbide Störungen auswirken.

Außerdem fällt auf, dass sich jüngere Personen, sowie Frauen insgesamt belasteter fühlen, als ältere Personen und Männer. Somit ist die Wichtigkeit und Aktualität von Anorexia nervosa (AN) und ihrer vielschichtigen Risiken nach wie vor für die klinische Psychologie von großem Interesse. Zu Beginn wird die Prävalenz in der Bevölkerung dargestellt. Weiter folgt die Definition der A.N., sowie ihre Klassifikation in DSM-5 und ICD-10.

Anschließend werden psychodynamische Konstellationen, körperliche Symptome und eine knappe Herangehensweise der Diagnostik erläutert. Schließlich erfolgt ein Erklärungsversuch des Pro-Ana Phänomens. Ziel ist es aufzuzeigen, ob Pro-Ana-Foren eine Wirkung auf Jugendliche in Bezug auf die Entstehung von Anorexia nervosa und den Progress der Erkrankung fördern.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition

2.1 Definition Anorexia Nervosa

2.2 Definition laut ICD-10 und DSM-5

3 Symptome

3.1 Psychodynamik

3.2 Körperliche Symptome

4 Diagnostik und Differentialdiagnosen

4.1 Diagnostik

4.2 Differenzialdiagnosen

5 Pro – Ana

5.1 Erklärungsversuch des Phänomens Pro-Ana

5.2 Risikogruppe – Jugendliche als Hauptnutzer der Pro – Ana Foren

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Krankheitsbild der Anorexia nervosa und beleuchtet kritisch das Phänomen der sogenannten "Pro-Ana"-Onlinebewegung, die Magersucht als erstrebenswerten Lebensstil glorifiziert. Ziel ist es, die Mechanismen dieser virtuellen Gemeinschaften aufzuzeigen und deren negativen Einfluss auf den Krankheitsverlauf bei Jugendlichen zu analysieren.

  • Klinische Grundlagen, Diagnostik und Symptomatik der Anorexia nervosa
  • Psychodynamische Ursachen und körperliche Folgen der Erkrankung
  • Die Rolle von "Pro-Ana"-Plattformen als Teil einer krankheitserhaltenden Internetkultur
  • Die Gefährdung Jugendlicher durch Schönheitsideale und manipulative Online-Coaches

Auszug aus dem Buch

Erklärungsversuch des Phänomens Pro-Ana

Pro-Ana bezeichnet ein selbstbewusstes Bekenntnis zur Magersucht wie das Krankheitsbild der Anorexie umgangssprachlich benannt wird. Die Online Bewegung Pro- Ana bildete sich Mitte der 1990 Jahre in den USA und erhebt die Magersucht in Deutschland seit dem Jahr 2001 mit Hilfe von Websites, Blogs und Foren zu einer neuen, positiven Lebenseinstellung. Hauptsächlich zählen weibliche Gymnasiastinnen und Studentinnen im Alter zwischen 14 und 30 Jahren zu den Besucherinnen dieser Seiten. Pro-Ana zu sein bedeutet, sich für die Krankheit entschieden zu haben (Fromme und Sesink, 2008, S.133).

Damit `Anas Freundinnen` die Botschaft begreifen, gibt es auf allen Seiten die gleichen Standards: einen Brief, in dem Ana sich vorstellt. Zusätzlich entblößen Regeln und Gebote um das für die Pro- Ana Gemeinschaft charakteristische Manifest `Brief von Ana`, die psychische Erkrankung der Community Mitglieder. Hierin findet nicht nur die Verharmlosung der Magersucht ihren Ausdruck, sondern auch deren Personifizierung als Freundin. Ein Motivationsschreiben, für alle die zweifeln, einen Steckbrief mit Angaben zu Größe, Höchst-, Tiefst-, derzeitigem und angestrebtem Gewicht der Betreiberin. In ihrer virtuellen Welt wird Ana zur Religion: mit Psalmen, einem Glaubensbekenntnis, zehn Geboten und Gesetzen (BMFSFJ, 2022, S.9).

Bezüglich der Bewegung Pro Ana agiert das Internet als virtuelle Heimat verschiedener Communities. Diese verstehen sich nicht als Selbsthilfegruppe für Betroffene von Essstörungen, sie bieten den Erkrankten gegenseitiges Verständnis untereinander und unterstützen den Wunsch nach körperlicher Schlankheit. Sie geben Mut und machen Parolen aus um den Mädchen den Weg, zu dem in ihrer Vorstellung idealen Wunschkörper, zu erleichtern. BMI - Ranking, Abnehm - Contest, Tagebücher mit Angaben von Essmengen und sportlichen Aktivitäten, Kalorientabellen mit Angaben besonders kalorienarmer Lebensmittel und Empfehlungen die Gewichtsabnahme beschleunigender Medikament bilden typische Kennzeichen der Pro- Ana Websites (Raabe, 2009, S.9).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung gibt einen Überblick über die Verbreitung von Essstörungen in Deutschland und benennt die Relevanz der Anorexia nervosa sowie die Forschungsabsicht bezüglich Pro-Ana-Foren.

2 Definition: Dieses Kapitel erläutert die Prävalenz der Anorexia nervosa und grenzt die Erkrankung anhand medizinischer Klassifikationssysteme wie ICD-10 und DSM-5 ab.

3 Symptome: Hier werden die psychodynamischen Hintergründe, wie Leistungsdruck und Identifikationsprobleme, sowie die gravierenden körperlichen Auswirkungen der Anorexie dargestellt.

4 Diagnostik und Differentialdiagnosen: Das Kapitel beschreibt Methoden zur Diagnose, insbesondere den BMI, und beleuchtet die häufige Komorbidität mit anderen psychischen Störungen.

5 Pro – Ana: Dieser Abschnitt analysiert das Entstehen der Pro-Ana-Onlinebewegung, ihre Methoden zur Verharmlosung der Magersucht und die spezifischen Gefahren durch unregulierte Netzwerke für Jugendliche.

6 Fazit: Das Fazit fasst die gesundheitlichen Risiken zusammen und betont die Notwendigkeit von Aufklärung und Prävention gegenüber der manipulativen Pro-Ana-Community.

Schlüsselwörter

Anorexia nervosa, Magersucht, Pro-Ana, Essstörungen, Online-Community, Jugendliche, Körpergewicht, Psychodynamik, Diagnostik, ICD-10, DSM-5, Internetkultur, Prävention, Komorbidität, Thinspiration

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Publikation befasst sich mit der medizinisch-psychologischen Einordnung der Magersucht (Anorexia nervosa) und untersucht kritisch die schädliche Rolle von Pro-Ana-Internetseiten für betroffene Jugendliche.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit behandelt die Symptomatik, Diagnostik, psychodynamische Ursachen sowie die soziokulturelle Bedrohung durch Online-Gemeinschaften, die Magersucht als Lifestyle darstellen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, wie Pro-Ana-Foren den Krankheitsprozess vorantreiben und einen schädlichen Einfluss auf Jugendliche in Bezug auf die Krankheitsentstehung und den Verlauf ausüben.

Welche wissenschaftlichen Hintergründe werden genutzt?

Die Arbeit greift auf offizielle Diagnosesysteme wie ICD-10 und DSM-5 sowie auf aktuelle Forschungsergebnisse zur Epidemiologie und Psychodynamik von Essstörungen zurück.

Was wird im Hauptteil der Arbeit analysiert?

Der Hauptteil analysiert neben den biologischen und psychologischen Grundlagen der Anorexie insbesondere die virtuellen Strategien der Pro-Ana-Bewegung, inklusive der Instrumentalisierung durch externe Akteure.

Was sind die wichtigsten Schlüsselwörter der Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Anorexia nervosa, Pro-Ana, Essstörungen, Thinpiration, jugendliche Risikogruppen sowie diagnostische Verfahren unter Berücksichtigung von BMI und Komorbiditäten.

Welche Rolle spielen "Challenges" innerhalb der Pro-Ana-Szene?

Challenges (reglementierte Herausforderungen) dienen dazu, durch "Beweisfotos" in den sozialen Medien ein extremes Schlankheitsideal zu zelebrieren, den Gruppendruck zu erhöhen und Teilnehmer weiter zur Gewichtsabnahme zu manipulieren.

Wie gehen Pro-Ana-Foren mit dem Wunsch nach therapeutischer Hilfe um?

Die Pro-Ana-Bewegung lehnt therapeutische Hilfe größtenteils vehement ab, da ihr Ziel das Leben mit der Krankheit ist, anstatt diese zu überwinden. Außenstehende, die zur Hilfe raten, werden innerhalb der Foren oft als Feindbild dargestellt.

Warum wird die Bezeichnung "ATTE" im Kontext von Pro-Ana verwendet?

Die Abkürzung "ATTE" steht für "Ana Till The End" und spiegelt die verfälschte Zielsetzung der Betroffenen wider, die Magersucht bewusst bis zum Tod durch Verhungern als absolute Perfektion und "Vollendung" zu verfolgen.

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Details

Title
Anorexia Nervosa und die Risiken von Pro-Ana Foren für Jugendliche
Subtitle
Fördern Pro-Ana Foren die Entstehung von Anorexia nervosa und den Progress der Erkrankung bei Jugendlichen?
College
University of Applied Sciences Hamburg
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2022
Pages
19
Catalog Number
V1414953
ISBN (PDF)
9783346990990
ISBN (Book)
9783346991003
Language
German
Tags
Hausarbeit, Klinische Psychologie, Psychologie, Jugendliche, Anorexia Nervosa, Pro-Ana, Progress
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2022, Anorexia Nervosa und die Risiken von Pro-Ana Foren für Jugendliche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1414953
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