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Touristische Ballungsgebiete. Das Beispiel Mallorca

Titel: Touristische Ballungsgebiete. Das Beispiel Mallorca

Hausarbeit , 2019 , 14 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Joyce Pfetzing (Autor:in)

Geowissenschaften / Geographie - Fremdenverkehrsgeographie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Hausarbeit ist es, Mallorca als (massen-)touristischen Ballungsraum zu analysieren und die Auswirkungen der Entwicklung des Fremdenverkehrs darzulegen, wie auch die Situation zu erfassen, ob der Tourismus eine derart negative Wirkung auf Mallorca hat oder er sogar der einzige Faktor ist, welcher die Insel über Wasser hält.

Mallorca und der Massentourismus bilden für die meisten Menschen eine kompakte Einheit. Seit der Initialphase des Tourismus' auf der Urlauberinsel, beginnend in den 1960er Jahren, ist der Massentourismus allgegenwärtig und wohl Fluch als auch Segen zugleich. Verbaute Küsten, verlorene Traditionen und Wasserknappheit sind nur ein Bruchteil jener Folgen, welche nicht nur die Regierung, sondern auch politische Zusammenschlüsse und die mallorquinische Gesellschaft bekämpfen wollen. Durch Initiativen und Projekte wird versucht den Massentourismus' und dessen Konsequenzen zu minimieren oder gar aufzuhalten. Baustopps, Obergrenzen an Gästebetten oder gar ein Alkoholverbot am bekannten Ballermann, sollen Mallorca von dessen Negativimage separieren. Jene Vorschriften und Maßnahmen lassen sich zum Konzept des Qualitätstourismus´ hinzufügen, ein Weg den Massentourismus in seiner Form auszugleichen oder so-gar ganz auszutauschen. Jedoch gibt es nicht nur negative Auswirkungen des Massentourismus', denn dieser erbrachte der Insel viele neue Arbeitsplätze und einen daraus resultierenden wachsenden Dienstleistungssektor und wirtschaftlichen Wohlstand. Die damals traditionell agrarisch orientierte Gesellschaft durchlebt einen Wandel und nun ist der Tourismus, mit 75% Anteil im Dienstleistungssektor, der wichtigste Wirtschaftsfaktor.

Es ist nicht zu leugnen, dass der Tourismus Mallorca zu dem gemacht hat was es heute ist - eine der bekanntesten Touristendestinationen Europas mit einer boomenden Dienstleistungsgesellschaft. Diese Arbeit wird sich mit dem Konflikt beschäftigen, ob Mallorca jene Erneuerung benötigt und eine realistische Chance zur Kompensation besteht. Wird der Qualitätstourismus sich bewehren und die Insel zum positiven verändern? Kann der Massentourismus in dieser Art noch gestoppt werden? Brauch Mallorca überhaupt derart eine Rettung – oder hält der Massentourismus die Insel über Wasser?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Mallorca als Urlaubsziel

2.1 Lage und Klima

2.2 Gunstfaktoren

2.3 Entwicklung des Tourismus

3. Massentourismus

3.1 Ökonomische Auswirkungen

3.2 Ökologische Konsequenzen

3.3 Soziokulturelle Folgen

4. Fazit

Zielsetzung und inhaltliche Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht Mallorca als touristischen Ballungsraum und analysiert die wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen wirtschaftlichem Wohlstand durch den Fremdenverkehr und den daraus resultierenden negativen Konsequenzen für Umwelt und Gesellschaft. Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, zu evaluieren, ob der Tourismus primär eine schädliche Belastung darstellt oder die existenzsichernde Basis der Inselökonomie bildet.

  • Analyse der geografischen und ökonomischen Standortfaktoren Mallorcas.
  • Historische Betrachtung der Tourismusentwicklung seit den 1960er Jahren.
  • Untersuchung ökonomischer Chancen und Risiken durch die starke Abhängigkeit vom Fremdenverkehr.
  • Darstellung ökologischer Folgen wie Landschaftsverbrauch, Ressourcenknappheit und Umweltverschmutzung.
  • Diskussion soziokultureller Transformationsprozesse und des Identitätsverlusts der lokalen Bevölkerung.

Auszug aus dem Buch

3.2 Ökologische Konsequenzen

„Die relativ kleine Insel hat ihre ökologische Tragfähigkeit […] schon längst überschritten“ (Global Nature Fund 2017). Diese Aussage verdeutlicht, dass der Massentourismus massive ökologische Schäden und Spuren auf Mallorca hinterlassen hat. Chaotische Baubooms, welche anfangs, ohne jegliche Bedenken an Raum und Umwelt vollzogen wurden, sind heute der Grund für die damals unterschätzten und ausgeblendeten Umweltprobleme (vgl. Keßler 2001: 2). Durch massive Eingriffe an den Küsten, entstand ein Prozess der „Betonisierung“ (Kuntzsch et al. 2000: 27), folglich ist bis heute schon ca. 80 % der mallorquinischen Küste verbaut und ein hoher Anteil der Dünen sind bereits erlöscht (vgl. Vogel 2008: 18). Weitere drastische Nachteile des Massentourismus ist der Flächenverbrauch, wie auch die Flächenzersiedelung, als Resultat des Baus von touristischer Infrastruktur und die dadurch folgende Landschaftszerstörung, so müssen Landschaften und Naturräume für Hotels und Ferienhäuser weichen (vgl. Vogel 2008: 17f.). Durch eine hohe Empfindlichkeit der Meeresküsten, sind diese besonders anfällig für die touristische Belastung, ebenso wie die Flora und Fauna der Insel, sodass die Biodiversität bereits gesunken ist (vgl. Schmitt 2007: 23).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert das ambivalente Image Mallorcas zwischen wirtschaftlichem Erfolg und ökologischer sowie sozialer Belastung und definiert die Zielsetzung der wissenschaftlichen Untersuchung.

2. Mallorca als Urlaubsziel: Das Kapitel befasst sich mit den physio-geografischen Voraussetzungen sowie den sozioökonomischen Gunstfaktoren, die Mallorca zu einer führenden Tourismusdestination in Europa machten.

3. Massentourismus: Eine detaillierte Analyse der Auswirkungen des Massentourismus, unterteilt in die ökonomischen Vorteile, die ökologischen Schäden und die soziokulturellen Folgen für die Inselbevölkerung.

4. Fazit: Die Schlussbetrachtung resümiert, dass Mallorca eine nachhaltige Neuausrichtung benötigt, um die Abhängigkeit vom Tourismus zu verringern und das naturräumliche Potenzial für die Zukunft zu erhalten.

Schlüsselwörter

Massentourismus, Mallorca, Fremdenverkehr, Tourismuswirtschaft, Ökologische Folgen, Soziokultureller Wandel, Balearen, Umweltbelastung, Infrastruktur, Nachhaltigkeit, Wirtschaftliche Abhängigkeit, Saisonabhängigkeit, Landschaftszerstörung, Identitätsverlust, Qualitätstourismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der wirtschaftlichen Bedeutung des Massentourismus auf Mallorca und dessen tiefgreifenden ökologischen sowie sozialen Auswirkungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung der Tourismusbranche seit 1960, der Analyse von ökonomischen Chancen und Abhängigkeiten sowie der Bewertung der Umwelt- und Gesellschaftsfolgen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Auswirkungen des Fremdenverkehrs zu analysieren und zu erörtern, inwiefern der Tourismus zugleich als treibende Wirtschaftskraft und als Ursache für ökologische sowie soziale Probleme auf Mallorca fungiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse, die unter Rückgriff auf Fachliteratur, Statistiken und historische Daten die touristische Entwicklung und Transformation Mallorcas nachzeichnet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Standortvorteile und die historische Entwicklung des Tourismus dargelegt, gefolgt von einer kritischen Reflexion der Folgeerscheinungen in ökonomischer, ökologischer und soziokultureller Hinsicht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Massentourismus, ökologische Tragfähigkeit, wirtschaftliche Abhängigkeit, Infrastruktur, Identitätsverlust und nachhaltige Tourismusentwicklung.

Warum ist das "Heimatgefühl" für Touristen ein Gunstfaktor?

Das Heimatgefühl entsteht durch den massiven Import touristischer Lebensstile und die Anpassung der Einheimischen an deutsche Gewohnheiten, was es Urlaubern ermöglicht, sich trotz des Auslandsaufenthalts kulturell heimisch zu fühlen.

Inwiefern beeinflusst die Saisonalität den Wirtschaftsstandort Mallorca?

Die Saisonalität führt zu einer massiven zeitlichen Einschränkung der Arbeitsmöglichkeiten und bindet das vorhandene Kapital stark an die Hauptsaison, was die Insel wirtschaftlich verwundbar macht.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Touristische Ballungsgebiete. Das Beispiel Mallorca
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Veranstaltung
Einführung in die Geographie
Note
1,0
Autor
Joyce Pfetzing (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
14
Katalognummer
V1415194
ISBN (PDF)
9783346963505
ISBN (Buch)
9783346963512
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mallorca Massentourismus Tourismus Fremdenverkehr Touristische Ballungsgebiete Ballungsraum Mallorca Landwirtschaft Europa Tourismus Tourismusentwicklung Ökonomische Auswirkungen Tourismus Mallorca Wirtschaft Soziokulturelle Folgen Tourismus Umwelt Mallorca Tourismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Joyce Pfetzing (Autor:in), 2019, Touristische Ballungsgebiete. Das Beispiel Mallorca, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1415194
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Leseprobe aus  14  Seiten
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