Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Pädagogik - Erwachsenenbildung

Interkulturelles Training und Coaching für interkulturelle Kompetenz in arabischen Ländern

Eine Seminarplanung zur Methodik und Didaktik für ein Ein- oder Zweitagesseminar

Titel: Interkulturelles Training und Coaching für interkulturelle Kompetenz in arabischen Ländern

Hausarbeit , 2009 , 29 Seiten , Note: 1

Autor:in: Desiree McCourt (Autor:in)

Pädagogik - Erwachsenenbildung
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Immer mehr Menschen kooperieren mit Angehörigen fremder Kulturen und agieren damit zwangsläufig in kulturellen Überschneidungssituationen, in denen unterschiedliche Denk- und Verhaltensweisen aufeinandertreffen. Entweder kommt es zu einer Kooperation oder Kommunikation in Deutschland mit zugewanderten Arbeitskollegen oder zu Mitarbeiterentsendungen in kulturfremde Länder.
Die Globalisierung der Wirtschaft, also die grenzüberschreitende unternehmerische Initiative, ist kein Phänomen der Neuzeit. Interkulturelle Kommunikation und Interaktion gab es bereits im Altertum. Schon die Ägypter, Phönizier und Griechen standen in Handelsbeziehungen zu Angehörigen fremder Kulturen. Dennoch hat sich die Weltwirtschaft im 20.Jahrhundert sowohl quantitativ, als auch qualitativ nachhaltig gewandelt. Längst geht es nicht mehr nur um Absatz- und Beschaffungsmärkte. Die internationalen Bestrebungen umfassen heute sämtliche Aktivitäten der Wertschöpfungskette. Für die Unternehmen sind grenzüberschreitende Aktivitäten in zunehmendem Maße kritischer Erfolgsfaktoren geworden. Daher ist in den letzten 15 Jahren eine steigende Tendenz zu beobachten, Mitarbeiter vor der Entsendung, mit kulturspezifischen Seminaren auf das Zielgebiet vorzubereiten, um einem Scheitern am Zielort vorzubeugen.
Ist die Kultur der Zielländer, in die Mitarbeiter entsandt werden, soweit von der westlich, europäischen Kultur entfernt wie die Arabische, trägt eine „Interkulturelle Sensibilisierung“ wesentlich dazu bei, die Entsendung nicht frühzeitig enden zu lassen, wodurch Störungen in der Kommunikation mit Geschäftspartnern im arabischen Raum entstehen können. Ein weiterer wichtiger Aspekt in einem interkulturellen Training zu arabischen Ländern ist das vorurteilsfreie Nahebringen der islamischen Religion, insbesondere der religionsübergreifenden Werte, Normen und Kulturstandards, die das öffentliche und private Leben in der gesamten Region geprägt haben.
Die Informationsvermittlung zur Landeskunde bei kulturspezifischen Seminaren, muss Elemente traditionellen Landeskundeunterrichts, wie Geschichte, Wirtschaft, politische Institutionen, Rechtssystem, Religionen, Geographie, und Minoritäten beinhalten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vorüberlegungen zum Seminar

2.1 Die Zielgruppe

2.2 Ziel des Seminars

2.3 Vorbereitungen zum Seminar

2.4 Methoden im Seminar

2.5 Medien im Seminar

3. Konzeption des Seminars

3.1 Einstieg in Seminar und Training

3.2 Erste Orientierungsphase „Kultur und Stereotype“

3.2.1 Übung „Margerite“

3.2.2 Übung „Eisbergmodell“

3.3 Fremdwahrnehmung „Stereotype und Vorurteile“

3.3.1 Moderationsübung Erarbeitung „Stereotype“

3.3.2 Moderationsübung Analyse „Werte und Vorbilder“

3.4 Inputphase Landesinformation

3.5 Inputphase Religion „Lernstraße“

3.6 Vertiefungsphase mit Fallmethoden zu „Kulturstandards“

3.6.1 Moderationsübung Erarbeitung der Kulturstandards

3.6.2 Fallanalyse (arabische Hierarchien im Job)

3.6.3 Kulturassimilator (Der Wachmann)

3.6.4 Fallmethode „Critical Incident“

3.7 Rollen- und Simulationsspiele in interkulturellen Seminaren

3.7.1 Rollenspiel „Begrüßung“

3.7.2 Simulationsspiel „Distanzwahrung“

3.8 Filme in interkulturellen Seminaren

3.9 Lernen mit allen Sinnen

3.10 Interkulturelle Akkulturation „Kulturschock“

3.11 Seminarende, Evaluation und Abschied

4. Schlusswort und Erkenntnisse aus der Fortbildung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit entwickelt ein didaktisch-methodisches Konzept für interkulturelle Trainings, die darauf abzielen, Fach- und Führungskräfte auf eine Entsendung in arabische Länder vorzubereiten. Das primäre Ziel ist die Förderung der interkulturellen Handlungskompetenz, um einen konstruktiven Umgang mit kulturellen Unterschieden sowie eine erfolgreiche Kommunikation und Kooperation im Zielgebiet zu ermöglichen.

  • Vermittlung interkultureller Sensibilität und Selbstreflexion
  • Methoden zur Bewältigung kultureller Unterschiede und Konflikte
  • Einsatz von aktivierenden Lehrmethoden wie Rollenspielen und Fallanalysen
  • Berücksichtigung landeskundlicher und religiöser Aspekte
  • Umgang mit dem Phänomen des Kulturschocks

Auszug aus dem Buch

3.6.2 Fallanalyse „Arabische Hierarchie im Job“

Die Teilnehmer erhalten DinA4 Bögen mit nachstehendem Textinhalt. Jeder Teilnehmer liest zunächst das Szenario individuell und wird gebeten, seine Interpretation stichwortartig zu notieren. Anschließend werden in kleinen Gruppen Hypothesen bezüglich der Wahrnehmungen, Interessen und Absichten der beteiligten Personen erarbeitet. Darüber hinaus werden die Teilnehmer gebeten, sich über die Entstehung und den Verlauf des Ereignisses Gedanken zu machen, um diese im Plenum mit Erläuterungen und Begründungen vorzutragen und zu diskutieren. Die Teilnehmer einigen sich dann, welche Hypothese am wahrscheinlichsten zutrifft und welche am wenigsten wahrscheinlich ist.

Der didaktisch wichtige Schritt folgt im Anschluss der Diskussion.Dann wird der Seminarleiter an einem Flipchart die Hierarchiestruktur in staatlichen und Familienunternehmen darstellen, um die im arabischen Raum vorherrschende Hierarchiestruktur zu verdeutlichen.

In Kulturen mit ausgeprägter Machtdistanz, wie z.B. in arabischen Ländern, birgt ein partizipativer Führungsstil, der von deutschen Mitarbeitern bevorzugt und gepflegt wird, die Gefahr, von arabischen Mitarbeitern als ein Nichtwahrnehmen der Führungsverantwortung gesehen zu werden. Mit der Folge, dass es zu erhöhter Fluktuation, sinkender Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter und im schlimmsten Fall zu einem geringen Vertrauen in die Führungsperson führen kann (vergl. Herbrand 2002 S. 18-19).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung interkultureller Kompetenz für Unternehmen im Zuge der Globalisierung und definiert Kultur als ein Orientierungssystem.

2. Vorüberlegungen zum Seminar: Dieses Kapitel erörtert die notwendige Bedarfsanalyse, Zielgruppendefinition sowie die Auswahl geeigneter Lehr- und Medienmethoden für effektive interkulturelle Trainings.

3. Konzeption des Seminars: Der Hauptteil bietet einen detaillierten Ablaufplan mit konkreten Übungen zur Sensibilisierung, Fallanalysen für Kulturstandards sowie Tipps zu Rollenspielen und Medieneinsatz.

4. Schlusswort und Erkenntnisse aus der Fortbildung: Der Autor reflektiert die Wichtigkeit der Methodenvielfalt im Training und betont, dass der Trainer als Lernbegleiter fungieren sollte.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kompetenz, Arabische Länder, Seminarplanung, Didaktik, Kulturstandards, Kulturschock, Fallanalyse, Rollenspiel, Kommunikation, Führung, Entsendung, Sensibilisierung, Machtdistanz, Wissensvermittlung, Interkulturelles Training

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und methodischen Planung von Seminaren zur Vorbereitung von Fach- und Führungskräften auf berufliche Auslandseinsätze in arabischen Ländern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Vermittlung interkultureller Sensibilität, das Verständnis für landeskundliche Besonderheiten und religiöse Prägungen sowie der Erwerb von Handlungskompetenz für den interkulturellen Arbeitsalltag.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Hauptziel ist es, ein Trainingskonzept zu bieten, das Kursteilnehmer befähigt, die eigene Kultur sowie fremde Kulturen objektiv wahrzunehmen, um die Entsendung und die anschließende Rückkehr positiv zu gestalten.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Es werden vorwiegend aktive Lernmethoden verwendet, darunter Fallanalysen, Rollenspiele, Simulationen (Kulturassimilator), Kartenabfragen und der Einsatz audiovisueller Medien.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine logische Abfolge: vom Kennenlernen und dem Aufbrechen von Stereotypen über die Vermittlung von Landesinformationen und Kulturstandards bis hin zu praktischen Fallbeispielen und dem Umgang mit Kulturschocks.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie interkulturelle Kompetenz, arabische Geschäftskultur, methodische Seminarplanung, Rollenspiele und Kulturschock-Phasen beschreiben.

Warum ist das Rollenspiel zur "Distanzwahrung" besonders für arabische Länder relevant?

Es verdeutlicht den Unterschied im Körperdistanzverhalten, da im arabischen Raum eine geringere Distanz üblich ist und als Zeichen von Vertrauen gewertet wird, während in Deutschland größere Distanzzonen bevorzugt werden.

Welche Funktion hat die "Lernstraße" im Seminar?

Sie dient als abwechslungsreiche Alternative zum klassischen Frontalunterricht, um religiöse Inhalte und die Entstehungsgeschichte des Islam lebendig und anschaulich zu vermitteln.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Interkulturelles Training und Coaching für interkulturelle Kompetenz in arabischen Ländern
Untertitel
Eine Seminarplanung zur Methodik und Didaktik für ein Ein- oder Zweitagesseminar
Hochschule
Hochschule Hannover  (ZWT Zentrum für Weiterbildung und Technologietransfer)
Veranstaltung
Weiterbildung zur zertifizierten Trainerin - Train the Trainer
Note
1
Autor
Desiree McCourt (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
29
Katalognummer
V141520
ISBN (eBook)
9783640494354
ISBN (Buch)
9783640494033
Sprache
Deutsch
Schlagworte
interkulturelle Trainings interkulturelles Training interkulturelles Coaching arabische Länder Arabien
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Desiree McCourt (Autor:in), 2009, Interkulturelles Training und Coaching für interkulturelle Kompetenz in arabischen Ländern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141520
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  29  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum