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Ganztagsbetreuung in der Grundschule. Strategien und Fachkräftebedarf zur Verwirklichung des Rechtsanspruchs

Title: Ganztagsbetreuung in der Grundschule. Strategien und Fachkräftebedarf zur Verwirklichung des Rechtsanspruchs

Bachelor Thesis , 2021 , 59 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Moritz Schröer (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
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Diese Abschlussarbeit beschäftigt sich mit den Strategien, die es bedarf, um die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbildung und Ganztagsbetreuung im Grundschulalter gewährleisten zu können. Zu Beginn dieser Arbeit wird der Rechtsanspruch vorerst definiert und danach in seiner Intention und den einhergehenden Ansprüchen genauer erläutert. Darauf folgt eine Auseinandersetzung mit den Vorläufern, welche bereits seit längerer Zeit mit dem Konzept der ganztägigen Betreuung und Bildung arbeiten. Dieses bezieht sich auf Internat, die offene Kinder- und Jugendarbeit und internationale Ganztagsschulen. Können diese Vorläufer eine Inspiration für die Entwicklung des Rechtsanspruchs sein und
in wie fern können ihre Strategien übernommen werden?

Im vierten Kapitel der Arbeit wird der Forschungstand bezogen auf die Ansprüche des Rechtsanspruchs mit dem Blick auf drei verschiedene Punkte genauer betrachtet. Zuerst wird die Wirksamkeit ganztägiger Betreuungsangebote dargestellt. Dabei wird in den Blick genommen, inwiefern diese Angebote ihre Ziele und Intentionen in den letzten Jahren bereits erreichen konnten und ob eine Wirkung erzielt wurde. Als nächstes wird der Forschungsstand zur bisherigen Umsetzung dargestellt. Der Ausbau von Ganztagschulen ist in den letzten Jahren bereits stark vorangetrieben worden, in wie weit wird der heutige Stand den Ansprüchen des Rechtsanspruchs bereits gerecht? Als drittes stellt sich die Frage nach dem Fachkräftebedarf, der mit dem Ausbau und dem Rechtsanspruch der ganztägigen Betreuung und Bildung einhergeht.

Im letzten Teil der Arbeit werden die pädagogischen Umsetzungen, welche für eine Realisierung des Rechtsanspruchs benötigt werden, erläutert. Hierbei wird auf die pädagogischen Fachkräfte eingegangen, welche für die Arbeit in der ganztägigen Bildung und Betreuung geeignet sind und qualitative ganztägige Angebote ermöglichen. Des Weiteren wird genauer auf die Kooperationsbeziehungen eingegangen, die innerhalb der Schule aber auch mit außerschulischen Partnern stattfinden, um eine quantitative und qualitative Angebotsstruktur zu gewährleisten. Als dritter Teil der pädagogischen Umsetzungen werden Konzepte dargestellt, welche bei der Umsetzung der Ziele und Intentionen hilfreich sein können. Diese Strategien haben für eine Umsetzung des Rechtsanspruchs einen hohen Stellenwert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter

2.1. Definition

2.2 Bildungs- und familienpolitische Intention

2.3 Anspruch und Ziele der Ganztagsbetreuung

3. Vorläufer

3.1. Internate

3.2. Offene Kinder- und Jugendarbeit

3.3. Internationale Ganztagschulen

4. Forschungsstand

4.1. Wirksamkeit

4.1.1 Teilnahme am Ganztagsangebot

4.1.2. Bildungserfolg

4.1.3. Individuelle Förderung

4.1.4. Internationaler Forschungsstand

4.2. Stand der Umsetzung

4.2.1. Öffnungszeiten

4.2.2. Kooperationen

4.2.3. Ressourcen und Probleme

4.2.4. Zwischenfazit zur Umsetzung

4.3. Fachkräftebedarf

5. Pädagogische Umsetzungen

5.1. Pädagogische Fachkräfte

5.2. Kooperationsbeziehungen

5.2.1. Kooperationsbeziehungen mit außerschulischen Trägern

5.2.2. Interne Kooperationsbeziehungen

5.3. Konzepte

5.3.1. Einheitlicher Qualitätsrahmen

5.3.2. Sozialpädagogische Konzepte und Methoden

5.3.3. Erweiterung schulischer Kollegien ohne Professionalisierung

5.3.4. Leistungen und Strategien gegen Bildungsarmut

6. Herausforderungen und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die strategischen Voraussetzungen und notwendigen Maßnahmen zur erfolgreichen Einführung des Rechtsanspruchs auf ganztägige Betreuung von Grundschulkindern. Dabei wird analysiert, welche organisatorischen, pädagogischen und personellen Strategien erforderlich sind, um sowohl die quantitative Verfügbarkeit als auch die qualitative Weiterentwicklung dieser Angebote sicherzustellen.

  • Rechtsanspruch und politische Zielsetzungen der Ganztagsbetreuung
  • Bedeutung von Kooperationen zwischen Schule und außerschulischen Partnern
  • Qualitätskriterien und pädagogische Konzepte für Ganztagsangebote
  • Herausforderungen in der Personalgewinnung und Qualifizierung
  • Chancengleichheit und individuelle Förderung im Ganztag

Auszug aus dem Buch

3.1. Internate

Auf der Suche nach guten Konzepten für eine ganztägige Bildung, lohnt sich der Blick auf die Internate. Diese arbeiten schon seit längerer Zeit mit der angestrebten Zusammenführung von formalen und informellen Bildungsprozessen (vgl. Züchner/ Schrödter 2020: S.1135). In Internaten leben Kinder und Jugendliche gemeinsam zusammen, hierbei liegt das Zusammenleben im speziellen Blickpunkt von Bildung. Die Fokussierung dieser Bildung kann verschiedene Gründe haben, wie beispielsweise eine umfangreiche Allgemeinbildung oder eine spezialisierte sportliche oder kultur-ästhetische Förderung. Das bedeutende Merkmal der Idee von Internaten ist das Zusammenführen von Lernen und Leben zu einer Einheit. Diese Einheit entsteht durch die gemeinsame Trägerschaft von schulischem und außerschulischem Bereich (vgl. ebd.).

Bei Internaten gibt es ähnlich wie in den Ganztagsbetreuung in Schulen verschiedene Formen. Sie lassen sich in Voll-, Wochen-, Tages- und Halbtagsinternate differenzieren. Lediglich in den beiden ersten Formen geht der Aufenthalt der Kinder auch über die Nacht (vgl. Züchner, I./ Peyerl, K./ Siegfried, L. 2018: S.418). Betrachtet man also die Tagesinternate, in denen es keine Möglichkeit zur Übernachtung gibt, ergeben sich parallelen zum heutigen Konzept der Ganztagschule. Nimmt man die Internate genauer in den Blick, stellt sich eine Betonung des ganzheitlichen Lernens sowohl im schulischen als auch im außerschulischen Bereich heraus. Allerdings ist es häufig vor allem in den Internaten, welche frei zugänglich sind und keine Aufnahmebeschränkungen haben so, dass sich die Gestaltung des Alltags deutlich in Unterricht am (Vor-)Mittag und andere außerunterrichtliche Angebote und Formen zu Lernen am Nachmittag spaltet. Dies könnte ein Grund dafür sein, dass Internate keinen wirklichen Impuls auf die Bildung von Ganztagschulen haben. Durch die vorhandene Zeit in den Internaten wäre eine bessere Rhythmisierung durchaus möglich. (vgl. Züchner/ Schrödter 2020: S.1143). In dieser Hinsicht sind die Internate offenen Ganztagsmodellen ähnlich, da auch dort aufgrund der nicht ganzheitlichen Teilnahme der Schüler*innen der Unterricht klar von den außerunterrichtlichen Angeboten getrennt ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung setzt den Rahmen für die Analyse des Rechtsanspruchs auf ganztägige Bildung und Betreuung im Grundschulalter und definiert die zentrale Forschungsfrage.

2. Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter: Das Kapitel definiert den geplanten Rechtsanspruch, erläutert die bildungs- und familienpolitischen Ziele und stellt qualitative Qualitätsanforderungen dar.

3. Vorläufer: Hier werden unterschiedliche Betreuungsmodelle wie Internate, die offene Kinder- und Jugendarbeit sowie internationale Ganztagsschulen als Inspirationsquellen untersucht.

4. Forschungsstand: Es wird die Wirksamkeit, der Umsetzungsstand und der damit einhergehende Fachkräftebedarf bei der Einführung von Ganztagsangeboten wissenschaftlich analysiert.

5. Pädagogische Umsetzungen: Dieses Kapitel widmet sich der Praxis – von multiprofessionellen Teams über Kooperationsbeziehungen bis hin zu konkreten Förderkonzepten gegen Bildungsarmut.

6. Herausforderungen und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der identifizierten Herausforderungen und formuliert notwendige Strategien für eine gelingende Umsetzung.

Schlüsselwörter

Ganztagsgrundschule, Rechtsanspruch, Bildungsarmut, Kooperation, Schulsozialarbeit, Ganztagsbetreuung, Chancengleichheit, Fachkräftebedarf, Multiprofessionalität, Bildungsqualität, Qualitätsrahmen, pädagogisches Personal, Inklusion, Schulentwicklung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Strategien und Anforderungen, die notwendig sind, um den geplanten Rechtsanspruch auf ganztätige Betreuung für Grundschulkinder ab 2026 in Deutschland erfolgreich umzusetzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören der Umgang mit dem Fachkräftemangel, die Bedeutung multiprofessioneller Teamarbeit, die Kooperation mit außerschulischen Partnern sowie die Sicherung der Bildungsqualität durch standardisierte Qualitätsrahmen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, wie der Ausbau der Ganztagsangebote gestaltet werden muss, um nicht nur als Betreuung zu dienen, sondern gleichzeitig Bildungsgerechtigkeit und individuelle Förderung zu gewährleisten.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung aktueller Forschungsergebnisse, Studien (wie z.B. StEG oder IGLU) sowie politischer Grundlagendokumente und Fachliteratur zur Ganztagsbildung.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme des Forschungsstandes, eine Analyse der aktuellen Umsetzungssituation in den Schulen sowie eine eingehende Betrachtung der erforderlichen pädagogischen Umsetzungen und Konzepte.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ganztagsgrundschule, Chancengleichheit, Multiprofessionalität, Kooperationsbeziehungen und die professionelle pädagogische Gestaltung von Lern- und Lebensorten.

Warum spielt die offene Kinder- und Jugendarbeit eine so bedeutende Rolle?

Sie dient als bewährter Vorläufer für außerschulische Bildung und Unterstützung und stellt heute einen unverzichtbaren Partner für Schulen dar, um den Ganztag qualitativ hochwertig zu gestalten.

Wie könnten die Herausforderungen bei der Personalgewinnung bewältigt werden?

Die Autorin betont, dass eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, eine Professionalisierung pädagogischer Laien sowie die Schaffung neuer Berufsbilder (wie Ganztagskoordinatoren) entscheidend sind, um qualifiziertes Personal zu gewinnen und zu binden.

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Details

Title
Ganztagsbetreuung in der Grundschule. Strategien und Fachkräftebedarf zur Verwirklichung des Rechtsanspruchs
College
University of Vechta  (Fakultät 1)
Grade
1,5
Author
Moritz Schröer (Author)
Publication Year
2021
Pages
59
Catalog Number
V1415293
ISBN (PDF)
9783346964526
ISBN (Book)
9783346964533
Language
German
Tags
Rechtsanspruch Ganztagsbetreuung Grundschule Fachkräfte Fachkräftemangel Bildungspolitik Familienpolitik Sozialpädagogik Ganztagsschule Kinderbetreuung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Moritz Schröer (Author), 2021, Ganztagsbetreuung in der Grundschule. Strategien und Fachkräftebedarf zur Verwirklichung des Rechtsanspruchs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1415293
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