Der Beitrag soll die Historie der Kindersterblichkeit darlegen und die ergriffenen Maßnahmen skizzieren und erklären. Damit wird das Ziel verfolgt, dieses Thema am Beispiel Subsahara-Afrika transparent zu skizzieren. Zudem kann eine Analyse des Engagements auch eine Grundlage für eine allgemeine Beurteilung der Maßnahmen liefern.
Die Arbeitsweise gestaltet sich wie folgt. Zunächst wird der Verlauf der Kindersterblichkeit seit Mitte des 20. Jahrhunderts dargestellt. In diesem Zuge werden die Hintergründe der Entwicklungen herauskristallisiert. Daran anknüpfend wird der Blick auf das internationale Engagement gegen die Kindersterblichkeit gerichtet. Hierbei werden einige Akteure vorgestellt und ihre Maßnahmen skizziert. Nach einer Zusammenfassung erfolgt ein Fazit auf dessen Grundlage abschließend ein Ausblick zu den weiteren möglichen Entwicklungen gegeben wird.
Inhaltsverzeichnis
EINLEITUNG
ANALYSETEIL
ENTWICKLUNGSVERLAUF DER KINDERSTERBLICHKEIT
URSACHEN DER KINDERSTERBLICHKEIT
MAßNAHMEN GEGEN KINDERSTERBLICHKEIT
ORGANISATIONEN UND INTERNATIONALES ENGAGEMENT
FAZIT
AUSBLICK
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das internationale Engagement zur Reduzierung der Kindersterblichkeit in Subsahara-Afrika, analysiert die historischen Entwicklungen und Ursachen des Phänomens und bewertet die Wirksamkeit medizinischer und sozialer Maßnahmen sowie die Rolle internationaler Akteure.
- Historischer Entwicklungsverlauf der Kindersterblichkeit seit den 1950er Jahren
- Medizinische und sozioökonomische Hauptursachen für Kindersterblichkeit
- Präventionsstrategien und Maßnahmen zur medizinischen Grundversorgung
- Rolle internationaler Organisationen wie UNICEF, WHO und NGOs
- Staatliches Engagement und Bedeutung der globalen Entwicklungshilfe
Auszug aus dem Buch
Ursachen der Kindersterblichkeit:
Bei der hier untersuchten Kindersterblichkeit, handelt es sich um die Todesfälle von neugeborenen die entweder bei bzw. kurz nach der Geburt sterben bis zur Vollendung des fünften Lebensjahrs. Bei Neugeborenen, die innerhalb der ersten 28 Tage nach der Entbindung versterben, spricht man von der sogenannten Neugeborenen- bzw. Säuglingssterblichkeit. Die häufigsten Ursachen für diese Todesfälle sind unter Anderem prä- und perinataler Komplikationen. Durch Frühgeburten, die eine höhere Müttersterblichkeit mit sich bringen, kann es zu tödlichen Komplikationen kommen. Dieser Anteil macht etwa 18 % der weltweiten Todesfälle aus. Perinatal sind Durchfallerkrankungen und Pneunomie, also eine Lungenentzündung die häufigsten Todesursachen für Neugeborene. Ebenfalls tödlich kann die sogenannten Neugeborenensepsis sein, die auch als Blutvergiftung verstanden wird. Oftmals treten diese Erkrankungen im Zusammenhang mit einer Mangelernährung und medizinischer Mangel- und Fehlversorgung auf.
Weltweit litten im Jahr 2019 mehr als 690 Millionen Menschen an unzureichender Ernährung. 47 Millionen Kinder unter fünf Jahren leiden unter akuter oder chronischer Mangelernährung. Genauso führen mangelhafte und fehlende hygienische Mittel zu einer Verbreitung von Krankheiten. Der Umstand, dass es vielen Menschen nach wie vor an sanitären Einrichtung und Zugang zu sauberen Trinkwasser fehlt, reduziert die Überlebenschancen für Kinder weiter.
Bei der Kindersterblichkeit in Subsahara-Afrika tragen außerdem die Infektionskrankheiten Masern, Malaria und HIV (Aids) zur Kindersterblichkeit bei. Daher sind 45% der weltweiten Kindertodesfälle auf Infektionskrankheiten zurückzuführen. Bei der Ursachenforschung der Kindersterblichkeit, lässt sich die Todesursache nicht auf ein Krankheitsbild beschränken. So erkranken beispielsweise 50 – 80% der Masernerkrankten Kinder ebenfalls an Pneunomie und Diarrhö, also Durchfall, was durch fehlende Behandlung zum Tode durch Dehydration führen kann.
Zusammenfassung der Kapitel
EINLEITUNG: Die Einleitung definiert das Problem der hohen Kindersterblichkeit in Subsahara-Afrika und erläutert die Zielsetzung sowie die interdisziplinäre methodische Vorgehensweise der Arbeit.
ANALYSETEIL: Dieser Abschnitt beleuchtet den historischen Rückgang der Sterblichkeitsraten, identifiziert medizinische sowie sozioökonomische Faktoren und analysiert die Rolle staatlicher und privater Akteure bei der Umsetzung von Hilfsprojekten.
FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass trotz stetiger Verbesserungen die gesetzten Ziele bisher nicht erreicht wurden und ein koordiniertes Zusammenspiel aller Akteure für den Schutz des Kindeswohls weiterhin essenziell bleibt.
AUSBLICK: Der Ausblick thematisiert die Herausforderungen durch das Bevölkerungswachstum, die kritische Rolle der Corona-Pandemie für globale Impfkampagnen und die notwendige Konzentration auf innerstaatliche Disparitäten beim Erreichen der Nachhaltigkeitsziele.
Schlüsselwörter
Kindersterblichkeit, Subsahara-Afrika, UN, UNICEF, WHO, Entwicklungshilfe, Prävention, Impfkampagnen, Neugeborenensterblichkeit, Infektionskrankheiten, Unterernährung, SDG 3.2, Medizinische Nothilfe, Gesundheitsinfrastruktur, Mortalität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der internationalen Bemühungen zur Reduzierung der Kindersterblichkeit in der Region Subsahara-Afrika.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Schwerpunkte sind der historische Verlauf der Todesraten, die ursächlichen medizinischen und strukturellen Faktoren sowie die verschiedenen Strategien internationaler Organisationen und Staaten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Die Arbeit zielt darauf ab, die Wirksamkeit und Komplexität des internationalen Engagements sowie der ergriffenen Maßnahmen am Beispiel von Subsahara-Afrika transparent darzulegen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive Analyse, basierend auf Daten der UN IGME sowie aktueller wissenschaftlicher Literatur und Berichten internationaler Organisationen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Entwicklung, eine Ursachenanalyse (biologisch und sozioökonomisch), die Darstellung von Präventionsmaßnahmen und eine detaillierte Ausführung zum Engagement wichtiger Organisationen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Kindersterblichkeit, Subsahara-Afrika, medizinische Notversorgung, Impfprogramme, nachhaltige Entwicklung (SDGs) und entwicklungspolitische Zusammenarbeit.
Warum ist gerade Subsahara-Afrika der Fokus dieser Hausarbeit?
Die Region weist weltweit die höchsten Raten an Kindersterblichkeit auf und bildet somit den kritischsten Forschungsgegenstand für die Evaluierung internationaler Hilfsmaßnahmen.
Wie bewertet der Autor den Einfluss der Corona-Pandemie?
Der Autor warnt, dass die Pandemie bisherige Fortschritte gefährdet, da medizinische Dienste belastet wurden und lebenswichtige Impfkampagnen weltweit ins Stocken gerieten.
- Quote paper
- Rick Moysich (Author), 2021, Internationales Engagement zur Reduzierung der Kindersterblichkeit in Subsahara-Afrika, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1415339