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Die Abschaffung der Deputationen der Freien und Hansestadt Hamburg

Título: Die Abschaffung der Deputationen der Freien und Hansestadt Hamburg

Trabajo Escrito , 2021 , 15 Páginas

Autor:in: Rick Moysich (Autor)

Política - Historia de los sistemas políticos
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Deputationen sind politische Institutionen mit einer langen politischen Tradition in den beiden genannten Stadtstaaten. Im Folgenden sollen die Deputationen in Hamburg, ihre Bedeutung, ihre Aufgaben und die Debatte um ihre Abschaffung dargelegt, analysiert und bewertet werden. Dabei wird das Ziel verfolgt ein Verständnis über die Funktionen und Arbeitsweisen der hamburgischen Deputationen zu vermitteln das Für und Wider ihrer Abschaffung zu erörtern.

Der Artikel 56 der Verfassung der Freien und Hansestadt Hamburg räumt den Bürger*innen der Stadt ein Mitwirkungsrecht des Volkes an der Verwaltung der Stadt ein. Diese verfassungsrechtlich gesicherte Mitbestimmung ist in dieser Form nur in Bremen und Hamburg zu finden. Sowohl in Bremen als auch in Hamburg ist dieses Mitwirkungsrecht in Gestalt von Deputationen umgesetzt worden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis der Publikation

1. EINLEITUNG

2. HAUPTTEIL

HAMBURGS POLITISCHES SYSTEMS

GESCHICHTE DER DEPUTATIONEN:

DEPUTATIONEN - HEUTE

DEBATTE ZUR ABSCHAFFUNG DER DEPUTATIONEN

ZUR AKTUELLEN ABSCHAFFUNGSDEBATTE

3. FAZIT

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das traditionsreiche Instrument der Deputationen in Hamburg vor dem Hintergrund aktueller politischer Bestrebungen zur deren Abschaffung. Ziel ist es, die Funktionsweise und Bedeutung dieser Bürgergremien zu analysieren, die Argumente für und gegen ihre Existenz abzuwägen und eine Bewertung der Debatte im Kontext zeitgemäßer Bürgerbeteiligung vorzunehmen.

  • Historische Entwicklung der Hamburger Deputationen seit dem 16. Jahrhundert.
  • Strukturelle Rolle der Deputationen innerhalb des Hamburger Verwaltungssystems.
  • Argumentationsanalyse: Effizienz, Transparenz und demokratische Legitimation.
  • Auswirkung der geplanten Abschaffung auf die Bürgerbeteiligung.
  • Verhältnis der Deputationen zu modernen Kontrollinstrumenten wie dem Transparenzgesetz.

Auszug aus dem Buch

Deputationen - Heute

Heute versteht man die Deputationen als unabhängige Bürgergremien, die jeweils einer Fachbehörde zugeordnet sind. Im Allgemeinen dienen sie zur Mitwirkung und Kontrolle der Behörden. Jede Deputation setzt sich aus 15, durch die Bürgerschaft gewählte Personen, als ehrenamtliche Mitglieder und dem/der Senator*in zusammen. Der/die jeweilige Senator*in der Fachbehörde fungiert innerhalb der Deputation als Vorsitz bzw. sogenannter Präses.

Außerdem entsendet die Finanzdeputation jeweils eine Mitglied in jede Deputation, welches ebenfalls voll stimmenberechtigt ist. Zu Deputierten können sich jede/r wahlberechtigte/r Bürger*in mit Hauptwohnsitz in Hamburg wählen lassen. Um Interessenskonflikte zu vermeiden sind Bedienstete der jeweiligen Fachbehörde von der Wahl in die Deputationen ausgeschlossen. Die Bürgerschaft wählt die durch die Fraktionen vorgeschlagenen Deputierten jeweils für die Dauer ihrer Wahlperiode. Dies gilt auch für den Fall eines vorzeitigen Endes der Legislaturperiode. In der Praxis zeigt sich, dass es sich bei den Deputierten nicht zwangsläufig um Fachpersonal handelt, welches aufgrund seiner Erfahrungen und seiner Fachwissens vorgeschlagen wurden, sondern die jeweiligen Bürgerschaftsfraktionen darauf bedacht sind ihr Kräfteverhältnis auch in den Deputationen durchzusetzen. Es finden sich daher in den jeweiligen Deputationen sowohl Fachpersonal wie auch Laien.

Die generelle verfassungsrechtliche Grundlage zur Mitwirkung der Bürger*innen an der hamburgischen Verwaltung liefert der Artikel 56 der Verfassung der Freien und Hansestadt Hamburg. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Deputationen liefert das hamburgische Verwaltungsbehördengesetz (im Folgenden VerwBehG abgekürzt).

Demnach haben die Deputationen im Allgemeinen die Aufgaben, an „Entscheidungen über Angelegenheiten von grundsätzlicher Bedeutung“ teilzunehmen, dies betrifft insbesondere die Entscheidung über die Haushaltspläne und die Änderungen der Organisation der jeweiligen Behörden. Des Weiteren bestimmen die Deputierten in behördlichen Personal- und Besoldungsfragen mit. Ebenfalls sind sie für die Bearbeitung von Beschwerden und Vorschlägen zuständig. Darüber hinaus wird den Deputationen Akteneinsicht gewährt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Das Kapitel führt in die verfassungsrechtlich verankerte Mitwirkung des Volkes an der Hamburger Verwaltung ein und erläutert die Relevanz der aktuellen Debatte um die Abschaffung der Deputationen.

2. HAUPTTEIL: Inhaltlich wird das politische System Hamburgs dargelegt, die historische Entwicklung der Deputationen nachgezeichnet und die heutige Struktur sowie die gegensätzlichen Argumente der Abschaffungsdebatte detailliert analysiert.

3. FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bewertet die Pläne zur Abschaffung als kritisch und weist auf die notwendige Erhaltung der Bürgerbeteiligung hin.

Schlüsselwörter

Deputationen, Hamburger Verwaltung, Bürgerbeteiligung, Verfassung der Freien und Hansestadt Hamburg, Mitbestimmung, Verwaltungsbehördengesetz, Transparenzgesetz, Politikfeld Hamburg, Senat, Bürgerschaft, politische Kontrolle, Ehrenamt, Demokratie, Gewaltenteilung, Behörden.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit befasst sich mit dem historischen und aktuellen Status der Deputationen in Hamburg und untersucht kritisch die politischen Bestrebungen zu deren Abschaffung.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum der Betrachtung?

Im Zentrum stehen die politische Struktur Hamburgs, die Funktion der Deputationen als Bürgergremien, das Spannungsfeld zwischen Verwaltung und Beteiligung sowie die Debatte um Transparenz und Effizienz.

Was ist die zentrale Forschungsfrage der Untersuchung?

Es wird analysiert, inwieweit die Abschaffung der Deputationen das Niveau der Bürgerbeteiligung an der Exekutive beeinflusst und ob die vorgebrachten Argumente für eine Abschaffung stichhaltig sind.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?

Der Autor nutzt eine Analyse der Rechtsgrundlagen, vergleichende Literaturrecherche sowie die Auswertung von Koalitionsverträgen, Bürgerschaftsprotokollen und Printmedien zur Debattenführung.

Was sind die inhaltlichen Schwerpunkte des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturpolitische Einordnung, eine historische Herleitung, die Darstellung der aktuellen Arbeitsweise der Deputationen sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Pro- und Contra-Argumente bezüglich einer Abschaffung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wesentlichen Schlagworte sind Deputationen, Bürgerbeteiligung, demokratische Legitimation, Gewaltenteilung und das Hamburger Transparenzgesetz.

Wie reagieren die verschiedenen politischen Fraktionen auf die Abschaffungspläne?

Während SPD und Grüne die Abschaffung aufgrund veränderter Zeitumstände fordern, betonen andere Fraktionen wie die CDU den Wert des Gremiums als "Rückschritt der Demokratie", und auch Ansichten von DIE LINKE und AfD zeigen differenzierte Reformwünsche auf.

Welche Bedeutung hat Artikel 56 der Hamburger Verfassung in diesem Kontext?

Artikel 56 ist die verfassungsrechtliche Basis für das Mitwirkungsrecht der Bürger an der Verwaltung, dessen mögliche Einschränkung durch die Abschaffung der Deputationen den Kern der juristischen und politischen Kontroverse bildet.

Final del extracto de 15 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Abschaffung der Deputationen der Freien und Hansestadt Hamburg
Autor
Rick Moysich (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
15
No. de catálogo
V1415341
ISBN (PDF)
9783346962997
ISBN (Libro)
9783346963000
Idioma
Alemán
Etiqueta
abschaffung deputationen freien hansestadt hamburg
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Rick Moysich (Autor), 2021, Die Abschaffung der Deputationen der Freien und Hansestadt Hamburg, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1415341
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