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Ätiopathogenese der Parodontitis. Das Einwirken auf die systemische Parodontitistherapie

Title: Ätiopathogenese der Parodontitis. Das Einwirken auf die systemische Parodontitistherapie

Term Paper , 2023 , 19 Pages , Grade: 1

Autor:in: Naside Güler (Author)

Medicine - Dentistry
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In dieser Hausarbeit wurde die Ätiopathogenese der Parodontitis und dessen Einfluss auf das Timing in der systematischen Parodontitistherapie präsentiert. Der Text befasst sich mit der Ätiopathogenese von Paradontitis und Gingivitis, erklärt die Unterschiede zwischen beiden Erkrankungen und diskutiert ihre Ursachen. Besonders hervorgehoben wird die Rolle von Plaque in der Entstehung von Paradontitis. Darüber hinaus werden die Stadien der Plaquebildung erläutert, um ein besseres Verständnis für den Krankheitsverlauf zu vermitteln. Ziel der Parodontitisbehandlung ist es, die sogenannte klinische Gesundheit des Parodontiums wiederherzustellen.

Paradontitis gehört weltweit zu den meist vorliegenden Erkrankungen. Laut Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Zahnärztekammer e.V. sind 35 Millionen Menschen in Deutschland an Parodontitis infiziert. Umso wichtiger ist die Betreuung der Patientinnen und Patienten in der Zahnarztpraxis, welche ein aufbauendes Konzept zur systemischen Parodontitis-Behandlung integriert werden sollte.

Zur systemischen Parodontitis-Therapie gehören die Kontrolle supragingivaler Biofilm und Reizfaktoren, Subgingivale Instrumentierung, Chirurgische Therapie und unterstützende Parodontitis-therapie. In der vorliegenden Arbeit geht es um die Ätiopathogenese der Parodontitis und dessen Einwirkung auf das Timing in der systemischen Parodontitis-Therapie.

Der Zahnhalteapparat, das Parodontium, setzt sich aus der Gingiva, dem Alveolarknochen und dem Wurzelzement zusammen. Die Entzündung am Zahnhalteapparat unterscheidet sich in Form von einer Parodontitis und Gingivitis. Bei einer Parodontitis handelt es sich um eine schleichende, entzündliche und nicht ansteckende Erkrankung des Zahnhalteapparates. Ist die Entzündung nur an der Gingiva manifestiert, so liegt eine Gingivitis vor. Die, im Zusammenhang mit einer Entzündung resultierenden, klinischen und histologischen Veränderungen sind im Gegensatz zur Parodontitis bei einer Gingivitis reversible.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Ätiopathogenese der Parodontitis und Gingivitis

2.1 Plaque

2.2 Stadien der Plaquebildung

2.3 Gingivitis

2.3.1 Läsionen der Gingivitis

2.3.2 Initiale Läsion (frühe Gingivitis)

2.3.3 Frühe Läsion (Akute Gingivitis)

2.3.4 Etablierte Läsion (chronische Gingivitis)

2.3.5 Fortgeschrittene Läsion (Parodontitis)

2.4 Mikrobielle Bakterien-Komplexe

3.5 Risikofaktoren für Parodontal-Erkrankung

3 Systematische Parodontaltherapie

3.1 Diagnostische Maßnahmen

3.2 Hygienephase

3.3 Kollektive Phase

3.4 Erhaltungsphase

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Ätiopathogenese der Parodontitis sowie deren entscheidende Bedeutung für die zeitliche Planung und Gestaltung einer systemischen Parodontitistherapie in der zahnärztlichen Praxis.

  • Grundlagen der Entstehung von Dentalem Biofilm und Plaque
  • Differenzierung zwischen Gingivitis und verschiedenen Stadien der Parodontitis
  • Analyse pathogener Bakterienkomplexe gemäß Socransky
  • Einfluss von Risikofaktoren wie Nikotinkonsum und Diabetes auf den Krankheitsverlauf
  • Strukturierung der systematischen Parodontaltherapie in Hygiene-, Kollektiv- und Erhaltungsphasen

Auszug aus dem Buch

2.3 Gingivitis

Erst nach dem ausreifen der Plaque, entsteht ein Lebensraum für pathogene Keime (Löe et al., 1965). Am Anfang beinhaltet die Plaque aerobe, grampositive Kokken und Stäbchen. Bei zunehmender Plaque, wird in der Tiefe ein neuer Lebensraum für Anaerobier geschaffen. Daraufhin bilden sich grammnegative Spirochäten, die eine sauerstoffarme Umgebung brauchen, um zu überleben. Ebenso haben diese Keime ausreichende Pathogenität, um orale Entzündungen hervorzurufen. Metabolistisch sind grammnegative Spirochäten eiweißspaltend. Ihre Nahrung gewinnen sie aus unterschiedlichen Quellen, wie zum Bespiel Gewebeflüssigkeit oder Speichel und scheiden vor allem Zellgifte, wie zum Beispiel Ammoniak oder Schwefelwasserstoff, aus. Diese Stoffe schädigen Körpereigene Zellen (Listgarten, 1986). Die Abbauprodukte der Bakterien führen zu einer Störung der Zellteilung der Körperzellen. Dem zu Folge ist die Regeneration der Gewebe gestört. Infolge der Leukotoxine Freisetzung ist die Funktion der Abwehrzellen gehemmt. Klassische Zeichen für eine Entzündung sind Rubor (Rötung), Tumor (Schwellung), Calor (Wärme, Dolor (Schmerzen) und Fuctio laesa (gestörte Funktion) (Müller, 2012). Kommt es zu einer Entzündung am Zahnfleisch, so ist das Kapillargeflecht an dem Bindegewebe verstärkt durchblutet und die Gefäße ausgeweitet. Infolge dessen kommt es zur einer erhöhten Blutungsneigung. Zusätzlich entwickeln sich zwischen den Endothelzellen Spalten, so können Zellen und Flüssigkeiten aus dem Blutkreislauf in die Gewebe übergehen. Vorerst findet die Lagerung des Blutserums im Gewebe statt, parallel bewegen sich die Granulozyten aus den Gefäßen zum Infektionsherd. Granulozyten haben die Fähigkeit, Körperfremde oder abgestorbene Substanzen durch die Verdauung unschädlich zu machen. In dem das Geweb mit Zellen und Flüssigkeit gefüllt wird, kann sich das Gewebe ödematös anschwellen und es kommt zu einer Pseudotaschen Entstehung. Durch das Voranschreiten der Entzündung findet eine Proliferation der Basalzellen des Saumepithels statt. Somit entsteht die gingivale Tasche. Bei der Bildung der Pseudotasche findet eine Tiefenproliferation und Attachmentverlust statt (Schroeder 1996, Kornman et al. 1997).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die epidemiologische Relevanz der Parodontitis ein und betont die Notwendigkeit eines strukturierten, systemischen Behandlungskonzepts in der zahnärztlichen Praxis.

2 Ätiopathogenese der Parodontitis und Gingivitis: Dieses Kapitel erläutert die anatomischen Grundlagen, die Entstehung von Biofilm und Plaque sowie die histopathologischen Fortschreitungsphasen einer Gingivitis zur Parodontitis.

2.1 Plaque: Hier wird die mikrobielle Zusammensetzung des dentalen Biofilms sowie dessen Resistenzeigenschaften und strukturelle Komplexität beschrieben.

2.2 Stadien der Plaquebildung: Dieses Kapitel beschreibt den Prozess der Plaqueakkumulation in vier Stadien, von der Schmelzoberhäutchen-Bildung bis hin zur Zahnsteinbildung.

2.3 Gingivitis: Dieser Abschnitt behandelt die Entwicklung eines pathogenen Lebensraums für Bakterien und die resultierenden Entzündungsreaktionen am Zahnhalteapparat.

2.3.1 Läsionen der Gingivitis: Hier erfolgt eine Klassifizierung der Parodontalerkrankungen basierend auf den histopathologischen Untersuchungen von Page und Schroeder.

2.3.2 Initiale Läsion (frühe Gingivitis): Dieses Kapitel beschreibt die initiale Immunantwort bei Plaqueakkumulation, inklusive der Aktivierung von Leukozyten und Neutrophilen.

2.3.3 Frühe Läsion (Akute Gingivitis): Es wird erläutert, wie sich die initiale Läsion weiterentwickelt und welche klinischen Entzündungszeichen nach vier bis sieben Tagen sichtbar werden.

2.3.4 Etablierte Läsion (chronische Gingivitis): Dieser Teil thematisiert den Übergang zu einer chronischen Entzündung mit Entstehung des Taschenepithels und Kollagenverlust.

2.3.5 Fortgeschrittene Läsion (Parodontitis): Hier wird die multifaktorielle Zerstörung des Zahnhalteapparates durch aktiven und inaktiven Attachmentverlust erklärt.

2.4 Mikrobielle Bakterien-Komplexe: Dieses Kapitel analysiert spezifische Bakteriengruppen nach Socransky und deren unterschiedliche Pathogenität.

3.5 Risikofaktoren für Parodontal-Erkrankung: Es werden exogene und endogene Faktoren wie Rauchen und Diabetes analysiert, die den Krankheitsverlauf sowie das Ansprechen auf die Therapie signifikant beeinflussen.

3 Systematische Parodontaltherapie: Dieser Abschnitt beschreibt das zahnärztliche Biofilmmanagement und die Leitlinien-konforme Stufentherapie der Parodontitis.

3.1 Diagnostische Maßnahmen: Hier werden der PSI-Code, die Parodontalbefundung sowie radiologische Verfahren und mikrobiologische Tests zur Diagnosefindung dargelegt.

3.2 Hygienephase: Dieses Kapitel legt den Fokus auf Patientenaufklärung, Mundhygieneinstruktion und die professionelle Zahnreinigung als vorbereitende Phase.

3.3 Kollektive Phase: Hier wird die nicht-chirurgische subgingivale Instrumentierung als Methode zur Biofilmelimination und Sondierungswert-Reduzierung beschrieben.

3.4 Erhaltungsphase: Die Bedeutung der lebenslangen Unterstützungstherapie, des Recall-Intervalls und der fortlaufenden Kontrolle wird in diesem Kapitel betont.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz einer phasenorientierten Behandlung zur Wiederherstellung der klinischen Gesundheit des Parodontiums zusammen.

5 Literaturverzeichnis: Eine Zusammenstellung der wissenschaftlichen Quellen zur Herleitung der in der Hausarbeit dargestellten Fakten.

Schlüsselwörter

Parodontitis, Gingivitis, Ätiopathogenese, Biofilm, Parodontaltherapie, systemische Behandlung, Plaque, Sondierungstiefe, Attachmentverlust, Risikofaktoren, Mundhygiene, Bakterienkomplexe, Prävention, Recall-Intervall, klinische Gesundheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Ursachen, Abläufen und der systematischen Therapie der Parodontitis unter besonderer Berücksichtigung des Timings im Behandlungsablauf.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die mikrobiologischen Grundlagen der Plaqueentstehung, die pathologische Entwicklung der Gingivastadien sowie die klinische Umsetzung der gestuften Parodontaltherapie.

Welches Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen der Ätiopathogenese und einer effizienten, stufenweisen Parodontitisbehandlung aufzuzeigen, um die klinische Gesundheit des Parodontiums wiederherzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer wissenschaftlichen Literaturarbeit, in der klinische Studien, systemische Leitlinien und grundlegende epidemiologische Daten analysiert wurden.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche der Krankheitsentstehung (Biofilm, Gingivitis-Stadien), die Bedeutung von Risikofaktoren sowie die detaillierte Darstellung der systematischen Therapiestufen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Wichtige Begriffe sind Parodontitis, Biofilm, systemische Therapie, Attachmentverlust, Risikofaktoren, Hygienephase und Parodontalbefund.

Wie beeinflusst Rauchen den Verlauf einer Parodontitis laut dieser Arbeit?

Das Rauchen von Nikotin wirkt als starker Risikofaktor, der durch Gefäßverengung und Schädigung der Fibroblasten die Heilungsphase nach chirurgischen und mechanischen Therapien beeinträchtigt.

Welche Rolle spielt der sogenannte "Winkelhofcocktail"?

Bei jungen Patienten mit zügiger Progression wird die systemische Antibiotikatherapie mit dem sogenannten Winkelhofcocktail (Amoxicillin und Metronidazol) unterstützend zur mechanischen Therapie in Betracht gezogen.

Warum ist das Timing bei der Anfertigung von Zahnersatz relevant?

Zahnersatz, wie etwa Kronen, sollte laut der Arbeit erst nach Abschluss der Parodontaltherapie und der entsprechenden Ausheilungszeit angefertigt werden, um ein stabiles Ergebnis zu gewährleisten.

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Details

Title
Ätiopathogenese der Parodontitis. Das Einwirken auf die systemische Parodontitistherapie
College
European University of Applied Sciences Bruel
Grade
1
Author
Naside Güler (Author)
Publication Year
2023
Pages
19
Catalog Number
V1415461
ISBN (PDF)
9783346965615
ISBN (Book)
9783346965622
Language
German
Tags
Paradontitis systemische Paradontitis-Therapie Ätiopathogenese Gingivitis Plaquebildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Naside Güler (Author), 2023, Ätiopathogenese der Parodontitis. Das Einwirken auf die systemische Parodontitistherapie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1415461
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