Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Germanistik - Neuere Deutsche Literatur

Weibliche Figuren in Lessings "Emilia Galotti" und von Babos "Die Maler, ein Lustspiel"

Titel: Weibliche Figuren in Lessings "Emilia Galotti" und von Babos "Die Maler, ein Lustspiel"

Hausarbeit , 2023 , 26 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Germanistik - Neuere Deutsche Literatur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird die narrative Darstellung der weiblichen Figuren in Lessings "Emilia Galotti" und von Babos "Die Maler, ein Lustspiel" verglichen und die Gemeinsamkeiten und Unterschiede ausgearbeitet. Hierbei werden Ansätze der Erzähltextanalyse genutzt, die Erkenntnisse über die Textstruktur generieren und mit Ansätzen feministischer Narratologie, welche die Darstellung von weiblichen Figuren in Erzählungen untersuchen, kombiniert. Der historische Kontext, in dem die Texte entstanden sind, wird ebenfalls berücksichtigt und reflektiert. Literatur und Wirklichkeit beeinflussen sich wechselseitig. Literarische Texte sind immer Produkte ihres Entstehungskontextes. Durch diese Herangehensweise wird ein umfassendes Verständnis für die narrative Darstellung der weiblichen Figuren in den untersuchten Werken entwickelt.

Das Erzählen hat seit jeher einen tiefgreifenden Einfluss auf die Identitätsentwicklung der Menschen, sei es auf individueller oder kollektiver Ebene. Jürgen Straub betonte in seinem Ansatz aus dem Jahr 2003, dass Narration einen wesentlichen Beitrag zur Identitätsbildung leistet. Narration diente und dient der Wissensweitergabe, ein Schlüssel zur Menschheitsentwicklung. Dieser Prozess beinhaltet die Weitergabe von Erinnerungen und Geschichten, die die Identitätsbildung auf individueller und kultureller Ebene maßgeblich beeinflusst.

Neuere Ansätze zeigen auf, dass Erzählungen auch Geschlechtsidentitäten formen und gestalten. Narrative Konstruktionen in Texten spiegeln und beeinflussen Geschlechterbilder. Erzählen wird somit zu einem performativen Akt, der Geschlechtsidentitäten erst erzeugt, pflegt und stabilisiert. Die "Queer Narratologie" ist ein Beispiel für eine Forschungsrichtung, die die Verhandlung, Konstruktion und Dekonstruktion von Geschlecht in Texten untersucht. Diese Ansätze analysieren, wie Geschlecht in Erzählungen verhandelt wird und welche Rolle narrative Konstruktionen in der Bildung und Darstellung von Geschlechtsidentitäten spielen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Feministische Literaturtheorie und Gender Studies

3 Darstellung der weiblichen Figuren

3.1 Darstellung der Emilia in Emilia Galotti

3.2 Darstellung der Orsina in Emilia Galotti

3.3 Darstellung der Rose in Die Maler, ein Lustspiel

4 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit führt eine vergleichende Analyse der narrativen Darstellung weiblicher Figuren in Gotthold Ephraim Lessings "Emilia Galotti" und Joseph Marius von Babos "Die Maler, ein Lustspiel" durch. Ziel ist es, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der literarischen Konstruktion von Weiblichkeit unter Berücksichtigung feministischer Narratologie und des historischen Entstehungskontexts des 18. Jahrhunderts herauszuarbeiten und die Handlungsspielräume der betroffenen Frauen zu beleuchten.

  • Vergleichende Analyse literarischer Weiblichkeitsentwürfe im 18. Jahrhundert
  • Anwendung methodischer Ansätze aus der feministischen Narratologie
  • Einfluss gesellschaftlicher Normen und patriarchalische Strukturen auf weibliche Identität
  • Rolle von Bildung und sozialem Status für die Handlungsfreiheit weiblicher Figuren
  • Untersuchung von Diskursmacht und sprachlicher Selbstermächtigung oder Unterwerfung

Auszug aus dem Buch

3.1 Darstellung der Emilia in Emilia Galotti

Emilia gehört zum mittelständischen Bürgertum und nicht in die Welt des höfischen Adels. Sie lebt mit ihrer Mutter Claudia im Stadthaus der Grimaldis, welches sich in der Nähe des Schlosses befindet. Ihr Vater Odoardo lebt auf dem Landgut Sabionetta abseits des Schlosses. Ihr Verlobter, der Graf Appiani lebt fern der Stadt auf einem Landgut im Piemont. Bei Betrachtung der literarischen Weiblichkeitskonstruktionen im 18. Jahrhundert, passt die Figur der Emilia Galotti zu der damals stereotypisch verwendeten Figur der Femme fragile, welche die heilige Jungfrau repräsentierte. Die Tugendhaftigkeit von Emilia wird im Text häufig hervorgehoben. Für Emilia selbst ist diese von so großer Bedeutung, dass sie bereit ist, den eigenen Tod zum Schutz dieser zu akzeptieren.

Im siebten Auftritt im Gespräch mit ihrem Vater beschreibt Emilia sich selbst als eine gebrochene Rose, ehe der Sturm sie entblättert habe. Die Entblätterung der Rose kann als Symbol des Verlustes der Unschuld interpretiert werden. Im 18. Jahrhundert stand die Rose traditionell für Tugendhaftigkeit, Schönheit und deren Vergänglichkeit. Der Sturm kann für das Schicksal stehen, dem der Mensch ausgeliefert ist. Der Mensch benötigt, wie der Baum starke Wurzeln, um dem Sturm standzuhalten. Auch Emilia ist dem Sturm, bzw. den Ereignissen teilweise ausgeliefert und hat wenig Handlungsfreiraum und unterliegt den Entscheidungen, der sie umgebenden Männer.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung von Narration für die Identitätsbildung ein und erläutert den theoretischen Rahmen sowie die Zielsetzung der vergleichenden Analyse in Bezug auf die Texte des 18. Jahrhunderts.

2 Feministische Literaturtheorie und Gender Studies: Dieses Kapitel skizziert die Entwicklung der Gender Studies und feministischer Theorie, um die Basis für eine kritische Untersuchung der gesellschaftlichen und machtstrukturellen Rahmenbedingungen literarischer Frauenbilder zu schaffen.

3 Darstellung der weiblichen Figuren: Im Hauptteil werden die Figuren Emilia, Orsina und Rose detailliert analysiert, wobei ihr jeweiliger sozialer Status, ihre Handlungsmöglichkeiten sowie ihr Verhältnis zu den männlichen Akteuren und gesellschaftlichen Konventionen untersucht werden.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Analyse zusammen und reflektiert, wie die literarische Darstellung der weiblichen Figuren die gesellschaftlichen Normen, Machtdynamiken und den sozialen Wandel des 18. Jahrhunderts widerspiegelt.

Schlüsselwörter

Emilia Galotti, Die Maler ein Lustspiel, Feministische Literaturtheorie, Gender Studies, Weiblichkeitskonstruktion, 18. Jahrhundert, Aufklärung, Narratologie, Patriarchat, Tugendhaftigkeit, Orsina, Rose, Identitätsbildung, Literarische Analyse, Handlungsspielraum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht vergleichend die Darstellung von weiblichen Figuren in zwei Dramen des 18. Jahrhunderts, um zu ergründen, wie diese Texte gesellschaftliche und geschlechtsspezifische Rollenbilder konstruieren und widerspiegeln.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den Schwerpunkten zählen feministische Literaturtheorie, die Bedeutung des gesellschaftlichen Kontexts des 18. Jahrhunderts, soziale Machtverhältnisse, Geschlechtsidentitäten sowie die narrative Gestaltung von Frauenfiguren.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Erarbeitung von Gemeinsamkeiten und Unterschieden bei der Darstellung weiblicher Figuren und die Analyse der verfügbaren Handlungsspielräume dieser Frauen in einem patriarchalen Umfeld.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es werden Ansätze der Erzähltextanalyse mit Konzepten der feministischen Narratologie kombiniert, um die Textstrukturen und die Darstellung weiblicher Figuren kritisch zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit konkret behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifisch die Figuren Emilia und Orsina in Lessings "Emilia Galotti" sowie Rose in Babos "Die Maler, ein Lustspiel" hinsichtlich ihres Status, ihrer Kommunikation und ihrer Abhängigkeit von männlichen Figuren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Gender Studies, 18. Jahrhundert, literarische Weiblichkeitskonstruktion, Narratologie, Handlungsspielraum und soziale Machtdynamiken.

Inwiefern unterscheidet sich die Orsina von den anderen untersuchten Figuren?

Orsina wird als eine weitgehend eigenständige und emanzipierte Figur analysiert, die, anders als Emilia oder Rose, aktiv gegen ihr Schicksal und die männliche Dominanz aufbegehrt, anstatt sich stumm zu fügen.

Welche Rolle spielt die Bildung für die weiblichen Figuren in den Dramen?

Die Arbeit verdeutlicht den Zusammenhang zwischen sozialem Status, Bildung und Autonomie. Adelige Figuren wie Orsina verfügen über mehr Freiheit, soziale Normen zu hinterfragen, während bürgerliche Frauen stärkeren familiären Zwängen unterworfen sind.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Weibliche Figuren in Lessings "Emilia Galotti" und von Babos "Die Maler, ein Lustspiel"
Hochschule
FernUniversität Hagen  (Neuere deutsche Literatur)
Veranstaltung
M. A.
Note
2,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
26
Katalognummer
V1415474
ISBN (eBook)
9783346965325
ISBN (Buch)
9783346965332
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Emilia Galotti Frauenfiguren Identitätsentwicklung Narration Geschlechtsidentitäten Queer Narratologie Transnarrative Studies
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2023, Weibliche Figuren in Lessings "Emilia Galotti" und von Babos "Die Maler, ein Lustspiel", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1415474
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  26  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum