In diesem Essay wird die Frage "Welche Wirkungen haben Migration und Flucht auf wirtschaftliche Entwicklung von Migrant:innen in Deutschland ?" beantwortet.
Um die Forschungsfrage zu beantworten, werden im Kapitel 2 zwei Abstracts aus zwei Lehrveranstaltungen des neunten Moduls und im Kapitel 3 wird ein Essay aufgeführt, was aus verschiedenen theoretischen Perspektiven den Bezug zu sozialer Inklusion herstellen lässt. Die Themen von Abstracts werden im Essay aufgegriffen und die oben genannte Fragestellung wird auch dort behandelt. Im Fazit werden die Ergebnisse von diesem Portfolio resümiert.
Das Portfolio enthält zwei Abstracts von Texten aus den Lehrveranstaltungen "Armutspolitische und sozialrechtliche Ansatzpunkte sozialer Inklusion" (Text "Nicht Wohltun, sondern Gerechtigkeit. Alice Salomons Theorie sozialer Arbeit“ von C. Kuhlmann) und "Antidiskriminierungsrechtliche und politische Ansatzpunkte sozialer Inklusion" im Modul "Rechtliche und strukturelle Rahmen- und Veränderungsbedingungen inklusiver Praxis" (Text "Rassismus" aus dem Buch von S. Arndt "Wie Rassismus aus Wörtern spricht“).
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Abstracts zu den Texten aus der LV1 und LV2 im Modul 9
2.1 Abstract zum Text aus der LV1 „Soziale Arbeit, Fürsorge und Sozialpädagogik“
2.2 Abstract aus der LV 2 zum Kapitel „Rassismus“
3. Essay
3.1.Einleitung
3.2 Hauptteil
3.3 Fazit
4. Fazit für gesamtes Portfolio
Zielsetzung & Themen
Das Portfolio untersucht die Auswirkungen von Migration und Flucht auf die wirtschaftliche Entwicklung von Migranten in Deutschland unter Berücksichtigung rechtlicher und struktureller Barrieren. Ziel ist es, durch die Analyse theoretischer Texte und persönlicher Reflexionen aufzuzeigen, wie soziale Ausgrenzung und rassistische Strukturen die Teilhabe am Arbeitsmarkt verhindern.
- Wirkungen von Migration und Flucht auf die wirtschaftliche Integration
- Rolle von Sozialer Arbeit als Handlungswissenschaft
- Einfluss systemischer Diskriminierung und rassistischer Ideologien
- Strukturelle Hürden im deutschen Arbeitsmarkt und Rechtssystem
- Perspektiven für eine inklusive Praxis und soziale Gerechtigkeit
Auszug aus dem Buch
3.2 Hauptteil
„Einige Bevölkerungsgruppen sind überdurchschnittlich oft von Armut bedroht. So auch Familien mit Einwanderungsgeschichte. Die Gründe dafür liegen ursächlich nicht in der Migration der Familien, sondern sind sehr vielschichtig. Eine intersektionale Betrachtungsweise ist hier fachlich geboten, um vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung zu stärken (vgl. Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales 2023). Im Forum 10 des Fachkongresses für Kinder und Jugendarmut vorgestellte Studie von Migrationsforscherin Donja Amipur zeigte, dass die Armutsursachen zwischen den Migrant:innen vielfältig, intersektional, breit gefächert und oft in den verhindernden Strukturen der Aufnahmegesellschaft liegen. Der Fokus für die Armutsentstehung verschiebt somit vom persönlichen Misslingen und fehlenden Integrationsbemühungen von Migrantin:innen auf „behinderte Zugänge“ und strukturelle Hürden (FACHFOREN - FACHKONGRESS Kinder- und Jugendarmut des Landes Nordrhein-Westfalen | Pakt gegen Kinderarmut 2023).
Zu demselben Schluss kommt eine andere aktuelle Studie, die Teilhabechancen von Migrant:innen auf dem deutschen Arbeitsmarkt untersucht: „Vor allem arbeits-, sozial- und aufenthaltsrechtliche Bestimmungen sowie deren praktische Umsetzungen entscheiden über den Umfang der Teilhabemöglichkeiten ausländischer Arbeitskräfte im Niedriglohnsektor“ (vgl. Sachverständigenrat für Integration und Migration gGmbH 2023). Also scheitern die Inklusionsbemühungen an strukturellen Bedingungen des Aufnahmelandes Deutschland. Und das, bei einem enormen Fachkräftemangel und Bestreben, Fachkräfteeinwanderung durch z.B. erleichtertes Gleichstellungsverfahren von ausländischen Zeugnissen anzukurbeln (vgl. Giordono-Scholz 2022, S. 33). Dieses diskriminierende Muster der Arbeitskraftnutzung und Ausbeutung zeigt sich auch ganz deutlich bei der neuen Bevölkerungsgruppe in Deutschland – bei den ukrainischen Kriegesgeflüchteten, die meistens hochqualifiziert sind und trotzdem in Niedriglohnsektor gedrängt werden (vgl. Mediendienst Integration 2022).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus auf die Forschungsfrage bezüglich der Wirkungen von Migration und Flucht auf die wirtschaftliche Entwicklung von Migranten.
2. Abstracts zu den Texten aus der LV1 und LV2 im Modul 9: Dieses Kapitel analysiert theoretische Texte zu sozialer Ungerechtigkeit bei Alice Salomon sowie Rassismus und Kolonialismus bei Susan Arndt.
3. Essay: Das Essay beleuchtet aus persönlicher und fachlicher Perspektive die strukturellen Barrieren, die den Arbeitsmarktzugang für Menschen mit Flucht- oder Migrationsbiografie erschweren.
4. Fazit für gesamtes Portfolio: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass Inklusion nur durch einen Abbau struktureller Diskriminierung und eine Reflexion postkolonialer Machtverhältnisse möglich ist.
Schlüsselwörter
Migration, Flucht, Inklusion, Rassismus, soziale Gerechtigkeit, Arbeitsmarktintegration, Diskriminierung, Strukturelle Barrieren, Soziale Arbeit, Kolonialismus, Niedriglohnsektor, Teilhabe, Armutsentstehung, Migranten, Fachkräfteeinwanderung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Portfolio primär?
Das Portfolio setzt sich kritisch mit den Auswirkungen von Migration und Flucht auf die wirtschaftliche Integration und Entwicklung von Migranten in Deutschland auseinander.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentralen Themen sind soziale Inklusion, die Bedeutung der Sozialen Arbeit als Handlungswissenschaft sowie die Analyse systemischer Diskriminierung und rassistischer Ideologien.
Was ist die Forschungsfrage der Arbeit?
Die zentrale Frage lautet: Welche Wirkungen haben Migration und Flucht auf die wirtschaftliche Entwicklung von Migranten in Deutschland?
Welche wissenschaftliche Methodik wurde angewandt?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse ausgewählter Texte aus dem Modul 9 sowie einer Verknüpfung dieser Theorien mit einer persönlichen berufsbiografischen Reflexion.
Was steht im inhaltlichen Hauptteil im Fokus?
Der Hauptteil analysiert, wie strukturelle Hürden und ein diskriminierendes Wirtschaftssystem den Zugang zu qualifizierter Beschäftigung für Migranten behindern.
Welche Eigenschaft charakterisiert diese Arbeit besonders?
Die Arbeit verbindet theoretisches Fachwissen mit einer expliziten „innen“-Perspektive der Autorin, die sowohl als Studierende als auch als Migrationsberaterin schreibt.
Wie bewertet die Autorin die Rolle der Sozialen Arbeit?
Die Autorin sieht die Soziale Arbeit nach Alice Salomon als Handlungswissenschaft, die aktiv zur Entstehung einer gerechteren Sozialordnung beitragen muss.
Welcher Zusammenhang wird zwischen Wirtschaft und Diskriminierung hergestellt?
Die Arbeit stellt dar, dass Migranten häufig gezielt in prekäre Niedriglohnsektoren gedrängt werden, um Privilegien der Mehrheitsgesellschaft zu sichern.
- Quote paper
- Aleksandra Brill (Author), 2023, Inklusion, Migration und Diskriminierung. Rechtliche und strukturelle Rahmen- und Veränderungsbedingungen inklusiver Praxis, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1415667