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Das Wilhelminische Kaiserreich in der Weltwirtschaft

Title: Das Wilhelminische Kaiserreich in der Weltwirtschaft

Term Paper , 2006 , 29 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Matthias Fischer (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism
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Egal ob es um die Armut in Schwarzafrika, die Verlagerung deutscher Werke ins Ausland oder die Kürzung von Sozialleistungen für Arbeitnehmer geht, immer mehr Ereignisse und Tatsachen werden durch die Globalisierung begründet, deren Druck und Auswirkungen sich jeder einzelne unterwerfen muss. Dabei wird aber von den Meisten, seien es Politiker, Globalisierungsgegner oder Wirtschaftsexperten übersehen, dass es schon einmal eine vergleichsweise starke Verflechtung der Volkswirtschaften untereinander gab. Diese, in der neueren Forschung als erste Globalisierungswelle bezeichnete Phase, fand in den Jahren kurz vor dem ersten Weltkrieg ihren Höhepunkt. Und auch schon damals hatten sich gewisse, meist ungeschriebene Spielregeln entwickelt, so dass man schon fast von einem ersten Weltwirtschafts- und Währungsregime sprechen kann. Durch die Industrialisierung hatte sich nicht nur das Gesicht der Wirtschaft und der Nationen vollkommen veränderte, sondern es entstand auch eine neue, vernetztere Welt.
Wie aber verlief diese Integration, die man die erste Globalisierungswelle nennt und inwieweit waren die Volkswirtschaften um die Jahrhundertwende integriert? Das deutsche Reich galt damals als wirtschaftliche Großmacht. Aber wie stand es tatsächlich um die deutsche Wirtschaft? Welche Rolle spielte das deutsche Reich in der Weltwirtschaft und was waren die Gründe dafür?
Zur Beantwortung dieser Fragen wird zunächst auf die weltweite wirtschaftliche Entwicklung einzugehen sein, deren Verlauf kurz skizzieren und danach die zunehmende Integrierung der Volkswirtschaften heraus zu arbeiten. Nach einem kurzen Überblick über die Industrie im wilhelminischen Kaiserreich wird anhand ausgesuchter Beispiele die Integration der deutschen Wirtschaft in den Welthandel näher betrachtet.

Excerpt


Gliederung

A.) Fragestellung

I.) Fragestellung und Literaturbericht

II.) Von der Weltwirtschaft zur Globalisierung

B.) Das wilhelminische Kaiserreich in der Weltwirtschaft

I.) Die erste Globalisierungswelle?

1.) Aufbau und Verfestigung weltweiter Handelsbeziehungen

2.) Das Zeitalter der Revolutionen: 1750-1880

3.) Die Weltwirtschaft im Zeitalter des Hochimperialismus

4.) Die Struktur der ersten Globalisierungswelle

II.) Deutschlands Stellung in der Weltwirtschaft

1.) Das deutsche Reich in der Hochindustrialisierung

2.) Die Ablösung der Leitsektoren durch die sog. neuen Industrien

3.) Grundbedingungen und Strukturen der Wirtschaft um 1900

4.) Die deutsche Wirtschaft in der Weltwirtschaft

a.) Deutscher Export und die Weltwirtschaft

b.) Die klassischen Industrien (Textil-, Montanindustrie und Bergbau)

c.) Die deutsche Maschinenbauindustrie

d.) Die chemische Industrie

e.) Die Elektroindustrie

C.) Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Integration der deutschen Volkswirtschaft in den Weltmarkt während der sogenannten ersten Globalisierungswelle am Vorabend des Ersten Weltkriegs und analysiert die Gründe für die herausragende Stellung des Deutschen Reiches als Wirtschaftsmacht.

  • Die historische Einordnung der ersten Globalisierungswelle und ihrer technologischen Voraussetzungen.
  • Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft von der Hochindustrialisierung bis zur Jahrhundertwende.
  • Die Verschiebung von klassischen Leitsektoren hin zu neuen Industrien wie Chemie und Elektrotechnik.
  • Die Rolle von Kartellen, Bildungssystemen und Exportstrategien für den wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands.
  • Ein Vergleich der Wettbewerbsfähigkeit zwischen dem Deutschen Reich, Großbritannien und den USA.

Auszug aus dem Buch

3.) Die Weltwirtschaft im Zeitalter des Hochimperialismus

Die Zeit zwischen 1880 und dem ersten Weltkrieg wird allgemein als die Phase des Hochimperialismus bezeichnet. In dieser Zeit wurde die Welt, v.a. Afrika, unter den Großmächten aufgeteilt, Japan, das deutsche Reich und die USA wurden ebenfalls zu Groß- und Kolonialmächten und die Weltwirtschaft erreichte Wachstumsraten, die erst wieder nach dem 2. Weltkrieg erreicht werden sollten.21

1871 hatte das deutsche Reich den sogenannten Goldstandard eingeführt und garantierte damit die Konvertibilität der eigenen Währung in eine bestimmte Menge Gold. Kurz darauf folgten die anderen Staaten nach und um 1900 hatte sich der Goldstandard auf der Welt etabliert. Dies hatte v.a. psychologische Effekte. Denn die Zusicherung eines Staates die eigene Währung jederzeit in Gold umtauschen zu können, bedeutete zugleich die Zustimmung dieses Staates, eine solide Haushaltspolitik zu betreiben und Währungsspekulationen zu unterlassen. Dies erhöhte das Vertrauen in die Fremdwährung und sicherte so einen steigenden Kapitalstrom in fremde Länder ab.22

Jedoch ist die Formel von dem „Zeitalter der Goldwährung“, der die Grundlage der Globalisierung vor dem ersten Weltkrieg gewesen sei, mit Vorsicht zu genießen. Denn zum einen wuchs der Welthandel in dieser Zeit schneller als die Goldproduktion, der weltweite Handelsaustausch war also de facto nicht durch ausreichend Gold gedeckt. Dies konnte man auch daran ersehen, dass kein Land jemals genügend Goldreserven zur Verfügung hatte, um die eigene Währung in einem größeren Maßstab in Gold umzutauschen.23 Zum anderen funktionierte der Mechanismus des Goldstandards nur partiell, da sich die Notenbanken nur teilweise an die ungeschriebenen Regeln hielten. Und dennoch spielte das System eine wichtige Rolle, weniger wegen der festen Wechselkurse, sondern mehr wegen der vertrauensbildenden Maßnahmen, die durch den Goldstandard initiiert wurden.

Zusammenfassung der Kapitel

A.) Fragestellung: Das Kapitel führt in den Forschungsgegenstand ein, definiert die erste Globalisierungswelle und erläutert die methodische Herangehensweise sowie die genutzte Literatur.

B.) Das wilhelminische Kaiserreich in der Weltwirtschaft: Dieser Hauptteil analysiert die historische Entwicklung der Weltwirtschaft, den Aufstieg des Deutschen Reiches zur Industriemacht und die spezifischen Entwicklungen in verschiedenen Industriebranchen.

C.) Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt die Stärken der deutschen Wirtschaft im internationalen Vergleich sowie die Bedeutung von Wissenschaft und Exportorientierung hervor.

Schlüsselwörter

Globalisierung, Erstes Globalisierungswelle, Deutsches Kaiserreich, Weltwirtschaft, Industrialisierung, Goldstandard, Maschinenbau, Chemieindustrie, Elektroindustrie, Exportquote, Wettbewerbsfähigkeit, Technologischer Fortschritt, Kartelle, Montanindustrie, Welthandel.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die wirtschaftliche Integration des Deutschen Kaiserreichs in den Weltmarkt in der Ära vor dem Ersten Weltkrieg, die in der Forschung als erste Globalisierungswelle bekannt ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Entwicklung der deutschen Industrien, die technologischen Innovationen, der Einfluss der Handelspolitik und der internationale Vergleich mit Mächten wie Großbritannien und den USA.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die Rolle und die Gründe für die wirtschaftliche Erfolgsgeschichte des Deutschen Reiches sowie die Struktur seiner Integration in die Weltwirtschaft zu ergründen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Arbeit nutzt eine wirtschaftshistorische Analyse, die auf der Auswertung relevanter Fachliteratur, zeitgenössischer Berichte und statistischer Daten basiert.

Welche Bereiche werden im Hauptteil behandelt?

Behandelt werden die industrielle Entwicklung, der Strukturwandel von klassischen Sektoren zu neuen Hochtechnologiebranchen wie Chemie und Elektrotechnik sowie der Export und die organisatorischen Rahmenbedingungen der Wirtschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?

Typische Begriffe sind Globalisierung, Industriemacht, Wettbewerb, technologische Innovation und strukturelle Integration in den Welthandel.

Welche Rolle spielte der Goldstandard für die Globalisierung vor 1914?

Der Goldstandard diente vor allem als vertrauensbildende Maßnahme, die solide Haushaltspolitik signalisierte und so den grenzüberschreitenden Kapitalfluss nachhaltig förderte, auch wenn er rein ökonomisch nicht vollumfänglich durch Goldreserven gedeckt war.

Warum konnte Deutschland in der Chemie- und Elektroindustrie so schnell aufholen?

Der Erfolg basierte maßgeblich auf der engen Verknüpfung von wissenschaftlicher Forschung an Universitäten und industrieller Anwendung, sowie der professionellen Ausbildung von Ingenieuren und Fachkräften.

Welchen Einfluss hatten Kartelle auf die deutsche Exportstrategie?

Kartelle ermöglichten es Unternehmen, Preise auf dem Inlandsmarkt stabil hoch zu halten, während sie gleichzeitig durch Dumpingpreise Marktanteile im Ausland eroberten und somit Absatzmärkte sicherten.

Inwieweit war Deutschland von den USA oder England abhängig?

Während Deutschland in den neuen Industrien oft führend war, blieb eine gewisse Abhängigkeit von den USA bei landwirtschaftlichen Maschinen und von England bei Textilmaschinen bestehen, was die unterschiedlichen nationalen Spezialisierungen widerspiegelt.

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Details

Title
Das Wilhelminische Kaiserreich in der Weltwirtschaft
College
University of Regensburg  (Lehrstuhl für neueste Geschichte)
Grade
1,3
Author
Matthias Fischer (Author)
Publication Year
2006
Pages
29
Catalog Number
V141573
ISBN (eBook)
9783640513710
ISBN (Book)
9783640512478
Language
German
Tags
Geschichte Globalisierung Weltwirtschaft Deutsches Kaiserreich Wirtschaftsgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Fischer (Author), 2006, Das Wilhelminische Kaiserreich in der Weltwirtschaft, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141573
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