Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Philosophie - Théorique (Conscience, Science, Logique, Langage)

Der Begriff der Religion bei Hegel

Ist er vernünftig und hat er heute noch eine Relevanz?

Titre: Der Begriff der Religion bei Hegel

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2022 , 19 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Herbert Groß (Auteur)

Philosophie - Théorique (Conscience, Science, Logique, Langage)
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Was ist Religion? Heißt Religion, an Gott zu glauben? Bedeutet Glauben allgemeines Wissen oder ist es nur eine Gewissheit für mich? Sind die Religionen verschieden, oder gibt es einen gemeinsamen Kern? War das Religionsverständnis immer gleich? Und wie verhält sich Religion zu Vernunft – ein Widerspruch oder passt das zusammen?

Das Verständnis über Religion – und was damit inhaltlich zu verbinden war - hat sich im Laufe der Zeit erheblich gewandelt. Vor allem, nachdem sich das Alleinstellungsmerkmal der Religion – mit der Offenbarung Gottes, also der Enthüllung göttlicher Wahrheiten bzw. eines göttlichen Willens (wenn auch durchaus unterschiedlich in den einzelnen Religionen) - zur Welterklärung im 18. Jahrhundert verflüchtigte, entstand die Religionsphilosophie mit neuen Denkansätzen. Den faszinierendsten Ansatz legte Hegel vor, der die Religion in sein System der Entwicklung des Geistes einordnet; die Religion ist dabei der letzte - und der zentrale - Baustein, in dem das Denken zu sich selbst findet, quasi die Selbsterkenntnis des Menschen. Im Mittelpunkt steht also die Vernunft. Diese Konzeption steht im Gegensatz zu allen anderen traditionellen Erklärungsmodellen.

Somit steht im Zentrum dieser Hauptseminararbeit, den Begriff der Religion bei Hegel zu verstehen, ihn in seiner Entwicklung nachvollziehen zu können und zu sehen, ob er theoretischer Natur ist oder direkte Wirkung beim Menschen entfalten kann; und sich letztlich die Frage zu stellen, was davon heute noch relevant sein könnte – also beileibe keine rein akademische Frage. Wie ist nun das Vorgehen angesichts des komplexen Themas, das auch durch die Hegelsche Diktion und Quellenlage nicht einfach zu verstehen ist?1 Nötig ist zuerst eine minimale Hinführung über die Religionsdiskussion zu Hegels Zeit und über sein Konzept des Geistes als Basis für seine Religionsphilosophie. Dann wendet sich Fokus auf die Definition seines Religionsbegriffs; diesen definiert er zunächst im Allgemeinen, als eine Form des Absoluten Geistes, frägt dann zur Konkretisierung, welches Wissen ich von Gott haben kann und wie dies aussieht und letztlich, wie im – im Kultus – die Vereinigung des Göttlichen mit und in mir gelingt. Natürlich hat Hegels Begriff auch Schwächen; dies und die Frage, was wir heute mit Hegels Fragestellung und Sicht anfangen können, runden diese Arbeit ab. Als Grundlage werden einschlägige Quellen, Originale und Kommentierungen benutzt, die um eigene Gedanken erweitert werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1. Was ist Religion – wovon reden wir?

2.2. In Hegels System basiert alles auf dem Geist

2.2.1. Wie sich der Geist in drei Stufen bis zur Vollendung des Absoluten Geistes entwickelt

2.2.2. Wie hängt der Absolute Geist mit der Religion zusammen - und wie kommt dann Gott ins Spiel?

2.3. Hegels Religionsphilosophie – aus was besteht sie?

2.4. Hegels Begriff der Religion

2.4.1. Was beinhaltet der Begriff der Religion – eine Entwicklung, kein pragmatischer wissenschaftlicher Begriff

2.4.2. Der Begriff im Allgemeinen

2.4.3. Meine Gewissheit von Gott - im Gefühl und durch Vorstellung

2.4.4. Mein Wissen von Gott verstärkt sich im Glauben - als Stufe des Übergangs zum Kultus

2.4.5. Im Kultus vereinigt sich der Mensch konkret mit Gott

2.5. Kritik an Hegels Religionsphilosophie

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, das komplexe Verständnis des Religionsbegriffs bei Georg Wilhelm Friedrich Hegel zu erschließen, seine systemische Entwicklung innerhalb der Geistphilosophie nachzuvollziehen und dessen theoretische sowie praktische Relevanz unter Berücksichtigung gegenwärtiger Fragestellungen kritisch zu hinterfragen.

  • Die Einordnung der Religion in Hegels System der Geistesentwicklung.
  • Die differenzierte Untersuchung des Begriffs der Religion und seiner Momente (Gefühl, Vorstellung, Glaube, Kultus).
  • Die Analyse der Versöhnung von Mensch und Gott im Kultus.
  • Die Auseinandersetzung mit historischer und systematischer Kritik an Hegels Religionsphilosophie.
  • Die Reflexion über die heutige Bedeutung hegelscher Denkmodelle in einer säkularisierten Gesellschaft.

Auszug aus dem Buch

2.4.3. Meine Gewissheit von Gott - im Gefühl und durch Vorstellung

Bei der Entwicklung des Begriffs der Religion ist die nächste Stufe, sich darüber klar zu werden, was Wissen von Gott für einen Menschen - im Hegel-Terminus das Subjektive Bewusstsein des Absoluten Geistes - bedeutet. Wissen heißt zunächst Gewissheit (der objektiven Wahrheit) zu haben; aber Gewissheiten sind noch nicht zwangsläufig Wahrheiten. Hegel unterscheidet mehrere Formen des religiösen Glaubens, die sich aufsteigend am Ende dann zur Wahrheit entwickeln, wo sie es begreifen, also einen Begriff bilden. Die Formen korrespondieren dann mit den Formen des Absoluten Geistes. Für die Religion sind nachfolgend dargestellte Formen der Gewissheit relevant.

„Die erste Form der Religion ist das Gefühl“. Aus ihm entstehen dann andere religiöse Verhältnisse, wie z.B. die Vorstellung. Laut Hegel nennt man den „Komplex des Fühlens […umgangssprachlich…] Herz“. Das Gefühl sagt allerdings noch nichts über den Inhalt aus, er kann beliebig sein – und ist somit keine Garantie für Wahrheit. Vor allem bildet es keine hinreichende Basis für ein Gottesverhältnis, da „Gott in ihm nicht ´freie, absolute Selbständigkeit´ hat“.

Der zentrale Begriff bei Hegels Religionsphilosophie ist die Vorstellung; sie „ist die zweite Form der Religion […In ihr wird…] das Gefühl zur bewußten Vorstellung“. Was stellen sich Menschen nun vor? Einerseits sind dies Bilder aus der sinnlichen Anschauung. Dazu gehören auch Metaphern, die natürlich Unbestimmtes, d.h. nicht weiter Analysierbares ausdrücken; ein Beispiel wäre: Gott hat Jesus Christus gezeugt. Und weiter lässt sich hier Geschichtliches einordnen, in der äußere Geschehnisse innere Bildern erzeugen. Und andererseits erstreckt sich das auch auf nicht-sinnliche Ausdrücke, die eine „unendlich mannigfaltige, komplexe Wirklichkeit […] zusammenfassen“. Beispiele wären die Begriffe Welt oder Gott. Allerdings sind solche Ausdrücke nicht nur für die Religionsphilosophie typisch, sondern sie kommen im ganzen Bereich des Geistigen – das i.Ü. selbst eine Vorstellung ist – vor.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein, hinterfragt das moderne Verständnis von Religion und skizziert das Vorgehen zur Untersuchung von Hegels Religionsbegriff.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert schrittweise Hegels System der Geistesentwicklung, die Verortung der Religion darin sowie die einzelnen Momente des Religionsbegriffs im Verhältnis zum Absoluten Geist und zum Kultus.

3. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, würdigt die Brillanz von Hegels Vernunftkonzeption und diskutiert dessen aktuelle Bedeutung für das Verhältnis von Religion, Staat und Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Hegel, Religionsphilosophie, Religion, Geist, Absoluter Geist, Kultur, Vernunft, Vorstellung, Glaube, Kultus, Versöhnung, Christentum, Systemphilosophie, Subjektivität, Metaphysik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Religionsbegriff bei G.W.F. Hegel, beleuchtet seine theoretische Entwicklung und prüft, inwiefern dieser Ansatz heute noch von Bedeutung ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Entwicklung des Geistes, das Verhältnis von Denken und Glauben, die Rolle des Kultus sowie die kritische Reflexion des hegelscher Religionsverständnisses.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Hegels Vernunft-Zugang zur Religion zu begreifen und die Frage zu beantworten, ob dieser als rein akademisch einzustufen ist oder direkte Wirkung entfalten kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine hermeneutische und rekonstruktive Analyse wissenschaftlicher Primärquellen und Sekundärliteratur angewandt, um Hegels dialektische Vorgehensweise aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Geistesstufen, die Definition der Religionsmomente (Gefühl, Vorstellung, Glaube) und die Ausarbeitung des Kultus als Ort der Versöhnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Maßgebliche Begriffe sind Absoluter Geist, Religion, Vernunft, Kultus, Versöhnung und die philosophische Einordnung in die Moderne.

Inwiefern unterscheidet Hegel Religion von bloß empirischen Phänomenen?

Für Hegel ist Religion keine bloße gesellschaftliche Erscheinung, sondern eine notwendige Form des Geistes, der sich in ihr seiner selbst bewusst wird und die Vernunft zur Vollendung bringt.

Welchen Stellenwert nimmt der Kultus in Hegels Philosophie ein?

Der Kultus ist die praktische Form der Religion, in der das endliche Subjekt die Trennung zum Göttlichen überwindet, um sich mit Gott in sich selbst zu vereinen.

Fin de l'extrait de 19 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Der Begriff der Religion bei Hegel
Sous-titre
Ist er vernünftig und hat er heute noch eine Relevanz?
Université
Munich School of Philosophy
Cours
Hegels Philosophie der Religion
Note
2,3
Auteur
Herbert Groß (Auteur)
Année de publication
2022
Pages
19
N° de catalogue
V1415793
ISBN (PDF)
9783346963482
ISBN (Livre)
9783346963499
Langue
allemand
mots-clé
Hegel Releigion Absoluter Geist Gott Kultus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Herbert Groß (Auteur), 2022, Der Begriff der Religion bei Hegel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1415793
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  19  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint