Die Schlacht von Actium - Vorbereitungen – Ablauf – Ergebnisse der entscheidenden Auseinandersetzung zwischen Octavian und Marcus Antonius


Examensarbeit, 2007

98 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhalt

I Einleitung

II Die Vorbereitungen zur entscheidenden Schlacht
2.1 Die politische Ausgangslage und der Propagandakampf
2.2 Die Vorbereitungen zum Krieg

III Der Ablauf der Schlacht von Actium
3.1 Die Lager und die geographische Lage von Actium
3.2 Die ersten Auseinandersetzungen
3.3 Die Aufstellung der Flotten zum Kampf
3.4 Der Schlachtverlauf
3.5 Nach der Seeschlacht
3.6 Der Charakter der Schlacht von Actium
3.7 Die Schlacht von Actium oder der Actische Krieg?

IV Die Ergebnisse und Auswirkungen der Schlacht

V Fazit

Literaturangaben

I Einleitung

Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit der Schlacht von Actium, welche als die entscheidende Auseinandersetzung zwischen den beiden römischen Triumvirn, Octavian und Marcus Antonius, in die Geschichte eingegangen ist. Ziel ist es, eine detaillierte, quellengestützte Darstellung der Ereignisse zu geben, die dem aktuellen Stand der Forschung auf diesem Gebiet entspricht. Im Verlauf dieser Arbeit, welche einen überwiegend militärischen Charakter haben wird, soll zu Beginn die politische Ausgangslage in Rom umrissen werden, wie sie sich nach dem Mord an Julius Caesar darstellte. Dieser hatte in seinem Testament, welches er am 13. September 45 v. Chr. auf seinem lavikanischen Landgut verfasst hatte,[1] seinen Neffen Gaius Octavius Thurinus, der am 23. September 63 v. Chr. in Velitrae in der Nähe von Rom geboren wurde, zu seinem Sohn und Haupterben gemacht, da er selbst keinen Sohn hatte. Dadurch erschuf er einen unliebsamen Konkurrenten für Marcus Antonius, der sich als langjähriger, treuer Weggefährte und Mitkonsul des Jahres 44 v. Chr. als legitimer Nachfolger Caesars sah.

Im Anschluss daran wird der Propagandakampf, der über mehrere Jahre zwischen diesen beiden herrschte, thematisiert und die schließlich ab etwa 34/33 v. Chr. damit einhergehenden militärischen Vorbereitungen für den Kampf ausführlich beleuchtet. Dabei soll einerseits untersucht werden, wie viele Schiffe und Legionen beide Seiten zu Beginn der Kriegsvorbereitungen besaßen und anderseits wie groß ihr militärisches Potenzial zum Zeitpunkt der Schlacht von Actium am 2. September 31 v. Chr. war. Zu den Vorbereitungen der Schlacht gehörte zweifelsohne auch der Aufmarsch beider Armeen. Hier ist von Interesse, von wo diese zum Ort der späteren Schlacht anrückten, da die Westhälfte des römischen Reiches in der Hand Octavians war und die Osthälfte von Marcus Antonius beherrscht wurde.

Bei der Beschreibung der Lager, welche die rivalisierenden Triumvirn bei Actium, an der griechischen Westküste bezogen, wird die Gegend unter geographischen Gesichtspunkten vorgestellt. Der Name Actium stammt von der alten korinthischen Kolonie Anaktorion. Der Name des Ambrakischen Golfs, an dessen Ausgang Actium liegt und vor dessen Mündung die Schlacht stattfand, geht auf den alten Namen der Stadt Amvrakia, welche auch als Arta bekannt war und im Norden des Golfs liegt, zurück. Zur römischen Kriegstaktik, deren beider Schüler Octavian und insbesondere Marcus Antonius waren, gehörte es ein befestigtes Lager anzulegen und auch Mauern zu errichten, um ein Abschneiden der vor der Küste liegenden Flotte vom Lager durch den Feind zu verhindern. Dies war bei den Vorbereitungen zur Schlacht von Actium nicht anders und soll ebenfalls beschrieben werden.

Der Ablauf der eigentlichen Schlacht von Actium stellt ein weiteres Kernstück dieser Arbeit dar. Hierbei sind die Eröffnung und das Ende von besonderem Interesse, da es diesbezüglich unterschiedliche Ansichten und Aussagen gibt. So z.B. warum plötzlich der linke Flügel der Flotte von Marcus Antonius voreilig vorging und bis wann die Schlacht dauerte. Des Weiteren soll die Frage besprochen werden, um was für eine Schlacht es sich hierbei eigentlich handelte, denn lange Zeit ging man in der Wissenschaft davon aus, dass Actium eine Entscheidungsschlacht war, die durch einen Verrat der Kleopatra und der feigen Flucht des Marcus Antonius entschieden wurde. Erst Johannes Kromayer konnte diese Sicht stichhaltig widerlegen und beweisen, dass es sich um eine Durchbruchsschlacht handelte, was heute auch gängiger Kanon der Forschung ist, zu der Marcus Antonius aus der Not heraus gezwungen worden war. Dies lässt sich damit begründen, dass seine Flotte im Ambrakischen Golf, aufgrund der monatelangen Blockade Octavians, eingekesselt war und sich seine Truppen durch Krankheiten, Hunger und Desertierungen stetig weiter dezimierten.

Im Anschluss daran soll ein Resümee gezogen und die Ergebnisse und Auswirkungen der Schlacht betrachtet werden. Hiermit sind vordergründig erst einmal, aufgrund des Charakters dieser Arbeit, die militärischen Ergebnisse gemeint. Wie sahen die Verluste auf beiden Seiten aus und wie viele Schiffe konnte der Sieger sich einverleiben? In seiner res gestae spricht Augustus, laut Plutarch, in einem heute nicht mehr überlieferten Teil selbst davon 300 Schiffe in dieser Schlacht erobert zu haben. Doch wie sich zeigen wird, handelte es dabei um einen Übersetzungsfehler durch Plutarch, da Octavian/Augustus diese Anzahl von Schiffen höchstens im gesamten Feldzug von Actium erobert haben kann.

Die Vorgehensweise in dieser Arbeit stellt sich wie folgt dar, dass bei der Beschreibung der Geschehnisse vor, während und nach der Schlacht, möglichst viel anhand der Quellen belegt, aber auch kritisch untersucht und hinterfragt werden soll, wozu zusätzlich die jeweilige Forschungsliteratur herangezogen werden wird. Es wird sich zeigen, dass in den Quellen zum Teil stark voneinander abweichende Angaben zu finden sind. Die Gründe dafür liegen darin, dass die antiken Autoren ihre Darstellungen der Geschichte mitunter erst Jahrhunderte später geschrieben haben und deren Quellen oft wiederum andere antike Autoren waren, deren Überliefungen bereits damals teilweise unvollständig überliefert oder stark propagandistisch geprägt waren.

Die für diese Arbeit bedeutendsten Quellen sind Cassius Dio und Plutarch. Wie Fadinger nachgewiesen hat, beruhen die Darstellungen bei Cassius Dio, Plutarch und auch Appian auf der gleichen Primärquelle, welche nach dessen Ansicht einerseits die res gestae, der Tatenbericht, des Augustus und andererseits ein dem M. Antonius freundlich gesinnter Autor, „[…] der aller Wahrscheinlichkeit nach mit Asinius Pollio identisch […]“[2] gewesen ist. Diese beiden Quellen hatte Cassius Dio demnach wiederum in der Version des Livius gelesen, wobei nicht mit Sicherheit belegt werden kann, ob er sein Wissen direkt aus diesen oder den Auszügen späterer Epitomatoren bezog. Zu diesen zählen neben Livius auch Florus und Orosius. Ergänzt wird die Darstellung der Ereignisse durch den Bericht des Velleius Paterculus, der eher eine Art Chronist war und insbesondere bei Octavian nicht mit Lob und Schmeicheleien sparte.

Große Bedeutung hat natürlich auch der zuvor schon angesprochene Tatenbericht des Augustus, die res gestae, welcher ursprünglich auf zwei Bronzesäulen vor dem Mausoleum des Augustus in Rom veröffentlicht wurde. Weitere Kopien dieses Textes wurden in weiten Teilen des Reiches aufgestellt, so u.a. in Ancyra, dem heutigen Ankara, wo diese Inschrift in lateinischer und griechischer Sprache den Tempel der Roma und des Augustus zierte. Von Mommsen als „die Königin der antiken Inschriften“[3] tituliert, wird sie aufgrund ihres Fundortes auch als Monumentum Ancyranum bezeichnet. Die res gestae ist jedoch für die Untersuchung der Schlacht von Actium nicht geeignet. Trotzdem soll überprüft werden, ob nicht die eine oder andere Passage aus diesem Werk das Bild der Vorgeschichte, des Ablaufs und der Ergebnisse der entscheidenden Auseinandersetzung zwischen Octavian und M. Antonius komplettieren können. Da dieser Bericht aber von Octavian selbst stammt, weist er eine starke propagandistische Färbung auf. Auch wird sein Gegner M. Antonius nicht beim Namen genannt, da Octavian damals schon alle Spuren und Zeugnisse von ihm beseitigen lassen hatte. Folglich kann man hier nicht erwarten eine objektive Darstellung der Ereignisse zu finden. In den Geschichtsbüchern ist bekanntermaßen nur Platz für Sieger und der war schlichtweg Octavian. Er schrieb nun die Geschichte aus der Sicht des Siegers und konnte M. Antonius natürlich im denkbar schlechtesten Licht darstellen. Verständlicherweise nahmen einige Geschichtsschreiber dieser Zeit sich der Darstellung Octavians an – entweder, um ihm einfach nur zu gefallen oder aber, da sie sich von dessen Ideologie hatten beeinflussen lassen. Es soll aber auch nicht verschwiegen werden, dass es bereits damals einige Autoren gab, die der Vorgehensweise und Person Octavians/Augustus` kritisch gegenüber standen.

Die wichtigsten, aktuellen Werke zum Thema dieser Arbeit sind zu allererst die immer noch maßgeblichen Arbeiten des Militärhistorikers Johannes Kromayers, der Ende des 19. Jahrhunderts eine völlig neue Sicht zum Wesen der Schlacht von Actium begründete. Zuvor teilten die Forscher, so u.a. Gardthausen und selbst später auch noch Rehrmann, eine stark negativ geprägte Meinung zu Marcus Antonius und Kleopatra, da sie der Ansicht waren, dass die Schlacht durch einen Verrat der Kleopatra und der feigen Flucht des M. Antonius entschieden wurde. Als Ursachen dafür können die bis dato unzureichend geklärte Frage zum Charakter der Schlacht von Actium und die zum Teil ebenfalls stark propagandistisch gefärbten überlieferten Quellen, hier seien nur Velleius Paterculus und Sueton genannt, sein. Diese Sicht wurde jedoch durch die Arbeiten Kromayers widerlegt, welche bis heute den aktuellen Stand der Forschung mitbestimmen.

Den aktuellsten Stand der Augustusforschung stellen die Werke von Kienast „Augustus. Princeps und Monarch“ sowie Bleicken „Augustus“ dar, wobei die Beschreibung der Schlacht von Actium bei Kienast nur eine untergeordnete Nebenrolle spielt. Einen guten Überblick über das Gesamtforschungsgebiet Augustus geben die Bücher von Schlange-Schöningen „Augustus“, Bringmann & Schäfer „Augustus und die Begründung des römischen Kaisertums“ sowie Eck „Augustus und seine Zeit“, bei denen aber ebenfalls die Schlachtbeschreibung nur am Rande angerissen wird. Etwa älter, aber dennoch gut lesbar und für das Thema bestens geeignet sind die Veröffentlichungen von Carter „Die Schlacht von Actium“ und Bengtson „Marcus Antonius“ sowie „Kaiser Augustus. Sein Leben und seine Zeit“, bei denen der Beschreibung der Schlacht ein angemessener Raum geboten wird. Dies soweit zur verwendeten Literatur, um nur einen kleinen Überblick über das umfangreiche literarische Angebot zum Thema zu geben.

II Die Vorbereitungen zur entscheidenden Schlacht

2.1 Die politische Ausgangslage und der Propagandakampf

Wie in der Einleitung bereits angekündigt, wird diese Arbeit einen hauptsächlich militärischen Charakter haben. Jedoch sollen hier zu Beginn erst einmal die politische Ausgangslage sowie der Propagandakampf zwischen Octavian und M. Antonius beschrieben werden, welche schließlich in die militärische Auseinandersetzung geführt haben. Getreu dem Motto: Kein Krieg ohne Vorgeschichte, wird in diesem Überblick geschildert, wie sich die politische Lage in den Jahren vor der Schlacht von Actium darstellte und welche Entscheidungen und Aktionen die Situation soweit zuspitzten, dass zwei Feldherren Roms offen gegeneinander zu Felde zogen und somit nicht nur einen Wendepunkt in der Geschichte Roms, sondern auch eine Entscheidung über die Entwicklung der Geschichte herbeiführten, deren Folgen uns bis heute in vielen kleinen Details tangieren. Vergessen werden darf dabei auch nicht, dass während dieser Zeit die Bürgerkriege tobten und dass das römische Volk nichts weniger gebrauchen konnte, als zwei rivalisierende Triumvirn, die auch auf römischem Staatsgebiet um die alleinige Macht rangen.

Aus politischer Sicht war die Zeit noch immer geprägt vom Mord an Julius Caesar in den Iden des März 44 v. Chr., dem Adoptivvater und Großonkel Octavians, dessen Erbe[4] und Namen Octavian nach dessen Tod antrat.[5] Er nannte sich fortan ebenfalls Gaius Julius Caesar, den Beinamen Octavian bzw. Octavianus verwendete er selbst, auch wenn Cassius Dio das behauptet, nie.[6] Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird er jedoch trotzdem Octavian genannt, da dies die gängige und etablierte Bezeichnung für ihn in der Forschung ist.

Zurück aber zu seiner rasanten Karriere, die er in den folgenden Jahren machen sollte. Es war ihm nämlich schnell gelungen auf seiner Reise nach Rom einen Großteil der Veteranen Caesars für sich zu gewinnen[7] und im politischen Rom durch geschickte Reden, wie dem Schwur zur Rache an den Caesarenmördern, und das Ausrichten von Spielen zu Ehren des Sieges seines Adoptivvaters Caesar ein gewisses Ansehen zu erlangen.[8] Ebenfalls strategisch klug agierte er, indem er an die Mitglieder der römischen Plebs jeweils 300 Sesterzen, die diesen im Testament des Caesars versprochen worden waren[9] auszahlte. Dies war ihm jedoch nur möglich, weil er auf seiner Reise nach Rom die Kriegskasse Caesars für den Feldzug gegen die Parther übernommen und zusätzlich gleich noch den Jahrestribut der Provinz Asia einkassiert hatte.[10] Kienast zwingt dieser Umstand zu der berechtigten Frage: „Verdankte der Erbe Caesars seine ersten Erfolge nur der Unverschämtheit, mit der er sich in den Besitz fremden Geldes zu bringen wusste […]?“[11] Wie sich zeigen wird, spielte nicht nur hier Geld die entscheidende Rolle über das Wohlwollen im Volk und beim Militär und zu wessen Seite beide dadurch tendierten. Dadurch gelang es Octavian jedoch, wie Bringmann & Schäfer richtig feststellen, „[…] sich die stadtrömischen Massen [zu] verpflichten.“[12]

Während dieser Zeit gab es in Rom laut Kienast drei Gruppen. Auf der einen Seite M. Antonius und seine Anhänger, dann die Republikaner um Cicero und schließlich die „[…] gemäßigten Caesarianer, die zwar Caesars Andenken schonen, aber die Wiederherstellung der republikanischen Ordnung nicht behindern wollten.“[13] Dort angekommen geriet Octavian schnell zwischen diese politischen Fronten und es kam auch bald zu ersten Konflikten zwischen ihm und dem zu dieser Zeit amtierenden Konsul M. Antonius. Dabei ging es u.a. um die Herausgabe der Gelder des Caesar[14] und letztendlich um die zukünftige Rolle Octavians als Erbe Caesars, was M. Antonius natürlich nicht gefallen haben dürfte, da dieser eigene Machtansprüche gehabt hatte. Somit bildete sich mit Octavian ein unliebsamer Rivale für M. Antonius heraus. Der konnte aber aufgrund der in seinen Besitz gelangten finanziellen Mittel ein privates Heer aufstellen lassen,[15] wovon er später in seinem Tatenbericht, seinem politischen Testament, den Res gestae divi Augusti, auch gleich zu Beginn berichtet.[16] Das Ausheben dieser Privatarmee bedeutete eigentlich einen hochverräterischen Akt, jedoch bot Octavian diese alsbald dem Senat, im speziellen den Republikanern um Cicero, zur Bekämpfung von M. Antonius an, der sich während dieser Zeit politisch unklug verhielt und sich nicht nur im Senat etliche Feinde gemacht hatte. Das Verhältnis zwischen dem Erben Caesars und M. Antonius verschlechterte sich durch diverse Aktionen beiderseits immer weiter[17] und die ausgeprägte Rivalität, die schließlich in der Schlacht von Actium mündete, nahm hier bereits ihren Anfang.

Noch im Herbst des Jahres 44 v. Chr. kam es zu einem Bündnis zwischen den Republikanern, also den Caesarenmördern, und Octavian. Diese sorgten auch dafür, dass der erst neunzehnjährige Octavian kurz darauf einen Platz im römischen Senat besaß,[18] was völlig neuartig war, da er bekanntlich zuvor kein politisches Amt bekleidet hatte. Und nicht nur das, er durfte gleichberechtigt mit den ehemaligen Konsuln seine Stimme abgeben und erhielt zusätzlich ein proprätorisches imperium verliehen,[19] welches nachträglich seine militärischen Aushebungen legalisierte, mit dem Auftrag gegen M. Antonius vorzugehen, da der republikanischen Fraktion dessen unverblümte Machtpolitik nicht zusagte. Um dieses Bündnis gab es auch in der Forschung heftige Diskussionen, doch Kienast scheint die richtige Erklärung dafür zu haben wenn er sagt: „In Wirklichkeit hat sich Oktavian nicht einem republikanischen Senat zur Verfügung gestellt, […], sondern einem Senat aus Caesarianern, dem Antonius zu mächtig wurde.“[20] Diese Tatsache wurde natürlich von den Republikanern um Cicero durch geschickte Reden gefördert und seine Taten damit legitimiert. Schlussendlich zog Octavian zusammen mit den Legionen der beiden Konsuln des Jahres 43 v. Chr. und seinen Truppen, zwei Legionen waren außerdem durch Geldversprechen von M. Antonius zu ihm gewechselt,[21] gegen eben diesen in den Kampf, da er D. Brutus, einen der Caesarenmörder und Statthalter der Provinz Gallia Cisalpina, in Mutina belagerte.[22]

Der Kampf um Mutina endete zwar für die Seite Octavians siegreich, aber beide Konsuln, C. Pansa und A. Hirtius, starben in den Kämpfen[23] und zudem entkam M. Antonius.[24] Diesem gelang es jedoch seine verbliebenen Truppen mit denen der Statthalter des Westens, namentlich M. Aemilius Lepidus, C. Asinius Pollio und L. Munatius Plancus,[25] zu vereinen und sich somit wieder zum mächtigsten Führer der Caesarianer aufzuschwingen. Dadurch geriet Octavian in eine Zwangslage, denn auf der einen Seite standen die Caesarenmörder, die sich seiner nur aus reinem Pragmatismus angenommen hatten und auf der anderen Seite der wieder erstarkte M. Antonius. Die Seite der Republikaner hatte mehr als deutlich gemacht, dass sie sich seiner entledigen würden, wenn sie ihn nicht mehr benötigte. Folglich blieb ihm nur die Möglichkeit eine Kehrtwendung zu machen und den Anschluss an die Partei um M. Antonius zu suchen. Um aber bündnisfähig zu werden und auf gleicher Augenhöhe verhandeln zu können musste er zuerst seine amtliche Position stärken, weshalb er einen zweiten Marsch auf Rom unternahm und dort bald seine Wahl zum Konsul erzwang.

Am 19. August 43 v. Chr. wurde er zusammen mit Q. Pedius, seinem Onkel, zum Konsul gewählt.[26] Nun konnte er sich endlich mittels einer lex curiata, welche durch M. Antonius immer wieder verzögert wurde,[27] seine Adoption durch Caesar feierlich bestätigen lassen. Darüber hinaus zahlte er der Armee die versprochene Belohnung aus, weiterhin der Plebs den Rest der in Caesars Testament ausgesetzten Legate und setzte ein Sondergericht gegen die Caesarenmörder ein. Mit diesen Aktionen hatte er sich eine fundierte Basis für die anstehenden Verhandlungen mit M. Antonius geschaffen und verdeutlichte in nahezu all seinen Taten, dass er sich als rechtmäßiger Erbe Caesars sah. Bei den schließlich an drei Tagen im Oktober 43 v. Chr., auf einer Insel im Fluss Rhenus, nördlich von Bononia, stattfindenden Verhandlungen,[28] an denen neben Octavian und M. Antonius auch Lepidus teilnahm, wurde über ein „gemeinsames Notstandsamt“[29] verhandelt. Wie Bringmann & Schäfer betonen, war im Unterschied zum ersten dieses II. Triumvirat als kollegiales Amt konzipiert. Dies findet sich bereits bei Livius, der ebenfalls im Ergebnis davon spricht, dass sie zusammen als tresviri rei publicae constituendae das Imperium regieren und sich nach dem Kollegialitätsprinzip die Macht teilen würden.[30] Dass es dabei überhaupt zu einem Triumvirat kam und nicht nur eine Zweierherrschaft wurde, lag laut Kienast daran, dass aufgrund der starken Verfeindung zwischen Octavian und M. Antonius ein Dritter als Vermittler und ausgleichende Kraft zwischen den beiden benötigt wurde.[31]

Bei diesen Verhandlungen verteilten sie auch noch die Provinzen des Westens unter sich, da der Osten in den Händen von M. Brutus und C. Crassus war[32]. So erhielt Octavian Afrika, Numidien, Sizilien, Sardinien und die anderen Inseln, Lepidus bekam ganz Spanien und das narbonensische Gallien, M. Antonius das ihm früher durch Volksbeschluss zuerkannte diesseitige und jenseitige Gallien[33]. Dieses II. Triumvirat erhielt am 27. November 43 seine Legitimität durch ein Plebiszit des Volkstribunen P. Titius, bei dem die lex titia[34] beschlossen wurde. Es war auf fünf Jahre begrenzt und jeder von ihnen erhielt umfangreiche Vollmachten, sowie ein imperium proconsulare.[35] Laut Vertrag von Bononia gingen somit das höchste Kriegskommando, die Rechtssprechung und Gesetzgebung auf die Triumvirn über.[36] Dadurch wurde die republikanische Verfassung faktisch außer Kraft gesetzt, da den bisherigen Machtinstrumenten ihre Macht entzogen worden war.

Bei dem Treffen auf der Insel nahe Bononia hatten die drei Triumvirn außerdem eine Proskription[37] beschlossen, mit der sie sich einer Großzahl ihrer politischen Gegner entledigen und dadurch ihre Machtstellung sichern wollten. Bei diesen Massenhinrichtungen ohne Gerichtsverfahren wurden laut Appian 300 Senatoren und 2000 Ritter getötet[38], nach Plutarch waren es 200 bis 300 Männer[39], Livius spricht von 130 Senatoren und sehr vielen Rittern[40], Florus nennt 140 Senatoren[41] und Cassius Dio hält die Angabe der Zahl der Geächteten und Getöteten, zu denen auch Cicero gehörte, für unmöglich.[42] Dieser wurde besonders von M. Antonius, aufgrund der gegen ihn gerichteten Philippischen Reden, verachtet. Die Opfer waren somit vor allem die früheren Verbündeten bzw. Fürsprecher, oder besser eigennützigen Förderer, Octavians und gleichzeitig stärksten Gegner des M. Antonius und des Lepidus. Wie Sueton und auch Velleius Paterculus übereinstimmend berichten, widersetzte sich Octavian zwar geraume Zeit seinen Kollegen in Bezug auf die von ihnen geforderte Proskription, als man sie aber einmal begonnen hatte, übte er sie jedoch schärfer aus, als die beiden anderen.[43]

Im Herbst 42 v. Chr. traten M. Antonius und Octavian in Makedonien bei Philippi an der Via Egnatia gegen die Caesarenmörder Gaius Cassius Longinus und Marcus Junius Brutus an.[44] In der ersten Schlacht besiegte M. Antonius Cassius[45], worauf dieser sich das Leben nahm.[46] In einer zweiten Schlacht verlor zwar Octavian gegen Brutus,[47] doch kurz darauf besiegte M. Antonius Brutus,[48] worauf auch dieser von eigener Hand aus den Leben schied.[49] Als die Triumvirn nach Philippi erneut ihre Einflusssphären absteckten, erhielt M. Antonius die Provinzen Gallia Comata und Gallia Narbonensis, Lepidus die beiden Provinzen in Nordafrika, damals die Kornkammer Roms, und Octavian Spanien sowie das Kernland Italiens.[50] Mit dem römischen Kernland fiel Octavian aber auch die undankbare Aufgabe zu, die Landverteilung an die Veteranen der Legionen aller drei Machthaber zu organisieren.[51] Dabei kam es zu Enteignungen und Vertreibungen nicht nur einzelner Landbesitzer, sondern sogar ganzer Stadtbevölkerungen, weswegen Octavian beim Volk sehr unbeliebt war.[52] Überdies kam es wegen der Landverteilung zu schweren Differenzen mit M. Antonius’ Bruder Lucius[53], den Octavian aber im Perusinischen Krieg besiegte.[54] Als M. Antonius daraufhin nach Italien zurückkehrte, verweigerten die Legionen beider Triumvirn jedoch den Kampf und zwangen sie zu einem erneuten Bündnis.

Der Vertrag von Brundisium[55] vom Herbst 40 v. Chr. sah u.a. die Hochzeit Antonius’ mit Octavians Schwester Octavia vor.[56] Dies kann sicher als taktischer Zug von Octavian gewertet werden, da er dadurch hoffte, einen dynastischen Familienbund bilden zu können, auch um den Vertrag dadurch zu verfestigen – ganz nach dem Vorbild seines Adoptivvaters Julius Caesars, der ebenfalls seine Schwester seinem Partner und Konkurrenten aus dem ersten Triumvirat Pompeius zur Frau gegeben hatte.[57] Vermutlich diente eine solche Heirat aber auch der Spionage. Im selben Jahr heiratete Octavian, nach dem Tod seiner ersten Frau Clodia, eine Verwandte von Pompeius' Sohn Sextus mit dem Namen Scribonia.[58] Sie schenkte ihm eine Tochter namens Julia.[59] Aber noch vor Julias Geburt verstieß er ihre Mutter wieder[60], um im Jahr 38 v. Chr. Livia Drusilla zu heiraten.[61] Der Skandal wurde noch dadurch vergrößert, dass er Livia in sein Haus aufnahm, bevor sie sich von ihrem bisherigen Mann, dem überzeugten Republikaner Tiberius Claudius Nero hatte scheiden lassen können. Diese brachte die beiden Söhne Tiberius und Drusus[62] mit in die Ehe, gemeinsame Kinder bekamen sie keine mehr. Für Octavian „brachte diese Verbindung […] auch einen nicht geringen politischen Gewinn. Trat er damit doch in verwandtschaftliche Beziehungen zu der angesehenen Patrizierfamilie der Claudii Pulchri und gleichzeitig zu den plebeischen Liviern.“[63]

Das Triumvirat des Octavian, M. Antonius und Lepidus war regulär am 31. Dezember 38 v. Chr. ausgelaufen, wurde jedoch im Vertrag von Tarent[64] um weitere fünf Jahre verlängert. Nach dem Kampf gegen Sex. Pompeius[65] hatte Lepidus die Insel Sizilien für sich beansprucht und Octavian zur Räumung dieser aufgefordert.[66] Doch dem war es durch geschickte Propaganda gelungen, dass die Truppen des Lepidus zu ihm übergelaufen waren.[67] Somit stand dieser ohne Rückhalt da, so dass er sich ergeben musste. Octavian verbannte ihn nach Campanien[68], beließ ihm aber sein Vermögen und das Amt des pontifex maximus[69], welches dieser jedoch nicht mehr ausüben konnte. Nach Cassius Dio soll Octavian ihn sogar aller Ämter, inklusive dem pontifex maximus, enthoben haben.[70] Octavian hatte sich so eines Widersachers entledigt und aus dem Triumvirat war ein „Duumvirat“ geworden. Das Reich war nun in zwei Hälften geteilt – in den Osten, den Antonius beherrschte und den Westen, der in der Gewalt des Octavian war. „So ist es für Dio ganz natürlich, dass sich Oktavian und Antonius, nachdem ihre jeweiligen Feinde überwältigt sind, gegenseitig bekriegen.“[71] Es blieb somit nur eine Frage der Zeit, bis es zur Konfrontation der beiden verbliebenen Herrscher kommen würde.

Während Octavian gegen Sex. Pompeius und anschließend gegen Lepidus vorging,[72] kämpfte M. Antonius im Jahre 36 v. Chr. im Osten einen, wie Kienast ihn nennt, „einen groß angelegten Rachefeldzug“[73] gegen die Parther,[74] der jedoch mit einer schweren Niederlage in Medien endete.[75] Dabei verlor er zwei Legionen[76] und war deshalb nicht im Geringsten in der Lage in den Streit zwischen Octavian und Lepidus einzugreifen. Im selben Jahr gebar ihm Kleopatra ihr drittes gemeinsames Kind, Ptolemaios Philadelphos, nachdem sie ihm vier Jahre zuvor schon die Zwillinge Alexander Helios und Kleopatra Selene geboren hatte.[77] M. Antonius Ziel war es, durch den Feldzug gegen die Parther die Vormachtstellung, des von ihm und Kleopatra neu geschaffenen Ptolemäerreiches im Osten, als dessen Patronus er auftrat, zu sichern bzw. auszubauen.

Deshalb war er im Jahr 36 v. Chr. in Richtung der Partherhauptstadt Ekbatana gezogen, wobei er jedoch einen Umweg über Armenien machte, welches ihm als Nachschubbasis dienen sollte. Mitte August 36 v. Chr. kam das römische Heer vor den Mauern von Praaspa[78] an. Eine Belagerung der befestigten Stadt war aussichtslos, da M. Antonius das Belagerungsgerät bei seinem schnellen Vormarsch zurückgelassen hatte.[79] „Er hatte 16 Legionen aufgeboten, die jedoch keine vollen Gefechtsstärken aufwiesen, insgesamt 60.000 Mann zu Fuß, 10.000 keltische und germanische Reiter und 30.000 Mann Hilfsvölker, endlich noch 16.000 Armenier.“[80] Als der Winter nahte, musste die Belagerung abgebrochen werden und M. Antonius wollte seine Truppen zurück nach Armenien führen.[81] Die Parther griffen jedoch die sich zurückziehenden Truppen an und es gelang ihnen einen großen Teil des Heeres zu vernichten.[82] Wie Bengtson berichtet, verlor M. Antonius dabei ein Drittel seines Heeres, darunter 22.000 Veteranen, deren Verlust besonders schwer wog, da diese nicht ersetzt werden konnten.[83] Christ nennt diesbezüglich ähnliche Zahlen wenn er schreibt: „Die Verluste des römischen Heeres, […] werden von der neueren Forschung auf etwa 37 % aller Teilnehmer des Zuges geschätzt.“[84] Die politischen und militärischen Resultate waren somit gleich null, Antonius hatte sein Ziel fürs Erste nicht erreicht.

Octavian, der laut dem Vertrag von Tarent[85] M. Antonius 20.000 Legionäre[86] hätte schicken sollen, kam dieser Verpflichtung nur teilweise nach, indem er ihm nur einen Bruchteil der zugesicherten Einheiten zuschickte, wodurch dem M. Antonius die Unterstützung in der Fortsetzung seines Feldzuges fehlte. Auch der Nachschub und das Ausrüstungsmaterial, welches ihm Kleopatra sandte,[87] konnte die Krise nur aufhalten. So verlor M. Antonius ein ganzes Jahr, bis er seinen Kampf gegen die Parther erneut aufleben lassen konnte. 34 v. Chr. gelang es ihm dann, die Parther zu besiegen und im Anschluss feierte er in Alexandria den ersten Triumph außerhalb Roms.[88] Dabei wollte er es jedoch nicht bewenden lassen, denn nach diesem römischen Festakt sollte nun ein ptolemäischer folgen,[89] der die Macht und Pracht des neuen Ptolemäerreiches in aller Öffentlichkeit zeigen sollte. Dafür wurden für ihn, Kleopatra und deren Kinder Thronsessel aus purem Gold aufstellt. Vor dem anwesenden Volk Alexandrias proklamierte M. Antonius Kleopatra zur regina regum, Caesarion, ihren ältesten Sohn von Caesar, zum rex regum und seine eigenen Söhne von Kleopatra ernannte er zu Königen.[90] Kleopatra trug dabei das Gewand der Göttin Isis,[91] sie wurde unter dem Namen der „Neuen Isis“ verehrt, M. Antonius selbst ließ sich als Dionysos Osiris[92] feiern. Dies alles tat M. Antonius, um seine Kinder Octavian gleich- bzw. entgegenzustellen, da dieser nach der Erhebung seines Adoptivvaters Julius Caesar im Jahre 42 v. Chr. in den Götterrang, als divi filius[93] auftrat. Gleichzeitig verteilte er großzügig Ländereien an seine Kinder[94] und entfernte sich immer weiter von den römischen Interessen und Traditionen. Kienast sagt aber auch, dass er dies vor allem tat, um einen neuen Krieg gegen den Partherkönig, dem der Titel rex regum seit jeher zustand, propagandistisch vorzubereiten und keinen Gedanken an eine militärische Auseinandersetzung mit Octavian verschwendete.[95]

Während M. Antonius im Osten des Reiches kämpfte und dort gebunden war, konnte sich Octavian, nach seinem Sieg über Sex. Pompeius[96] und der Kaltstellung des Lepidus, propagandistisch als Beschützer Italiens und Befreier Roms darstellen. Nach den erfolgreichen Kämpfen waren die Insel Sizilien und die Provinz Afrika,[97] das damals, wie schon erwähnt, die Kornkammer des Römischen Reiches war, wieder unter seiner Regie, wodurch er das Volk mit ausreichend Nahrung versorgen konnte. Zusätzlich erlaubten ihm die Erfolge im Illyrischen Krieg bald,[98] sich als Vorkämpfer gegen die Barbaren darzustellen. Die neu errichtete Porticus Octavia diente zur Aufnahme der einst von A. Gabinius an die Dalmater verlorenen und nun zurückgewonnenen Feldzeichen[99]. „Oktavian erschien somit als der Wiederhersteller der Ehre Roms.“[100] Es war ihm somit gelungen, die lange vernachlässigte Nord-Ost-Grenze zu sichern und zu befestigen. Außerdem wurden ihm nach seinen Siegen auf dem Balkan die verloren gegangenen Feldzeichen[101] ausgehändigt, deren Wiedererlangung er geschickt propagandistisch für sich auszunutzen wusste.

Trotz seiner noch immer recht jungen Jahre, war Octavian schon sehr geschickt in der Diplomatie und wusste, dass er Italien nur gewinnen konnte, wenn er auch die Oberschicht auf seine Seite brachte. Daher erhöhte er in den folgenden beiden Jahren die Zahl der Magistraturen- und Prätorenstellen[102] und besetzte diese mit seinen Anhängern, wodurch er sich eine breite Basis der Zustimmung schaffte. Weiterhin hatte er nach dem Sieg über Sex. Pompeius[103] öffentlich die Bürgerkriege für beendet erklären lassen.[104] Schließlich ließ er zum Zeichen, dass die Zeit der Proskriptionen und Bürgerkriege vorbei sei, diesbezügliche Briefe und Akten verbrennen[105] und hob einen Teil der Ausnahmegesetze auf.[106] Ein weiterer Schachzug im Ringen um die Gunst des Volkes bzw. zu deren Ausbau und Festigung, war Octavians öffentliche Erklärung, dass er gewillt sei, seine Triumviralgewalt niederzulegen, wenn M. Antonius nach seinem Partherfeldzug nach Rom kommen und es ihm gleich tun würde.[107] Nach der Entlassung seiner Veteranen und ihrer Ansiedlung im italienischen Kernland[108] hatte er praktisch die Macht im Lande inne, weshalb er ohne weiteres einen solchen Vorschlag machen konnte. M. Antonius konnte diesen Vorschlag eigentlich nur ablehnen oder ihn an Bedingungen knüpfen, welche Octavian dann wieder strategisch für sich hätte ausnutzen können, um dem Volk vor Augen zu führen, was für ein Mensch M. Antonius sei und wer es besser mit ihnen meine.

Der mittlerweile seit fast einem Jahrzehnt andauernde Propagandakampf,[109] denn seit Octavian nach dem Tod Caesars nach Rom gekommen war, gab es Konflikte und Streitigkeiten zwischen ihm und M. Antonius, musste von Anfang an über kurz oder lang in eine offene militärische Auseinandersetzung zwischen diesen beiden führen. Mit den unterschiedlichsten Dingen versuchten sie und ihre Anhänger, den jeweils anderen in einem schlechten Licht dastehen zu lassen und so die öffentliche Meinung zu beeinflussen.[110] „Doch ob Antonius Octavian die Ausschaltung des Lepidus, die Benachteiligung seiner Veteranen bei der Ansiedlung in Italien, die Behinderung der Rekrutenzufuhr aus Italien in den Osten vorwarf, oder Octavian umgekehrt Antonius die Verschleuderung römischen Besitzes, Machtmissbrauch und die Weigerung, Beuteanteile nach Rom zu senden, von den wechselseitigen persönlichen Herabsetzungen, die auch Kleopatra einbezogen, einmal ganz abgesehen – auf die Einzelheiten der Positionen, Rechtstitel, Ansprüche, Beschwerden und Vorwürfe kam es in diesen mit Leidenschaft geführten Propagandakrieg kaum mehr an.“[111]

Seit Ende 34 v. Chr. verschlechterten sich die Beziehungen zwischen den beiden verbleibenden Triumvirn immer mehr. Bengtson schreibt, dass sich zwischen ihnen und ihren Anhängern eine regelrechte Streitschriftenliteratur entwickelt hat, bei der sie in Briefen[112] und Reden den anderen zu verleumden versuchten.[113] Octavian hatte durch seine Präsenz in Rom gewissermaßen einen „Heimvorteil“, da er unverzüglich auf Anschuldigungen und Aussagen des M. Antonius reagieren und dem Volk bzw. Senat seine Sicht der Dinge erörtern konnte. Die Anschuldigungen gingen jetzt zwischen Armenien und Rom hin und her,[114] was an sich noch keinen Grund zur Besorgnis darstellte. Was M. Antonius schließlich aus Armenien zurücktrieb, war das Bewusstsein, dass Octavian bereits zu viele Römer auf seine Seite gezogen hatte und sich den Senat durch seine Präsenz und unausgesprochene Drohungen unterwürfig gemacht haben könnte.

Trotz der sich zuspitzenden Situation, dachte M. Antonius laut Kienast selbst im Winter 34/33 v. Chr. nicht an einen Krieg gegen Octavian.[115] Alle seine Vorbereitungen dienten einzig und allein einem erneuten Partherkrieg.[116] Auch die Landschenkungen an seine und Kleopatras Kinder,[117] sowie die Titulatur dieser als „Königin der Könige“[118] sollten diesem Zweck dienen. Doch all dies wusste Octavian propagandistisch geschickt auszunutzen und M. Antonius dem römischen Volk als Verräter an der römischen Kultur und Tradition zu verkaufen. Dieser sagte daher den geplanten Feldzug ab,[119] da er durch Octavian ausgelöste Unruhen in seinem Rücken befürchtete. Er glaubte, dass Octavian mit seinem Gegner dem Armenierkönig Artavasdes verhandelt habe[120] und sie sich nun gegen ihn verschwören würden, was aber wohl nicht der Wahrheit entsprach. M. Antonius rief daher seine Truppen in Ephesos,[121] welches sein neuer Stützpunkt werden sollte, zusammen,[122] wo sich dann auch Kleopatra mit ihrer Flotte einfand,[123] auf deren Hilfe er nicht verzichten konnte.

Mit Anbruch des Jahres 32 v. Chr. traten die beiden Generäle des M. Antonius, C. Sosius und Cn. Domitius Ahenobarbus, das Konsulat an.[124] Während Domitius sich zurückhielt, dankte Sosius in seiner ersten Rede seinem Gönner M. Antonius und griff Octavian mit scharfen Vorwürfen an. Außerdem soll er versucht haben die Maßnahmen des M. Antonius in Ägypten vom Senat ratifizieren zu lassen und den Senat gebeten haben, Octavian zur Ordnung zu rufen sowie Sanktionen gegen ihn verlangt haben. Der Senat zeigte sich von diesen Worten, aus denen natürlich vordergründig die Propaganda des M. Antonius sprach, sehr beeindruckt und war wohl bereit gewesen, einen gegen Octavian gerichteten Beschluss zu verfassen. Dieser, der nach Kienast nur darin bestanden haben kann, dass beide Triumvirn unverzüglich ihre außerordentliche Gewalt niederlegen sollten,[125] wurde aber durch das Veto des Tribunen Nonius Balbus, welcher von Octavian geschickt worden war, vereitelt.[126]

Octavian, der zu dieser Zeit nicht in Rom war,[127] verlor nun keine Zeit mehr. „Er kehrte unter dem Schutz von Leibwächtern nach Rom zurück, rief den Senat zusammen, betrat die Versammlung in Begleitung von Bewaffneten[128] und ließ sich zwischen den beiden Konsuln nieder. Dort verteidigte er sich gegen die von Sosius erhobenen Vorwürfe und richtete selbst heftige Angriffe gegen M. Antonius und den amtierenden Konsul Sosius. Dessen Rede hatte ihn zweifelsohne in arge Bedrängnis gebracht, aus der er durch Gegenattacken und eigene Vorschläge herauszukommen versuchte. So schlug er vor, wie weiter oben bereits erwähnt, dass er seine triumvirale Gewalt niederlegen werde, wenn M. Antonius nach Rom kommen und es ihm an Ort und Stelle gleich tun würde. Weiterhin versprach er neue Beweise gegen M. Antonius für den nächsten Tag. Sein Vorgehen im Senat verstieß zweifellos gegen das Gesetz, war aber äußerst wirkungsvoll.“[129] Im Senat brach daraufhin ein Tumult aus, in dessen Anschluss etwa 300 von den 1.000 Senatoren Rom verlassen haben[130] und zu M. Antonius nach Ephesos gereist sind. So konnte dieser dort einen Gegensenat bilden,[131] was sich jedoch nicht als Vorteil für M. Antonius herausstellte, da wie Christ sagt, „seine Anhängerschaft nun immer heterogener wurde und ihre Interessen kaum mehr auf einen Nenner zu bringen waren.“[132]

Wenig später erfuhr Octavian von den Überläufern L. Munatius Plancus und M. Titius[133] aus dem Lager des M. Antonius, dass dieser sein Testament bei den Vestalinnen in Rom hinterlegt hatte.[134] „Gegen alles Recht erzwang Caesar die Herausgabe des Schriftstücks, es erwies sich propagandistisch von unschätzbarem Wert. Denn das Testament enthielt nicht nur die Erklärung, dass Kaisarion der rechtmäßige Sohn des Diktators Caesar sei,[135] auch die Kinder des Antonius und der Kleopatra waren mit Legaten bedacht,[136] und was das Wichtigste war: Antonius verfügte, dass er nach seinem Tode an der Seite der Kleopatra in Alexandrien[137] beigesetzt werden sollte.“[138] Dieses Schriftstück sollte das Faustpfand in der Propaganda[139] des Octavian werden, denn eine deutlichere Abkehr vom römischen Wesen konnte es nicht geben.[140] Die öffentliche Verlesung[141] erregte sogleich großen Unmut, da viele glaubten, M. Antonius würde nach einem Sieg Rom an Kleopatra verschenken und die Hauptstadt des Reiches vom Tiber an den Nil nach Alexandria verlegen.[142]

Im Mai 32 v. Chr. verlegte M. Antonius sein Hauptquartier von Ephesos nach Athen[143] und schickte von hier aus Octavia, seiner vom Papier her Noch-Ehefrau, den Scheidungsbrief.[144] Octavian nutzte diesen Brief wiederum für seine Propaganda gegen M. Antonius,[145] woraufhin der Senat diesem alle Ämter und Würden absprach und ihn auch als Triumvirn absetzte.[146] Dennoch vermied es der Senat um Octavian, also praktisch die „römische Seite“, ihm, M. Antonius, in aller Form den Krieg zu erklären. Die Kriegserklärung galt allein der ägyptischen Königin Kleopatra. Somit ließ sich der Anschein wahren, dass es sich hierbei nicht um einen Bürgerkrieg handele und außerdem wurde M. Antonius dadurch gezwungen, dem römischen Volk nun zu zeigen, auf welcher Seite er stand. Wie die Seite Octavians nicht anders erwartet hatte, stellte er sich selbstverständlich an die Seite der Frau, die er liebte, und somit gegen das römische Volk. Die Auseinandersetzung zwischen ihm und Octavian wurde zu einer privaten Fehde (inimicitiae),[147] bei der sich beide ihrer Gefolgschaft versichern wollten, als erst Octavian von der Bevölkerung des Westens, als Antwort darauf auch M. Antonius von der Bevölkerung des Ostens, sich den Treueid schwören ließen.[148]

Im über die gesamten Jahre andauernden Propagandakrieg, der besonders in den letzten Jahren vor der Schlacht von Actium an Dynamik gewann, wurde von beiden Seiten stets versucht, den jeweils anderen in der öffentlichen Meinung in besonders schlechtem Licht dastehen zu lassen. Octavian hatte sich hierbei jedoch als der Geschicktere erwiesen. Sicherlich kam ihm dabei zu Gute, dass er die meiste Zeit in Rom weilte und so direkt auf Verleumdungen und Attacken des M. Antonius reagieren konnte. Hinzu kam, dass dieser sich aus taktischer Sicht oft unklug verhielt und Octavian so ungewollt Vorteile verschaffte. Hier ist insbesondere seine Politik im Osten des römischen Reiches zu nennen, welche er aus seiner Sicht für Rom gestaltete, die jedoch, wie bei der Ernennung der Kleopatra zur regina regum, politisch missverstanden werden konnte – auch wenn diese Maßnahmen wohl eher als propagandistische Aktion gegen den Partherkönig gerichtet waren. Außerdem die Beziehung zu Kleopatra an sich, von welcher er sich auch dann nicht trennen wollte als einige seiner engsten Vertrauten ihm dazu rieten. Sowie seine damit einhergehende Zuwendung zur ptolemäischen Kultur und somit Abwendung von den Werten und Traditionen Roms.[149]

2.2 Die Vorbereitungen zum Krieg

Wie bereits zuvor geäußert, ist die Kriegserklärung ausschließlich an Kleopatra, als taktisch genialer Schachzug der Seite Octavians zu werten. Die Frage, die sich damit eindeutig beantworten ließ, lautete somit: War M. Antonius der Römer, der er – auch in seiner Propaganda – behauptete zu sein und schloss er sich der römischen Seite und somit seinem Vaterland an; dem Vaterland, welches nun offiziell in einen Krieg gegen einen Feind von außen zu ziehen beabsichtigte? Oder hatte er all seine römischen Wurzeln vergessen bzw. verleugnete diese und war, wie die gegnerische Propaganda u.a. behauptete, von Kleopatra verhext oder unter Einfluss von Liebestränken bzw. Drogen[150] und ihr somit „auf Teufel komm raus“ verfallen? Vermutlich brauchte er nicht lange zu überlegen, denn nach Ansicht von Christ, war er in den letzten Jahren an der Seite Kleopatras zu einem hellenistisch-orientalischen Autokraten geworden. Ihr gemeinsames Ziel war es ohnehin ein neues Reich zu schaffen, welches eigentlich ein römisch-ptolemäisches Reich hätte sein sollen.[151] Nachdem er sich also für Kleopatra entschieden hat, wird er offiziell zum Staatsfeind (hostis) erklärt.[152] Dadurch ging der Treueid, den das Volk des Westens Octavian geschworen hatte,[153] welchen dieser in seiner res gestae als freiwillig darstellt[154] und der eigentlich ein Klienteleid war, nun in einen Militäreid über, der sie daher verpflichtete, zu den Waffen greifen und gegen M. Antonius zu kämpfen. Octavians rechtliche Stellung war jedoch, wie im folgenden Absatz verdeutlicht wird, nach dem Ablauf des II. Triumvirats äußerst umstritten. Der Eid, der eigentlich von der waffenfähigen Mannschaft auf den militärischen Führer geleistet wurde, stellte, wie auch Bringmann & Schäfer bemerken, somit eher eine Demonstration dar, dass er derjenige war der den kommenden Krieg gegen Kleopatra und somit auch M. Antonius führen werde und der Westen geschlossen hinter ihm stehe.[155] Das Besondere war ja, dass der ursprünglich militärische Eid, einem Privatmann ohne Amt geleistet wurde und der diesen nun mit allen Vollmachten für das Führen eines Krieges ausstattete. „Mit anderen Worten: Der Militäreid wurde als Mittel plebiszitär legitimierter Machtergreifung eingesetzt.“[156]

Eine wichtige Frage stellt daher die rechtliche Stellung die insbesondere Octavian, aber natürlich auch M. Antonius, ab dem Jahr 33 v. Chr. einnahmen dar, denn der Vertrag von Tarent legte außerdem fest, dass ihre triumviralen Vollmachten um weitere fünf Jahre verlängert worden waren. Dieser Zeitraum endete aber mit dem Jahreswechsel 32 auf 33 v. Chr. Das Enddatum des II. Triumvirats ist aber bis heute in der Forschung umstritten, da Octavian sich selbst in seinem Tatenbericht als triumvir per continuos annos decem[157] bezeichnete, was laut Kienast wiederum auf den 31. Dezember 33 v. Chr. als Enddatum schließen lässt.[158] Dagegen steht jedoch laut eigener Aussage eine Angabe bei Appian, nach der Octavian noch bis zum 31. Dezember 32 v. Chr. das Triumvirat bekleidete. Als anerkanntes Enddatum hat sich aber der 31. Dezember 33 v. Chr. und somit die Aussage Octavians etabliert. Bei Appian geht man von einem Irrtum aus. Nun stellt sich aber wiederum die Frage nach der rechtlichen Stellung und den damit verbundenen Vollmachten unter der beide agierten, denn auch hier gibt es in der Forschungsliteratur keine Einigkeit. Bei Kienast sind zwei verschiedene Ansichten dargestellt – zum Einen die Auffassung Mommsens, die der Autor auch selbst trägt, welche besagt, dass Octavian nach Ablauf des Triumvirats weiterhin im Besitz der triumviralen potestas war, und zum Anderen die Ansicht, dass er ab dem 1. Januar 32 v. Chr. lediglich über ein imperium verfügte.[159] Octavian wäre demnach also ein privatus cum imperio gewesen. Genau geklärt ist dieser Umstand, wie gesagt, nicht, was Kienast zu der abschließenden Bemerkung veranlasst, dass sich Octavian „[…] nach dem offiziellen Ende des zweiten Triumvirats in einer relativ schwachen Rechtsposition befand.“[160]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1 Legionsdinar des M. Antonius um 32/31 v. Chr.

Vorderseite: Galeere nach rechts, Szepter mit Bändern am Bug befestigt

Legende: (oben) ANT AVG, (unten) III.VIR.R.P.C.

Rückseite: Legionsadler zwischen zwei Feldzeichen Legende: (links und rechts des Schaftes des Legionsadlers) LEG – X.

Quelle: Bringmann & Schäfer: Augustus und die Begründung des römischen Kaisertums. 2002. Seite 181.

Da beiden nunmehr klar war, dass es schon bald zu einer militärischen Auseinandersetzung kommen würde, wurden die Rüstungen während des Sommers 32 v. Chr. für den anstehenden Krieg auf beiden Seiten vorangetrieben[161] und auf jede nur erdenkliche Weise Mittel für den bevorstehenden Endscheidungskampf mobilisiert. M. Antonius verschaffte sich finanzielle Mittel insbesondere durch die Herstellung großer Serien des „Legionsdinaren“(siehe Abb. 1), welcher zusätzlich wieder einem propagandistischen Zweck diente. So bezeichnete er sich auf dem Dinar als Augur und auch weiterhin als Triumvir (rei publicae constituenae), im Gegen-satz zu Octavian, der, wie Wilcken belegt, „[…] während des 2. Quinquenniums seinem Amtstitel die Iterationszahl hinzugefügt hat (III vir r.p.c. iterum).“[162] Octavian dagegen erhob eine Steuer, nach der die freien Bürger ein Viertel und die Freigelassenen ein Achtel ihres Vermögens für die Rüstungen abzugeben hatten. Gegen diese sehr unpopuläre Aktion kam es zu offenen Aufständen, die er mit Hilfe von Waffengewalt niederschlagen musste.[163]

[...]


[1] Suet. Caes. 83

[2] Fadinger, Volker: Die Begründung des Prinzipats. Quellenkritische und staatsrechtliche Untersuchungen zu Cassius Dio und der Parallelüberlieferung. Rudolf Habelt Verlag GmbH. Berlin 1969. Seite 333.

[3] Eck, Werner: Augustus und seine Zeit. Verlag C. H. Beck. München 2006. Seite 7.

[4] App. b. c. 3, 11, 36; Cass. Dio 44. 35, 23; Liv. epit. 116; Nik. Dam. Vit. Caes. 30; Suet. Caes. 83

[5] Über den Charakter der Adoption bzw. des Erbes laut Testament gab es lange und kontrovers geführte Diskussionen. Siehe dazu insbesondere die Arbeiten von Walter Schmitthenner: Octavian und das Testament des Caesars. Eine Untersuchung zu den politischen Anfängen des Augustus. München 1973. Seite 44 f. sowie Jochen Bleicken: Augustus. Eine Biographie. Alexander Fest Verlag. Berlin 1998. Seite 692 f. und Dietmar Kienast: Augustus. Princeps und Monarch. Wissenschaftliche Buchgesellschaft. Darmstadt 1999. Seite 6 f.

[6] Cass. Dio 46. 47, 5

[7] Nik. Dam. Vit. Caes. 46

[8] Cass. Dio 45. 6, 4; 7, 2; Nik. Dam. Vit. Caes. 108; Suet. Aug. 10, 1

[9] Nik. Dam. Vit. Caes. 109; Suet. Caes. 83

[10] App. b. c. 3, 11, 39; Cass. Dio 45. 3, 2; Nik. Dam. Vit. Caes. 55

[11] Kienast, Augustus. 1999. Seite 1.

[12] Bringmann, Klaus und Schäfer, Thomas: Augustus und die Begründung des römischen Kaisertums. Akademie Verlag. Berlin 2002. Seite 26.

[13] Ebd., Seite 22.

[14] App. b. c. 3, 17, 63; Plut. Ant. 15; 16

[15] Plut. Ant. 16

[16] RgdA 1

[17] So u.a. durch gegenseitige Attentatsvorwürfe siehe Nik. Dam. Vit. Caes. 114-126

[18] Cic. Phil. 5, 46; RgdA 1

[19] Cic. Phil. 5, 46; Vell. Pat. 2. 61, 3

[20] Kienast, Augustus. 1999. Seite 30.

[21] App. b. c. 3, 47, 191; Liv. epit. 117;

[22] App. b. c. 3, 61, 251; Liv. epit. 118; Plut. Ant. 17; Vell. Pat. 2. 61, 4

[23] Cass. Dio 46. 39, 1; Plut. Ant. 17; Vell. Pat. 2. 62, 4

[24] Liv. epit. 119

[25] Cass. Dio 46. 38, 7; Plut. Ant. 18; Suet. Aug. 12.; Vell. Pat. 2. 63

[26] Cass. Dio 46. 45, 1-46, 1; Vell. Pat. 2. 65, 2

[27] Cass. Dio 45. 5, 3; 5, 4

[28] App. b. c. 4, 2, 4-7; 3, 8-13; Cass. Dio 46. 55, 1; Plut. Ant. 19

[29] Bringmann & Schäfer, Augustus. 2002. Seite 30.

[30] Liv. epit. 120

[31] Kienast, Augustus. 1999. Seite 37.

[32] Cass. Dio 46. 40, 3

[33] App. b. c. 4, 2, 7; Cass. Dio 46. 55, 4

[34] App. b. c. 4. 2, 7; Cass. Dio 47. 2;

[35] Cass. Dio 46. 55, 3

[36] Cass. Dio 47. 2, 2

[37] Cass. Dio 46. 56, 1; Liv. epit. 118; Plut. Ant. 19; Suet. Aug. 27; Vell. Pat. 2. 64, 4

[38] App. b. c. 4, 2, 5

[39] Plut. Ant. 20; Brut. 27

[40] Liv. epit. 120

[41] Flor. epit. II 16, 3

[42] Cass. Dio 47. 13, 1

[43] Suet. Aug. 27; Vell. Pat. 2. 66

[44] App. b c. 4, 25, 106; 4, 26, 107; Cass. Dio. 47. 35, 1-5; Liv. epit. 124; Plut. Ant. 22

[45] Cass. Dio. 47. 45, 2

[46] App. b c. 4, 26, 113; Cass. Dio, 47. 46, 3; 46, 5; Plut. Brut. 43

[47] Cass. Dio. 47. 45, 2

[48] Cass. Dio. 47. 46, 3; 48, 4; Plut. Ant. 22

[49] Cass. Dio. 47. 49, 1

[50] Cass. Dio. 48. 1, 3; 22, 3; Suet. Aug. 13.

[51] Cass. Dio. 48. 2, 3; Suet. Aug. 13.

[52] Cass. Dio. 48. 3, 1; Suet. Aug. 13.

[53] Cass. Dio. 48. 5, 2; Suet. Aug. 14.

[54] Cass. Dio. 48. 14, 1-3; Suet. Aug. 14.; Aug. 15.

[55] Cass. Dio. 48. 28-30

[56] App. b c. 5. 64, 273; Cass. Dio. 48. 31, 3; Plut. Ant. 31; Liv. epit. 127

[57] Suet. Caes. 27.

[58] App. b c. 5. 53, 222; Cass. Dio. 48. 16, 3; Suet. Aug. 62

[59] Suet. Aug. 63

[60] Cass. Dio. 48. 34, 3; Suet. Aug. 62

[61] Cass. Dio. 48. 44, 1; Suet. Aug. 62

[62] Cass. Dio. 48. 44, 4; 44, 5

[63] Kienast, Augustus. 1999. Seite 51.

[64] Cass. Dio. 48. 54, 6; Plut. Ant. 35

[65] Cass. Dio. 49. 9; Suet. Aug. 16

[66] Cass. Dio. 49. 11, 3

[67] Cass. Dio. 49. 12; Suet. Aug. 16

[68] Suet. Aug. 16

[69] App. b c. 5. 126, 523; 5, 131, 543; Suet. Aug. 31

[70] Cass. Dio. 49. 12, 4

[71] Manuwald, Bernd: Cassius Dio und Augustus. Philologische Untersuchung zu den Büchern 45–56 des dionischen Geschichtswerkes. Franz Steiner Verlag GmbH. Wiesbaden 1979. Seite 75.

[72] Cass. Dio. 49. 9-11

[73] Kienast, Augustus. 1999. Seite 59.

[74] Cass. Dio. 49. 19 f.

[75] Liv. epit. 130

[76] Cass. Dio. 50. 3, 2; Plut. Ant. 43

[77] Cass. Dio. 49. 32, 4; Plut. Ant. 36

[78] Cass. Dio. 49. 25, 3; 26, 3

[79] Cass. Dio. 49. 25, 2

[80] Bengtson, Hermann: Römische Geschichte. Republik und Kaiserzeit bis 284 n. Chr. Verlag C. H. Beck. München 1973. Seite 211.

[81] Cass. Dio. 49. 27, 3-5; Plut. Ant. 39

[82] Cass. Dio. 49. 25, 4; Plut. Ant. 40

[83] Bengtson, Römische Geschichte 1973. Seite 211.

[84] Christ, Karl: Geschichte der römischen Kaiserzeit: Von Augustus bis zu Konstantin. Dritte durchgesehene und erweiterte Auflage. Verlag C. H. Beck. München 1995. Seite 65.

[85] Cass. Dio. 48. 54, 6; Plut. Ant. 35

[86] Cass. Dio. 49. 30; 49. 31; Plut. Ant. 35.

[87] Cass. Dio. 49. 31, 4; Plut. Ant. 51

[88] Cass. Dio. 49. 40; 49. 41; Plut. Ant. 50, 54; Vell. Pat. 2. 82

[89] Cass. Dio. 49. 41, 1-4; Plut. Ant. 54

[90] Cass. Dio. 49. 41, 3; Plut. Ant. 54; Suet. Aug. 16; Vgl. auch Fadinger, Die Begründung des Prinzipats. 1969. Seite 154

[91] Cass. Dio. 50. 5, 3; Plut. Ant. 54

[92] Cass. Dio. 50. 5, 3; Plut. Ant. 60; Vell. Pat. 2. 82, 4

[93] Kienast, Augustus. 1999. Seite 49.

[94] Cass. Dio. 49. 41, 1-3

[95] Kienast, Augustus. 1999. Seite 61.

[96] Cass. Dio. 49. 9; Suet. Aug. 16

[97] Cass. Dio. 49. 14, 6

[98] App. b. c. 5. 145, 601; 145, 602

[99] Cass. Dio. 49. 43, 8; RgdA 19; Vgl. Rehrmann, Franz Anton: Kaiser Augustus. Neuschöpfer Roms, Retter des römischen Reiches und der abendländischen Kultur, Ideal eines genialen und sozialen Friedensfürsten. Druck und Verlag Franz Borgmeyer. Hildesheim 1937. Seite 298.

[100] Kienast, Augustus. 1999. Seite 60.

[101] RgdA 29

[102] Suet. Aug. 31; 37

[103] Cass. Dio. 49. 9; Suet. Aug. 16

[104] App. b. c. 5. 128, 530; 5. 130, 540; 5. 132, 546

[105] Suet. Aug. 32

[106] Cass. Dio. 49. 15, 3; Suet. Aug. 34, 1

[107] Cass. Dio. 49. 41, 6; 50. 7, 1; RgdA 34; Vgl. auch Fadinger, Prinzipat. 1969. S. 55

[108] App. b. c. 5. 129, 535

[109] Cass. Dio. 49. 13, 3; 13, 4; 50. 1

[110] Cass. Dio., 50. 2, 1; Plut. Ant. 55

[111] Christ, Karl: Geschichte der römischen Kaiserzeit. 1995. Seite 75. Vgl. Cass. Dio. 50. 1, 3-5

[112] Cass. Dio. 50. 2, 1

[113] Vgl. Bengtson, Hermann: Marcus Antonius. Verlag C. H. Beck. München 1977. Seite 219/220 und Bengtson, Hermann: Kaiser Augustus. Sein Leben und seine Zeit. Verlag C. H. Beck. München 1981. Seite 48/49.

[114] Cass. Dio. 50. 2, 1

[115] Kienast, Augustus. 1999. Seite 62.

[116] Cass. Dio. 49. 44, 1

[117] Cass. Dio. 50. 1, 5; Plut. Ant. 54; Suet. Aug. 17

[118] Cass. Dio. 49. 41, 1; Plut. Ant. 54

[119] Cass. Dio. 49. 44, 1-3

[120] Cass. Dio. 49. 41, 5

[121] Plut. Ant. 56

[122] Vgl. Fadinger, Prinzipat. 1969. S. 214

[123] Cass. Dio. 49. 44; Plut. Ant. 56

[124] Cass. Dio. 50. 2, 2; Suet. Aug. 17

[125] Kienast, Augustus. 1999. Seite 64.

[126] Cass. Dio. 50. 2, 3

[127] Cass. Dio. 50. 2, 4

[128] Vgl. Fadinger, Prinzipat. 1969. S. 215 ff.

[129] Southern, Pat: Marcus Antonius. Ein Lebensbild. Sutton Verlag GmbH. Erfurt 2000. Seite 169.

[130] Cass. Dio. 50. 2, 6; Vgl. Fadinger, Prinzipat. 1969. S. 215 und RgdA 25

[131] Cass. Dio. 50. 3, 2

[132] Christ, Geschichte der römischen Kaiserzeit. 1995. Seite 76.

[133] Cass. Dio. 50. 3, 1-3; Plut. Ant. 58

[134] Cass. Dio. 50. 3, 3; Plut. Ant. 58; Suet. Aug. 17

[135] Cass. Dio. 50. 1, 5; 3, 5; Plut. Ant. 54

[136] Cass. Dio. 50. 1, 5; Plut. Ant. 54; Suet. Aug. 17

[137] Cass. Dio. 50. 3, 5; Plut. Ant. 58

[138] Bengtson, Römische Geschichte. 1973. Seite 213.

[139] Plut. Ant. 55

[140] Suet. Aug. 17

[141] Cass. Dio. 50. 3, 4; 20, 7; Suet. Aug. 17

[142] Cass. Dio. 50. 4, 1

[143] Plut. Ant. 56; 57

[144] Cass. Dio. 50. 3, 2; Liv. epit. 132; Plut. Ant. 57

[145] Cass. Dio. 50. 3, 4; 4, 1-3

[146] Cass. Dio. 50. 4, 3; Plut. Ant. 60

[147] Cass. Dio. 50. 4, 3; 26, 1-4; Vgl. Fadinger, Prinzipat. 1969. S. 219, 249, 283

[148] RgdA 25; Cass. Dio. 50. 6, 6; 7, 1; Suet. Aug. 17

[149] Suet. Aug. 17

[150] Plut. Ant. 37; 60

[151] Christ, Geschichte der römischen Kaiserzeit. 1995. Seite 75/76.

[152] App. b. c. 4. 38, 161; Suet. Aug. 17 Vgl. im Gegensatz dazu: Cass. Dio. 50. 4, 3 und Fadinger, Prinzipat. 1969. S. 245 f.

[153] Cass. Dio. 50. 6, 6

[154] RgdA 25

[155] Bringmann & Schäfer, Augustus und die Begründung des römischen Kaisertums. 2002. Seite 180.

[156] Ebd., Seite 42.

[157] RgdA 7

[158] Kienast, Augustus. 1999. Seite 63.

[159] Kienast, Augustus. 1999. Seite 64.

[160] Ebd., Seite 64.

[161] Cass. Dio. 50. 6, 2

[162] Wilcken, Ulrich: Der angebliche Staatsstreich Octavians im Jahre 32 v. Chr. Seite 38-71 In: Schmitthenner, Walter [Hrsg.]: Augustus. Wissenschaftliche Buchgesellschaft. Darmstadt 1969. Seite 46.

[163] Cass. Dio. 50. 10, 4; 10, 5; Plut. Ant. 58

Ende der Leseprobe aus 98 Seiten

Details

Titel
Die Schlacht von Actium - Vorbereitungen – Ablauf – Ergebnisse der entscheidenden Auseinandersetzung zwischen Octavian und Marcus Antonius
Hochschule
Freie Universität Berlin  (Friedrich-Meinecke-Institut)
Note
2,0
Autor
Jahr
2007
Seiten
98
Katalognummer
V141586
ISBN (eBook)
9783640508686
ISBN (Buch)
9783640508488
Dateigröße
1668 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Das Hauptaugenmerk dieser Arbeit liegt auf dem exakten Ablauf der Schlacht von Actium. Dazu wurden die Originalquellen intensiv ausgewertet, miteinander verglichen, gegenübergestellt und kritisch hinterfragt. Dies geschieht in Auseinandersetzung mit dem aktuellsten Stand der Geschichtswissenschaft. Die Arbeit enthält mehrere Karten und Abbildungen. Auszug aus der Beurteilung des diese Arbeit betreuenden Professors: "Beeindruckend sind die umfassenden Quellenuntersuchungen insbesondere, wenn es um Schiffs- oder Soldatenzahlen geht, die auf eine gründliche Quellenlektüre schließen lassen."
Schlagworte
Octavian, Marcus Antonius, Kleopatra, Actium, Aktium, Seeschlacht, Prinzipat, Principat, Augustus, Res gestae, Cassius Dio, Plutarch, Römisches Reich, Triumvirat, Römische Geschichte
Arbeit zitieren
Robert Sandmann (Autor), 2007, Die Schlacht von Actium - Vorbereitungen – Ablauf – Ergebnisse der entscheidenden Auseinandersetzung zwischen Octavian und Marcus Antonius, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141586

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