2. Probleme des Geschichtsunterricht im Schulalltag/ Begründung des unterrichtlichen Ansatzes
3. Begründung der Themenwahl
4. Sachanalyse
4.1 Konzentrationslager
4.2 Bergen-Belsen
4.3 Strafrechtliche Verfolgung
4.4 Aussage Josef Kramer`s im Prozess
4.5 Gnadengesuch
5. Didaktische Entscheidungen
5.1 Zum Außerschulischen Lernort
5.2 Zur Vertiefung im Unterricht
5.2.1 Film „Aus einem deutschen Leben“
5.3 Ziele der geplanten Teileinheiten
6. Unterrichtsmaterialien
6.1 Quellen in Bergen-Belsen
6.1.1 Arbeitsblatt
6.2 Quellen zur Nachbereitung im Unterricht
6.2.1 Arbeitsblatt
Gliederung
1. Einleitung
2. Probleme des Geschichtsunterricht im Schulalltag/ Begründung des unterrichtlichen Ansatzes
3. Begründung der Themenwahl
4. Sachanalyse
4.1 Konzentrationslager
4.2 Bergen-Belsen
4.3 Strafrechtliche Verfolgung
4.4 Aussage Josef Kramer`s im Prozess
4.5 Gnadengesuch
5. Didaktische Entscheidungen
5.1 Zum Außerschulischen Lernort
5.2 Zur Vertiefung im Unterricht
5.2.1 Film „Aus einem deutschen Leben“
5.3 Ziele der geplanten Teileinheiten
6. Unterrichtsmaterialien
6.1 Quellen in Bergen-Belsen
6.1.1 Arbeitsblatt
6.2 Quellen zur Nachbereitung im Unterricht
6.2.1 Arbeitsblatt
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, didaktische Überlegungen für einen Geschichtsunterricht zu entwickeln, der den Lernort Gedenkstätte Bergen-Belsen nutzt, um das komplexe Thema der Täterperspektive im Nationalsozialismus problemorientiert und schülerzentriert aufzubereiten.
- Überwindung der Grenzen des klassischen Frontalunterrichts durch außerschulisches Lernen.
- Analyse der Täterperspektive und der Mechanismen von Befehl und Gehorsam am Beispiel von Josef Kramer und Karl Rothe.
- Nutzung authentischer Quellen und Medien zur Förderung historischer Reflexion und Empathie.
- Entwicklung von methodischen Kompetenzen durch eigenständige Gruppenarbeit und Präsentationstechniken.
Auszug aus dem Buch
4.2 Bergen-Belsen:
Im Vorfeld sollte der Lehrer/ die Lehrerin die Ausstellung in Bergen-Belsen einmal alleine besucht haben. Es geht darum, sich mit den Gegebenheiten und Materialien vor Ort vertraut zu machen, um in seine Unterrichtsplanung zu integrieren.
Die Ausstellung in der Gedenkstätte Bergen-Belsen bietet gute Möglichkeiten sich an einem historische Ort mit dem Thema Verbrechen des Nationalsozialismus auseinanderzusetzten. Die erst kürzlich im Oktober 2007 neu eröffnete Ausstellung weist gute Recherchemöglichkeiten auf, so kann beispielsweise die Bibliothek für Gruppenarbeiten genutzt werden. Der Aufbau der Ausstellung eignet sich besonders gut, um bestimmte Themengebiete von den Schülern und Schülerinnen in kleinen Teams erarbeiten zu lassen.
Die Ausstellung in Bergen-Belsen untergliedert sich wie folgt:
a. Das Kriegsgefangenlager der Wehrmacht 1939 – 1945
b. Konzentrationslager Bergen-Belsen 1943-1945
c. Displaced Persons Camp Bergen-Belsen 1945 – 1950
d. Strafverfolgung der Täter
e. Bodenfunde
f. Vertiefungsebene
Für die Auseinandersetzung mit dem hiergewählten Themenschwerpunkt „Täter“ sind die Teilausstellungen Konzentrationslager Bergen-Belsen 1943 – 1945 und Strafverfolgung der Täter von Relevanz.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung der didaktischen Zielsetzung, einen außerschulischen Lernort zur vertieften Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der Täterperspektive zu nutzen.
2. Probleme des Geschichtsunterricht im Schulalltag/ Begründung des unterrichtlichen Ansatzes: Diskussion der Grenzen des 45-Minuten-Taktes und Forderung nach problemorientiertem Unterricht an außerschulischen Lernorten.
3. Begründung der Themenwahl: Erläuterung der Bedeutung der Täterperspektive für heutige Generationen und der Notwendigkeit, das "Unfassbare" begreifbar zu machen.
4. Sachanalyse: Historische Fundierung zu Konzentrationslagern, dem spezifischen Fall Bergen-Belsen, der strafrechtlichen Verfolgung sowie Analysen zu Josef Kramer.
5. Didaktische Entscheidungen: Konzeption der Exkursion und Nachbereitung, inklusive methodischer Ansätze wie Präsentationen und der Arbeit mit Filmen wie "Aus einem deutschen Leben".
6. Unterrichtsmaterialien: Sammlung von Primärquellen und Arbeitsblättern zur unmittelbaren Verwendung im Unterricht.
Schlüsselwörter
Bergen-Belsen, Nationalsozialismus, Geschichtsunterricht, Täterperspektive, Außerschulische Lernorte, Konzentrationslager, Holocaust, Josef Kramer, Befehl und Gehorsam, Zeitzeugen, Didaktik, Erinnerungskultur, Strafverfolgung, Belsen-Prozess, Projektarbeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit entwickelt ein didaktisches Konzept für den Geschichtsunterricht, das die Gedenkstätte Bergen-Belsen als außerschulischen Lernort nutzt, um Schülern die NS-Täterperspektive näherzubringen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themenfelder sind die Analyse von Täterbiografien (insb. Josef Kramer), die historische Sachanalyse des Lagers Bergen-Belsen und die didaktische Aufbereitung von Zeitzeugenaussagen und Gerichtsprotokollen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, Lernarrangements zu schaffen, die über frontale Wissensvermittlung hinausgehen und durch den Besuch eines authentischen Ortes ein tieferes, reflektiertes Verständnis der historischen Täter- und Opferstrukturen ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit kombiniert eine historische Sachanalyse mit fachdidaktischen Reflexionen, die auf lerntheoretischen Erkenntnissen (z.B. Hirnforschung) und pädagogischen Methoden der Gruppenarbeit basieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Sachanalyse der Strukturen von Bergen-Belsen und eine detaillierte Ausarbeitung von Unterrichtsbausteinen, die sich mit der Argumentationsstruktur von Tätern und der Nachbereitung der Exkursion befassen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Täterperspektive, Bergen-Belsen, außerschulisches Lernen, Befehlsnotstand und historische Empathie charakterisiert.
Welche Rolle spielt die Person Josef Kramer in diesem Konzept?
Kramer dient als zentrales Fallbeispiel, anhand dessen die Schüler die Strategien der Täter – wie die Berufung auf den Befehlsnotstand oder die eigene "Unschuld" – kritisch analysieren und reflektieren können.
Wie soll mit der Problematik von "Täterquellen" umgegangen werden?
Die Quellen sollen im Unterricht durch Gegenperspektiven – etwa Zeitzeugenberichte der Opfer – ergänzt werden, um eine kritische Dekonstruktion der Täter-Selbstdarstellung zu ermöglichen.
- Arbeit zitieren
- Thomas Kreuder (Autor:in), 2009, Die Gedenkstätte Bergen-Belsen als außerschulischer Lernort, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141626