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Die Theorie der zentralen Orte nach Christaller

Title: Die Theorie der zentralen Orte nach Christaller

Seminar Paper , 2008 , 18 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Vincent Große (Author)

Geography / Earth Science - Economic Geography
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Bei der Suche nach Antworten und Gesetzmäßigkeiten, warum Städte groß oder klein sind, wo, warum und wie viele entstanden und nach welchem Ordnungsprinzip sie sich bildeten, verfasste Walter CHRISTALLER im Jahre 1933 seine bedeutende wirtschaftsgeographische Studie "Die zentralen Orte in Süddeutschland“. Diese legt eine deduktive Theorie dar, die anschließend am Beispiel Süddeutschland zur Anwendung kommt. „…die Theorie hat eine Gültigkeit, ganz unabhängig davon, wie die konkrete Wirklichkeit aussieht,…“ (CHRISTALLER 1933).
Die Zentrale Orte Theorie will Standorte absatzorientierter Unternehmen, insbesondere des tertiären Wirtschaftssektors, erklären.
Das Originalwerk von 1933 liegt dieser Arbeit zu Grunde; die Ausführungen sollen sich insbesondere darauf stützen. Sekundärliteratur wurde nachrangig und in geringem Umfang benutzt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung.

2. Kurzbiographie Walter CHRISTALLERs.

3. Die Theorie der Zentralen Orte, eine Darstellung.

3.1. Die Hierarchie der Zentralen Orte.

3.2. Die drei räumlichen Anordnungen Zentraler Orte.

3.3. CHRISTALLERs Anwendung auf Süddeutschland.

4. Kritik am CHRISTALLER’schen Modell.

5. Schlussanmerkung.

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit befasst sich mit der grundlegenden wirtschaftsgeographischen Theorie der zentralen Orte nach Walter Christaller aus dem Jahr 1933. Ziel ist es, die deduktive Herleitung des Modells, seine Prinzipien der räumlichen Anordnung sowie die empirische Anwendung auf das Beispiel Süddeutschlands nachzuvollziehen und kritisch zu hinterfragen.

  • Historischer Kontext und Kurzbiografie von Walter Christaller.
  • Grundlagen der Hierarchie zentraler Orte und ihre Reichweiten.
  • Die drei theoretischen Anordnungsprinzipien: Markt-, Verkehrs- und Verwaltungsprinzip.
  • Empirische Validierung durch das L-System München.
  • Kritische Analyse der Modellprämissen und ihrer Bedeutung für die moderne Wirtschaftsgeographie.

Auszug aus dem Buch

Die drei räumlichen Anordnungen Zentraler Orte.

Laut CHRISTALLER gibt es „neben einer großen Anzahl kleiner und kleinster […] nur eine geringe Anzahl größerer Städte“ (S.63). Daraus schließt er, dass zentrale Orte so verteilt liegen, dass um sie herum jeweils ein Ring von sechs kleinsten untergeordneten Städten liegt, die wiederum umgeben sind von einer proportional steigenden Anzahl kleinerer Orte. Jeweils in der Mitte dreier zentraler Orte eines bestimmten Ranges, zum Beispiel der P-Orte (in Abbildung 5 fett dargestellt), entsteht ein neuer hilfszentraler Ort G. Dieser versorgt das peripher gelegene Gebiet dreier ranghöherer zentraler Orte und liegt auf den Ecken des hexagonalen Marktgebietes. Folglich ist die Zentralität des Orts G niedriger, hier werden nicht alle zentralen Güter angeboten, die in den P-Orten angeboten werden (siehe auch Abbildung 4). An dieser Stelle kann dieser Ort nur entstehen, weil hier unter gegebenen Annahmen (siehe 3.1.) Bedarf am Konsum besteht, jedoch die Transportkosten die Bereitschaft senken, den Bedarf regelmäßig zu decken. Nur die Konsumenten, die in unmittelbarer Nachbarschaft zum Angebotsort wohnen, brauchen keine Transportkosten (und Zeitkosten) aufwenden, können beispielsweise für 4 Euro zwei Brote kaufen, die peripher (oder mit Christallers Worten: dispers) wohnende Bevölkerung aufgrund von besagten Kostenaufwendungen nur für 3 Euro eineinhalb Brote. Die Differenz muss für Transportkosten bereitgestellt werden. An den hilfszentralen Orten verringert sich nun der Preis für diese Transportkosten, hier kann dementsprechend mehr Brot, möglicherweise wieder zwei Brote konsumiert werden. Der Ort G kann allerdings nur existieren, wenn er ein Gebiet versorgt, das mindestens seiner unteren Reichweite entspricht und außerhalb der unteren Reichweite des jeweiligen Produktes des P-Ortes liegt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung.: Einführung in die Fragestellung und den historischen Kontext von Christallers wirtschaftsgeographischer Studie von 1933 sowie deren Bedeutung für die Raumordnung.

2. Kurzbiographie Walter CHRISTALLERs.: Ein kurzer Abriss des Lebenslaufes von Walter Christaller, inklusive seiner akademischen Laufbahn und politischer Stationen.

3. Die Theorie der Zentralen Orte, eine Darstellung.: Erläuterung der zentralen Begriffe wie Zentralität, Bedeutung eines Ortes, Reichweite sowie der drei Anordnungsprinzipien (Markt-, Verkehrs- und Verwaltungsprinzip) anhand des L-Systems München.

4. Kritik am CHRISTALLER’schen Modell.: Zusammenfassung der wissenschaftlichen Kritik an den teils realitätsfremden Prämissen des Modells und dessen Anwendbarkeit in der modernen Praxis.

5. Schlussanmerkung.: Fazit zur Bedeutung des Modells als Basis der modernen Wirtschaftsgeographie trotz berechtigter methodischer Kritik.

Schlüsselwörter

Zentrale Orte, Walter Christaller, Wirtschaftsgeographie, Marktprinzip, Verkehrsprinzip, Verwaltungsprinzip, Zentralität, Reichweite, Süddeutschland, L-System, Siedlungsstruktur, Raumordnung, Standorttheorie, Bedeutungsüberschuss, Standortwahl.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt Walter Christallers theoretisches Modell der zentralen Orte von 1933 und dessen praktische Anwendung auf die Siedlungsstruktur in Süddeutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Schwerpunkte liegen auf der hierarchischen Organisation von Städten, der Bestimmung der Zentralität und der räumlichen Anordnung von Versorgungsgebieten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die strukturierte Darstellung der Theorie, die Analyse ihrer mathematischen und räumlichen Prinzipien sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der Realitätsnähe des Modells.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit nutzt primär eine deduktive Herleitung und stützt sich maßgeblich auf Christallers Originalwerk von 1933 zur Überprüfung der theoretischen Annahmen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Darstellung der Hierarchie- und Anordnungsprinzipien sowie die praktische Überprüfung durch das Fallbeispiel des L-Systems München.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Orte, Siedlungsstruktur, Zentralität, Marktprinzip, Verkehrs- und Verwaltungsprinzip sowie Standorttheorie sind die prägenden Begriffe.

Warum spielt die "Telefonmethode" eine Rolle?

Christaller nutzte die Anzahl der Telefonanschlüsse als einen "verblüffend einfachen" Indikator, um die Bedeutung zentraler Orte zahlenmäßig messbar zu machen.

Was besagt das Marktprinzip (k=3)?

Es beschreibt eine Anordnung, bei der ein zentraler Ort ein maximales Marktgebiet versorgt, wobei die Zuordnung der kleineren Orte nach einem Faktor von k=3 erfolgt.

Wie erklärt Christaller Abweichungen vom idealen Muster?

Abweichungen werden durch physische Gegebenheiten wie Hochgebirge, historische Entwicklungen oder verkehrstechnische Einflüsse erklärt.

Warum ist das Modell heute teilweise kritisch zu sehen?

Durch erhöhte Mobilität, moderne Kommunikationsmittel und veränderte Konsummuster sind viele der statischen Annahmen des Modells von 1933 in der heutigen Realität nur eingeschränkt anwendbar.

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Details

Title
Die Theorie der zentralen Orte nach Christaller
College
Martin Luther University  (Institut für Geowissenschaften)
Course
Unterseminar Wirtschaftsgeographie
Grade
2,3
Author
Vincent Große (Author)
Publication Year
2008
Pages
18
Catalog Number
V141629
ISBN (eBook)
9783640505289
ISBN (Book)
9783640505081
Language
German
Tags
Theorie Orte Christaller
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Vincent Große (Author), 2008, Die Theorie der zentralen Orte nach Christaller, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141629
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