Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Philosophy - General Essays, Eras

Ist Berkeleys Kontinuitätsargument nach Jonathan Bennetts Kritik noch schlüssig? Eine kritische Beurteilung

Title: Ist Berkeleys Kontinuitätsargument nach Jonathan Bennetts Kritik noch schlüssig? Eine kritische Beurteilung

Term Paper , 2021 , 12 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Lea-Christin Klaas (Author)

Philosophy - General Essays, Eras
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Im Rahmen dieser Arbeit wird das Kontinuitätsargument Berkeleys und Bennetts Kritik diskutiert. Dabei soll besonders die Schlüssigkeit Berkeleys Arguments überprüft werden. Um dies tun zu können, wird zunächst Berkeleys Philosophie in den Grundzügen darlegt. Dies soll der Kontextualisierung dienen. Anschließend wird das Kontinuitätsargument selbst erläutert, um dann auf Bennetts Kritik an solchem einzugehen. Meine These ist dass Berkeleys Argument an Schlüssigkeit verliert, da die Prämisse, das Objekte manchmal existieren, auch wenn sie von keinem menschlichen Geist wahrgenommen werden, zwar dem common sense (gesunder Menschenverstand) entspricht, aber nicht Berkeleys philosophischen Prinzipien. Am Ende soll mit einem Fazit abgeschlossen werden, indem eine geteilte Haltung präsentiert wird. Insofern, als das sich die eben genannte These bestätigen lässt, aber auch Kritik an einigen von Bennetts Argumenten bezüglich des Kontinuitätsarguments geäußert werden muss.

Wenn Sie diesen Text lesen, glauben Sie dann, dass er kurz verschwindet, jedes mal, wenn Sie blinzeln? Sehr wahrscheinlich ist die erste Intuition, dass das nicht der Fall sein kann. Glaubt man dem Philosophen George Berkeley, dann könnte das aber im Bereich des Möglichen liegen. Natürlich war Berkeley aber kein Vertreter der Zauberei. Statt dessen befasste der Ire sich im 18. Jahrhundert mit erkenntnistheoretischen Fragen. Grade da es zu Fragen erkenntnistheoretischer Natur viele kontroverse Meinungen gibt, bleibt die Erkenntnistheorie stets aktuell. Besonders Berkeleys Argumentation sorgt hier für Aufsehen. Der Grundsatz seiner Philosophie "esse est percepti" (zu deutsch: Sein ist Wahrgenommen werden), eckt zunächst stark an. Nicht zuletzt, da er dem gesunden Menschenverstand erst einmal grundlegend widerspricht. Wie später noch erläutert werden soll, führt Berkeley aber gute Gründe dafür an, seinem Grundsatz glauben zu schenken. Allerdings ist seine Argumentation nicht lückenlos. Berkeley liefert auch Angriffsfläche für Kritik. Der Philosoph Jonathan Bennett kritisierte gleich eine Reihe von Argumenten und Aussagen Berkeleys. Besonders das Kontinuitätsargument scheint nach Bennett Fehler aufzuweisen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundzüge George Berkeleys Philosophie

3. Das Kontinuitätsargument nach George Berkeley

4. Jonathan Bennetts Kritik am Kontinuitätsargument

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Schlüssigkeit des Kontinuitätsarguments von George Berkeley im Licht der kritischen Analyse durch den Philosophen Jonathan Bennett. Im Zentrum steht die Frage, ob Berkeley sein Prinzip "esse est percepti" konsistent mit dem common sense vereinen kann, ohne dabei seine eigenen philosophischen Prämissen zu verletzen.

  • Analyse des Grundprinzips "esse est percepti"
  • Herleitung des Kontinuitätsarguments bei George Berkeley
  • Kritische Auseinandersetzung mit Jonathan Bennetts Einwänden
  • Untersuchung der Rolle Gottes als notwendige Bedingung für Existenz

Auszug aus dem Buch

Das Kontinuitätsargument nach George Berkeley

Nun, da Berkeleys Argument in den Grundzügen erläutert wurde, kann näher auf das Kontinuitätsargument eingegangen werden. Das Argument Berkeleys wird von Jonathan Bennett in seinem Text “Berkeley and God” in 3 Prämissen und eine Konklusion aufgeteilt, die im Folgenden erläutert werden. Besonderes Augenmerk wird hier auf die dritte Prämisse gelegt.

Die erste Prämisse (a) ist, dass: „No idea, and therefore no collection of ideas, can exist when not perceived by some spirit”. Der zentrale Aspekt der Wahrnehmbarkeit in Berkeleys Argumentation wurde bereits erläutert. Dadurch erklärt sich auch die erste Prämisse. Die zweite Prämisse (b) baut auf (a) auf: „Objects are collections of ideas, and therefore cannot exist when not perceived by some spirit;“. Auch diese Prämisse sollte klar sein, denn es wurde bereits festgestellt, wie materielle Dinge nach Berkeley nur durch Ideen wahrnehmbar seien und keine Idee außerhalb des Geistes existieren könne.

Nun zur dritten Prämisse (c): „Objects do sometimes exist when not perceived by any human spirit;“. Diese Prämisse hebt sich nun deutlich von den anderen beiden ab, insofern, dass Berkeley materiellen Dingen nun doch eine mögliche Existenz einräumt ohne wahrgenommen zu werden. Widerspricht das nicht den ersten beiden Prämissen und viel mehr Berkeleys Prinzipien wie zu anfangs beschrieben? Bevor diese Frage allerdings beantwortet werden kann, sollte das Argument bis zum Ende betrachtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die erkenntnistheoretischen Fragen George Berkeleys ein und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Schlüssigkeit seines Kontinuitätsarguments unter Berücksichtigung der Kritik von Jonathan Bennett.

2. Grundzüge George Berkeleys Philosophie: Dieses Kapitel erläutert das Kernprinzip "esse est percepti" sowie die Unterscheidung zwischen primären und sekundären Qualitäten als Grundlage für Berkeleys Idealismus.

3. Das Kontinuitätsargument nach George Berkeley: Hier wird das Kontinuitätsargument in drei Prämissen und eine Konklusion zerlegt, um Berkeleys Versuch zu beleuchten, seinen Grundsatz mit dem gesunden Menschenverstand zu versöhnen.

4. Jonathan Bennetts Kritik am Kontinuitätsargument: In diesem Teil werden Bennetts Einwände diskutiert, insbesondere seine Skepsis gegenüber der methodischen Verwendung Gottes als Garant für die Existenz von Dingen.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Berkeleys Argument logisch unschlüssig ist, da er die Existenz Gottes voraussetzt, um die kontinuierliche Existenz materieller Dinge zu begründen, ohne dies innerhalb seiner Prinzipien konsistent herzuleiten.

Schlüsselwörter

George Berkeley, Kontinuitätsargument, Jonathan Bennett, esse est percepti, Erkenntnistheorie, Perzeption, Gott, Existenz, Idealismus, common sense, Primäre Qualitäten, Sekundäre Qualitäten, Logik, Philosophie, Wahrnehmung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch das sogenannte Kontinuitätsargument George Berkeleys und prüft, ob dieses den methodischen Einwänden des Philosophen Jonathan Bennett standhält.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Erkenntnistheoretische Idealismus, die Rolle des Gottesbegriffs in der Philosophie sowie die logische Konsistenz von Argumentationen zur Existenz materieller Objekte.

Was ist das Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu überprüfen, ob Berkeleys Argumentation für die kontinuierliche Existenz von Objekten schlüssig bleibt, wenn man Bennetts Kritik an der dritten Prämisse berücksichtigt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine philosophisch-analytische Methode angewandt, die auf der logischen Untersuchung von Prämissen und Konklusionen sowie der Interpretation philosophischer Texte basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung von Berkeleys Philosophie, die formale Analyse des Kontinuitätsarguments und die anschließende kritische Dekonstruktion durch Bennett.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Idealismus, Wahrnehmung, Gottesbeweis, Schlüssigkeit, Existenz und das Berkeley’sche Prinzip "esse est percepti" geprägt.

Warum spielt die dritte Prämisse eine so wichtige Rolle?

Die dritte Prämisse bildet den Anknüpfungspunkt zur Außenwelt, da sie behauptet, dass Objekte auch existieren können, wenn sie nicht von Menschen wahrgenommen werden – ein Punkt, der Berkeleys Idealismus unter Druck setzt.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich Bennetts Kritik?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Bennetts Kritik zur Entkräftung des Arguments berechtigt ist, auch wenn man nicht jedem seiner einzelnen Interpretationspunkte vollumfänglich zustimmen muss.

Excerpt out of 12 pages  - scroll top

Details

Title
Ist Berkeleys Kontinuitätsargument nach Jonathan Bennetts Kritik noch schlüssig? Eine kritische Beurteilung
College
University of Dortmund  (Institut für Philosophie und Politikwissenschaften)
Course
Klassiker Neuzeit
Grade
2,0
Author
Lea-Christin Klaas (Author)
Publication Year
2021
Pages
12
Catalog Number
V1416308
ISBN (PDF)
9783346966650
ISBN (Book)
9783346966667
Language
German
Tags
Berkley Kontinuitätsargument Jonathan Bennett
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lea-Christin Klaas (Author), 2021, Ist Berkeleys Kontinuitätsargument nach Jonathan Bennetts Kritik noch schlüssig? Eine kritische Beurteilung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1416308
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  12  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint