Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › BWL - Sonstiges

Die Neue Ökonomische Politik. Ihr Enden und Scheitern

Titel: Die Neue Ökonomische Politik. Ihr Enden und Scheitern

Hausarbeit , 2022 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Daniel Mezentsev (Autor:in)

BWL - Sonstiges
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Hausarbeit legt den Fokus auf das Ende der Neuen Ökonomischen Politik und ihr letztendlich als Scheitern anzusehendes Ergebnis.

Mit dem Ende des Bürgerkrieges 1920 sah sich die Führung des damaligen Sowjetrusslands einer Reihe von Problemen gegenüber. Die Nachkriegszeit war gezeichnet von Verwüstung durch den Welt- und Bürgerkrieg, einer daraus resultierende allgemeine schlechte Versorgungslage der Bevölkerung sowie Bauernaufständen in verschiedenen Teilen des Landes. Das Sowjetregime musste sich, aufgrund der weitreichenden Unzufriedenheit in der Bevölkerung, einer – in der neuen Friedenszeit bisher unbekannten – erneut aufflammenden Protestbewegung stellen, die insbesondere durch Streiks und Protestwellen (vor allem der Arbeiter) zunehmend sichtbarer wurde und im Kronstädter Aufstand 1921 ihren Höhepunkt fand.

Somit musste die Führung unter Lenin einen anderen Weg, als den des bisherigen Kriegskommunismus der vergangenen Jahre einschlagen. Dieser war geprägt durch Verstaatlichung von Industrie, Verbot privaten Handelns und der Zwangsabführung landwirtschaftlicher Erzeugnisse. Lenin schien erkannt zu haben, dass eine der sozialistischen Idealen entgegengesetzte Ausrichtung der wirtschaftspolitischen Lage vonnöten ist.

So wurde im März 1921 die Neue Ökonomische Politik (NEP) vorgestellt. Durch Wiederzulassung marktwirtschaftlicher Elemente sollte der wirtschaftliche Rückstand seit den Kriegsjahren überwunden und der Eintritt in ein neues Zeitalter einer florierenden sozialistischen Ära eingeleitet werden. Doch weshalb entschied man sich zu einer Umkehr der bisherigen kommunistischen Wirtschaftspolitik und aus welchen Gründen kann die NEP zum Ende ihrer Zeit als gescheitert angesehen werden?

Der weitere Verlauf dieser Arbeit beschäftigt sich mit genau diesen Fragen, wobei der Fokus auf das Ende der Neuen Ökonomischen Politik und ihr letztendlich als Scheitern anzusehendes Ergebnis gerichtet wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Geschichte der NEP und zeitgeschichtliche Einordnung

2.1. Politische und wirtschaftliche Entwicklungen vor Einführung der NEP – Weltkrieg, Revolution und Bürgerkrieg

2.2. Die Neue Ökonomische Politik – Erholung zwischen Kriegskommunismus und Stalinismus

2.2.1. Beginn, Ablauf und Maßnahmen der NEP

2.2.2. Abkehr von der NEP

3. Warum scheiterte die NEP?

3.1. Politische und soziale Debatte über das Scheitern der NEP

3.2. Ökonomische Debatte über das Scheitern der NEP

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für das Scheitern der Neuen Ökonomischen Politik (NEP) in der Sowjetunion Ende der 1920er Jahre und analysiert dabei, ob die NEP tatsächlich als gescheitert anzusehen ist oder ob sie als erfolgreiches, jedoch politisch und ideologisch unterdrücktes Modell hätte fortbestehen können.

  • Historische Einordnung der Sowjetunion vor und nach dem Bürgerkrieg
  • Analyse der NEP-Maßnahmen und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft
  • Diskussion der politischen und sozialen Faktoren für die Abkehr von der NEP
  • Bewertung der ökonomischen Debatte im Kontext der Industrialisierung
  • Untersuchung der Rolle Stalins und der ideologischen Ausrichtung der Partei

Auszug aus dem Buch

2.2.1. Beginn, Ablauf und Maßnahmen der NEP

Was in der Zeit nach Ende des Bürgerkrieges 1920 folgte, war zum einen ein wachsender Widerstand gegen die bolschewistische Diktatur und ihre Politik der Kontrolle und des Zwanges. Unruhen und Aufstände – nicht nur in der ländlichen Bevölkerung, die vom Kriegskommunismus, insbesondere von den Zwangsrequisitionen stark betroffen war – waren im ganzen Land zu verzeichnen. Der Aufstand der Kronstädter Matrosen Anfang 1921, welche im sozialistischen Umsturz 1917 noch fest an der Seite der Bolschewiki gestanden hatten, machte die Unzufriedenheit mit der bolschewistischen Diktatur in der breiten Masse der Bevölkerung deutlich. Zum anderen brachte die Hungersnot vom Winter 1921/22, die zusammen mit dem Krieg, Bürgerkrieg sowie zahlreichen Krankheiten etwa 15 Mio. Menschen das Leben kostete, das bolschewistische oder sowjetische Regime unter Lenin zu einem Umdenken.

Im März 1921 wurden auf dem X. Kommunistischen Parteikongress weitreichende Reformen eingeführt, die u.a. die verhasste Zwangsabfuhr von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die im Kriegskommunismus im Rahmen der Machterhaltung und Wiedererlangung der verlorenen Gebiete vollzogen wurde, abgeschafft und durch eine Naturalsteuer abgelöst. Diese und weitere Maßnahmen wurden als „Neue Ökonomische Politik“ bekannt, die die Periode der 20er Jahre in der Sowjetunion nachhaltig prägte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Ausgangssituation Sowjetrusslands nach dem Bürgerkrieg und stellt die Forschungsfrage nach den Gründen des Scheiterns der NEP.

2. Geschichte der NEP und zeitgeschichtliche Einordnung: Betet die historischen Hintergründe dar, von den Anfängen der Revolution über den Kriegskommunismus bis hin zur Einführung und Ausgestaltung der NEP-Maßnahmen.

3. Warum scheiterte die NEP?: Analysiert kritisch die politischen und ökonomischen Gründe, die zum Ende dieser Mischwirtschaftsform führten, und diskutiert konträre Forschungspositionen zur Industrialisierung.

4. Schlussbetrachtung: Führt die Argumente zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die NEP als Erholungspause zwar erfolgreich war, jedoch durch ideologische Unvereinbarkeit mit dem totalitären System ein abruptes Ende fand.

Schlüsselwörter

Neue Ökonomische Politik, NEP, Sowjetunion, Kriegskommunismus, Industrialisierung, Scherenkrise, Lenin, Stalin, Bolschewiki, Wirtschaftspolitik, Agrarpolitik, Sozialismus, Planwirtschaft, Marktwirtschaft, Bauern.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wirtschaftspolitischen Phase der Neuen Ökonomischen Politik (NEP) in der Sowjetunion und untersucht deren Untergang und Scheitern Ende der 1920er Jahre.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die historische Einordnung, die Analyse der NEP-Reformen, die Rolle des Agrarsektors (Bauern), die Industrialisierungsdebatte sowie die innerparteilichen Machtkämpfe unter Stalin.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Es soll geklärt werden, warum die NEP abgebrochen wurde und ob ihr Scheitern unvermeidlich war oder ob sie eine tragfähige Alternative zum stalinistischen Kurs hätte darstellen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse westlicher und historischer Quellen, um die wirtschaftspolitischen Zusammenhänge sowie verschiedene wissenschaftliche Interpretationsansätze kritisch gegenüberzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Geschichte der NEP, die Diskussion über ihre politische/soziale Debatte und eine vertiefende ökonomische Analyse zur Vereinbarkeit der NEP mit der Industrialisierung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Neben NEP und Sowjetunion sind Industrialisierung, Scherenkrise, die Rolle von Lenin und Stalin sowie die Spannungskräfte zwischen Marktwirtschaft und sozialistischer Ideologie zentral.

Warum spielt der Agrarsektor eine so wichtige Rolle für das Verständnis der NEP?

Der Großteil der Bevölkerung lebte vom Land. Die Politik der NEP war eng mit dem Wohlwollen der Bauern verknüpft; ihr "Rückzug vom Markt" und der Umgang der Regierung mit ihnen im Rahmen der smychka gelten als entscheidende Indikatoren für das Ende der NEP.

Inwiefern hat die internationale Forschung unterschiedliche Ansichten zum Scheitern der NEP?

Einige Forscher sehen die NEP als logische "Sackgasse", während andere, wie R.W. Davies oder westliche Historiker, argumentieren, dass mit einer klügeren Preispolitik eine moderate, nachhaltige Industrialisierung im Rahmen der NEP durchaus möglich gewesen wäre.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Neue Ökonomische Politik. Ihr Enden und Scheitern
Hochschule
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Note
1,0
Autor
Daniel Mezentsev (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
25
Katalognummer
V1416334
ISBN (PDF)
9783346966537
ISBN (Buch)
9783346966544
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Neue Ökonomische Politik NEP Sowjetunion UdSSR Lenin Stalin Kriegskommunismus Oktoberrevolution Erster Weltkrieg Bürgerkrieg Stalinismus 1920er Jahre
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Mezentsev (Autor:in), 2022, Die Neue Ökonomische Politik. Ihr Enden und Scheitern, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1416334
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  25  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum