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Interkulturelle Kommunikation - Die Kommunikation zwischen den Kulturen und deren Bedeutung im internationalen Kontext

Title: Interkulturelle Kommunikation - Die Kommunikation zwischen den Kulturen und deren Bedeutung im internationalen Kontext

Term Paper , 2009 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Eva Koch (Author)

Pedagogy - Intercultural Pedagogy
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Warum sollte man sich in einer globalisierten Welt mit interkultureller Kommunikation beschäftigen? Die Unterschiede zwischen den Kulturen scheinen doch in Zeiten der Globalisierung zunehmend zu verschwinden: In Frankreich kauft man japanische Spezialitäten ein, in Großbritannien geht man mexikanisch essen und in Deutschland laufen amerikanische Filme im Fernsehen. Die alltäglichen interkulturellen Begegnungen vermehren sich, wobei die Bandbreite von dem Treffen in Bildungseinrichtungen, auf dem Weg zum Arbeitsplatz, in den Innenstädten, bis hin zu öffentlichen Veranstaltungen oder Arztpraxen reicht.
Auf den ersten Blick erscheint diese Aussage nicht falsch. Das Ansteigen der vielfältigen kulturellen Einflüsse in verschiedenen Ländern ist ersichtlich. Jedoch ist zu beachten, dass die verschiedenen kulturellen Eindrücke aus fremden Nationen die Werte und Normen innerhalb der Gesellschaft nicht verändern. Dies liegt darin, dass die fremden Wahrnehmungen zwar in die kulturelle Umgebung eingebunden sind, aber lange nicht internalisiert werden. Die Menschen in Deutschland besuchen amerikanische Fast-Food Restaurants hauptsächlich aus Zeitgründen und nicht weil sie sich wie US-Amerikaner fühlen. Verhaltensweisen können falsch verstanden werden.
Die Werteunterschiede, die oftmals für den oberflächlichen Betrachter kaum ersichtlich sind, sind Schwerpunkte der Forschung im Fachbereich der interkulturellen Kommunikation. Der Prozess der Sozialisation beschreibt, wie ein Mensch im Rahmen seines Erwachsenwerdens die Werte und Normen innerhalb einer kulturellen Gesellschaft verinnerlicht. Deshalb hat der kulturelle Einfluss auf den Menschen bereits im Kindesalter eine große Bedeutung: Der Mensch geht zum Teil unbewusst mit den Werten, die er erlernt hat, um und interpretiert die verschiedenartigen Verhaltensweisen von anderen Personen in Hinblick auf die eigenen internalisierten Wertvorstellungen. Die erlernte kulturelle Kompetenz beeinflusst somit die Weise der Kommunikation. Die Kulturen, die sich über eine gemeinsame Sprache definieren, können sich scheinbar problemlos verständigen. Bei der interkulturellen Kommunikation nehmen Interaktionspartner aus unterschiedlichen Kulturen teil. Der Unterschied liegt hierbei neben der Sprache auch in Kodes, Konventionen, Einstellungen und Verhaltensformen, die die interkulturelle Kommunikation erschweren können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Kultur und Kommunikation – Erste Annäherung

2.1. Kulturbegriff

2.1.1.Interkulturelle Forschungen hinsichtlich des Kulturbegriffs

2.1.2.Kulturmodell nach Spencer-Oatey

2.1.3.Kulturkreise

2.2. Kommunikation

2.2.1. Kommunikationsmodelle

2.2.2. Axiome der Kommunikation

3.Interkulturelle Kommunikation

4. Lösungsvorschläge

5. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die grundlegenden Mechanismen der Kommunikation in einem globalisierten Kontext und analysiert, wie kulturelle Differenzen den interkulturellen Austausch beeinflussen und welche Herausforderungen dabei entstehen. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch ein bewusstes Verständnis kultureller Prägungen und die Anwendung spezifischer Strategien interkulturelle Missverständnisse minimiert und die Zusammenarbeit gefördert werden kann.

  • Grundlagen von Kultur und Kommunikation
  • Kulturelle Einflussfaktoren auf Interaktionsprozesse
  • Wissenschaftliche Modelle der zwischenmenschlichen Kommunikation
  • Herausforderungen in der interkulturellen Zusammenarbeit
  • Strategien zur Verbesserung der interkulturellen Kommunikation

Auszug aus dem Buch

2.1.2. Kulturmodell nach Spencer-Oatey

Abbildung 1 stellt das Verständnis von Kultur im Sinne von Spencer-Oatey dar. Kultur wird hierbei zwiebelähnlich in vier verschiedenen Schichten angeordnet:

• 1. Schicht: Artifacts and Products / Rituals and Behaviour: An der Außenseite des Modells befinden sich zum einen Rituale und Verhaltensweisen (Rituals and Behaviour) und zum anderen Artefakte und Produkte (Artifacts and Products). Unter diese Schicht fallen die offensichtlichen Anzeichen einer Kultur, zum Beispiel kulturelle Feste, Exportgegenstände etc.

• 2. Schicht: Systems and Institutions: Die darunter liegende Schicht bildet die Systeme und Institutionen (Systems and Institutions) in einer Gesellschaft. Darunter versteht man sowohl die sozial, ökonomischen Systeme, als auch die politischen, legislativen und exekutiven Systeme und Institutionen einer Kultur bzw. eines Landes. Diese Schicht bedingt und beeinflusst die äußerste Schicht. Verbote, die auf dieser Ebene erstellt werden, drücken sich in den Verhaltensweisen der Menschen aus. Wenn zum Beispiel die Deutschen an einer roten Ampel auf das grüne Zeichen warten, weil es in Deutschland gesetzlich verboten ist, über eine rote Ampel zu gehen, ist dieses Verhalten für Briten oder Spanier schwer begreiflich, weil es dieses Gesetz dort nicht gibt.

• 3. Schicht: Beliefs, Norms and Attitudes: Die nächste Schicht beschreibt Normen, Attitüden, Grundsätze und allgemeine Wertvorstellungen (Beliefs, Norms and Attitudes). Diese Schicht beeinflusst die darüberliegende Schicht in direkter Weise, so sind zum Beispiel Gesetze und politische Institutionen durch die zweite Schicht beeinflusst. Dies spiegelt sich in den Normen und Wertvorstellungen der dritten Schicht wieder.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der interkulturellen Kommunikation ein und erläutert, warum trotz Globalisierung kulturelle Unterschiede in Werten und Normen bestehen bleiben.

2. Kultur und Kommunikation – Erste Annäherung: Hier werden theoretische Grundlagen des Kulturbegriffs sowie allgemeine Definitionen und wissenschaftliche Modelle der Kommunikation erarbeitet.

3. Interkulturelle Kommunikation: Das Kapitel analysiert die spezifischen Herausforderungen und Hindernisse, die bei der Interaktion zwischen Menschen aus verschiedenen kulturellen Kontexten auftreten können.

4. Lösungsvorschläge: Es werden konkrete Schritte wie Information, Bewusstes Management und Gemeinsame Vorbereitung vorgestellt, um interkulturelle Kommunikation effizienter zu gestalten.

5. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst zusammen, dass kulturelle Unterschiede nicht eliminiert werden sollten, sondern durch gegenseitiges Respektieren und ein gesteigertes Bewusstsein konstruktiv für den Dialog genutzt werden müssen.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kommunikation, Kulturbegriff, Kommunikationstheorie, Watzlawik, Spencer-Oatey, Interkulturelle Kompetenz, Sozialisation, Kommunikationsmodelle, Kulturstandards, Interaktion, Missverständnisse, Normen, Werte, Stereotype, Globalisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Grundlagen der interkulturellen Kommunikation und analysiert, wie kulturelle Unterschiede die Interaktion zwischen Menschen beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Kulturbegriff, verschiedene Kommunikationsmodelle sowie die Herausforderungen bei interkulturellen Begegnungen und Lösungsansätze für diese.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Komplexität interkultureller Kommunikation darzulegen und Wege aufzuzeigen, wie durch Bewusstsein und Vorbereitung eine erfolgreichere Kommunikation möglich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse etablierter Modelle der Kultur- und Kommunikationswissenschaften, ergänzt durch Fallbeispiele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Kultur und Kommunikation sowie die praktische Betrachtung der interkulturellen Kommunikation und deren Verbesserungsmöglichkeiten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Interkulturelle Kommunikation, Kommunikationsmodelle, Kulturstandards und interkulturelle Kompetenz.

Was versteht man unter dem Kulturmodell nach Spencer-Oatey?

Es ist ein Zwiebelmodell, das Kultur in vier Schichten unterteilt, von sichtbaren Artefakten bis hin zu tief verankerten Grundwerten und Annahmen.

Warum betont die Autorin die Rolle von Watzlawik?

Watzlawiks Axiome sind entscheidend, um zu verstehen, dass auch nonverbales Verhalten wie Schweigen eine kommunikative Bedeutung hat, die kulturell unterschiedlich interpretiert werden kann.

Was wird unter der "interkulturellen Zusammenarbeit" in der Praxis verstanden?

Die Arbeit verdeutlicht am Beispiel deutsch-koreanischer Kooperationen, wie unterschiedliche Arbeitskulturen und Hierarchieverständnisse zu Hindernissen führen können, die durch gezieltes Management bewältigt werden müssen.

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Details

Title
Interkulturelle Kommunikation - Die Kommunikation zwischen den Kulturen und deren Bedeutung im internationalen Kontext
College
University of Heidelberg  (Institut für Bildungswissenschaft)
Course
Interkulturelle Erziehung im internationalen Vergleich I
Grade
1,3
Author
Eva Koch (Author)
Publication Year
2009
Pages
25
Catalog Number
V141672
ISBN (eBook)
9783640506514
ISBN (Book)
9783640506347
Language
German
Tags
Interkulturelle Kommunikation Kulturen Bedeutung Kontext
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Eva Koch (Author), 2009, Interkulturelle Kommunikation - Die Kommunikation zwischen den Kulturen und deren Bedeutung im internationalen Kontext, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141672
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