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Geschlechtsspezifische Personenbezeichnungen: Deutsch - Englisch kontrastiv

Titel: Geschlechtsspezifische Personenbezeichnungen: Deutsch - Englisch kontrastiv

Diplomarbeit , 1998 , 290 Seiten , Note: Gut

Autor:in: Alexandra Rösner (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Durch eine Arbeit über die deutsche Movierung, die ich im Rahmen eines Seminars im Winter 1990 verfaßt habe, bin ich auf die Problematik der Sexusdifferenzierung in der deutschen Sprache aufmerksam geworden. Umso mehr als sich während meines Studiums der englischen Sprache deutlich zeigte, daß sich im Englischen, sicherlich bedingt durch das Fehlen eines grammatischen Genus, das Personenbezeichnungen einen maskulinen oder femininen Artikel zuordnet (wie z.B. im Deutschen) oder sie maskulinen oder femininen Flexionsklassen zuordnet (wie z.B. im Lateinischen), und weiters durch die äußerst geringe Verwendung movierender Suffixe, diese Problematik nur sehr begrenzt bzw. teilweise überhaupt nicht stellt. Ich spreche hier von der Problematik, die sich einerseits durch die Diskrepanz zwischen der Häufigkeit der tatsächlichen Anwendung geschlechtsabstrahierender Sprachelemente wie Movierungssuffixe, geschlechtsspezifische Lexeme, Komposita oder Syntagmen im realen Alltag eines/einer Deutschsprechenden und der eher geringen Bedeutung, der diesen sprachlichen Elementen in der Forschungsliteratur, vor allem in den Grammatiken, beigemessen wird, und andererseits durch die allgemeine Erkenntnis des Männlichen als männlich und der Notwendigkeit eines Weiblichen im Zuge der Emanzipation der Geschlechter in der deutschen Sprache ergibt. Gemeint ist damit nicht nur die weibliche Emanzipation, die eine sprachliche Gleichberechtigung von Frau und Mann unumgänglich macht, sondern auch die männliche.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung und Vorgangsweise der Untersuchung

1. Möglichkeiten der Sexusdifferenzierung im Deutschen im Vergleich zum Englischen

1.1. Möglichkeiten des Lexikons

1.1.1. Personenbezeichnungen in der Musik

1.1.2. Verwandtschaftsbezeichnungen

1.1.3. Andere Geschlechtswörter

1.2. Möglichkeiten der Wortbildung

1.2.1. Movierung

1.2.1.1. Die Maskulinmovierung im Deutschen

1.2.1.2. Die Maskulinmovierung im Englischen

1.2.1.3. Die Femininmovierung im Deutschen

1.2.1.3.1. Die -in-Ableitung

1.2.1.3.1.1. Die Basen der -in-Ableitung

1.2.1.3.1.2. Ausgeschlossene Basistypen

1.2.1.3.2. Andere Ableitungssuffixe

1.2.1.4. Die Femininmovierung im Englischen

1.2.2. Komposition bzw. compounding mit sexusdifferenzierenden Nomen oder Pronomen

1.2.2.1. Komposition mit sexusdifferenzierenden Nomen oder Pronomen im Deutschen

1.2.2.2. Compounding mit sexusdifferenzierenden Nomen oder Pronomen im Englischen

1.3. Möglichkeiten der Syntax

1.3.1. Artikel und artikelartige Pronomen

1.3.2. Sexusdifferenzierende Adjektive

1.3.3. Apposition von Anredeformen

1.3.4. Sexusdifferenzierende Pronomen im Kontext

1.4. Vermeidung von sexusdifferenzierenden Personenbezeichnungen

1.4.1. Metonyme

1.4.2. Metaphern

1.4.3. Fremdwörter als Personenbezeichnungen im Deutschen

1.4.4. Nicht sexusdifferenzierende Personenbezeichnungen

2. Untersuchungsergebnisse

2.1. Lexikon

2.1.1. Bezeichnungen in der Musik

2.1.2. Verwandtschaftsbezeichnungen

2.1.3. Geschlechtswörter

2.1.4. Lexikon total

2.2. Movierung

2.2.1. Derivationsmorphem -eur

2.2.2. Derivationsmorphem -ant/d, -ent/d

2.2.3. Derivationsmorphem -ast

2.2.4. Derivationsmorphem -ist

2.2.5. Derivationsmorphem -or

2.2.6. Derivationsmorphem -e

2.2.7. Derivationsmorphem -är

2.2.8. Derivationsmorphem -iker

2.2.9. Derivationsmorphem -er Land

2.2.10. Derivationsmorphem -er

2.2.11. Rest (Motion)

2.3. Verwendung der Movierungssuffixe

2.3.1. Maskuline Movierungssuffixe

2.3.2. Feminine Movierungssuffixe

2.4. Komposition

2.5. Fremdwörter

2.6. Vermeidung von sexusdifferenzierenden Personenbezeichnungen

2.6.1. Metonyme Oberhaupt - Hilfe - Kraft - Vorstand/Abstrakta/Kollektiva

2.6.2. Nicht sexusdifferenzierende Personenbezeichnungen

2.7. Gesamtergebnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie im Deutschen im Vergleich zum Englischen Personenbezeichnungen nach ihrem natürlichen Geschlecht unterschieden werden. Dabei wird analysiert, welche grammatischen und semantischen Mittel Sprecher verwenden, um eine geschlechtliche Identität sprachlich auszudrücken oder zu vermeiden, wobei der Fokus auf dem österreichischen Sprachgebrauch zwischen 1972 und 1992 liegt.

  • Methodische Untersuchung der Sprachentwicklung anhand von Tageszeitungen
  • Vergleichende Analyse deutscher und englischer Movierungs- und Wortbildungsprozesse
  • Untersuchung syntaktischer Möglichkeiten zur Sexusdifferenzierung
  • Analyse von Strategien zur Vermeidung geschlechtsspezifischer Bezeichnungen
  • Empirische Auswertung von Sprachdaten zur geschlechtlichen Gleichberechtigung

Auszug aus dem Buch

PERSONENBEZEICHNUNGEN IN DER MUSIK

Im Bereich der Musik wird der Sänger oder die Sängerin oft nach seiner oder ihrer Singstimme benannt. So bedeutet engl. bass (Collins, 122,1) nicht nur die tiefste männliche Singstimme, sondern auch den Sänger, der diese Stimme hat. Dasselbe gilt für engl. tenor (ebd, 1497,2) engl. baritone (ebd, 117, 2), engl. alto (ebd, 42,1) oder engl. contralto (ebd, 326,2) und engl. soprano (ebd, 1388,2). Da die Benennung des Sängers oder der Sängerin nach seiner oder ihrer Singstimme erfolgt und diese aufgrund der Zugehörigkeit zum männlichen oder weiblichen Geschlecht verschieden ist, enthält die Personenbezeichnung automatisch die Information [+mask] oder [+fem] und es können keine Entsprechungen für das andere Geschlecht gebildet werden.

Im Deutschen gibt es neben der Bezeichnung der Stimme meist auch eine davon abgeleitete Personenbezeichnung auf -ist bzw. -istin: Baß und Bassist, Bariton und Baritonist, Tenor und Tenorist, Sopran und Sopranistin. Jedoch können beide Bezeichnungen nebeneinander für Personen verwendet werden, wobei die Stimmbezeichnung wesentlich gebräuchlicher ist als die echte Personenbezeichnung. Während meiner Zeitungsuntersuchung fand ich kein einziges Mal die Ableitung auf -ist und nur viermal auf -istin, während die Stimmbezeichnung gleichermaßen als Bezeichnung für die Stimme und den Sänger mehrmals vorkommt. Eine Ausnahme bildet Bassist, denn er kann sowohl den Sänger als auch den Spieler des Kontrabasses bezeichnen. Demzufolge ist unter der letzten Bedeutung auch eine Bassistin möglich und die Bezeichnung des Spielers fällt damit unter Wortbildung.

Zusammenfassung der Kapitel

0. Einleitung und Vorgangsweise der Untersuchung: Einleitung in die Thematik der sprachlichen Emanzipation und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise anhand einer Zeitungsanalyse.

1. Möglichkeiten der Sexusdifferenzierung im Deutschen im Vergleich zum Englischen: Detaillierte theoretische Abhandlung über verschiedene sprachliche Systeme, Suffixbildungen, Kompositionen und syntaktische Möglichkeiten zur Sexusdifferenzierung.

2. Untersuchungsergebnisse: Präsentation und statistische Aufarbeitung der gewonnenen Daten aus den untersuchten Zeitungen in verschiedenen Kategorien und Zeiträumen.

Schlüsselwörter

Sexusdifferenzierung, Genus, Movierung, Movierungssuffixe, Emanzipation, Personenbezeichnungen, Komposition, Wortbildung, Syntax, Österreichisches Deutsch, Zeitungsanalyse, Grammatik, Semantik, Geschlechtsabstrahierung, Sprachwandel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik der geschlechtsspezifischen Personenbezeichnungen in der deutschen Sprache im Vergleich zum Englischen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die grammatische Genuszuordnung, Möglichkeiten der Wortbildung (Movierung), syntaktische Differenzierungsmöglichkeiten und Strategien zur Vermeidung geschlechtsbezogener Bezeichnungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Sprecher des Deutschen sprachliche Mittel nutzen, um natürliches Geschlecht zu differenzieren, und welche Tendenzen sich hierbei im österreichischen Sprachgebrauch über einen Zeitraum von zwanzig Jahren abzeichnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin führt eine empirische Zeitungsuntersuchung durch, bei der sie in Zeitungsartikeln der Jahre 1972 bis 1992 nach Personenbezeichnungen sucht und diese statistisch auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die linguistischen Möglichkeiten zur Sexusdifferenzierung (Lexikon, Wortbildung, Syntax) theoretisch erörtert und anschließend die Ergebnisse der eigenen Zeitungsuntersuchung in Form von Diagrammen und statistischen Auswertungen vorgestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Sexusdifferenzierung, Movierung, Genus, Emanzipation, Personenbezeichnungen und Sprachwandel.

Warum spielt die Musikterminologie eine Rolle?

Musikbegriffe wie "Sopran" oder "Bassist" dienen als Fallbeispiele, um zu verdeutlichen, wie sich Stimmbezeichnungen und Personenbezeichnungen unterscheiden oder ineinander übergehen und welche Rolle Suffixe dabei spielen.

Welche Rolle spielt die Verwandtschaftsbezeichnung?

Verwandtschaftsbezeichnungen werden als Beispielbereich angeführt, in dem eine geschlechtsspezifische Unterscheidung kulturell tief verwurzelt ist und die Sprache aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen zur Vereinfachung neigt.

Ende der Leseprobe aus 290 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Geschlechtsspezifische Personenbezeichnungen: Deutsch - Englisch kontrastiv
Hochschule
Universität Wien  (Germanistik)
Note
Gut
Autor
Alexandra Rösner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
1998
Seiten
290
Katalognummer
V141673
ISBN (eBook)
9783640530328
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Geschlechtsspezifische Personenbezeichnungen Deutsch Englisch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexandra Rösner (Autor:in), 1998, Geschlechtsspezifische Personenbezeichnungen: Deutsch - Englisch kontrastiv, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141673
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