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Self-Tracking. Eine Herausforderung für die Pädagogik

Titel: Self-Tracking. Eine Herausforderung für die Pädagogik

Hausarbeit , 2023 , 19 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anna Keyn (Autor:in)

Pädagogik - Medienpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über mögliche Potentiale und Risiken der Selbstvermessung zu gewinnen, um darauf aufbauend Handlungsoptionen für Schule und Unterricht abzuleiten.

„Scito te ipsum“ oder auch „Erkenne dich selbst!“ – Dieser Imperativ war bereits über dem Orakel von Delphi im antiken Griechenland zu finden. Er zeigt, dass das Phänomen der Selbstbeobachtung, also das freiwillige Protokollieren, Auswerten und Visualisieren verschiedener Aspekte des Lebens durch verschiedene Anwendungen, keineswegs neu ist. So war das Schreiben von Tagebüchern häufig mit dem Ziel verbunden, anschließend auf objektivierbare Daten zurückgreifen zu können. Bekannte Vertreter sind hierfür Cicero und Marc Aurel, die durch den Akt des Schreibens ihre Stimmungen sowie ihre messbaren Körper- und Gesundheitsdaten erfassten.

Allerdings erlangt die Erfassung von gesundheitsbezogenen Daten im Zeitalter der Digitalisierung eine immer größere Bedeutung. Der Unterschied zum modernen Self-Tracking liegt dabei darin, dass die Daten durch ein Programm analysiert werden müssen. Es können Aktivitäten im biologischen, psychischen, physischen, als auch in umwelt- und verhaltensbezogenen Bereichen gemessen werden. Dazu zählen u.a. die Aufzeichnung der gegangenen Schritte, der Blutdruck, Schlaf- und Arbeitszeiten sowie die Ortung des eigenen Standorts. Gadgets können beispielsweise Armbänder bis hin zu Personenwaagen sein. Die Aufzeichnung der Daten findet entweder direkt auf dem jeweiligen Gerät oder mithilfe einer Synchronisierung auf dem Computer statt. Klassischerweise erfolgt die Auswertung der Daten als Diagramme oder Graphen. Viele Apps sind zudem darauf angelegt, dem Nutzenden Feedback über messbare Entwicklungen zu geben. Dieses dient dem:der Nutzenden, den Status quo zu registrieren und etwaige Verhaltensänderungen herbeizuführen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Potentiale des Self-Trackings

3. Risiken des Self-Trackings

4. Handlungsoptionen für Schule und Unterricht

Die Methodenpakete

Weitere Möglichkeiten

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Phänomen des Self-Trackings im Kontext der zunehmenden Digitalisierung und beleuchtet sowohl dessen individuelle Potentiale als auch die gesellschaftlichen Risiken, um daraus konkrete Handlungsoptionen für eine medienpädagogische Praxis in Schule und Unterricht abzuleiten.

  • Quantified-Self-Bewegung und Techniken der Selbstvermessung
  • Die Wahrnehmung des Körpers und des „Ichs“ im Zeitalter der digitalen Optimierung
  • Ethische Dimensionen, Datenschutz und die Ökonomisierung von Lebensdaten
  • Förderung der Medienkompetenz durch strukturierte Unterrichtseinheiten
  • Kritische Reflexion von Normvorstellungen und Idealen in sozialen Medien

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

„Scito te ipsum“ oder auch „Erkenne dich selbst!“ – Dieser Imperativ war bereits über dem Orakel von Delphi im antiken Griechenland zu finden. Er zeigt, dass das Phänomen der Selbstbeobachtung, also das freiwillige Protokollieren, Auswerten und Visualisieren verschiedener Aspekte des Lebens durch verschiedene Anwendungen, keineswegs neu ist. So war das Schreiben von Tagebüchern häufig mit dem Ziel verbunden, anschließend auf objektivierbare Daten zurückgreifen zu können. Bekannte Vertreter sind hierfür Cicero und Marc Aurel, die durch den Akt des Schreibens ihre Stimmungen sowie ihre messbaren Körper- und Gesundheitsdaten erfassten.

Allerdings erlangt die Erfassung von gesundheitsbezogenen Daten im Zeitalter der Digitalisierung eine immer größere Bedeutung. Der Unterschied zum modernen Self Tracking liegt dabei darin, dass die Daten durch ein Programm analysiert werden müssen.

Die neuere Quantified Self- Bewegung fand ihren Anfang im Jahr 2007 im Silicon Valley, in den USA. Hierbei gelten Gary Wolf und Kevin Kelly als die ursächlichen Vorantreiber der subkulturellen Bewegung, welche dem Leitmotiv „Self-knowledge through numbers“- also „Selbsterkenntnis durch Zahlen“ folgen. Ziel ist es, das eigene Leben zu optimieren. Die Erkundung des Selbst wird hierbei als digitale Emanzipation betrachtet. Der überwiegende Teil der Self-Tracking-Programme und Anwendungen wird in diesem technologischen Fortschrittszentrum entwickelt. Es gibt global betrachtet um die 90 Gruppen, welche sich regelmäßig zu Meetups treffen, um sich über ihre Erfahrungen auszutauschen und sich über aktuelle Technologien und Trends zu informieren. Die Anwendungen auf Smartphones bzw. die speziellen Gadgets sind dabei auf alle möglichen Alltags -und Körperaktivitäten anwendbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel verortet das moderne Self-Tracking in einer langen Tradition der Selbstbeobachtung und führt in die Quantified-Self-Bewegung sowie deren technologische Grundlagen ein.

2. Potentiale des Self-Trackings: Es werden die persönlichen und sozialen Anreize beleuchtet, wie intrinsische Motivation, Leistungsoptimierung sowie das Bedürfnis nach Kompetenz und Autonomie.

3. Risiken des Self-Trackings: Hier werden kritische Aspekte wie Fremdbestimmung, Überwachung, Datenfetischismus und soziale Diskriminierung durch Normierungsprozesse thematisiert.

4. Handlungsoptionen für Schule und Unterricht: Dieses Kapitel stellt medienpädagogische Ansätze vor und konkretisiert Methodenpakete, um die Medienkompetenz bei Jugendlichen zu stärken.

Die Methodenpakete: Detaillierte Darstellung von Unterrichtseinheiten, die von der Nutzung von Fitness-Trackern über Datenschutz bis hin zur Reflexion von Identität reichen.

Weitere Möglichkeiten: Vorschläge zur fächerübergreifenden Einbindung literarischer Werke wie „Corpus Delicti“ zur vertiefenden Auseinandersetzung mit der Thematik.

5. Fazit: Das Resümee fordert einen kritisch reflektierten Umgang mit Self-Tracking, der auch die Mitverantwortung von Erziehungsberechtigten und Lehrkräften betont.

Schlüsselwörter

Self-Tracking, Quantified Self, Digitale Selbstvermessung, Medienkompetenz, Gesundheits-Apps, Körperkult, Datenschutz, Selbstoptimierung, Digitalisierung, pädagogische Herausforderung, Ethik, Überwachung, Medienpädagogik, Jugendliche, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit?

Die Arbeit analysiert das moderne Phänomen der digitalen Selbstvermessung (Self-Tracking) und dessen Auswirkungen auf das Individuum sowie die Gesellschaft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Wechselwirkung zwischen technischer Datenerfassung, dem Streben nach Selbstoptimierung und der Notwendigkeit einer reflexiven Medienkompetenz.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Ziel ist es, einen Überblick über die Potentiale und Risiken der Selbstvermessung zu geben, um daraus fundierte Handlungsoptionen für den schulischen Unterricht abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller Studien und Fachliteratur zur Medienpädagogik und Soziologie sowie einer kritischen Analyse methodischer Ansätze für den Schulunterricht.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen zu den Chancen und Gefahren des Trackings konkrete Methodenpakete für Jugendliche ab 14 Jahren vorgestellt und reflektiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Self-Tracking, Selbstoptimierung, kritische Medienkompetenz und digitale Ethik definiert.

Wie bewertet die Autorin die Rolle von Influencern im Kontext der Selbstvermessung?

Die Autorin hebt hervor, dass Influencer als Vorbilder bei der Verbreitung von Tracking-Optionen dienen und kritisch hinsichtlich ihrer quantifizierenden Anerkennungskultur beleuchtet werden sollten.

Inwiefern spielt der Ethikunterricht für das Thema eine Rolle?

Der Ethikunterricht bietet den Raum, um durch Gedankenexperimente (z. B. Platons Höhlengleichnis) und Medienkritik ein Bewusstsein für Normvorstellungen und einen souveränen Umgang mit Daten zu schulen.

Was ist das zentrale Argument für den schulischen Umgang mit diesen Technologien?

Die Autorin argumentiert gegen einen Totalausstieg und für eine professionelle, medienpädagogische Begleitung, die den Fokus auf nicht-leistungsorientierte Zugänge zum eigenen Körper legt.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Self-Tracking. Eine Herausforderung für die Pädagogik
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Veranstaltung
Einführung in die Medienpädagogik
Note
1,0
Autor
Anna Keyn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
19
Katalognummer
V1416795
ISBN (PDF)
9783346972606
ISBN (Buch)
9783346972613
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Quantified Self Self-Tracking
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Keyn (Autor:in), 2023, Self-Tracking. Eine Herausforderung für die Pädagogik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1416795
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Leseprobe aus  19  Seiten
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