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Albert Bandura. Seine Person, Theorien und Menschenbild

Titel: Albert Bandura. Seine Person, Theorien und Menschenbild

Seminararbeit , 2022 , 24 Seiten

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese wissenschaftliche Arbeit beschäftigt sich mit der Person Bandura, setzt sich mit seinen Theorien und seinem Menschenbild auseinander und wendet die Theorie anschließend auf ein Fallbeispiel aus der Praxis an.

Banduras Wirken kann als bahnbrechend bezeichnet werden, da er für die Bildung der Theorie über das soziale Lernen die bis dahin bestehenden Erkenntnisse nicht nur berücksichtigt, sondern auch kontinuierlich weiterentwickelt und zusammengeführt hat. Er gab Anlass zu einem Paradigma-Wechsel in den 60er Jahren, da es ihm gelang behaviorale und kognitive Modelle miteinander zu integrieren und daraus Behandlungsformen im klinischen Bereich abzuleiten. Es kam durch ihn zu einer kognitiven Wende, da nun mentale Prozesse in diesem Forschungsbereich eingeschlossen wurden und die Kognition als eine verhaltenssteuernde Komponente in der Theorie sowie auch Praxis anerkannt wurde. Bandura interpretierte demnach die Lernformen neu, indem er kognitive Prozesse aufzeigte, die die Konditionierung begleiten sollen. Seine sozial-kognitive Lerntheorie genießt unter den kognitiven Lerntheorien innerhalb der Verhaltensforschung und -therapie einen großen Stellenwert. Die Prozesse des Modelllernens tragen beispielsweise dazu bei, dass menschliches Verhalten und dessen Störungen besser erklärt bzw. eingeordnet werden können und sich Veränderungsstrategien, welche unter anderem Anwendung in Gruppentherapien finden, entwickelten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffserklärung

2.1 Kognitives Lernen (cognitive learning)

2.2 Soziale Kognition (social cognition)

2.3 Black-box

3 Stationen im Leben von Albert Bandura

4 Albert Banduras Ziele

5 Die sozial-kognitive Lerntheorie

6 Lernen am Modell

7 Selbstwirksamkeitskonzept

8 Bobo-doll-Experiment

9 Kritik am Experiment Bobo-Doll

10 Veranschaulichung an einem Beispiel aus der Praxis

11 Anwendung von Banduras Theorie auf das Praxisbeispiel

11.1 Aufmerksamkeitsprozesse

11.2 Motivationsprozesse

11.3 Verstärkungsprozesse

11.4 Effekte

12 Banduras Menschenbild im Vergleich zu heute

13 Relevanz für die heutige Zeit

13.1 Relevanz im therapeutischen Bereich

13.2 Relevanz für die Erziehung

13.3 Relevanz für die Kultur

13.4 Prosoziale Modelle und ihre Effekte

13.5 Antisoziale Modelle und ihre Effekte

13.6 Bilanz

14 Methodik

15 Methodenkritik

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich mit dem Leben, den theoretischen Ansätzen und dem Menschenbild von Albert Bandura auseinander, um dessen Bedeutung für die moderne Verhaltensforschung aufzuzeigen und die Theorie beispielhaft auf ein Fallbeispiel aus der sozialen Arbeit anzuwenden.

  • Biografische Stationen von Albert Bandura
  • Die sozial-kognitive Lerntheorie und das Modelllernen
  • Das Selbstwirksamkeitskonzept als zentrales Konstrukt
  • Empirische Grundlagen (Bobo-doll-Experiment) und kritische Auseinandersetzung
  • Praktische Anwendbarkeit der Theorie auf reale Lebenskontexte

Auszug aus dem Buch

6 Lernen am Modell

Mithilfe des Modelllernens ist es möglich die komplexen Verhaltensweisen eines Menschen und dessen Entwicklung zu erklären. Dies allein mit der operanten und klassischen Konditionierung zu erklären wäre nicht ausreichend genug, schließlich lernen wir Menschen nicht allein durch Kondition mit beispielsweise einem Messer umzugehen, da dies zu gefährlich und langwierig wäre. Ein anderes Beispiel wäre das Erlernen der Muttersprache, welche auch kaum dadurch erlernt wird, dass beliebig gebildete Laute durch Verstärkung gefördert werden. Komplexe Fertigkeiten wie diese werden eher durch das Zeigen, Vormachen und Vorsprechen angeeignet. Wenn beim Beobachter selbst eine überdauernde Veränderung seines Verhaltens als Fazit seiner Beobachtungen festgestellt werden kann, wird hierbei vom Lernen am Modell gesprochen.

Das erzielte Verhalten durch das Lernen am Modell sollte nicht nur mit imitieren gleichgesetzt werden, auch wenn es am deutlichsten durch die Imitation des Modelleinflusses zu sehen ist. Häufig dienen reale Menschen als Modell, vorkommen kann es aber auch das eine Film- oder Romanfigur dazu dient. Das Modelllernen bekam erst im Jahre 1963 die Anerkennung einer führenden Rolle durch die Arbeiten von Walters und Bandura, wobei vor allem das aggressive Verhalten im Vordergrund stand. Der Einfluss von Modellen wird durch verschiedene Merkmale bestimmt. Es ist förderlich, dass das Modell, im Gegensatz zum Beobachter, in der Machtposition steht (Schermer & Selg, 2015. S. 108f).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in das Thema, Vorstellung von Albert Bandura als bedeutender Psychologe und Darstellung der Zielsetzung dieser Arbeit.

2 Begriffserklärung: Klärung zentraler Fachbegriffe wie kognitives Lernen, soziale Kognition und das psychologische Modell der Black-box.

3 Stationen im Leben von Albert Bandura: Überblick über den biografischen Werdegang Banduras von seiner Kindheit in Kanada bis hin zu seiner wissenschaftlichen Karriere in Stanford.

4 Albert Banduras Ziele: Erläuterung der Intentionen Banduras, menschliches Verhalten jenseits rein behavioristischer Black-box-Modelle zu verstehen.

5 Die sozial-kognitive Lerntheorie: Beschreibung des theoretischen Modells, das vom aktiven, kognitiv gesteuerten Menschen und dem reziproken Determinismus ausgeht.

6 Lernen am Modell: Detaillierte Darstellung des Modelllernens als Prozess komplexer Verhaltensaneignung inklusive der förderlichen Merkmale und Subprozesse.

7 Selbstwirksamkeitskonzept: Einführung in das Konstrukt der Selbstwirksamkeitserwartung und deren Bedeutung für das menschliche Handeln und Motivationsniveau.

8 Bobo-doll-Experiment: Dokumentation des bahnbrechenden Experiments zur Untersuchung von aggressivem Verhalten bei Kindern durch Vorbilder.

9 Kritik am Experiment Bobo-Doll: Zusammenfassung wesentlicher methodischer und theoretischer Kritikpunkte am berühmten Bobo-doll-Experiment.

10 Veranschaulichung an einem Beispiel aus der Praxis: Präsentation eines Fallbeispiels eines Jugendlichen aus einer heilpädagogischen Wohngruppe zur Anwendung der Theorie.

11 Anwendung von Banduras Theorie auf das Praxisbeispiel: Analyse des Fallbeispiels hinsichtlich der Aufmerksamkeit-, Motivations-, Verstärkungs- und Effekt-Prozesse.

12 Banduras Menschenbild im Vergleich zu heute: Reflexion über Banduras progressives Menschenbild und dessen anhaltende Aktualität in der Leistungsgesellschaft.

13 Relevanz für die heutige Zeit: Diskussion der Bedeutung des Modelllernens in Therapie, Erziehung und Kultur sowie der Wirkung von pro- und antisozialen Modellen.

14 Methodik: Beschreibung des systematischen Vorgehens bei der wissenschaftlichen Literaturrecherche.

15 Methodenkritik: Kritische Würdigung der Vorteile und Herausforderungen einer arbeitstheoretischen Literaturrecherche gegenüber empirischen Ansätzen.

Schlüsselwörter

Albert Bandura, Sozial-kognitive Lerntheorie, Lernen am Modell, Selbstwirksamkeit, Modelllernen, Bobo-doll-Experiment, Beobachtungslernen, Verhaltensforschung, Psychologie, Reziproker Determinismus, Persönlichkeitsentwicklung, Sozialpsychologie, Erziehungswissenschaft, Verhaltensänderung, Aggressionsforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Leben, den zentralen Theorien und dem Menschenbild des bedeutenden Psychologen Albert Bandura.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die sozial-kognitive Lerntheorie, das Konzept der Selbstwirksamkeit, das Lernen am Modell sowie die Übertragung dieser Erkenntnisse auf die heutige Zeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Banduras Erkenntnisse systematisch darzustellen und deren Anwendbarkeit auf ein praktisches Fallbeispiel aus der sozialen Arbeit zu prüfen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde zur Erstellung der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturrecherche, die kritisch reflektiert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der Lerntheorie, die Vorstellung der wichtigsten Konzepte (inkl. der Kritik am Bobo-doll-Experiment) sowie die praktische Anwendung an einem Fallbeispiel.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am treffendsten?

Albert Bandura, sozial-kognitive Lerntheorie, Modelllernen und Selbstwirksamkeit stehen repräsentativ für den inhaltlichen Fokus.

Welche Rolle spielt das Bobo-doll-Experiment für Banduras Theorie?

Es dient als empirischer Beleg für die Bedeutung von Beobachtungslernen und den Einfluss aggressiver Modelle auf das Verhalten von Kindern.

Warum ist das vorgestellte Fallbeispiel für die soziale Arbeit relevant?

Es veranschaulicht, wie durch ein Modell (in diesem Fall eine Peergroup) Verhaltensweisen wie Drogenkonsum gelernt werden und wie diese Prozesse fachlich gedeutet werden können.

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Details

Titel
Albert Bandura. Seine Person, Theorien und Menschenbild
Hochschule
(IU Internationale Hochschule)
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
24
Katalognummer
V1417056
ISBN (PDF)
9783346970114
ISBN (Buch)
9783346970121
Sprache
Deutsch
Schlagworte
albert bandura seine person theorien menschenbild
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2022, Albert Bandura. Seine Person, Theorien und Menschenbild, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1417056
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Leseprobe aus  24  Seiten
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