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PISA und Parteiprogrammatik

Eine Analyse der Veränderungen schulbildungspolitischer Programmatik nach PISA 2000

Title: PISA und Parteiprogrammatik

Diploma Thesis , 2009 , 107 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sebastian Metz (Author)

Pedagogy - School System, Educational and School Politics
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Summary Excerpt Details

Abstract
The results of the international student assessment study PISA 2000 have uncovered serious
shortcomings of the German school system and evoked a great public response. Since then
numerous scientific publications have dealt with the PISA study and its implications. But one
aspect so far has found little consideration: the programmatical processing of the PISA shock
by the political parties.
The present thesis picks up this scientific desideratum and analyses how the programmatical
profiles in the area of school policy of the two Volksparteien CDU and SPD have changed
since the first PISA study. Furthermore it will be examined which of those in the course of
PISA thematized proposals for reform have been programmaticaly seized by the parties. At
last it will be studied, if in the aftermath of the PISA shock there has been a greater
programmatical convergency or divergency of the parties. To handle these questions, the state
election manifestos (Landtagswahlprogramme) from CDU and SPD of all the german federal
states of the last elections before and the first elections after PISA are analyzed with the
method of content analysis. On the basis of the empirical results it can be shown, that the
school political profiles of the two partys have changed in content as well as in their fields of
attention. Thus there has been spotted the appearance of new topics such as early childhood
education and also the emphasizing of certain aspects, for instance the expansion of full-time
schools.
From the mainly thematized proposals for the improvement of the German school system, it
seems that the majority has been picked up by the parties. In this context it attracts attention
that the claims for special measures to reduce educational disadvantages of kids and youths
are hardly taken into account by the parties.
Concerning the differences in the school political profiles of the Christian and Social
Democrats, party-specific beliefs and approaches still exist. However the partys` answers to
the challenges highlighted by the PISA-study are, barring the issue of the school structure,
quite similar to each other. Moreover, after PISA 2000 an approximation in the importance
which the partys attach to the individual school political aspects can be stated. Therewith the
findings indicate a convergency of the school political profiles of CDU and SPD after PISA.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 EINFÜHRUNG IN DEN UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND

2.1 Forschungsstand

2.2 Strukturen, Arenen und Akteure der deutschen Schulpolitik

2.2.1 Arenen und Strukturen

2.2.2 Akteure

2.3 Die grundlegenden Positionen von CDU und SPD in der Schulpolitik

2.4 Parteiprogramme

2.5 PISA 2000 – Ziele und Ergebnisse der Studie

2.6 Handlungsempfehlungen nach PISA

3 THEORETISCHER HINTERGRUND

3.1 Wirkungsverständnis von PISA

3.2 Modelle parteilichen Verhaltens

3.3 Annäherung oder Auseinanderentwicklung der schulpolitische Profile

4 FORSCHUNGSPRAKTISCHE VORGEHENSWEISE

4.1 Begriffsdefinition und Kurzbeschreibung

4.2 Die Methode der Inhaltsanalyse

4.3 Codierverfahren

4.4 Entwicklung des Kategoriensystems

4.5 Datenerhebung und Datenerfassung

5 DATENAUSWERTUNG – PRÄSENTATION UND INTERPRETATION DER ERGEBNISSE

5.1 Veränderungen im schulpolitischen Gestaltungswillen der Parteien

5.2 Handlungsempfehlungen und Parteiprogrammatik

5.3 Annäherung oder Auseinanderentwicklung der Parteiprofile nach PISA?

5.3.1 Einzelanalyse

5.3.2 Globalbetrachtung

5.3.3 Analyse der schulpolitischen Schwerpunktsetzungen der Parteien nach PISA

5.3.4 Zusammenfassung der Konvergenz- bzw. Divergenzbefunde

6 FAZIT

6.1 Einordnung der Ergebnisse

6.2 Kritische Würdigung

6.3 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Wandel der schulpolitischen Programmatik der deutschen Volksparteien Union und SPD infolge der ersten PISA-Studie von 2000, um festzustellen, ob eine programmatische Annäherung oder Divergenz der Parteiprofile stattgefunden hat.

  • Analyse der schulpolitischen Landtagswahlprogramme vor und nach PISA 2000.
  • Untersuchung der programmatischen Verarbeitung des sogenannten "PISA-Schocks".
  • Ermittlung von inhaltlichen Verschiebungen und neuen Themenfeldern wie frühkindlicher Bildung.
  • Überprüfung der Konvergenz- und Divergenzhypothesen hinsichtlich der Parteiprofile.
  • Bewertung der Responsivität der Parteien auf die durch PISA aufgezeigten Dysfunktionen im Bildungssystem.

Auszug aus dem Buch

3.2 Modelle parteilichen Verhaltens

Im Rahmen der Ausführungen zur Wirkungsweise von PISA auf die schulpolitischen Profile der Parteien, wurde bereits angesprochen, dass Parteien als rational handelnde Akteure ihre Einfluss- und Wirkungsmöglichkeiten, insbesondere im Vergleich zu anderen Parteien, zu optimieren trachten (vgl. Rucht/Volkens 1998: 312). In diesem Abschnitt werden nun drei theoretische Modelle parteilichen Verhaltens dargelegt. Ziel ist es, dadurch ein besseres Verständnis für mögliche Verhaltensweisen der Parteien nach PISA 2000 zu gewinnen, um darauf aufbauend Hypothesen zu potentiellen Annäherungen oder Auseinanderentwicklungen im schulpolitischen Gestaltungswillen von Union und SPD zu entwickeln.

Es existiert keine allgemeine Theorie der Präferenzen und des Verhaltens von Parteien bzw. der sie repräsentierenden und führenden Individuen. Jedoch liegen in der Literatur einige theoretische Modelle zum (kompetitiven) Verhalten von Parteien vor, welche davon ausgehen, dass politische Parteien ein begrenztes und eindeutig definiertes Set an Zielen haben (vgl. Müller/Strom 1999: 5).

Bei diesen in der Rational-Choice-Literatur entwickelten Theorien parteilichen Verhaltens, kann zwischen dem (1) Office-seeking, (2) Policy-seeking, und (3) Vote-seeking Modell unterschieden werden (vgl. Strom 1990: 566). Diese drei Handlungsperspektiven werden im Folgenden in knapper Form dargestellt:

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Einleitung in die Thematik PISA, Darstellung der Forschungsfragen und des Untersuchungsdesigns.

2 EINFÜHRUNG IN DEN UNTERSUCHUNGSGEGENSTAND: Aufbereitung des Forschungsstandes und theoretische Verortung der PISA-Studie als politisches Ereignis.

3 THEORETISCHER HINTERGRUND: Herleitung der Konvergenz- und Divergenzhypothesen basierend auf Modellen parteilichen Verhaltens.

4 FORSCHUNGSPRAKTISCHE VORGEHENSWEISE: Erläuterung der Inhaltsanalyse als Methode zur Untersuchung der Landtagswahlprogramme.

5 DATENAUSWERTUNG – PRÄSENTATION UND INTERPRETATION DER ERGEBNISSE: Detaillierte Darstellung der empirischen Ergebnisse zur Veränderung der Parteiprogramme.

6 FAZIT: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Beantwortung der Ausgangsfragen.

Schlüsselwörter

PISA 2000, Schulpolitik, Parteiprogrammatik, Inhaltsanalyse, CDU, SPD, Volksparteien, Bildungsreform, Konvergenz, Divergenz, Landtagswahlprogramme, Bildungsqualität, Frühförderung, Ganztagsschulen, Politische Steuerung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie die Parteien CDU und SPD auf die Ergebnisse der ersten PISA-Studie von 2000 programmatisch reagiert haben und ob sich ihre schulpolitischen Profile dadurch angenähert oder voneinander entfernt haben.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Zentrum stehen die schulpolitische Programmatik, Themen wie Ganztagsschulen, Bildungsstandards, Frühförderung und die Lehrerprofessionalisierung sowie die Frage der parteipolitischen Differenzierung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, ob PISA 2000 einen inhaltlich-programmatischen Wandel in der Schulpolitik der Volksparteien ausgelöst hat und ob die Parteien auf die durch PISA identifizierten Mängel mit konvergenten oder divergenten Strategien antworteten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der Inhaltsanalyse, um insgesamt 64 Landtagswahlprogramme von CDU und SPD zu untersuchen, die vor und nach der PISA-Studie veröffentlicht wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Hintergrund, die methodische Vorgehensweise und die empirische Datenauswertung, in der die Veränderungen der Parteiprogramme detailliert auf Basis der Hauptkategorien ausgewertet werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Untersuchung?

Die zentralen Konzepte sind der "PISA-Schock", politisches Lernen, Responsivität der Parteien, Konvergenz- und Divergenzhypothesen sowie die Programm- und Profilfunktion politischer Parteien.

Wie reagierten CDU und SPD auf die Forderung nach Frühförderung?

Beide Parteien haben der frühkindlichen Bildung nach PISA eine stark erhöhte Priorität eingeräumt, wobei dieses Thema zuvor in ihren Wahlprogrammen kaum eine Rolle spielte.

Warum ist die Schulstrukturfrage ein zentraler Divergenzpunkt?

Obwohl sich die Parteien in vielen fachlichen Punkten (z.B. Sprachförderung) annäherten, blieben die ideologischen Differenzen hinsichtlich des gegliederten (CDU) versus integrierten (SPD) Schulsystems als fundamentale Konfliktlinie bestehen.

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Details

Title
PISA und Parteiprogrammatik
Subtitle
Eine Analyse der Veränderungen schulbildungspolitischer Programmatik nach PISA 2000
College
University of Constance
Grade
1,3
Author
Sebastian Metz (Author)
Publication Year
2009
Pages
107
Catalog Number
V141735
ISBN (eBook)
9783640513932
ISBN (Book)
9783640511471
Language
German
Tags
PISA Parteiprogrammatik Eine Analyse Veränderungen Programmatik PISA
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Metz (Author), 2009, PISA und Parteiprogrammatik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141735
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