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Der Traum Hans Castorps. Träume und Träumerisches in Thomas Manns "Der Zauberberg"

Titel: Der Traum Hans Castorps. Träume und Träumerisches in Thomas Manns "Der Zauberberg"

Hausarbeit , 2019 , 21 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Mareike Heins (Autor:in)

Germanistik - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Analyse thematisiert den Aspekt der Träume in Thomas Manns Roman "Der Zauberberg". Hierbei werden zwei Untersuchungsschwerpunkte gesetzt: Den ersten Schwerpunkt bildet der Eindruck des Traumhaften, der den Roman durchzieht. Hierbei werden sowohl die allgemeine Atmosphäre im Roman als auch die Hauptfigur Hans Castorp betrachtet.
Der zweite Schwerpunkt liegt auf den Träumen selbst, von denen im Roman gleich mehrere geschildert werden und die eine bedeutende Rolle spielen. In diesem Kontext wird betrachtet, welche zentralen Motive sich in den Träumen finden lassen, welche Funktionen sie erfüllen und welche Erkenntnisse Hans Castorp daraus gewinnt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Träumerische im Zauberberg

2.1 Die träumerische Atmosphäre

2.2 Hans Castorps Neigung zum Dösen und Träumen

3. Die Bedeutung der Träume Hans Castorps

3.1 Der erste Traum

3.2 Der zweite Traum

3.3 Die ‚Hippe-Vision’

3.4 Der ‚Schneetraum’

3.4.1 Der Bildertraum

3.4.2 Der Gedankentraum

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Rolle von Träumen und dem Motiv des Traumhaften in Thomas Manns Roman "Der Zauberberg". Ziel ist es, die atmosphärische Wirkung des Traumhaften zu analysieren, die spezifischen Anlagen des Protagonisten Hans Castorp für dieses Erleben aufzuzeigen und die funktionale sowie erkenntnistheoretische Bedeutung seiner Träume im Hinblick auf zentrale Themen wie Leben, Tod und Autonomie herauszuarbeiten.

  • Konstitution der träumerischen Atmosphäre im Sanatorium.
  • Charakterisierung von Hans Castorp als träumerisch veranlagtem Protagonisten.
  • Analyse der zentralen Träume und Visionen (erster Traum, zweiter Traum, Hippe-Vision, Schneetraum).
  • Interne Zusammenhänge zwischen Traum, Unterbewusstsein und der Leitmotivstruktur des Romans.
  • Reflektion der philosophischen Erkenntnisse Castorps (z. B. Autonomie, Leben-Tod-Dialektik).

Auszug aus dem Buch

3.4.1 Der Bildertraum

Plötzlich und unerwartet geht Castorps vorheriger Rauschzustand in einen Traum über – ein Traum, der durch einen stärker dialektischen Aufbau als die vorherigen Träume, „die antagonistische Struktur des Romans“30 widerspiegelt.

Zunächst erblickt Castorp das Schöne: „Hans Castorp hatte das nie gesehen, nichts dergleichen. […] Dennoch erinnerte er sich.“ (S.740, Z.3ff.). Dieses „Wiedererkennen“ (Z.9) von etwas noch nicht selbst Gesehenem „weist auf eine Art ‚Kollektivbewusstsein’ der Gattung Mensch hin und lässt sich mit Schopenhauer als somnambulisches Erleben des ‚nunc stans’“31 verstehen.

Castorp kommt es so vor, „als hätte er das blaue Sonnenglück […] insgeheim und vor sich selbst verschwiegen, von je im Herzen getragen“ (Z.10-12), die ‚Erinnerung’ kommt also aus seinem Unbewussten.

Die Welt der „Sonnen- und Meereskinder, […] verständig-heitere[n], schöne[n] junge[n] Menschheit, so angenehm anzuschauen“ (Z.27-29), die sich Castorp zuerst präsentiert, verkörpert das Apollinische.

Der Traum hat jedoch noch eine andere Seite, nämlich die des Dionysischen. Zunächst jedoch erscheint Castorp der Übergang von einer Welt in die andere: An einem Tempeltor findet Castorp sich „vor einer Statuengruppe, zwei steinernen Frauenfiguren auf einem Sockel, Mutter und Tochter, wie es schien: die eine, sitzend, älter, würdiger, recht milde und göttlich, doch mit klagenden Brauen über den sternlos leeren Augen […]; die andere, stehend, von jener mütterlich umschlungen“ (S.744, Z.20-27).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Träume in Thomas Manns Roman ein und definiert die Untersuchungsschwerpunkte: die Atmosphäre des Traumhaften und die Bedeutung der individuellen Träume des Protagonisten.

2. Das Träumerische im Zauberberg: In diesem Kapitel wird untersucht, durch welche Mittel – insbesondere den Zeitumgang und die Leitmotivstruktur – im Sanatorium eine Atmosphäre des Träumerischen konstituiert wird.

3. Die Bedeutung der Träume Hans Castorps: Dieses Hauptkapitel analysiert vier zentrale Träume bzw. Visionen, die wichtige Entwicklungsschritte und Erkenntnisse von Hans Castorp hinsichtlich Identität, Krankheit und Tod markieren.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Träume den Protagonisten zu wichtigen lebensweltlichen Erkenntnissen führen und ihn schließlich zur inneren Autonomie befähigen.

Schlüsselwörter

Der Zauberberg, Thomas Mann, Hans Castorp, Traum, Schneetraum, Unterbewusstsein, Zeitwahrnehmung, Leitmotivstruktur, Leben und Tod, Autonomie, Psychoanalyse, Schopenhauer, Sanatorium, Mythologie, Antizipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der zentralen Rolle von Träumen im Roman "Der Zauberberg" von Thomas Mann und untersucht, wie diese das Erleben des Protagonisten Hans Castorp und die Struktur des Romans beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den zentralen Themen gehören das menschliche Zeitgefühl, der Gegensatz von Leben und Tod, die Bedeutung des Unterbewusstseins sowie die erzählerische Konstruktion einer träumerischen Atmosphäre.

Was ist das primäre Ziel bzw. die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das "Träumerische" im Roman erzeugt wird, welche Funktion die Träume für die Entwicklung Hans Castorps haben und wie er daraus philosophische Erkenntnisse für seine eigene Daseinsdeutung gewinnt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine literaturwissenschaftliche Analyse des Romantextes unter Einbeziehung von Sekundärliteratur zu Thomas Mann, philosophischen Einflüssen (wie Schopenhauer) und psychoanalytischen Aspekten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der allgemeinen Sanatoriumsatmosphäre, der persönlichen Neigungen des Protagonisten und eine detaillierte Analyse spezifischer Traumszenen bis hin zum zentralen "Schneetraum".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie "Zauberberg", "Hans Castorp", "Traumstruktur", "Tod", "Autonomie" und "Leitmotivik" charakterisiert.

Warum ist der "Schneetraum" aus Sicht des Autors von so großer Bedeutung?

Der "Schneetraum" stellt den Höhepunkt des traumhaften Erlebens dar, da Hans Castorp dort eine existenzielle Erkenntnis über die Dialektik von Leben und Tod gewinnt, die ihn zu einer autonomen Position zwischen seinen Lehrmeistern befähigt.

Wie verändern die Träume das Verhältnis von Hans Castorp zu den anderen Figuren?

Durch die Träume beginnt Castorp, die ideologischen Auseinandersetzungen seiner "Erzieher" (Settembrini und Naphta) kritischer zu hinterfragen und erkennt eine eigene Lebenshaltung, die jenseits ihrer extremen Standpunkte in der "Mitte" liegt.

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Traum Hans Castorps. Träume und Träumerisches in Thomas Manns "Der Zauberberg"
Hochschule
Universität Hamburg
Note
1,3
Autor
Mareike Heins (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
21
Katalognummer
V1417455
ISBN (eBook)
9783346967916
ISBN (Buch)
9783346967923
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Thomas Mann Der Zauberberg Traum Vision
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mareike Heins (Autor:in), 2019, Der Traum Hans Castorps. Träume und Träumerisches in Thomas Manns "Der Zauberberg", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1417455
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Leseprobe aus  21  Seiten
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