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Die mediale Inszenierung von True Crime. Beeinflussung der öffentlichen Wahrnehmung von Kriminalität und Strafjustiz

Titel: Die mediale Inszenierung von True Crime. Beeinflussung der öffentlichen Wahrnehmung von Kriminalität und Strafjustiz

Bachelorarbeit , 2023 , 42 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Rachel Ahn (Autor:in)

Soziologie - Medien, Kunst, Musik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Forschungsarbeit setzt sich konkret mit der Beeinflussung durch die mediale Darstellung von True Crime auseinander. Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Prozesse hinter der medialen Inszenierung von True Crime offenzulegen und herauszufinden, ob die mediale Inszenierung des letzteren einen Einfluss auf die öffentliche Wahrnehmung von Kriminalität und Strafjustiz hat.

Die Arbeit soll dazu beitragen, neue Erkenntnisse zu gewinnen und die bestehende Forschungslücke in diesem Gebiet mit aufzuarbeiten. Bislang liegt der Fokus der Untersuchung in diesem Gebiet vorrangig auf der Meinungsbildung durch die Medien. Um die fehlende Analyse der Prozesse hinter der medialen Inszenierung von True Crime aufzuarbeiten, wurde eine Diskursanalyse durchgeführt. Bei der anhand des Fallbeispiels Ted Bundy Materialien aus verschiedensten Medienbereichen ausgewählt und analysiert wurden. Ebenfalls wurde eine Umfrage mit 120 Teilnehmer*innen durchgeführt, von der die wichtigsten Ergebnisse mit in die Arbeit eingebunden wurden.

Die folgende Arbeit ist in mehrere Kapitel unterteilt, welche sich schrittweise mit den verschiedenen Aspekten des Untersuchungsgegenstandes auseinandersetzen. Zu Beginn gewährleistet der theoretischen Rahmen einen sanften Einstieg in die Thematik von True Crime, der medialen Inszenierung sowie der Medienwirkung. Anschließend wird die Diskursanalyse, welche den methodischen Rahmen der Arbeit darstellt, theoretisch dargelegt. Im vierten Kapitel wird die mediale Inszenierung von True Crime unter den Gesichtspunkten der Entstehung und Entwicklung, sowie der Darstellungsformate und Erzählstrategien betrachtet. Das Kapitel fünf widmet sich dem Fallbeispiel Ted Bundy, welches für das Verständnis der darauffolgenden Diskursanalyse fundamental ist. Der Fall Bundy wird als Referenz genutzt, um Material herauszufiltern, welches in der Analyse verglichen wird. Für eine Diskursanalyse eignet sich dieses Fallbeispiel gut. Dies liegt vor allem an der medialen und polarisierenden Präsenz des Falles. Aufbauend auf den Ergebnissen der Analyse werden die Folgen der medialen Inszenierung, der Einfluss der Medien auf die öffentliche Wahrnehmung von Kriminalität und Strafjustiz sowie die Verzerrung und Stereotypen in der Berichterstattung und die Verantwortung der Medien und Auswirkung auf das Vertrauen in die Strafjustiz betrachtet. Eine kritische Reflexion, welche die Vor- und Nachteile der medialen Darstellung von True Crime aufzeigt, führt abschließend zum Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.Einleitung

2.Theoretischer Rahmen

2.1 Definition von True Crime und mediale Inszenierung

2.2 Theorien zur Medienwirkung und öffentliche Meinungsbildung

3.Methodischer Rahmen

3.1 Diskursanalyse

4.Medieninszenierung von True Crime

4.1 Entstehung und Entwicklung von True Crime als Medienphänomen

4.2 Darstellungsformate und Erzählstrategien

5.Fallbeispiel und Empirische Untersuchung

5.1 Fallbeispiel Ted Bundy

5.2 Diskursanalyse zum Fall Ted Bundy:

6.Folgen der medialen Inszenierung

6.1 Einfluss der Medien auf die öffentliche Wahrnehmung von Kriminalität und Strafjustiz

6.2 Verzerrung und Stereotypen in der Berichterstattung

6.3 Die Verantwortung der Medien und Auswirkung auf das Vertrauen in die Strafjustiz

7. Kritische Reflexion

7.1 Vor- und Nachteile medialer Darstellung von True Crime

8. Fazit

Zielsetzung & Themen der Forschungsarbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der medialen Inszenierung von True Crime auf die öffentliche Wahrnehmung von Kriminalität und Strafjustiz. Unter Anwendung einer Diskursanalyse und unter Einbezug empirischer Umfragedaten wird analysiert, wie moderne Medienformate wie Podcasts, Filme und Dokumentationen Kriminaldelikte darstellen und welche wechselseitigen Wirkungsprozesse zwischen dieser Art der Berichterstattung und den Einstellungen der Bevölkerung bestehen.

  • Analyse der medialen Inszenierung als psychologisches Phänomen
  • Untersuchung des "True Crime"-Booms und seiner Erzählstrategien
  • Diskursanalyse anhand des Fallbeispiels des Serienmörders Ted Bundy
  • Evaluierung der wahrgenommenen Kriminalitätsentwicklung versus Realität
  • Reflexion ethischer Verantwortung von Medien bei der Opferdarstellung

Auszug aus dem Buch

4.1 Entstehung und Entwicklung von True Crime als Medienphänomen

„Verbrechen, so eine kulturwissenschaftliche These, stellen eine Verletzung sozialer Ordnung dar und Gesellschaften müssen einen Weg finden, Taten und Täter:innen zurück in diese Ordnung zu überführen – symbolisch kann dies auch durch Erzählungen geschehen.“ (Harms 2021a)

Um auf die soziale Unordnung aufmerksam zu machen, verbreiten Menschen Geschichten von unsittlichem Verhalten seit eh und je mündlich. Die ersten Massenmedien, die es zur damaligen Zeit gab, waren Flugblätter. Auf diese Art und Weise wurden schon in der frühen Neuzeit Erzählungen von besonders brutalen Verbrechen verbreitet. Mit der Entstehung der Drucktechnologie wurde die Verbreitung von Neuigkeiten und Verbrechen immer alltäglicher. (vgl. Harms 2021a) In Amerika fasste das True Crime Genre im Jahre 1920 Fuß. Magazine wie das True Detective Magazine entstanden und griffen eine neumodische Erzählweise auf, welche die Leserschaft durch ihre Ästhetik fesselte.

Zusammenfassung der Kapitel

1.Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein und erläutert die Bedeutung medialer Berichterstattung für die öffentliche Meinungsbildung sowie die Zielsetzung der Forschungsarbeit.

2.Theoretischer Rahmen: Hier werden zentrale Begriffe definiert und Theorien zur Medienwirkung sowie zur öffentlichen Meinungsbildung dargelegt, um das nötige Verständnis für die Analyse zu schaffen.

3.Methodischer Rahmen: Dieses Kapitel erläutert die gewählte Methode der Diskursanalyse nach Siegfried Jäger, welche als Grundlage für die Untersuchung der Medieninhalte dient.

4.Medieninszenierung von True Crime: Es erfolgt eine historische Einordnung des Phänomens True Crime sowie eine Analyse der modernen Darstellungsformate und narrativen Strategien.

5.Fallbeispiel und Empirische Untersuchung: Anhand des Falls Ted Bundy und einer eigenen Umfrage wird untersucht, wie spezifische Kriminalereignisse medial aufbereitet und rezipiert werden.

6.Folgen der medialen Inszenierung: Dieses Kapitel diskutiert die Auswirkungen der Medienberichterstattung auf die Wahrnehmung von Kriminalität, die Entstehung von Stereotypen und das Vertrauen in die Strafjustiz.

7. Kritische Reflexion: Eine abwägende Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile medialer True-Crime-Darstellungen wird hier vorgenommen, inklusive ethischer Betrachtungen.

8. Fazit: Das Fazit fasst die Analyseergebnisse zusammen und beantwortet die leitende Forschungsfrage zur Beeinflussung der öffentlichen Wahrnehmung durch mediale Inszenierung.

Schlüsselwörter

True Crime, Mediale Inszenierung, Diskursanalyse, Strafjustiz, Kriminalitätswahrnehmung, Medienwirkung, Ted Bundy, Stereotypen, Infotainment, Opferdarstellung, Soziale Ordnung, Massenmedien, Narrative Strategien, Sekundäre Viktimisierung, Medienethik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert, wie True-Crime-Inhalte medial inszeniert werden und welchen Einfluss diese Inszenierungen auf die öffentliche Sichtweise von Kriminalität und das Vertrauen der Bürger in die Strafjustiz haben.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zu den Kernbereichen zählen die Medienwirkungstheorie, die journalistische Aufarbeitung wahrer Verbrechen, die Konstruktion von Stereotypen sowie ethische Fragestellungen zur Darstellung von Tätern und Opfern.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, die Prozesse hinter der medialen Inszenierung von True Crime offen zu legen und zu untersuchen, ob und wie diese die gesellschaftliche Wahrnehmung von Kriminalität und Strafmasen beeinflussen.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Arbeit basiert primär auf einer Diskursanalyse nach Siegfried Jäger, ergänzt durch eine eigene Umfrage unter 120 Teilnehmern sowie eine literaturgestützte theoretische Auseinandersetzung.

Welche Aspekte behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung von True-Crime-Medien, analysiert Fallbeispiele wie Ted Bundy anhand diverser Medienformate und untersucht empirisch die Folgen der medialen Darstellung für das öffentliche Sicherheitsgefühl.

Wie lässt sich die Arbeit durch Schlüsselwörter charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie True Crime, Diskursanalyse, Mediale Inszenierung, Kriminalitätswahrnehmung und Medienethik definieren.

Welche Rolle spielen Stereotype in der Arbeit?

Stereotype werden als Werkzeug untersucht, mit dem Kriminalität in den Medien kategorisiert wird, was dazu führen kann, dass die Wahrnehmung der Bevölkerung signifikant von den realen Kriminalstatistiken abweicht.

Welcher Stellenwert wird dem Fall Ted Bundy eingeräumt?

Ted Bundy dient als zentrales, polarisierendes Fallbeispiel, anhand dessen die Mechanismen der Glorifizierung von Tätern durch mediale Inszenierung und die Beeinflussung der Zuschauerwahrnehmung detailliert aufgezeigt werden.

Inwiefern beeinflusst True Crime das Vertrauen in die Strafjustiz?

Die Arbeit stellt fest, dass mediale Inszenierungen oft Fehler in der Polizeiarbeit und scheinbar zu geringe Strafen hervorheben, was bei einem signifikanten Teil der Befragten das Vertrauen in die Justiz schwächt.

Was ist das Fazit der Untersuchung?

Die Arbeit schlussfolgert, dass Medien und Gesellschaft in einer wechselseitigen Verbindung stehen und eine sensible, transparente mediale Auseinandersetzung mit Kriminalität für eine demokratische Gesellschaft unerlässlich ist, um Verzerrungen entgegenzuwirken.

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Details

Titel
Die mediale Inszenierung von True Crime. Beeinflussung der öffentlichen Wahrnehmung von Kriminalität und Strafjustiz
Hochschule
Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen  (Soziologie)
Note
1,3
Autor
Rachel Ahn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
42
Katalognummer
V1417500
ISBN (PDF)
9783346969132
ISBN (Buch)
9783346969149
Sprache
Deutsch
Schlagworte
True Crime Kriminalität Beeinflussung der Medien Straftäter Strajustiz Mediale Inszenierung Ted Bundy
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rachel Ahn (Autor:in), 2023, Die mediale Inszenierung von True Crime. Beeinflussung der öffentlichen Wahrnehmung von Kriminalität und Strafjustiz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1417500
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Leseprobe aus  42  Seiten
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