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Begriff und Bedeutung des Sensemaking im Kontext von Wandelprozessen

Title: Begriff und Bedeutung des Sensemaking im Kontext von Wandelprozessen

Term Paper , 2009 , 13 Pages , Grade: B

Autor:in: Verena Naunheim (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Die moderne Organisationsforschung setzt sich in den letzten Jahren verstärkt mit Veränderungen in und von Organisationen auseinander.
Von organisationalem Wandel wird gesprochen, wenn eine maßgebliche Veränderung der Wirklichkeitsordnung zustande kommt und die Form der Organisation in Bewegung gerät.
Wandelprozesse in Organisationen können bestehende Routinen entwerten und Unsicherheit sowie Irritationen bei den Individuen hervorrufen. Genau in einer sochen Situation muss es die Organisation schaffen, die Umwelt wahrzunehmen, auf sie zu reagieren und wieder eine Ordnung herzustellen. Ziel dieser Arbeit ist es, den Sensemaking Ansatz von Weick als einen Prozess der kognitiven Konstruktion von Wirklichkeit im Zusammenhang von organisationalem Wandel darzustellen. Sensemaking beschreibt dabei den Prozess, nach dem Individuen und Organisationen mit komplexen Umweltsituationen umgehen, indem sie gemeinsam Sinnzusammenhänge schaffen. Im Rahmen der Erläuterung des Prozesses werden zunächst im zweiten Kapitel begriffliche Grundlagen erklärt. Daran anschließend werden im dritten Kapitel wichtige Charakteristika der Sensemaking Theorie von Weick dargestellt, sowie weiterhin die Bedeutung des Sensemaking in organisationalen Wandelsituationen erläutert. Im viertel Kapitel wird das Mann Gulch Desaster als praktisches Beispiel für den Kollaps des Sensemaking in einer kleinen Organisation dargestellt. Zudem erfolgt eine Analyse des Desasters. Das fünfte Kapitel enthält eine abschließende Zusammenfassung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung / Problemdefinition

2 Begriffserklärung von Organisation, Sinn und Wandel

2.1 Sinn und Sinnstiftung

2.2 Kommunikation und Sprache

2.3 Zusammenhang von Organisation, Sinn und Wandel

3 Die Sensemaking Theorie von Weick

3.1 Die Charakteristika des Sensemakingmodells

3.2 Organisationales Sensemaking in Wandelsituationen

4 Der Kollaps des Sensemaking im Mann Gulch Desaster

4.1 Praktisches Beispiel des Mann Gulch Desasters

4.2 Analyse des Mann Gulch Desasters auf Basis der Sensemaking Theorie von Weick

5 Abschließende Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist es, den Sensemaking-Ansatz von Karl Weick als einen Prozess der kognitiven Konstruktion von Wirklichkeit im Kontext organisationalen Wandels zu analysieren und dessen Bedeutung für das Management unerwarteter Situationen darzustellen.

  • Grundlagen der Sinnstiftung und Kommunikation in Organisationen
  • Die sieben Charakteristika des Sensemaking-Modells nach Weick
  • Rolle von Sensemaking bei der Bewältigung von Wandelsituationen
  • Analyse des "Mann Gulch Desasters" als Fallbeispiel für den Zusammenbruch von Sensemaking

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Charakteristika des Sensemakingmodells

Sensemaking unterscheidet sich von anderen sozio-kognitiven Prozessen wie z.B. der Interpretation der Umwelt, durch sieben wesentliche Aspekte, die im Folgenden erläutert werden.. 22

Der erste Aspekt bezieht sich auf die Sinnstiftung und Identität. Die Identität eines Individuums oder einer Organisation ist kein singuläres oder stabiles Konstrukt.23 Für jeden neuen Kontext oder eine spezifische Interaktionshandlung wird ein neues Selbstkonzept entwickelt, was somit in einer Vielzahl unterschiedlicher Selbstkonzepte resultiert, die je nach Situation von dem Individuum aktiviert werden.24 Dabei entscheidet das aktuelle Selbstbild auch über die Bedeutung der in dieser Situation relevanten Umwelt.25 Die Entwicklung eines Selbstbildes ist somit eine wichtige Grundlage im Prozess des Sensemaking.26

Das zweite Charakteristikum der Sinnstiftung ist Retroperspektivität. Menschen können eine Handlung nur reflektieren, wenn die Handlung abgeschlossen ist.27 Somit wird z.B. eine spontan ausgeführte Handlung eines Individuums im Nachhinein mit Sinn versehen, indem für diese Handlung eine Rechtfertigung im Sinne einer Zielerreichung gefunden wird.28 Dabei wird die Sinnstiftung von der Erinnerung an die vergangene Handlung beeinflusst, und da Erinnerung kein stabiler Vorgang ist, kann das Ergebnis der Sinnstiftung durch neue Erinnerungen beeinflusst und verändert werden.29 Obwohl Sensemaking somit zwar immer vergangen-heitsgebunden ist , kann allerdings auf Basis der Vergangenheit auch Sinn-stiftung für die Zukunft erfolgen. Kognitiv zugänglich ist die Zukunft aber allerdings erst, wenn sie als abgeschlossenes Ereignis vorliegt.30

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung / Problemdefinition: Hinführung zum Thema organisationaler Wandel und Vorstellung der Zielsetzung, den Sensemaking-Ansatz nach Weick als Instrument zur Konstruktion von Wirklichkeit darzustellen.

2 Begriffserklärung von Organisation, Sinn und Wandel: Theoretische Grundlegung der Kernbegriffe, wobei Sinnstiftung als essenzieller Teil menschlichen Handelns und Sprache als Bindeglied sozialer Kognition definiert werden.

3 Die Sensemaking Theorie von Weick: Detaillierte Darstellung der sieben theoretischen Aspekte des Modells und Erläuterung, wie Organisationen in dynamischen Umfeldern durch Sensemaking Orientierung schaffen.

4 Der Kollaps des Sensemaking im Mann Gulch Desaster: Fallstudie zur Brandkatastrophe von 1949, die verdeutlicht, wie bei extremer Unsicherheit und fehlender Kommunikation der soziale Sensemaking-Prozess in einer Gruppe versagen kann.

5 Abschließende Zusammenfassung: Fazit zur Relevanz von Sensemaking für das moderne Management, insbesondere um in krisenhaften Wandelsituationen durch soziale Interaktion neue Ordnung zu schaffen.

Schlüsselwörter

Sensemaking, Organisation, Wandel, Sinnstiftung, Karl Weick, Mann Gulch Desaster, Kognition, Kommunikation, Organisationale Identität, Retroperspektivität, Plausibilität, Krisenmanagement, Soziale Interaktion, Umweltinterpretation, Wandelsituationen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Management von Wandel in Organisationen und untersucht, wie Individuen und Organisationen durch den Prozess des "Sensemaking" nach Karl Weick Sinn in komplexen und unsicheren Situationen stiften.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Sinnstiftung, die Rolle von Kommunikation und Sprache in Organisationen sowie die Anwendung der Sensemaking-Theorie auf reale Katastrophenszenarien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Sensemaking-Ansatz als Prozess der kognitiven Wirklichkeitskonstruktion darzustellen und aufzuzeigen, wie dieser Ansatz hilft, organisationalen Wandel und das Unerwartete zu bewältigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Untersuchung verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse des Sensemaking-Konzepts, ergänzt durch eine Fallstudienanalyse des Mann Gulch Desasters, um die theoretischen Aspekte praktisch zu illustrieren.

Welche Inhalte werden im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung von Sinn und Wandel, die Erläuterung der sieben Charakteristika des Sensemaking-Modells von Weick sowie die Analyse des Zusammenbruchs von Sensemaking im Mann Gulch Desaster.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Sensemaking, Sinnstiftung, organisationaler Wandel, kognitive Konstruktion, Kommunikation, organisationale Identität und Krisenmanagement.

Warum spielt das "Mann Gulch Desaster" eine so zentrale Rolle in der Argumentation?

Es dient als praktisches Fallbeispiel für einen "Kollaps des Sensemaking", bei dem die etablierten Strukturen einer Gruppe unter extremen Bedingungen versagen, was Weicks theoretische Aussagen über den sozialen Charakter von Sinnstiftung verdeutlicht.

Was unterscheidet Weicks Sensemaking-Theorie von klassischen Organisationstheorien?

Im Gegensatz zu klassischen Theorien, die Organisationen als formale und fest gefügte Gebilde betrachten, geht Weick davon aus, dass Wirklichkeit in Organisationen dynamisch und durch fortwährende soziale Interaktionen erst konstruiert werden muss.

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Details

Title
Begriff und Bedeutung des Sensemaking im Kontext von Wandelprozessen
College
University of Hagen
Grade
B
Author
Verena Naunheim (Author)
Publication Year
2009
Pages
13
Catalog Number
V141764
ISBN (eBook)
9783640513994
ISBN (Book)
9783640512492
Language
German
Tags
Begriff Bedeutung Sensemaking Kontext Wandelprozessen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Verena Naunheim (Author), 2009, Begriff und Bedeutung des Sensemaking im Kontext von Wandelprozessen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141764
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