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Der Giftgasangriff auf Halabdscha und seine Anerkennung als Genozid

Título: Der Giftgasangriff auf Halabdscha und seine Anerkennung als Genozid

Trabajo Escrito , 2019 , 19 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Selin Acay (Autor)

Orientalismo / Sinología - Estudios islámicos
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In dieser Arbeit soll anhand der von der UNO übernommenen Definition des Begriffes ,,Genozid'' diskutiert werden, ob der Angriff auf Halabdscha als solcher eingestuft werden kann. Um diese Frage zu beantworten, wird zunächst neben der Begriffsgeschichte, auf die Definition der UNO-Konvention aus dem Jahre 1948 eingegangen. Beginnend mit der Entstehung und der Wirkung des Baath-Regimes werden historische und politische Hintergründe des Angriffes auf Halabdscha dargestellt. Danach wird die kurdische Bevölkerung im Irak und ihr Kampf um eine autonome Region behandelt. Anschließend werden der Erste Golfkrieg und die Anfal-Operation behandelt. Da es international Unstimmigkeiten bezüglich der Einstufung vom Giftgasangriff auf Halabdscha als Genozid gibt, wird dieser einzeln in Betracht genommen, gefolgt von der Strafverfolgung.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Begriffsgeschichte und Definition

3. Geschichtliche und politische Hintergründe

3.1. Das Baath-Regime

3.2. Die kurdische Bevölkerung im Irak

3.3. Der Erste Golfkrieg

3.4. Die Anfal-Operation

4. Der Giftgasangriff auf Halabdscha

5. Strafverfolgung

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Giftgasangriff auf die Stadt Halabdscha im Jahr 1988 und analysiert die historische sowie völkerrechtliche Einordnung dieses Ereignisses als Genozid unter der UN-Konvention von 1948.

  • Historischer Kontext der Baath-Partei und deren Herrschaftsmethoden.
  • Die Unterdrückung der kurdischen Minderheit im Irak.
  • Die systematische Durchführung der Anfal-Operation.
  • Die völkerrechtliche Einstufung des Giftgasangriffs als Genozid.
  • Kritische Aufarbeitung der Strafverfolgung der Verantwortlichen.

Auszug aus dem Buch

4. Der Giftgasangriff auf Halabdscha

Mitten im Ersten Golfkrieg stand die an der iranischen Grenze liegende Stadt, Halabdscha, am 13. März 1988 unter Beschuss. Zu diesem Zeitpunkt marschierte auch die pasdaran, die iranische Revolutionsgarde, in die Stadt ein. Zwei Tage später gingen die iranischen Soldaten durch die Straßen Halabdschas und riefen ,,Gott ist groß! Chomeini ist unser Führer!'' Dabei wurden sie von einigen irakischen Kurden begleitet. Während einige Soldaten bei kurdischen Familien blieben, wollten Andere die für Schiiten heiligen Städte, Kerbela und Nadschaf, besuchen. Kämpfer der Islamischen Bewegung führten als Zeichen des Sieges Tänze auf. Die Soldaten wurden demnach nicht nur geduldet, sondern mit Vergnügen aufgenommen. Doch nachdem Angestellte des öffentlichen Dienstes dazu aufgerufen wurden ihre Posten zu verlassen, wuchs der Verdacht auf einen Vergeltungsakt der irakischen Regierung. Somit wurde Halabdscha am 15. März 1988 von den irakischen Kräften besetzt. Zuerst wurde die Stadt isoliert und die Stromzufuhren wurden zerstört. Folglich konnte die Bevölkerung davon abgehalten werden in Kontakt mit der Außenwelt zu treten. Einen Tag später, am Morgen des 16. März, wurden Papierschnipsel über die Stadt abgeworfen, um die Windstärke und Windrichtung zu messen. Kurz danach folgte der Angriff mit Bomben, Artillerie und Giftgas.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die historische Relevanz von Genoziden und führt in die spezifische Problematik des Giftgasangriffs auf Halabdscha während der Anfal-Operation ein.

2. Begriffsgeschichte und Definition: Dieses Kapitel definiert den Begriff Genozid anhand der UN-Konvention von 1948 und erläutert Raphael Lemkins theoretische Grundlagen.

3. Geschichtliche und politische Hintergründe: Es werden die Entstehung des Baath-Regimes, die Lage der Kurden, der Erste Golfkrieg und der Kontext der Anfal-Operation als systemische Vernichtungsstrategie dargestellt.

4. Der Giftgasangriff auf Halabdscha: Dieses Kapitel beschreibt den detaillierten Ablauf und die verheerenden Auswirkungen des Chemiewaffenangriffs auf die Zivilbevölkerung von Halabdscha.

5. Strafverfolgung: Die strafrechtliche Aufarbeitung vor dem Irak-Tribunal und die internationale Verstrickung westlicher Firmen bei der Lieferung von Chemikalien werden hier kritisch hinterfragt.

6. Fazit: Das Resümee stellt fest, dass der Angriff alle Kriterien eines Genozids erfüllt, kritisiert jedoch das Ausbleiben angemessener Entschädigungen für die Opfer und deren Nachfahren.

Schlüsselwörter

Genozid, Halabdscha, Anfal-Operation, Saddam Hussein, Baath-Regime, Kurdenkonflikt, Giftgas, Chemiewaffen, Völkerrecht, UN-Konvention, Kriegsverbrechen, Strafverfolgung, Ali Hassan Al-Majid, Menschenrechte, Minderheiten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Giftgasangriff auf Halabdscha im Jahr 1988 und untersucht, ob dieses Ereignis völkerrechtlich als Genozid einzustufen ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit deckt die Geschichte der Baath-Partei, die Lage der Kurden im Irak, die Anfal-Operation und die internationale Mitverantwortung durch Waffenlieferungen ab.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Angriff anhand der offiziellen UNO-Definition für Genozide zu prüfen und die politische Absicht hinter den Maßnahmen zu belegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine deskriptive und analytische Aufarbeitung anhand von Literaturquellen, Berichten von Nichtregierungsorganisationen und historischen Dokumenten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Entstehungsgeschichte, die chronologische Darstellung des Angriffs und die spätere juristische Aufbereitung der Taten.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Schlagworte sind Genozid, Anfal-Operation, Baath-Regime, Chemiewaffen und Kurdenkonflikt.

Warum wird der Angriff auf Halabdscha im Zusammenhang mit der Anfal-Operation genannt?

Da Halabdscha als ein massiver Teil der systematischen Unterdrückung der kurdischen Bevölkerung durch das irakische Regime im Kontext der Anfal-Operation betrachtet wird.

Welche Rolle spielen westliche Firmen in der Arbeit?

Die Arbeit weist nach, dass europäische und deutsche Firmen durch die Lieferung von Chemikalien und Ausrüstung indirekt an den Taten beteiligt waren und kritisiert deren mangelnde juristische Konsequenzen.

Warum gab es keine Entschädigung für die Opfer?

Laut der Autorin liegt dies an mangelndem politischem Willen und fehlenden rechtlichen Mechanismen, die trotz der Verurteilung einzelner Täter die Opfer weiterhin außen vor lassen.

Was bedeutet der Titel "Der Giftgasangriff auf Halabdscha und seine Anerkennung als Genozid"?

Der Titel verdeutlicht den Fokus der Arbeit: Zum einen die Fakten über den Angriff selbst und zum anderen die völkerrechtliche Diskussion um dessen Anerkennung als Völkermord.

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Detalles

Título
Der Giftgasangriff auf Halabdscha und seine Anerkennung als Genozid
Calificación
1,3
Autor
Selin Acay (Autor)
Año de publicación
2019
Páginas
19
No. de catálogo
V1417888
ISBN (PDF)
9783346969446
ISBN (Libro)
9783346969453
Idioma
Alemán
Etiqueta
Halabscha Saddam Hussein Irak Erster Golfkrieg Kurdistan Kurden Genozid Nordirak Anfal Anfal-Operation Baath-Partei Halabja
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Selin Acay (Autor), 2019, Der Giftgasangriff auf Halabdscha und seine Anerkennung als Genozid, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1417888
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