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Ein früher wissenschaftlicher Diskurs? Platons und Aristoteles politische Philosophie

Ein Vergleich

Título: Ein früher wissenschaftlicher Diskurs? Platons und Aristoteles politische Philosophie

Trabajo Escrito , 2021 , 15 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: David Wagner (Autor)

Política - Filosofía política e historia de las ideas
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In der Politikwissenschaft bzw. generell in der Wissenschaft wird stets angeregt diskutiert, verschiedene Meinungen werden ausgetauscht und Diskussionen geführt. Argumente werden ausgetauscht und Kompromisse beschlossen.
Natürlich sind diese Diskurse heute, im digitalen Zeitalter sehr viel einfacher zu führen, als es noch vor fünfzig oder hundert Jahren der Fall war.
Aber gab es nicht schon weit vorher wissenschaftliche Diskurse?

Es wäre interessant zu sehen, ob es solche Diskurse nicht schon sehr früh, zur Zeit der Antike gegeben haben könnte. Platon und Aristoteles zwei der bekanntesten antiken Philosophen, die sich beide auch mit der politischen Philosophie beschäftigt haben, haben in ihren jeweiligen Werken ein Bild eines idealen Staates gezeichnet.

Im Folgenden werde ich diese Bilder mit einander Vergleichen und auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten hin überprüfen. Hierzu werde ich Platons „Politeia“ mit Aristoteles „Politik“ vergleichen. Da beide Philosophen aus derselben Epoche stammen bietet sich dieser Vergleich an.

Ich werde mit dem Verständnis eines idealen Staates laut Platon beginnen, da es sich bei der „Politeia“ um ein Gespräch der Sokrates handelt, werde ich diesen auch zitieren. Hiermit ist dann stets der platonische Sokrates gemeint. Beginnend mit der Entstehung eines Staates im ersten Schritt werde ich anschließend das gesellschaftliche System des optimalen Staates nach Sokrates und dessen Legitimation erklären.

Anschließend werde ich dasselbe mit dem Verständnis eines optimalen Staates vom Sokrates tun.
Sobald beide Staatskonzepte dargelegt sind, werde ich diese kurz vergleichen, um zu prüfen, ob es bereits in der Antike etwas ähnliches wie wissenschaftliche Diskurse gegeben hat, auch wenn diese vielleicht eher philosophischer Natur sein werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Platon

a) Entstehung des Staates

b) Gesellschaftliche Struktur

I) Die Wächter

II) Die Herrscher

c) Legitimation

3) Aristoteles

a) Entstehung des Staates

b) Gesellschaftliche Struktur

4) Vergleich der beiden Idealstaatvorstellungen

5) Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht wissenschaftliche Diskurse der Antike durch den Vergleich der Idealstaatkonzepte von Platon und Aristoteles. Dabei wird analysiert, wie diese Philosophen die Entstehung, gesellschaftliche Struktur und Legitimation ihrer jeweiligen idealen politischen Systeme konzipierten, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten und die Behauptung eines bereits in der Antike existierenden wissenschaftlichen Diskurses zu prüfen.

  • Vergleich der Staatsentstehung nach Platon und Aristoteles
  • Analyse der gesellschaftlichen Hierarchien und Standesmodelle
  • Untersuchung der Legitimation politischer Herrschaft
  • Gegenüberstellung der Rollen von Wächtern, Bürgern und Sklaven
  • Kritische Reflexion über wissenschaftliche Diskurse in der Antike

Auszug aus dem Buch

Die Wächter

Die Krieger, die für die äußere Sicherheit zuständig sind, werden „Wächter“ genannt und müssen eine ganze Reihe an Eigenschaften in sich vereinen (vgl. Platon, der Staat, 374b-e). Er muss laut Sokrates körperlich wachsam, schnell, kräftig und tapfer sein (vgl. Platon, der Staat, 375a). Die Seele des Wächters soll „mutvoll“ sein, sodass er furchtlos und unbesiegbar ist (vgl. Platon, der Staat, 375b). Diese Palette an Eigenschaften hebt den Wächter allerdings in eine mächtige Position herauf. Damit er seine Position nicht gegen die Menschen seines Staates einsetzt, muss ein Wächter zudem noch sanftmütig gegenüber seinen Staatsangehörigen sein, was einen Widerspruch zu den anderen Eigenschaften bildet (vgl. Platon, der Staat, 375c). Um diesen Widerspruch in sich vereinen zu können. soll ein guter Wächter darüber hinaus die Veranlagung zur Philosophie besitzen, da er allein durch das Erkennen und Nichterkennen von Personen wissen soll, ob er zu seinem Gegenüber sanft sein muss oder nicht (vgl. Platon, der Staat, 375e).

Für Sokrates ist philosophisch sein und erkenntnisliebend sein gleichzusetzen, also soll die Philosophie den Wächter zum richtigen Erkennen von Freund und Feind verhelfen. Die aufgelisteten Eigenschaften, die ein guter Wächter in sich vereinen muss, sollen durch den Staat von klein auf anerzogen werden, dabei sollen die körperlichen Eigenschaften durch die Gymnastik gefördert werden und die seelischen durch die Kunst der Musen (vgl. Platon, der Staat, 376e). Damit die seelische Förderung der jungen Wächter auch ohne Hindernisse ablaufen kann, sollen alle Erzählungen, die nach Sokrates Meinung etwas unwahres über die Götter oder die Heroen berichten, dies schließt auch die ein, die den Göttern und Heroen schlechte Eigenschaften zugesprechen, nicht mehr erzählt werden dürfen (vgl. Platon, der Staat, 377b f.).

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Die Einleitung steckt den Kontext ab, in dem Platon und Aristoteles als zentrale Akteure eines antiken wissenschaftlichen Diskurses über ideale Staaten vorgestellt werden.

2) Platon: Dieses Kapitel erläutert Platons Staatskonzept, fokussiert auf die auf Arbeitsteilung basierende Entstehung und die strikte dreigeteilte Gesellschaftsstruktur inklusive der Rolle der Wächter, Herrscher und der „edlen Lüge“ zur Legitimation.

3) Aristoteles: Aristoteles' Verständnis des Staates als natürliche Gemeinschaft wird dargestellt, wobei insbesondere die ökonomischen und sozialen Schichtungen, die Bedeutung des Bürgerbegriffs und die Anforderungen an Erziehung und Stadtplanung hervorgehoben werden.

4) Vergleich der beiden Idealstaatvorstellungen: Hier werden die Konzepte direkt gegenübergestellt, wobei die divergenten Ansätze zur Staatsentstehung, zur Rolle der Frau, zur Sklavenhaltung und zum Umgang mit Besitz und Kriegen analysiert werden.

5) Fazit: Das Fazit resümiert die Erkenntnisse und betont die Bedeutung früher intellektueller Auseinandersetzungen, auch wenn diese über die Zeit linear und nicht interaktiv verliefen.

Schlüsselwörter

Platon, Aristoteles, Idealer Staat, Politische Philosophie, Antike, Staatsentstehung, Gesellschaftliche Struktur, Wächter, Herrscher, Legitimation, Politeia, Politik, Arbeitsteilung, Zoon politicon, Wissenschaftlicher Diskurs.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht einen frühen wissenschaftlichen oder philosophischen Diskurs in der Antike anhand der politischen Staatstheorien von Platon und Aristoteles.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Entstehung eines Staates, die gesellschaftliche Gliederung in Stände, die Legitimation dieser Ordnung sowie Erziehungs- und Lebensformen innerhalb dieser Modelle.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die politischen Konzepte von Platon und Aristoteles in ihren jeweiligen Werken „Politeia“ und „Politik“ zu vergleichen und zu prüfen, ob man von einem antiken wissenschaftlichen Diskurs sprechen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine vergleichende Analyse (komparative Methode) der Originaltexte von Platon und Aristoteles angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Staatsentstehung, die Struktur der Gesellschaft und die Legitimation bei Platon sowie bei Aristoteles und schließt mit einem direkten Vergleich dieser Aspekte ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Idealer Staat, Platon, Aristoteles, Politische Philosophie, Staatsentstehung und gesellschaftliche Hierarchien.

Wie unterscheidet sich Platons Verständnis von dem des Aristoteles bezüglich der Staatsentstehung?

Platon sieht die Grundlage des Staates in den materiellen Bedürfnissen der Menschen und der Arbeitsteilung, während Aristoteles den Staat als eine natürliche Gemeinschaft begreift, die sich aus der notwendigen Entwicklung vom Haushalt zum Dorf zum Staat ergibt.

Welche Rolle spielt die Zensur in den Idealstaatkonzepten?

Sowohl bei Platon als auch bei Aristoteles spielt die Erziehung eine zentrale Rolle, wobei Platon etwa Kunst und Musik stark zensiert, um die Wächter vor negativen Einflüssen zu schützen, ähnlich wie auch Aristoteles unanständige Medien aus dem Staat verbannen möchte.

Wie beurteilt der Autor die Möglichkeit eines wissenschaftlichen Diskurses in der Antike?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass es zwar einen inhaltlichen Diskurs über Ideen gab, dieser jedoch aufgrund der unterschiedlichen Lebenszeiten der Philosophen linear und nicht in Form eines direkten, interaktiven Austauschs stattfand.

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Detalles

Título
Ein früher wissenschaftlicher Diskurs? Platons und Aristoteles politische Philosophie
Subtítulo
Ein Vergleich
Universidad
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Politikwissenschaft)
Calificación
2,0
Autor
David Wagner (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
15
No. de catálogo
V1419019
ISBN (PDF)
9783346973108
ISBN (Libro)
9783346973115
Idioma
Alemán
Etiqueta
diskurs platons aristoteles philosophie vergleich
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
David Wagner (Autor), 2021, Ein früher wissenschaftlicher Diskurs? Platons und Aristoteles politische Philosophie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1419019
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