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Internationale Beziehungen und Nietzsches Kritik an der Moral

Titre: Internationale Beziehungen und Nietzsches Kritik an der Moral

Dossier / Travail , 2021 , 16 Pages , Note: 1,3

Autor:in: David Wagner (Auteur)

Politique - Sujet: Relations internationales
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In den Internationalen Beziehung wurden im Laufe der Jahre viele verschiedene Theorien aufgestellt, die das Themenfeld strukturell erklären sollten. Der Diskurs ist bis heute nicht beendet. Im dieser Arbeit wird Kritik an einigen der aufgestellten Theorien geübt, allerdings nicht im herkömmlichen Sinne, welche Theorie „gut“ und welche „schlecht“ sind, wenn man dies überhaupt so einfach beurteilen kann. Die hier aufgestellte Kritik wird aus Nitzsches Kritik an der Moral abgeleitet, anschließend wird diese Art der Kritik auf die einzelnen Theorien der internationalen Theorien angewendet.

Ich werde damit beginnen, dass ich die Theorien des Idealismus, des Realismus, des Neorealismus, des Institutionalismus, des Neoliberalismus und des Konstruktivismus vorstelle und erkläre.
Anschließend werde ich kurz erläutern was Moral ist und was Nietzsches Kritik an dieser ist, bzw. seine Kritik an Moralvorstellungen. Die Art dieser Kritik möchte ich anschließend auf die einzelnen Theorien anwenden.
Die Arbeit soll lediglich der Versuch einer hoffentlich spannenden Kritik an den Theorien bzw. bestimmten Aspekten der Theorien sein.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorien der Internationalen Beziehungen

2.1 Der Idealismus

2.2 Realismus

2.3 Neorealismus

2.4 Institutionalismus

2.5 Neoliberalismus

2.6 Konstruktivismus

3. Kritik an den Theorien nach Nietzsche

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die Theorien der Internationalen Beziehungen durch die Brille von Friedrich Nietzsches Moralkritik, um aufzuzeigen, inwieweit diese Theorien – ähnlich wie moralische Systeme – einen problematischen absoluten Anspruch erheben oder auf subjektiven Voraussetzungen basieren.

  • Grundlagenwissen zu den Theorien Idealismus, Realismus, Neorealismus, Institutionalismus, Neoliberalismus und Konstruktivismus.
  • Einführung in Nietzsches Kritik an Moralvorstellungen (Herren- und Sklavenmoral).
  • Methodische Anwendung der Moralkritik auf die Konzepte internationaler Politik.
  • Reflexion über die Rolle von Normen und objektiven Wahrheitsansprüchen in der Politikwissenschaft.

Auszug aus dem Buch

2.2 Realismus

Einen großen Beitrag an der Gründung der Lehre der Internationalen Beziehungen hatte das Theoriegebäude des Realismus, welches von Hans J. Morgenthau in seinem Werk „Politics among Nations“ erstmals aufgestellt wurde (vgl. Jacobs 2010: S. 39). Die realistische Schule oder die Schule des klassischen Realismus entstand in den 1930er und 1940er Jahren. Allerdings „steht das realistische Denken in einer langen geistesgeschichtlichen Tradition, als deren wichtigste historische Denker in der Regel Thukydides und Niccoló Machiavelli, ferner Thomas Hobbes, Friedrich Nietzsche und Max Weber genannt werden“ (Jacobs 2010: S. 40). Das Aufkommen des Realismus muss als Gegenbewegung zur damaligen Idee des Idealismus gesehen werden, der utopische oder idealistische Vorstellung vertrat und die Realität der Politik herunterspiele und die gewaltsamen Aspekte der Politik ignoriere (vgl. Jacobs 2010: S. 41f). Der Realismus erklärte das Streben nach Macht zum Sinn aller Politik. Der Realismus entstand aus der Notwendigkeit heraus, eine Theorie aufzustellen, die sich nicht an Wunschvorstellungen und Utopien orientiert und den Faktor der Macht als zentrales Element in der internationalen Politik erkennt. Allerdings wird auch gleichzeitig gefordert, dass moralische Werte als unabdingbare Voraussetzungen für die Begrenzung der gewaltsamen Auswirkungen von Machtstreben anerkannt wird (vgl. Carr, zitiert nach Jacobs 2010: S. 44). Die Rolle der Macht in der Politik könne laut Morgenthau nicht überwunden werden, das Mittel zum Erreichen staatlicher Ziele bleibe immer die Macht (vgl. Jacobs 2010: S. 46).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Internationalen Beziehungen ein und erläutert das Ziel, die Theorien anhand von Nietzsches Moralkritik zu untersuchen.

2. Theorien der Internationalen Beziehungen: Dieses Kapitel skizziert die zentralen theoretischen Strömungen, von den geisteswissenschaftlichen Wurzeln bis zu den modernen Ansätzen wie Neorealismus und Konstruktivismus.

2.1 Der Idealismus: Die Frühe Phase der Theoriebildung wird hier als Idealismus definiert, der den Fokus auf den Völkerbund und die friedliche Ordnung setzt.

2.2 Realismus: Der Text analysiert den Realismus nach Morgenthau als eine Gegenbewegung, die Macht zum zentralen Element der Politik erklärt.

2.3 Neorealismus: Es wird die systemische Perspektive von Kenneth Waltz dargelegt, wobei der Fokus auf Sicherheitsinteressen und der anarchischen Struktur des internationalen Systems liegt.

2.4 Institutionalismus: Dieses Kapitel stellt die Bedeutung von Institutionen und der Verflechtung von Akteuren in den Mittelpunkt internationaler Zusammenarbeit.

2.5 Neoliberalismus: Der Neoliberalismus wird über das Konzept individueller Präferenzen und gesellschaftlicher Prozesse definiert.

2.6 Konstruktivismus: Dieser Abschnitt beschreibt die Annahme, dass politische Realität sozial konstruiert ist und intersubjektive Prozesse von entscheidender Bedeutung sind.

3. Kritik an den Theorien nach Nietzsche: Hier wird Nietzsches Moralkritik konkret auf die vorgestellten Theorien übertragen, um zu prüfen, ob diese eine "objektive" Moral voraussetzen.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine pessimistische Sichtweise durch die Kritik zwar möglich ist, aber ein positives Miteinander dennoch essenziell bleibt.

Schlüsselwörter

Internationale Beziehungen, Realismus, Neorealismus, Idealismus, Institutionalismus, Neoliberalismus, Konstruktivismus, Moralkritik, Friedrich Nietzsche, Politikwissenschaft, Macht, Anarchie, Soziale Konstruktion, Weltfrieden, Internationale Organisationen

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema dieser Ausarbeitung?

Die Arbeit befasst sich mit den wichtigsten Theorien der Internationalen Beziehungen und stellt diese in den Kontext einer philosophischen Kritik, die auf Friedrich Nietzsches Moralphilosophie basiert.

Welche Theorien werden im Text analysiert?

Analysiert werden der Idealismus, der Realismus, der Neorealismus, der Institutionalismus, der Neoliberalismus sowie der Konstruktivismus.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Nietzsches Kritik an der Objektivität von Moralvorstellungen auf die Theorien der Internationalen Beziehungen anzuwenden, um deren inhärente Annahmen über Objektivität und Werte zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verfolgt?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-vergleichende Methode, bei der klassische Theorieansätze der Politikwissenschaft mit philosophischen Diskursen der Moralkritik in Beziehung gesetzt werden.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Skizzierung der Theoriegebäude und deren anschließende kritische Beleuchtung hinsichtlich ihrer jeweiligen anthropologischen und normativen Prämissen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Zentrale Begriffe sind Machtstreben, Anarchie, soziale Konstruktion, subjektive Interessen und die Dekonstruktion objektiver politischer Wahrheitsansprüche.

Wie unterscheidet sich der Konstruktivismus laut diesem Text von anderen Theorien?

Der Konstruktivismus geht davon aus, dass die Realität sozial konstruiert ist – ein Aspekt, den der Autor mit Nietzsches Ansatz der relativen Erkenntnis verknüpft.

Warum hält der Autor den Realismus für teilweise anfällig für seine Kritik?

Obwohl der Realismus Macht betont, setzt er laut Autor voraus, dass Moralvorstellungen (z.B. von Politikern) universell eingedämmt werden könnten, was Nietzsches Ansicht widerspricht, dass Moral nicht objektiv sein kann.

Was schlägt der Autor als Fazit für die Politik vor?

Der Autor schließt, dass man die radikale Kritik zwar gegen Theorien anwenden kann, diese aber nicht als alleinigen Orientierungspunkt für Politik nehmen sollte, da ein gewisses Grundvertrauen für das Miteinander notwendig ist.

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Résumé des informations

Titre
Internationale Beziehungen und Nietzsches Kritik an der Moral
Université
http://www.uni-jena.de/  (Institut für Politikwissenschaft)
Note
1,3
Auteur
David Wagner (Auteur)
Année de publication
2021
Pages
16
N° de catalogue
V1419064
ISBN (PDF)
9783346973085
ISBN (Livre)
9783346973092
Langue
allemand
mots-clé
internationale beziehungen nietzsches kritik moral
Sécurité des produits
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Citation du texte
David Wagner (Auteur), 2021, Internationale Beziehungen und Nietzsches Kritik an der Moral, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1419064
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Extrait de  16  pages
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