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Ist eine Trennung Ilias - Troja möglich?

Titel: Ist eine Trennung Ilias - Troja möglich?

Seminararbeit , 2009 , 29 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Pierre Köckert (Autor:in)

Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Seit nunmehr 4 Jahren ist der große Medienzirkus um den Trojadiskurs verstummt. Jedoch ist man
sich immer noch nicht einig, welche Rolle die Ilias in der Forschung spielen soll. Durch diese
Uneinigkeit entstanden viele verschiedene Interpretationsansätze über den Zusammenhang Ilias
und den archäologischen Ausgrabungen in der Troâs.
Das Ziel dieser Hausarbeit soll es sein, genau diesen Schwerpunkt aufzugreifen und die Ilias, so
weit wie möglich, von den Grabungen am Hisârlik zu trennen. Da sich meine Arbeit mit den
„tatsächlichen Aussagen“ der Ilias beschäftigt, ist es zunächst von Nöten, sich deren Autor, Homer,
zu widmen. Darauf folgt eine kurze Darstellung der frühen griechischen Geschichte von den
Anfängen der mykenischen Kultur bis Ende der früharchaischen Phase. Diese geschichtliche
Darstellung soll das, für die Ilias notwendige, Hintergrundwissen liefern und uns die Möglichkeit
einer sinnvollen Datierung geben, um so auf den griechischen Kontext des Entstehungszeitraum
verweisen zu können, welcher eine tragende Rolle für die Entstehung und Zweck dieses Werkes zu
haben scheint. Dabei werde ich die Kerngeschichte der Ilias genauer betrachten und dadurch
versuchen, dass homerische Troja vom archäologischen Troja zu trennen. Der Schwerpunkt soll
dabei nicht im archäologischen Bereich angesiedelt werden, sondern sich mehr im Bereich der
Geschichte und der Iliasdeutung bewegen. Daher kann ich leider nur ganz kurz auf die
archäologischen Ausgrabungen am Hisârlik eingehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Quellenkapitel

3. Hauptteil

3.1 Was wissen wir über Homer?

3.2 Kurze Darstellung der griechischen Geschichte bis ins 8. Jahrhundert v. Chr.

3.3 Versuch einer Datierung der Ilias

3.4 Was erzählt die Ilias wirklich?

3.5 Ist unter diesem Gesichtspunkt eine Verbindung von Ilias und Troja überhaupt sinnvoll?

4. Schluss

4.1 Zusammenfassung und Schlusserkenntnis

5. Bilder

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Einordnung der Ilias und hinterfragt die wissenschaftliche Notwendigkeit, das Epos zwangsläufig mit den archäologischen Befunden von Troja (Hisarlik) zu verknüpfen, um die Funktion des Textes im griechischen Kontext des 8. Jahrhunderts v. Chr. zu beleuchten.

  • Analyse der Quellenlage zu Homer und der frühen griechischen Geschichte.
  • Datierung der Ilias anhand philologischer und historischer Indizien.
  • Untersuchung der strukturellen und inhaltlichen Aussagekraft des Epos.
  • Kritische Differenzierung zwischen dem mythologischen Troja und dem archäologischen Befund.
  • Diskussion der Bedeutung von Normen, Werten und gesellschaftlichen Strukturen im Epos.

Auszug aus dem Buch

3.4 Was erzählt die Ilias wirklich?

Zunächst scheint die Ilias vom trojanischen Krieg zu berichten. Wenn man sich den Aufbau des Werkes jedoch anschaut wird ersichtlich, dass dies vielmehr in den Hintergrund rückt. Die Ilias besteht aus 15682 Versen, die in 24 Gesänge unterteilt sind. Die Handlung erstreckt sich über einen Zeitraum von 51 Tagen. Diese unterteilen sich wiederum in 21 Tage Exposition, 6 Tage Handlungskern und 26 Tage Ausklang.

Aus dem 10 jährigen Belagerungskrieg um Troja greift sich der Autor nur 51 Tage heraus um seine Handlung darin einzubetten. Weiterhin werden von diesen 51 Tagen nur 4 Tage geschildert, in denen es zu Kriegshandlungen kommt. Somit kann man davon ausgehen, dass es sich hierbei nicht hauptsächlich um einen Krieg dreht, sondern etwas anderes im Mittelpunkt des Epos steht. Tatsächlich steht in der Mitte der Handlung ein Konflikt, der die ganze Handlung hindurch präsent ist und mit 2 der 4 Hauptfiguren im Werk verbunden ist. Der Streit zwischen Agamemnon von Mykene/Argos und dem Königssohn Achilleus aus Phthia in Thessalien. Beide nehmen eine wichtige Position im Epos ein. Agamemnon ist der oberste Heerführer der Allianz und Achilleus nimmt mit seinem Myrmidonenheer eine entscheidende militärische Rolle ein, da dieses Heer die schlagkräftigste Einheit der Achaier war. Der Konflikt dieser beiden ist ein Grundsatzstreit um den entzogenen Ruhm Achills und es kommt durch Emotionen zur Eskalation der Situation.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Interpretation der Ilias und Abgrenzung zum archäologischen Troja.

2. Quellenkapitel: Erläuterung der schwierigen Quellenlage bezüglich Homer und der Verwendung antiker Primärquellen.

3. Hauptteil: Detaillierte Untersuchung von Homers Identität, der historischen Einbettung, Datierung, dem Inhalt der Ilias sowie der Sinnhaftigkeit einer historischen Gleichsetzung mit Troja.

4. Schluss: Synthese der Forschungsergebnisse und Fazit zur Eigenständigkeit der Ilias gegenüber historisch-archäologischen Realitäten.

5. Bilder: Zusammenstellung von Karten und Schemata zur Veranschaulichung der historischen und erzählerischen Strukturen.

Schlüsselwörter

Ilias, Homer, Troja, Mykene, Griechische Geschichte, Datierung, Epos, Achaier, Achilleus, Agamemnon, Mythologie, Quellenkritik, Archäologie, Normen, Wertesystem

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit eine Trennung zwischen dem literarischen Werk der Ilias und dem historisch-archäologischen Ort Troja sinnvoll und wissenschaftlich geboten ist.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Felder umfassen die historische Einordnung der griechischen Geschichte im 8. Jahrhundert v. Chr., die Datierung des Ilias-Epos sowie die Untersuchung von Normen und sozialen Strukturen innerhalb des Textes.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Hauptziel besteht darin, die Ilias als eigenständiges Werk zu betrachten und den "Schwerpunkt von den Grabungen am Hisarlik" auf den historischen und sozialen Kontext des Epos selbst zu verschieben.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Der Autor stützt sich auf eine philologische Analyse des Textes in Verbindung mit einer kritischen Auswertung antiker Quellen und dem Abgleich mit dem aktuellen Forschungsstand zur griechischen Geschichte.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Homers Person, die geschichtliche Entwicklung Griechenlands, Versuche der Datierung durch Indizien (wie den Nestorbecher), die inhaltliche Struktur des Epos und eine kritische Reflexion der Troja-Verbindung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Ilias, Homer, Troja, mykenische Kultur, Epik, Quellenkritik und historischer Kontext beschreiben.

Warum spielt der "Nestorbecher" eine Rolle für die Datierung?

Der Nestorbecher von Pithekussai dient als wichtiges Indiz für die Datierung, da seine Inschrift vermutlich eine Anspielung auf die Ilias-Szenen enthält und er archäologisch in die Zeit um 735-720 v. Chr. datiert werden kann.

Wie bewertet der Autor die Rolle des "trojanischen Krieges" im Epos?

Der Autor argumentiert, dass der trojanische Krieg im Epos eher als Kulisse fungiert und der eigentliche Fokus auf den internen Konflikten, moralischen Werten und sozialen Strukturen der Entstehungszeit des Epos liegt.

Ende der Leseprobe aus 29 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Ist eine Trennung Ilias - Troja möglich?
Hochschule
Universität Leipzig  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Troja und Homer
Note
1,0
Autor
Pierre Köckert (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
29
Katalognummer
V141925
ISBN (eBook)
9783640496181
ISBN (Buch)
9783640496358
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Troja Ilias Homer Hethiter Mykene Hisarlik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Pierre Köckert (Autor:in), 2009, Ist eine Trennung Ilias - Troja möglich?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/141925
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  29  Seiten
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