Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Filmología

Körper von Gewicht in Pedro Almodóvars Tacones lejanos

Título: Körper von Gewicht in Pedro Almodóvars Tacones lejanos

Trabajo , 2001 , 25 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Ulrike Decker (Autor)

Filmología
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die folgende Arbeit betrachtet den Film Tacones lejanos des spanischen Regisseurs Pedro Almodóvar unter Verwendung der Gender-Theorie Judith Butlers. Auf den ersten Blick scheinen die Theoretikerin und der Regisseur nicht viel gemeinsam zu haben und es ist wohl auch nicht anzunehmen, dass die Werke beider in direkter Beziehung zueinander stehen, doch lassen sich bei genauerem Hinsehen Parallelen entdecken, die es interessant erscheinen lassen, Butlers Theorien auf das Werk Almodóvars zu beziehen.

Almodóvar und Butler gehören in etwa der gleichen Generation an und beide verfügen über eine grosse Sensibilität, die es ihnen ermöglicht, Strömungen ihrer Zeit aufzunehmen und diese in ihren Werken auf besondere Weise ans Licht zu bringen und zu thematisieren. Bei beiden lässt sich ein grosses Interesse an geschlechtlichen Zuschreibungen erkennen. Während Judith Butler die theoretischen Grundlagen für das Verständnis der Konstruktion von Geschlecht schafft, spielt Almodóvar in seinen Filmen mit traditionellen Normen und schafft Charaktere und Umstände, die mit den etablierten Gesetzen brechen, sie hinterfragen und parodieren. In den Filmen des Spaniers ist der Einfluss von Künstlern der Amerikanischen Avantgarde unübersehbar. Insbesondere John Waters und Andy Warholl werden häufig in Bildgestaltung, Handlung und Gestaltung der Charaktere zitiert. Ihr Interesse an den Filmen John Waters, dessen Film Butler in ihrem Buch Körper von Gewicht analysiert, verbindet sie mit Pedro Almodóvar, dessen Charaktere oft Watersche Züge tragen.
Eine merkwürdige Gleichzeitigkeit lässt sich zwischen den Werken der Theoretikerin und denen des Regisseurs feststellen: Almodóvars Film La ley del deseo wurde zum ersten Mal 1986 gezeigt. Ein Jahr später erschien Butlers erstens theoretisches Werk Subjects of desire, dessen Titel dem des Films sehr ähnelt. Der Film Tacones lejanos, der im Zentrum der folgenden Analyse steht, entstand 1991, ein Jahr nach der Erscheinung von Gender trouble, Butlers zweitem Werk, in dem sie die Konstruiertheit des Geschlechts thematisiert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Körper von Gewicht

3. Pedro Almodóvar: Tacones lejanos

3.1 Attribute des Weiblichen

3.2 Männlichkeit als Maske

3.3 Ambiguität als Befreiung

4. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Film Tacones lejanos des Regisseurs Pedro Almodóvar unter Anwendung der Gender-Theorie von Judith Butler. Ziel ist es aufzuzeigen, wie der Film durch die Inszenierung von Geschlechtsidentitäten als performativer Akt traditionelle Normen untergräbt und die soziale Konstruiertheit von Identität sichtbar macht.

  • Analyse der Gender-Theorie nach Judith Butler im Kontext der Filmanalyse.
  • Untersuchung der Inszenierung von Weiblichkeit und Männlichkeit als künstliche, durch Attribute geschaffene Identitäten.
  • Dekonstruktion traditioneller Geschlechternormen und binärer Rollenbilder im Film.
  • Die Rolle der Maskierung und Performance als Mittel zur Befreiung und Selbstentfaltung der Charaktere.

Auszug aus dem Buch

3.1 Attribute des Weiblichen

Becky ist eine wahre Meisterin der weiblichen Selbstinszenierung. Ihre Kleider, Hüte etc. betonen ihr divenhaftes Auftreten. Durch die sorgsame Auswahl von Attributen der Weiblichkeit umgibt sie sich bewusst mit einer glamourösen Aura. Dabei steht sie, was die Inszenierung der eigenen Identität betrifft Letal in nichts nach. Es ist als könne sie sich nicht auf ihre rein biologische weibliche Ausstattung verlassen, sondern würde erst durch Kleidung, Gestus etc. zur Femme Fatal, die sie darstellt. Nicht umsonst wählte Almodóvar für die Rolle Beckys Marisa Paredes, deren markante Züge äußerst androgyn wirken und dadurch die Nähe zur durch Travestie erzeugten Weiblichkeit umso mehr betonen.

Immer wieder werden Rituale der Inszenierung von Weiblichkeit gezeigt: Becky und Rebeca kleiden sich beide in Designer-Modelle, die besonderen Akzent auf weibliche Eleganz legen und wie Kostüme oder Uniformen der Weiblichkeit wirken und beide Frauen zu Prototypen ihres Geschlechts machen, wie sie in Hochglanzmagazinen und Frauenzeitschriften zu finden sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in den Vergleich zwischen den Theorien Judith Butlers und den Filmen Pedro Almodóvars ein, um Parallelen in deren Umgang mit Geschlechtsidentitäten aufzuzeigen.

2. Körper von Gewicht: Dieses Kapitel erläutert die theoretische Basis von Judith Butlers Arbeiten zur Konstruktion von Geschlecht und die soziale Prägung des Körpers durch Diskurse.

3. Pedro Almodóvar: Tacones lejanos: Hier wird der Film als Fallbeispiel eingeführt, um die theoretischen Konzepte auf die filmische Darstellung von Identität anzuwenden.

3.1 Attribute des Weiblichen: Dieser Abschnitt analysiert, wie Weiblichkeit durch Kleidung, Make-up und Gestik als inszenierte Performance konstruiert wird.

3.2 Männlichkeit als Maske: Hier wird untersucht, wie Männlichkeit im Film durch traditionelle Rollenbilder und deren Parodierung ebenfalls als Maskerade entlarvt wird.

3.3 Ambiguität als Befreiung: Das Kapitel diskutiert, wie die Auflösung starrer Identitätsgrenzen den Charakteren neue Spielräume für eine befreite Lebensgestaltung eröffnet.

4. Schluss: Der Schluss fasst zusammen, wie Almodóvar durch das bewusste Spiel mit Identitäten und Genre-Grenzen die Vorstellungsrahmen des Publikums für eine Vielfalt menschlicher Möglichkeiten öffnet.

Schlüsselwörter

Gender-Theorie, Judith Butler, Pedro Almodóvar, Tacones lejanos, Identitätskonstruktion, Performativität, Weiblichkeit, Männlichkeit, Drag, Maskierung, soziale Normen, Geschlechterrollen, Femininität, Ambiguität, Filmanalyse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der filmischen Umsetzung der Gender-Theorie von Judith Butler im Spielfilm Tacones lejanos von Pedro Almodóvar.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die soziale Konstruktion von Geschlecht, die performative Natur von Identität und die Parodierung traditioneller Geschlechternormen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es zu zeigen, dass Identität im Film nicht als naturgegeben, sondern als durch Symbole und Handlungen konstruierte Performance dargestellt wird.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Gender-Theorie von Judith Butler als theoretisches Analyseinstrument für eine interpretative Filmanalyse.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die weiblichen und männlichen Identitätsdarstellungen, die Bedeutung von Attributen wie Kleidung und Make-up sowie die befreiende Wirkung der Ambiguität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Gender-Theorie, Performativität, Identitätskonstruktion, Maskierung und die Dekonstruktion von Geschlechternormen.

Wie unterscheidet sich Almodóvars Darstellung von der klassischen Hollywood-Inszenierung?

Im Gegensatz zu Hollywood, das oft natürliche Geschlechterideale bestärkt, entlarvt Almodóvar durch die Parodie und den Einsatz von Travestie die Künstlichkeit dieser Ideale.

Welche Rolle spielt die Figur des Eduardo/Letal für die Entwicklung der Protagonistinnen?

Eduardo fungiert durch seine wandelbare Identität als Brücke zwischen den Lebenswelten von Mutter und Tochter und ermöglicht durch seine Ambiguität neue Wege zur Selbstfindung.

Warum wird die Rolle des Vaters bzw. Ehemannes im Film als starr und gescheitert charakterisiert?

Manuel repräsentiert ein patriarchales Macho-Ideal, das unfähig zur Reflexion ist, wodurch er im starren System gefangen bleibt und letztlich am Fortschritt der weiblichen Protagonistinnen scheitert.

Final del extracto de 25 páginas  - subir

Detalles

Título
Körper von Gewicht in Pedro Almodóvars Tacones lejanos
Universidad
Humboldt-University of Berlin  (Theaterwissenschaft und kulturelle Komunikation)
Curso
Körperkonzepte
Calificación
1,3
Autor
Ulrike Decker (Autor)
Año de publicación
2001
Páginas
25
No. de catálogo
V14201
ISBN (Ebook)
9783638196697
Idioma
Alemán
Etiqueta
Körper Gewicht Pedro Almodóvars Tacones Körperkonzepte
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Ulrike Decker (Autor), 2001, Körper von Gewicht in Pedro Almodóvars Tacones lejanos, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14201
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  25  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint