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Segmentberichterstattung

Verknüpfung von externer Rechnungslegung nach IFRS und Controlling

Title: Segmentberichterstattung

Seminar Paper , 2009 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Christiane Schmidt (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Das externe Rechnungswesen ist in Deutschland seit dessen Entstehung geprägt durch das Vorsichtsprinzip und den Gläubigerschutz. Durch diese Grundsätze spiegeln Bilanzdaten nicht immer die tatsächliche wirtschaftliche Lage des Unternehmens wieder. Nach den internationalen Standards IAS bzw. IFRS, wo das Prinzip der `Fair Presentation´ über allen anderen steht, wird die Darstellung eines entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage realistischer als nach HGB abgegeben. Grundsätzlich unterliegt die Wertermittlung nach den internationalen Standards der Fair-Value Orientierung. Demnach ist eine zeit- und marktnahe Bewertung für die extern darzustellende Vermögenslage möglich und sorgt zunehmend für eine Vereinheitlichung der beiden Rechnungswesensysteme, da ebenso im internen Rechnungswesens eine realistische Darstellung der Vermögenswerte und Schulden angestrebt wird.
Durch die Harmonisierung der beiden Rechnungswesensysteme können Synergieeffekte durch Vereinfachung von Informationssystemen und einer Vereinheitlichung der Reportings an das Top Management erzielt werden. Organisatorisch sollten dann die Bereiche des Controllings und des externen Rechnungswesen stärker zusammengefasst werden. Jedoch wirkt die dynamische Anpassung der internationalen Standards hemmend auf die Harmonisierungs-entwicklung des internen und externen Rechnungswesens, da konsistente Steuerungssysteme des Controllings erforderlich sind und diese mit dem schnellen Wechsel der Standards nicht konform gehen können.
In den nachfolgenden Kapiteln wird eine Verknüpfung des internen Berichtssystems und des externen Rechnungswesens anhand der Segmentberichterstattung dargestellt. Es werden durch unterschiedliche Zielsetzungen der beiden Rechnungswesensysteme Abweichungen und daraus resultierende bilanzpolitische Gestaltungsmöglichkeiten aufgegriffen, aber auch Chancen und Risiken des zugrunde liegenden Ansatz des IFRS 8 genannt und abschließend beurteilt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Hintergrund und Zielsetzung der Arbeit

3 Gründe und Ziele der Segmentberichterstattung

3.1 Bestimmung berichtspflichtiger Segmente

3.2 Segmentbewertungen

3.3 Angaben in der Segmentberichterstattung

3.4 Überleitungsrechnungen

4 Der Einfluss des Controllings auf die Segmentberichterstattung

5 Kritische Würdigung des Management Approach in der Segmentberichterstattung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Verknüpfung des internen Berichtswesens mit der externen Rechnungslegung nach IFRS 8. Ziel ist es, die Auswirkungen des sogenannten "Management Approach" auf die Segmentberichterstattung zu analysieren, bilanzpolitische Gestaltungsmöglichkeiten aufzuzeigen und die Rolle des Controllings bei der Informationsvermittlung kritisch zu bewerten.

  • Grundlagen der Segmentberichterstattung nach IFRS 8
  • Methoden zur Bestimmung und Bewertung operativer Segmente
  • Die Rolle des Controllings als Basis für externe Berichtsdaten
  • Notwendigkeit und Funktion von Überleitungsrechnungen
  • Kritik an bilanzpolitischen Spielräumen und Transparenz

Auszug aus dem Buch

3.1 Bestimmung berichtspflichtiger Segmente

Bei der Ermittlung der Segmentdaten sind die Art der Bestimmung, der Umfang der Informationen und der unterstellte Grad an Autonomie für die Geschäftsbereiche zu berücksichtigen. Konzepte zur Ermittlung der Daten sind zum Einen der `Autonomous Entity Approach´, welcher einzelne Segmente wie unabhängige Unternehmen abgrenzt und der `Disaggregation Approach´, welcher ausgehend vom Konzern-abschluss, die konsolidierten Daten rechnerisch auf die Segmente aufspaltet. Da der Autonomous Entity Ansatz die Beziehungen der Segmente untereinander vernachlässigt, hat sich international die Disaggregation der Daten durchgesetzt. Aufbauend auf diesen Konzepten gibt es neuere Modelle, die über die Gliederung nach Autonomie hinausgehen.

Im Gegensatz zum IAS 14 verlangt der IFRS 8 eine konkrete Anlehnung der extern zu berichtenden Segmente an die interne Organisations- und Berichtsstruktur und folgt damit dem Management Approach und somit einer Abwendung der Chancen und Risikosegmentierung wie nach IAS 14 verlangt. Dieser Risk and Reward Ansatz grenzt die Segmente nach ihren homogenen Chancen und Risiken ab. Der Management Approach erfordert im Gegenzug die Übernahme der intern gebildeten operativen Segmente für die externe Berichterstattung und erlaubt damit den Adressaten „durch die Augen des Managements zu sehen“.

Gemäß IFRS 8.5 - 8.10 sind operative Bereiche des Unternehmens zu bilden, die folgende Anforderungen zu erfüllen haben: die geschäftlichen Aktivitäten können zu Erträgen und Aufwendungen führen; das Ergebnis wird zur Beurteilung der Leistungserzielung und der Verteilung der Ressourcen regelmäßig von einem Hauptentscheidungsträger überwacht, dem Chief Operating Decission Maker und es sind für die Segmente eigenständige finanzwirtschaftliche Daten verfügbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung grenzt das interne vom externen Rechnungswesen ab und verdeutlicht die Notwendigkeit einer Vereinheitlichung zur Effizienzsteigerung.

2 Hintergrund und Zielsetzung der Arbeit: Das Kapitel erläutert die Harmonisierungstendenzen zwischen HGB und IFRS und beschreibt das Ziel, die Verknüpfung von Controlling und externer Berichterstattung zu analysieren.

3 Gründe und Ziele der Segmentberichterstattung: Hier werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Segmentberichte dargelegt und die Bedeutung für Investoren als wesentliches Informationsinstrument hervorgehoben.

3.1 Bestimmung berichtspflichtiger Segmente: Es wird die Abgrenzung operativer Segmente gemäß IFRS 8 erläutert, wobei insbesondere auf den "Management Approach" eingegangen wird.

3.2 Segmentbewertungen: Dieses Kapitel zeigt auf, dass die Bewertung der Segmente auf internen Controller-Daten basiert, was den Einfluss des Managements auf die Berichterstattung unterstreicht.

3.3 Angaben in der Segmentberichterstattung: Hier werden die geforderten Segmentinformationen und die Publizitätspflichten im Rahmen der Segmentberichterstattung spezifiziert.

3.4 Überleitungsrechnungen: Dieses Kapitel behandelt die notwendigen Überleitungen zwischen internen Segmentdaten und dem konsolidierten Konzernabschluss zur Sicherstellung der Nachvollziehbarkeit.

4 Der Einfluss des Controllings auf die Segmentberichterstattung: Das Kapitel verdeutlicht, wie durch die Wahl der internen Steuerungsgrößen bilanzpolitische Spielräume entstehen.

5 Kritische Würdigung des Management Approach in der Segmentberichterstattung: Zum Abschluss wird der Management Approach kritisch reflektiert, insbesondere hinsichtlich der Vergleichbarkeit von Unternehmen und der Transparenz für externe Adressaten.

Schlüsselwörter

Segmentberichterstattung, IFRS 8, Controlling, Management Approach, Operative Segmente, Externe Rechnungslegung, Überleitungsrechnung, Bilanzpolitik, Unternehmenssteuerung, Finanzberichterstattung, Transparenz, Konzernabschluss, Hauptentscheidungsträger, CODM, Harmonisierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Segmentberichterstattung nach IFRS 8 und deren enge Verzahnung mit dem internen Berichtswesen und dem Controlling.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Abgrenzung und Bewertung operativer Segmente, die Rolle des Managements bei der Datenbereitstellung und die kritische Analyse der Transparenz für Abschlussadressaten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die Untersuchung des "Management Approach", um aufzuzeigen, wie dieser die Verbindung zwischen internen Steuerungsdaten und externer Publizität prägt und welche Gestaltungsspielräume dabei entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse internationaler Standards und einer kritischen Auseinandersetzung mit der Fachpraxis sowie Fallbeispielen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Bestimmungsfaktoren für Segmente, die Bewertungsmethodik, die geforderten Angaben und die Durchführung von Überleitungsrechnungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Segmentberichterstattung, IFRS 8, Management Approach, Controlling und Bilanzpolitik.

Warum ist der "Management Approach" für externe Leser problematisch?

Da das Management eigene interne Steuerungsgrößen für die Segmentberichterstattung wählt, kann die Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Unternehmen erschwert und der Einblick in die wirtschaftliche Lage potenziell verzerrt werden.

Welche Rolle spielt die Überleitungsrechnung?

Sie dient als notwendiges Bindeglied, um die abweichenden internen Ergebnisgrößen mit den Werten des konsolidierten Konzernabschlusses in Einklang zu bringen und nachvollziehbar zu machen.

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Details

Title
Segmentberichterstattung
Subtitle
Verknüpfung von externer Rechnungslegung nach IFRS und Controlling
College
University of Applied Sciences Berlin
Grade
1,7
Author
Christiane Schmidt (Author)
Publication Year
2009
Pages
17
Catalog Number
V142027
ISBN (eBook)
9783640497508
ISBN (Book)
9783640497782
Language
German
Tags
Segmentberichterstattung Verknüpfung Rechnungslegung IFRS Controlling
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christiane Schmidt (Author), 2009, Segmentberichterstattung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142027
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