In dieser Arbeit wird beleuchtet, inwieweit sich tiergestützte Interventionen positiv auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auswirken können. Dazu werden zuerst die Theorie der Entwicklung betrachtet, sowie mögliche Probleme im Laufe der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen aufgezeigt und ein Überblick über das Thema der tiergestützten Interventionen gegeben. Die tiergestützten Interventionen werden anschließend genauer abgegrenzt und mögliche Handlungsfelder aus der Praxis benannt. Die rechtliche Grundlage für die Möglichkeit einer Kostenübernahme durch das jeweilige Jugendamt wird dargestellt. Im Anschluss folgt der Praxisteil. Hier wird sowohl auf das methodische Vorgehen als auch die Durchführung der Interviews als gewählte Forschungsmethode, sowie die Ergebnisse dieser eingegangen. Zum Abschluss folgt eine Diskussion, sowie ein Fazit mit einem kurzen Ausblick in die Zukunft der tiergestützten Interventionen.
Das Tier schafft einen Weg, Zugang zu dem Selbst eines Menschen zu finden und diesen in eine Richtung der psychischen Heilung zu bewegen. Insbesondere im Bereich der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen können tiergestützte Interventionen ein wertvoller Teil der Förderung und Heilung sein. In Deutschland besteht grundsätzlich eine Möglichkeit der Kostenübernahme tiergestützter Interventionen zur Förderung der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen durch die zuständigen Jugendämter. Hierbei handelt es sich um eine Ermessensleistung, welche bisher in der Mehrheit der Fälle noch nicht positiv beschieden wird. Dieses Praxisprojekt soll den Einfluss tiergestützter Interventionen auf die Entwicklung des Menschen aufzeigen und Beispiele aus der Berufspraxis tiergestützter Therapeuten und Coaches liefern. So bietet diese Arbeit eine Hilfestellung für Jugendämter bei der Entscheidungsfindung bezüglich der Bezuschussung oder Übernahme der Kosten für tiergestützte Interventionen.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Ziel der Arbeit
1.2 Methodische Vorgehensweise
2 Entwicklung als Teilgebiet der Psychologie
2.1 Entwicklung – Begriffsbestimmung
2.2 Entwicklung im Kindes- und Jugendalter
2.3 Hindernisse in der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen
2.4 Mögliche Interventionen zur Entwicklungsförderung
3 Tiergestützte Interventionen
3.1 Arten von tiergestützten Interventionen
3.2 Abgrenzung der tiergestützten Interventionen im Bereich der Psychologie
4 Tiergestützte Therapie in Zusammenarbeit mit den Jugendämtern
5 Methodisches Vorgehen
5.1 Überblick über das Untersuchungsdesign
5.2 Fallauswahl
5.3 Entwicklung eines Interviewleitfadens
6 Die Experten-Interviews
6.1 Durchführung der Interviews
6.2 Auswertung der Interviews
7 Darstellung der Ergebnisse
7.1 Diskussion
8 Fazit & Ausblick
Zielsetzung & Forschungsthemen
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss von tiergestützten Interventionen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen. Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage zu klären, inwieweit diese Interventionen Kindern und Jugendlichen helfen können, und auf dieser Basis eine wissenschaftliche Entscheidungsgrundlage für Jugendämter hinsichtlich der Kostenübernahme zu schaffen.
- Grundlagen der Entwicklungspsychologie und kindlicher Entwicklungsstörungen
- Definitorische Abgrenzung und theoretischer Rahmen tiergestützter Interventionen
- Qualitative Analyse der therapeutischen Praxis durch Experteninterviews
- Rechtliche Rahmenbedingungen für die Finanzierung durch Jugendämter
- Herausforderungen und Zukunftsperspektiven der tiergestützten Therapie
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Dieses Zitat stammt von einem bekannten Horsemanship-Trainer. Es trifft den Kern tiergestützter Interventionen, nämlich den der Heilung und persönlichen Entwicklung eines Menschen durch das Tier. Das Tier schafft einen Weg, Zugang zu dem Selbst eines Menschen zu finden und diesen in eine Richtung der psychischen Heilung zu bewegen.
Insbesondere im Bereich der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen können tiergestützte Interventionen ein wertvoller Teil der Förderung und Heilung sein. In Deutschland besteht grundsätzlich eine Möglichkeit der Kostenübernahme tiergestützter Interventionen zur Förderung der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen durch die zuständigen Jugendämter. Hierbei handelt es sich um eine Ermessensleistung, welche bisher in der Mehrheit der Fälle noch nicht positiv beschieden wird. Dieses Praxisprojekt soll den Einfluss tiergestützter Interventionen auf die Entwicklung des Menschen aufzeigen und Beispiele aus der Berufspraxis tiergestützter Therapeuten und Coaches liefern. So bietet diese Arbeit eine Hilfestellung für Jugendämter bei der Entscheidungsfindung bezüglich der Bezuschussung oder Übernahme der Kosten für tiergestützte Interventionen.
In dieser Arbeit wird beleuchtet, inwieweit sich tiergestützte Interventionen positiv auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auswirken können. Dazu werden zuerst die Theorie der Entwicklung betrachtet, sowie mögliche Probleme im Laufe der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen aufgezeigt und ein Überblick über das Thema der tiergestützten Interventionen gegeben. Die tiergestützten Interventionen werden anschließend genauer abgegrenzt und mögliche Handlungsfelder aus der Praxis benannt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Stellt das Thema sowie das Ziel der Arbeit vor und beleuchtet die Relevanz der Kostenübernahme durch Jugendämter.
2 Entwicklung als Teilgebiet der Psychologie: Vermittelt theoretische Grundlagen der Entwicklungspsychologie sowie Risikofaktoren und Ansätze zur Förderung im Kindes- und Jugendalter.
3 Tiergestützte Interventionen: Definiert tiergestützte Ansätze und grenzt diese fachlich sowie methodisch voneinander ab.
4 Tiergestützte Therapie in Zusammenarbeit mit den Jugendämtern: Diskutiert die rechtlichen Grundlagen und Möglichkeiten der Leistungsgewährung nach dem SGB VIII.
5 Methodisches Vorgehen: Beschreibt das qualitative Forschungsdesign, die Fallauswahl der Experten und die Erstellung des Interviewleitfadens.
6 Die Experten-Interviews: Dokumentiert die Durchführung der Befragungen und die systematische Auswertung mittels qualitativer Inhaltsanalyse.
7 Darstellung der Ergebnisse: Präsentiert die gewonnenen Erkenntnisse aus den Interviews und diskutiert diese im Kontext der gewählten Gütekriterien.
8 Fazit & Ausblick: Zieht ein Resümee der Untersuchungsfragen und skizziert Anforderungen an die Zukunft dieser Behandlungsform.
Schlüsselwörter
Tiergestützte Intervention, Jugendhilfe, Entwicklungspsychologie, Kindesentwicklung, Kostenübernahme, SGB VIII, Experteninterview, Qualitative Sozialforschung, Therapiebegleithund, Reittherapie, Ressourcenförderung, Psychische Gesundheit, Sozial-emotionale Entwicklung, Interdisziplinarität, Prävention
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit prinzipiell?
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Tieren als therapeutische Unterstützung auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, insbesondere unter dem Aspekt, ob und wie Jugendämter Kosten hierfür übernehmen können.
Welche zentralen Themenfelder behandelt das Buch?
Die Schwerpunkte liegen auf entwicklungspsychologischen Grundlagen, der Wirksamkeit tiergestützter Interventionen bei verschiedenen Störungsbildern und den bürokratischen Hürden im Bereich der Jugendhilfe.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob tiergestützte Interventionen die Entwicklung positiv beeinflussen, um daraus fundierte Argumente für Jugendämter zur Bezuschussung dieser Maßnahmen abzuleiten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zur Anwendung?
Die Autorin wählt ein qualitatives Forschungsdesign, basierend auf halbstrukturierten Leitfadeninterviews mit sechs Experten und Expertinnen aus verschiedenen therapeutischen Fachbereichen.
Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Kapitel über die Entwicklungspsychologie und tiergestützte Therapie sowie einen ausführlichen Praxisteil, in dem die Expertenmeinungen analysiert und kategorisiert werden.
Welches sind die prägendsten Schlüsselwörter dieser Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind tiergestützte Interventionen, Jugendhilfe, entwicklungspsychologische Förderung sowie die rechtliche Ermessensleistung durch Sozialträger.
Warum fordern Experten eine bessere Vernetzung?
Die befragten Therapeuten wünschen sich einen fachlichen Austausch untereinander sowie eine bessere Aufklärung und engere Kooperation mit den Jugendämtern, um die Akzeptanz und Finanzierung zu verbessern.
Welchen Einfluss haben Tiere laut der Befragten auf die Klienten?
Tiere fungieren als Brückenbauer, Eisbrecher und Motivatoren. Sie senken die Hemmschwelle zur therapeutischen Arbeit, fördern die Selbstwirksamkeit und unterstützen beim Erlernen emotionaler Kompetenzen.
- Quote paper
- Lynn Kugler (Author), 2023, Welchen Einfluss haben tiergestützte Interventionen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen? Eine qualitative Untersuchung für Jugendämter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1420426