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Essay zu Emil Durkheim - Der Selbstmord (Le Suicide)

Title: Essay zu Emil Durkheim - Der Selbstmord (Le Suicide)

Essay , 2009 , 12 Pages

Autor:in: Hannes von Wyl (Author)

Sociology - Miscellaneous
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Durkheim analysiert Statistiken verschiedener europäischer Länder, die direkt oder indirekt mit dem Selbstmord allgemein oder mit der sozialen Selbstmordrate zusammenhängen. Weiter untersucht Durkheim einzelne Gesellschaften in einem historischen Kontext auf grundsätzliche strukturelle Merkmale. Er betrachtet in illustrativen Fallbeispielen auch das Individuum und dessen Handlungsweisen.
Mit seiner Studie „Der Selbstmord“ hat Durkheim seine vorher entwickelten Methoden einer empirischen Sozialforschung umgesetzt und das Ergebnis war, meiner subjektiven Meinung nach, seiner Zeit weit voraus. Er trennt statistisches Datenmaterial konsequent, und für den Leser klar ersichtlich, von seinen Interpretationen. Das macht es ihm möglich, vom rein deskriptiven zu einer normativen Zukunftsskizze zu gelangen, die, wenn man die präsentierten Erkenntnisse kritisch hinterfragt, durchaus einen informativen Wert hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Fragestellung

2. Gegenstand der Forschung

3. Hintergrund der Fragestellung

4. Theoretischer Hintergrund

4.1. Definitionen

4.2. Grundannahme

5. Methodisches Vorgehen

6. Ergebnisse

6.1. Aussergesellschaftliche Faktoren

6.2. Soziale Ursachen

6.3. Der Selbstmord als soziale Erscheinung

7. Kritik

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das soziologische Werk "Der Selbstmord" von Emile Durkheim. Dabei liegt der Fokus darauf, wie soziale Faktoren und gesellschaftliche Einflüsse, anstatt psychologischer oder individueller Aspekte, die Selbstmordrate einer Gesellschaft bestimmen und erklären.

  • Analyse soziologischer Determinanten von Selbstmordraten
  • Kritische Auseinandersetzung mit Durkheims Methodik der empirischen Sozialforschung
  • Untersuchung von sozialen Ursachen wie Religion und Familienstruktur
  • Differenzierung zwischen egoistischem, altruistischem und anomischem Selbstmord
  • Diskussion über das Verhältnis von Individuum und Kollektivkräften

Auszug aus dem Buch

4. Theoretischer Hintergrund

Um die Fragestellung behandeln zu können, ist es notwendig, die gebrauchten Begriffe klar zu definieren. Selbstmord bezeichnet „jeden Todesfall, der direkt oder indirekt auf eine Handlung oder Unterlassung zurückzuführen ist, die vom Opfer selbst begangen wurde, wobei das Ergebnis seines Verhaltens im Voraus kannte“ (Durkheim, 2008: 27). Mit dieser Definition schliesst Durkheim (2008: 28) die Existenz eines tierischen Selbstmords aus, da Tieren die Fähigkeit, den eigenen Tod vorauszusehen, abgesprochen wird.

Die Selbstmordrate einer Gesellschaft definiert Durkheim (2008: 32) als das Verhältnis der absoluten Zahl der Selbstmordfälle zur Gesamtbevölkerung und berechnet sie pro Million oder pro Hunderttausend Einwohner.

Mit dem Begriff der sozialen Selbstmordrate meint Durkheim (2008: 30) die Selbstmordrate einer bestimmten Gesellschaft in einem bestimmten Zeitabschnitt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Fragestellung: Das Kapitel definiert die zentrale Forschungsfrage, inwiefern soziale Faktoren die Selbstmordrate in einer Gesellschaft beeinflussen.

2. Gegenstand der Forschung: Hier wird dargelegt, dass Durkheim den Selbstmord als makrosoziologisches Phänomen betrachtet, das über das einzelne Individuum hinausgeht.

3. Hintergrund der Fragestellung: Dieses Kapitel verortet die Studie in Durkheims methodischem Anspruch, soziale Tatsachen objektiv und unabhängig vom Individuum zu untersuchen.

4. Theoretischer Hintergrund: Es werden grundlegende Begriffe definiert, insbesondere der Selbstmord und die Berechnung der sozialen Selbstmordrate als statistischer Index.

5. Methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt den empirischen Ansatz der Arbeit, bei dem bestehende Statistiken herangezogen und mittels induktiver Logik ausgewertet werden.

6. Ergebnisse: Der Hauptteil präsentiert die soziologischen Erkenntnisse zu Einflussfaktoren auf den Selbstmord, wie beispielsweise soziale Isolation oder gesellschaftliche Normstörungen.

7. Kritik: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion über methodische Schwächen in Durkheims Argumentation und inhaltliche Veralterungen seiner Thesen.

Schlüsselwörter

Emile Durkheim, Selbstmord, Soziologie, soziale Tatsachen, empirische Sozialforschung, Selbstmordrate, Kollektivkraft, Anomie, egoistischer Selbstmord, altruistischer Selbstmord, soziale Integration, Gesellschaftsstruktur, Makrosoziologie, Statistik, Ursachenforschung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Durkheims berühmtes Werk "Der Selbstmord" unter soziologischen Gesichtspunkten, um zu verstehen, wie soziale Strukturen menschliches Handeln kollektiv beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die soziale Determination von Suizidraten, den Einfluss von Religion und Familie sowie die theoretische Unterscheidung verschiedener Suizidtypen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Durkheims Forschungsansatz darzustellen und aufzuzeigen, warum er den Selbstmord primär als soziales statt als psychologisches Phänomen einstuft.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine inhaltsanalytische Untersuchung von Durkheims Werk durchgeführt, wobei seine empirisch-statistische Vorgehensweise reflektiert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Widerlegung psychologischer Erklärungsmodelle, die Analyse sozialer Einflussgrößen und die systematische Einteilung der Selbstmordformen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind soziale Integration, Anomie, Kollektivkraft und die Differenzierung zwischen egoistischen und altruistischen Suizidformen.

Wie unterscheidet Durkheim den egoistischen vom altruistischen Selbstmord?

Beim egoistischen Selbstmord liegt eine zu geringe soziale Integration vor, während der altruistische Selbstmord in Gesellschaften auftritt, in denen das Individuum vollständig hinter dem Kollektiv zurücktritt.

Was bedeutet der Begriff Anomie in der Studie?

Anomie bezeichnet einen Zustand gesellschaftlicher Ordnungslosigkeit, in dem regulative soziale Normen fehlen, was den Einzelnen in eine existenzielle Krise führen kann.

Warum lehnt Durkheim psychologische Ursachen weitgehend ab?

Er argumentiert, dass soziale Statistiken wie die Selbstmordrate eine Beständigkeit aufweisen, die nicht durch individuelle psychische Erkrankungen, sondern nur durch soziale Strukturen erklärbar ist.

Welchen Stellenwert hat die Kritik am Ende der Arbeit?

Die Kritik dient dazu, Durkheims Arbeit aus einer modernen wissenschaftlichen Perspektive zu hinterfragen, insbesondere im Hinblick auf logische Schlussfehler und veraltete soziologische Annahmen.

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Details

Title
Essay zu Emil Durkheim - Der Selbstmord (Le Suicide)
College
University of Basel
Author
Hannes von Wyl (Author)
Publication Year
2009
Pages
12
Catalog Number
V142063
ISBN (eBook)
9783656145967
ISBN (Book)
9783656146025
Language
German
Tags
essay emil durkheim selbstmord suicide
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hannes von Wyl (Author), 2009, Essay zu Emil Durkheim - Der Selbstmord (Le Suicide), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142063
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