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Der Streit um Joseph Beuys. Leben, Werk und Kritik

Title: Der Streit um Joseph Beuys. Leben, Werk und Kritik

Term Paper , 2018 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Federico Zöller (Author)

Art - German art
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Diese Arbeit beschäftigt sich mit Jospeh Beuys und stellt sich die Frage, warum dieser so kritisch gesehen wird. Joseph Beuys ist mit seinem "erweiterten Kunstbegriff" und seiner "sozialen Plastik" nicht aus dem aktuellen Kunstdiskurs wegzudenken. Doch auch heute noch scheint es ausschließlich kontroverse Ansichten zu ihm zu geben. Die Meinungen zu ihm schienen überwiegend aus extremen Positionen, für oder gegen ihn, zu bestehen.

Um ein weitestgehend objektives Bild der Person Beuys zu erhalten werden zunächst unumstrittene Fakten zu seinem Leben aufgeführt. Darauf folgt seine - dazu oft gegensätzliche - Selbstdarstellung. Da Beuys selbst häufig Mittelpunkt seiner Kunst war, führte diese Differenz bereits zu vielen Diskussionen. Um seine Arbeit und die Kritik an ihr nachvollziehen zu können, ist es außerdem wichtig einen Einblick in seine Philosophie zu bekommen, denn all seine Werke sind eng mit ihr verbunden. Danach kann auf die Arbeit selbst eingegangen werden. Schließlich werden in der Rezension verschiedenen Meinungen und Kritikpunkte zu Beuys aufgeführt und diskutiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Seine Person – wichtige biographische Ereignisse

3 Die Künstlerfigur Joseph Beuys

3.1 Die Aktion „Kukei, akopee-Nein!, Braunkreuz, Fettecken, Modellfettecken“

3.2 Legenden und Mythen

4 Seine Philosophie

5 Seine Kunst

6 Rezension und Diskussion

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit setzt sich kritisch mit der ambivalenten Wahrnehmung des Künstlers Joseph Beuys auseinander, indem sie seine Biographie, sein künstlerisches Schaffen sowie die kontroversen Debatten um seine Person analysiert und dabei die Frage untersucht, warum sein Werk bis heute polarisiert.

  • Biographische Aufarbeitung und Rolle des Künstlers
  • Analyse der Selbstdarstellung durch Legenden und Mythen
  • Erweiterter Kunstbegriff und Soziale Plastik
  • Stilmittel der Provokation in Aktionen und Plastiken
  • Kritik an der Person im Kontext ihrer historischen Verstrickungen

Auszug aus dem Buch

3.2 Legenden und Mythen

1964 veröffentlicht Beuys den „Lebenslauf Werklauf“, eine Biographie, welche im Kontrast zu dem steht, was man von einer Biografie im Allgemeinen erwartet. Hier wurden Erinnerungen der Kindheit, Jugend und Soldatenzeit in literarisch-künstlerischer Form als Ausstellungen beschrieben und somit zu seinen Werken erklärt. Er machte somit seinem Lebenslauf zum Werklauf (Adriani, Konnertz, Thomas, 1994, Beuys S.48). (Vgl. Riegel, 2013, S. 180). Der „Lebenslauf Werklauf“ zeigt wie nah Beuys‘ Kunst und seine Person verbunden sind. Nach Paust sei seine Selbstinszenierung Teil seiner Kunstausübung gewesen, welche er auch durch Mythen und Legenden um seine Person verstärke (Paust 2016, S. 12). Als exemplarisches Beispiel hierfür kann die Tatarenlegende genannt werden. In den 1970er Jahren verbreitete Beuys die Geschichte seiner Rettung durch nomadisierende Tataren nach seinem Absturz über der Krim im zweiten Weltkrieg 1944 (Vgl. Riegel 2013, S. 68).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Motivation zur Auseinandersetzung mit Joseph Beuys angesichts kontroverser Rezeptionen und definiert das Ziel einer objektiven Betrachtung von Leben und Werk.

2. Seine Person – wichtige biographische Ereignisse: Dokumentiert den Lebenslauf des Künstlers von seiner Geburt in Krefeld über die Zeit als Soldat und das Studium in Düsseldorf bis hin zu seiner Professur und politischen Tätigkeit.

3 Die Künstlerfigur Joseph Beuys: Untersucht die Entwicklung Beuys' vom Künstler zur öffentlichen Ikone, speziell durch seine frühe Fluxus-Arbeit und die bewusste Konstruktion einer Künstlerpersönlichkeit.

4 Seine Philosophie: Erläutert das Konzept des erweiterten Kunstbegriffs und der Sozialen Plastik als Vision einer ganzheitlichen, gesellschaftlichen Wandlung.

5 Seine Kunst: Analysiert das vielschichtige Werk, die Verwendung spezifischer Materialien wie Fett und Filz sowie die zentrale Rolle der Provokation als Medium.

6 Rezension und Diskussion: Setzt sich mit der kritischen Auseinandersetzung, insbesondere den Vorwürfen bezüglich seiner NS-Vergangenheit und der Glaubwürdigkeit seiner Mythen, auseinander.

7 Fazit: Führt die verschiedenen Gründe für die bipolare Kritik an Beuys zusammen und bewertet seinen bleibenden Einfluss auf die Kunstwelt.

Schlüsselwörter

Joseph Beuys, Kunsttheorie, Soziale Plastik, Fluxus, erweiterter Kunstbegriff, Provokation, Künstlermythos, Zeitgeschichte, Biografie, Identität, Installation, Performance, Nationalsozialismus, Materialkunde, gesellschaftliches Handeln.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die spannungsreiche Rezeption des Künstlers Joseph Beuys, die zwischen Bewunderung und scharfer Kritik aufgrund seiner Biografie und Kunstpraxis schwankt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der biographischen Aufarbeitung, dem erweiterten Kunstbegriff, der Bedeutung zentraler Mythenbildung sowie der kunstkritischen Debatte rund um seine Person.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, ein objektives Verständnis für die Ursachen der extrem gegensätzlichen Meinungen zu Beuys zu schaffen, indem Fakten, Weltbild und künstlerische Strategien hinterfragt werden.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literatur- und Diskursanalyse, bei der historische Dokumente, Biographien und zeitgenössische Kritiken verglichen werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in biographische Stationen, die Analyse der Künstlerfigur, die Erläuterung philosophischer Konzepte sowie die Diskussion kritischer Positionen in der Rezension.

Welche Schlagworte charakterisieren das Werk?

Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Soziale Plastik, Legendenbildung, Provokation, Identitätskonstruktion und historische Aufarbeitung aus.

Wie bewerten Kritiker die Tatarenlegende von Beuys?

Die Legende wird einerseits als Ausdruck einer radikalen künstlerischen Selbstinszenierung gewürdigt, andererseits jedoch als faktisch widerlegte Fiktion und bewusste Täuschung stark kritisiert.

Welche Funktion hat die Provokation in Beuys' Werk laut der Autorin bzw. dem Autor?

Die Provokation wird als zentrales Stilmittel verstanden, das den Diskurs beleben soll, wobei der Erfolg dieser Methode in der beständigen gesellschaftlichen Auseinandersetzung bis heute sichtbar bleibt.

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Details

Title
Der Streit um Joseph Beuys. Leben, Werk und Kritik
College
University of Cologne  (Institut für Kunst und Kunsttheorie)
Course
Kunstwissenschaft
Grade
1,0
Author
Federico Zöller (Author)
Publication Year
2018
Pages
16
Catalog Number
V1420896
ISBN (PDF)
9783346975898
ISBN (Book)
9783346975904
Language
German
Tags
Joseph Beuys Erweiterter Kunstbegriff Soziale Plastik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Federico Zöller (Author), 2018, Der Streit um Joseph Beuys. Leben, Werk und Kritik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1420896
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