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Thermophile Keime. Charakteristika, Vertreter und Pathogenität

Titel: Thermophile Keime. Charakteristika, Vertreter und Pathogenität

Seminararbeit , 2023 , 12 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Stefan Vaterl (Autor:in)

Biologie - Mikrobiologie, Molekularbiologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese wissenschaftliche Arbeit beschreibt die Charakteristika thermophiler Organismen und beleuchtet die wichtigsten Vertreter. Sie befasst sich außerdem mit den biotechnologischen Anwendungsmöglichkeiten thermophiler Organismen und deren Pathogenität für den Menschen.

Ziel des ersten Teils der Arbeit ist es, die Charakteristika thermophiler Organismen zu beschreiben sowie auf einige typische Vertreter genauer einzugehen. Der zweite Teil der Arbeit befasst sich schließlich mit den biotechnologischen Anwendungsmöglichkeiten thermophiler Organismen sowie mit derer potenziellen Pathogenität für den Menschen.

Zur besseren Nachvollziehbarkeit der Herkunft spezifischer Informationen in einzelnen Absätzen wurden von mir Einzelnachweise per Fußnote beigefügt. Alle weiteren Informationen wurden aus den im Literaturverzeichnis aufgelisteten Quellen bezogen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. „Thermophile Keime“ – Definition, Charakteristika und typische Vertreter

2.1 Definition

2.2 Thermophile Spezies und ihre Charakteristika

2.3 Vertreter hyperthermophiler Organismen

2.3.1 Acidianus infernus

2.3.2 Pyrodictium occultum

2.3.3 Pyrolobus fumarii

2.3.4 EisenIII-reduzierendes Archaebakterium („Stamm 121“)

2.3.5 Nanoarchaeum equitans

2.4 Vertreter thermophiler Eubakterien

2.4.1 Thermus aquaticus

2.4.2 Aquificae-Bakterien

2.5 Verbreitung und Wachstumsbeschränkungen

2.5.1 Ökologische Nischen

2.5.2 Wachstumsbeschränkungen

3. Biotechnologische Anwendungen thermophiler Organismen

3.1 Weitere biotechnologische Nutzung

4. Pathogenität thermophiler Keime

4.1 Thermoactinomyces

4.2 Mycobacterium thermoresistibile

4.3 Campylobacter spp.

5. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die biologischen Charakteristika thermophiler Organismen sowie deren Relevanz für biotechnologische Verfahren und deren potenzielle Bedeutung als humanpathogene Erreger.

  • Definition und Klassifizierung thermophiler Bakterien und Archaebakterien
  • Ökologische Nischen und Wachstumsfaktoren extremer Lebensräume
  • Biotechnologische Nutzung thermostabiler Enzyme
  • Risikobewertung hinsichtlich menschlicher Infektionen

Auszug aus dem Buch

2.2 Thermophile Spezies und ihre Charakteristika

Oft weisen nur einzelne Bakterienstämme thermophile Eigenschaften auf. Die Fähigkeit, bei extremen Temperaturen von 100 °C oder mehr und teilweise unter erheblichem Druck zu wachsen, ist vorwiegend bei den Archaebakterien (Archaea) anzutreffen. Ein Beispiel dafür sind die Crenarchaeota, zu denen die Thermoprotei, Thermoproteales, Desulfurococcales und Sulfolobales gehören. Sie weisen je nach Stamm streng anaerobe, aerobe oder fakultativ anaerobe Eigenschaften auf, oft in Verbindung mit chemolithoautotrophem Schwefelstoffwechsel, einschließlich Schwefelatmung, Schwefeloxidation und Schwefelreduktion.

Hyperthermophile Eubakterien (Bacteria), die bei Temperaturen um die 90 °C gedeihen können, sind zum Beispiel Organismen wie Aquifex und verwandte Arten aus dem Stamm Aquificae, Vertreter des Stamms Thermotogae, insbesondere Thermotogales, und des Stamms Thermodesulfobacteria, repräsentiert durch Thermodesulfobacteriales.

Unter den Eukaryoten sind nur wenige in der Lage, Temperaturen über 50 °C zu ertragen. Zu diesen gehören einige Protozeon und Pilze. Beispiele sind der Pilz Thermoascus aurantiacus, der Wachstum bis zu Temperaturen von 62 °C aufweist, sowie der Pompeji-Wurm (Alvinella pompejana), der in Hydrothermalquellen lebt und Temperaturen von bis zu etwa 80 °C toleriert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Zielsetzung dar, die Eigenschaften thermophiler Organismen zu beschreiben und deren biotechnologische Potenziale sowie Pathogenität zu beleuchten.

2. „Thermophile Keime“ – Definition, Charakteristika und typische Vertreter: Hier erfolgt eine wissenschaftliche Einordnung thermophiler und hyperthermophiler Mikroorganismen durch Definition, ökologische Nischen und eine Aufstellung bekannter Vertreter aus dem Bereich der Archaeen und Eubakterien.

3. Biotechnologische Anwendungen thermophiler Organismen: Das Kapitel behandelt die Gewinnung thermostabiler Enzyme für industrielle Prozesse, wie etwa die Polymerase-Kettenreaktion oder die Waschmittelproduktion.

4. Pathogenität thermophiler Keime: Hier wird untersucht, inwieweit thermophile Organismen trotz ihres Wachstumsoptimums bei hohen Temperaturen für den Menschen pathogen sein können, wobei spezifische Gattungen betrachtet werden.

5. Schlussfolgerung: Eine Zusammenfassung der Anpassungsstrategien dieser Organismen und ein Ausblick auf die industrielle Bedeutung sowie eine Einordnung des Infektionsrisikos für den Menschen.

Schlüsselwörter

Thermophile Keime, Hyperthermophile, Archaebakterien, Eubakterien, Thermostabile Enzyme, Biokatalyse, PCR, DNA-Polymerase, Pathogenität, Hydrothermalquellen, Wachstumsoptimum, Biotechnologie, Mikroorganismen, Extremophile, Stoffwechselanpassung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Es geht um die Untersuchung von Mikroorganismen, die bei sehr hohen Temperaturen wachsen können, ihre Einordnung in die Biologie sowie ihre Bedeutung für die Industrie und Medizin.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit gliedert sich in die biologische Charakterisierung dieser Keime, ihre biotechnologische Nutzung und eine Bewertung ihrer potenziellen Gefährlichkeit für den Menschen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die Charakteristika thermophiler Organismen zu beschreiben sowie deren biotechnologische Anwendungsmöglichkeiten und pathogene Eigenschaften zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer wissenschaftlichen Literaturanalyse und der Zusammenfassung relevanter Quellen zu mikrobiologischen Fachgebieten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Behandelt werden die Definition, ökologische Nischen, spezifische Vertreter, industrielle Einsatzgebiete (z. B. Enzyme für PCR) und klinisch relevante Stämme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Thermophile Keime, Hyperthermophile, Biotechnologie, thermostabile Enzyme und Stoffwechselanpassung.

Was zeichnet das „Stamm 121“ genannte Archaebakterium aus?

Dieses Bakterium ist bemerkenswert, da es bei Temperaturen bis zu 121 °C wachsen kann und selbst bei 130 °C für zwei Stunden überlebensfähig bleibt.

Können thermophile Bakterien Menschen krank machen?

Die meisten thermophilen Bakterien sind für den Menschen ungefährlich. Es gibt jedoch Ausnahmen wie bestimmte Campylobacter-Spezies oder Mycobacterium thermoresistibile, die unter spezifischen Bedingungen Infektionen auslösen können.

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Details

Titel
Thermophile Keime. Charakteristika, Vertreter und Pathogenität
Hochschule
Medizinische Universität Graz  (Institut für Hygiene, Mikrobiologie und Umweltmedizin)
Veranstaltung
Water for Life - Lebensmittel, Heilmittel, Umwelt
Note
1,0
Autor
Stefan Vaterl (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
12
Katalognummer
V1420934
ISBN (PDF)
9783346975942
ISBN (Buch)
9783346975959
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Humanmedizin Medizin Wasser Umwelt Keime Mikroorganismen Thermophile Thermophile Keime Thermophilie Water for Life Lebensmittel Pathogenität Krankheitserreger Thermophile Bakterien Bakterien Wasserhygiene Mikroökologie Biotechnologie Campylobacter PCR hitzeresistent Enzyme Mikrobiologie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Stefan Vaterl (Autor:in), 2023, Thermophile Keime. Charakteristika, Vertreter und Pathogenität, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1420934
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Leseprobe aus  12  Seiten
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