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Meditation als Therapie. Anwendung meditativer Übungen auf psychische Krankheiten in westlichen Kliniken

Titel: Meditation als Therapie. Anwendung meditativer Übungen auf psychische Krankheiten in  westlichen Kliniken

Hausarbeit , 2022 , 14 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Cornelia Hartung (Autor:in)

Theologie - Vergleichende Religionswissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Meditation als Therapie. Dabei soll die Anwendung meditativer Übungen auf psychische Krankheiten in westlichen Kliniken näher betrachtet werden. Doch wo liegen die eigentlichen Übergänge, Gemeinsamkeiten, sowie fundamentale Unterschiede zwischen den alt-buddhistischen Meditationslehren beziehungsweise deren Lebensphilosophien und deren Anwendung als neu entwickelten Methoden der modernen Psychotherapie in westlichen Kliniken?

Um diese Fragestellung soll es in dieser Hausarbeit gehen. Therapieansätzen in westlichen Kliniken sowie Selbst-Konzepte in der Ich-Psychologie werden untersucht. Es wird des weiteren geschaut wie Meditationspraktiken in westlichen Kontexten umgesetzt werden.

Es ist deutlich zu erkennen, dass sich über die letzten Jahre immer mehr eine Art Trend entwickelt hat, alt-asiatische Weisheitsphilosophien als umgewandelte und neu entwickelte spirituelle sowie physische Therapiemethoden in die westliche Gesellschaft aufzunehmen und in den Alltag zu integrieren. So werden auch buddhistische Meditations- und Atemübungen angewandt und sollen unter anderen Menschen die an alltäglichem Stress oder mentalen Krankheiten leiden, helfen, zurück zu
ihrer Gesundheit und ihrem "Selbst" zu finden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Konzept des Theravada-Buddhismus

2.1 Das Selbst-Konzept

2.2 Meditation im Ursprung

3. Therapieansätze in westlichen Kliniken

3.1 Das Selbstkonzept in der Ich-Psychologie

3.2 Meditation als Therapiemethode

4. Gelingen der Anwendung von buddhistischen Praktiken im westlichen Klinikkontext

4.1 Vergleich der Selbstkonzept

4.2 Vergleich der Meditationsanwendungen

5. Schluss

6. Anhang

6.1 Literaturverzeichnis

6.2 Internetquellen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen der ursprünglichen buddhistischen Meditationsphilosophie und deren Anwendung als moderne Therapiemethode in westlichen Kliniken. Dabei steht die Frage im Zentrum, wie sich das Verständnis des „Selbst“ zwischen den Traditionen unterscheidet und inwiefern der ursprüngliche Sinn buddhistischer Praktiken in der modernen klinischen Psychotherapie gewahrt bleibt.

  • Grundlagen des Theravada-Buddhismus und das Konzept des Anattā (Nicht-Selbst).
  • Strukturen westlicher Psychotherapie und das Selbstverständnis der Ich-Psychologie.
  • Die Rolle von Meditation und Achtsamkeit als therapeutisches Werkzeug.
  • Kritische Analyse der Integration asiatischer Praktiken in den westlichen Klinikalltag.
  • Vergleichende Gegenüberstellung buddhistischer und westlicher Selbst-Konzepte.

Auszug aus dem Buch

2. Das Konzept des Theravada-Buddhismus

Der Theravada-Buddhismus zeichnet sich dadurch aus, dass er die älteste Strömung im Buddhismus darstellt und demnach versucht, den alten, originalen Anweisungen des Buddha, bzw. Siddtharta Gautama zu folgen. Die Vier Edlen Wahrheiten,1 zeichnen sich vor allem durch eines aus: die Symbolik des Durstes. Die Lehre besagt, dass alles Anhaften an materielle sowie geistige Leidenschaften zu einer Reinkarnation und somit zu niemals aufhörenden Leiden führt.

„Folgendes nun, ihr Mönche, ist die edle Wahrheit vom Ursprung des Leidens (dukkha-samudaya): Der Durst (tanha), der zur Wiedergeburt führt, der mit Gefallen und Begierde verbunden ist und sich an diesem und jenem erfreut, ist der Ursprung des Leidens. Es ist der Durst nach Vergnügen, der Durst nach dem Dasein, der Durst nach Macht.“2

Demnach orientiert sich diese Ausrichtung des Buddhismus streng an den Vier Edlen Wahrheiten und an ein Leben im strengen Mönchsorden. Ein Mönch hält sich demnach (ähnlich wie im Christentum) an strenge Askese und hat weder Frau noch Familie. Die Nahrung erlangt er meist durch Spenden anderer. Es wird versucht, ein Leben in der Gemeinde so aufzubauen, sodass sich der Buddhist in der TheravadaStrömung hauptsächlich auf sich fokussieren kann, und darauf, in das Nirvana einzugehen. Vollkommen befreit von Lust, Genüssen und vergänglichem Glück im Leben wird versucht eine Durchbrechung des Identifikationsproblems mit dem eigenen „Ich“ zu erreichen. Die Vergänglichkeit von Allem, was in der Welt geschieht, wird als unumgängliches Sein akzeptiert. Der Glaube an die Reinkarnation in verschiedene, sich auch wiederholende Lebensformen und Wesen ist eines der wichtigsten Glaubenskerne des Buddhismus. Das jeweilige Karma der einzelnen Person entscheidet hierbei darüber, in welcher neuen Form die Wiedergeburt erfolgt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik psychischer Erkrankungen ein und erläutert den Trend, buddhistische Meditationspraktiken in die moderne westliche Psychotherapie zu integrieren.

2. Das Konzept des Theravada-Buddhismus: Hier werden die philosophischen Grundlagen, insbesondere die Vier Edlen Wahrheiten und die Lehre vom Nicht-Selbst (Anattā), detailliert erläutert.

3. Therapieansätze in westlichen Kliniken: Das Kapitel beleuchtet, wie westliche Kliniken therapeutische Angebote strukturieren und welche Rolle die Ich-Psychologie sowie moderne Meditationspraktiken dabei spielen.

4. Gelingen der Anwendung von buddhistischen Praktiken im westlichen Klinikkontext: In diesem Abschnitt werden die Konzepte des Selbst und der Meditation zwischen Buddhismus und Psychologie verglichen, um Grenzen und Missverständnisse aufzuzeigen.

5. Schluss: Der Autor resümiert, dass die westliche Anwendung asiatischer Techniken oft den ursprünglichen Sinn entfremdet und eine tiefere Auseinandersetzung mit den Krankheitsursachen vermissen lässt.

6. Anhang: Dieser Teil enthält das Literaturverzeichnis sowie die verwendeten Internetquellen zur wissenschaftlichen Nachvollziehbarkeit der Arbeit.

Schlüsselwörter

Theravada-Buddhismus, Meditation, Achtsamkeit, Ich-Psychologie, Nicht-Selbst, Anattā, Psychotherapie, Klinikkontext, Selbstkonzept, Reinkarnation, Leid, Zen, spirituelle Praxis, Identifikation, westliche Gesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Übertragung buddhistischer Meditationslehren in den klinischen Kontext westlicher Psychotherapie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Unterschieden zwischen buddhistischer Philosophie und westlicher Ich-Psychologie sowie der Funktionalisierung von Meditation für moderne therapeutische Zwecke.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu hinterfragen, ob die ursprüngliche Idee des Buddhismus in der klinischen Anwendung bewahrt bleibt oder ob eine Entfremdung der Praktiken stattfindet.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse philosophischer und psychologischer Fachwerke sowie auf die persönlichen Erfahrungen des Autors in einem klinischen Setting.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Erläuterung des Theravada-Buddhismus, der westlichen Therapieansätze (insb. Ich-Psychologie) und einen direkten Vergleich beider Ansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Achtsamkeit, Anattā, Ich-Stärke, moderne Psychotherapie und die Transformation asiatischer Weisheitslehren.

Wie unterscheidet sich das buddhistische Selbst-Konzept vom westlichen?

Während der Buddhismus das Selbst als Illusion betrachtet, definiert die westliche Ich-Psychologie das Ich als notwendige Instanz zur Vermittlung zwischen Trieben und Außenwelt.

Welche Kritik übt der Autor an der klinischen Anwendung von Meditation?

Kritisiert wird, dass gesellschaftspolitische Ursachen für psychische Krankheiten oft ignoriert werden und Meditation lediglich zur temporären Symptomlinderung eingesetzt wird, um den Patienten fit für den Arbeitsalltag zu machen.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Meditation als Therapie. Anwendung meditativer Übungen auf psychische Krankheiten in westlichen Kliniken
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Theologie)
Veranstaltung
Religiöse Gegenstände in den buddhistischen Strömungen
Note
1,7
Autor
Cornelia Hartung (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2022
Seiten
14
Katalognummer
V1420938
ISBN (PDF)
9783346975966
ISBN (Buch)
9783346975973
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Buddhismus Philosophie Meditation Theravada
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Cornelia Hartung (Autor:in), 2022, Meditation als Therapie. Anwendung meditativer Übungen auf psychische Krankheiten in westlichen Kliniken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1420938
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Leseprobe aus  14  Seiten
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