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Bieten Techniken des WEB 2.0 Lerninstrumente für den LER-Unterricht?

Titel: Bieten Techniken des WEB 2.0 Lerninstrumente für den LER-Unterricht?

Hausarbeit , 2009 , 21 Seiten , Note: 2.0

Autor:in: Michael Dathe (Autor:in)

Didaktik - Allgemeine Didaktik, Erziehungsziele, Methoden
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das schnellste Verbreitungsmedium ist unangefochten das Internet. Gibt es Neuigkeiten in Printmedien, kann ich mit Sicherheit davon ausgehen, dass diese schon lange im Internet verbreitet wurden. Immer schneller werdende Datenverbindungen machen dies sogar in Bild- und Videodateien möglich, so dass die Informationsbeschaffung keineswegs einseitig sein muss. Das Internet bietet auch die Funktion, Daten zu veröffentlichen, die von den Medien gar nicht verbreitet werden sollten. Ein jüngstes Beispiel sind die demonstrativen Oppositionsvideos aus dem Iran bei YouTube. Ein Massaker wie der auf dem „Platz des himmlischen Friedens“ in China von 1989 ist demzufolge schwerer durchführbar, da die neue Technik ein neues Instrument der Medienfreiheit darstellt und eine ungefilterte Berichterstattung möglich gemacht wird.

Die Macht des Internets wuchs besonders durch den Wandel des herkömmlichen Internets zum so genannten Web 2.0. Im Web 2.0 gestalten die Benutzer den Inhalt. Man spricht von einem „User-Generated-Content“. Konnten Internetbenutzer bisher nur auf den Inhalt des Internets zurückgreifen, gestalten sie heute diesen zum Großteil mit. Ein weiterer Trend nennt sich „ mobiles Web“, indem beispielsweise mit dem Handy ein Video der iranischen Oppositionsdemonstration gefilmt und gleich bei YouTube hochgeladen werden konnte. Ist dieser Inhalt für die Benutzer interessant, verbreitet er sich auch dementsprechend schnell.

Diese Medienfreiheit bürgt aber auch Gefahren. Wenn Medien keiner Kontrolle unterliegen, gibt es keine Garantie für die Richtigkeit des veröffentlichten Inhalts, beziehungsweise kann von der Gesellschaft das am weitesten Verbreitete für richtig empfunden werden, weil es dem Denken der Masse entspricht. Ein kritischer Umgang ist hier unausweichlich und sollte ebenfalls in der Schule vermittelt werden. Im Folgenden möchte ich mich mit dieser neuen Version des Internets, dem Web 2.0 auseinandersetzen. Welche Techniken stellt es zur Verfügung und wie können diese in ausgewählten Beispielen dem LER-Unterricht dienlich sein. Es gibt Lehrerratgeber für den Internetumgang in der Schule, doch beziehen sich diese fast durchgängig auf Seiten mit festem, bereits bestehendem Inhalt. Dem Web 2.0 werden diese also nicht gerecht. Mich interessiert eher der Ansatz, dass die Benutzer den Inhalt gestalten und dies soll der Fokus dieser Arbeit sein.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Relevanz der Thematik für das Fach LER

2.1. Wichtige Aspekte der Umsetzung

3. Was ist das Web 2.0?

4. Einzelne Techniken und Anwendungsbeispiele für den LER-Unterricht

4.1. Blog

4.2. Feed

4.3. Wiki

4.4. Social Bookmarking

4.5. Visuelle Materialien

4.6. Podcast

4.7. Foren und Chats

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Potenzial von Web 2.0-Technologien als innovative Lerninstrumente im LER-Unterricht, um schülerzentriertes, kollaboratives Arbeiten zu fördern und eine aktive Teilhabe an der Wissensgesellschaft zu ermöglichen.

  • Analyse der Relevanz moderner Medientechnologien für das Fach LER
  • Definition und konzeptionelle Einordnung des Web 2.0
  • Praktische Anwendungsbeispiele für Unterrichtsszenarien
  • Kriterien für eine erfolgreiche didaktische Umsetzung digitaler Werkzeuge
  • Reflexion über Chancen und Risiken bei der Nutzung von Nutzer-generierten Inhalten

Auszug aus dem Buch

4.1. Blog

Blog steht für eine Abkürzung des Begriffs „Weblog“. Es handelt sich um ein „…Web geführtes Logbuch, beziehungsweise Journal oder Tagebuch.“16 Hier werden Beiträge auf einer Website chronologisch aneinander gereiht. So genannte Watchblogs setzen sich kritisch mit Medien oder auch Unternehmen auseinander. Ein sehr bekanntes Beispiel ist der BILDblog (www.bildblog.de). Er setzt sich mit der gleichnamigen auflagenstärksten Boulevardzeitung auseinander und erhielt dafür schon den Grimme-Online Preis. Nachrichtenblogs haben den Vorteil, aktuelle Geschehnisse schneller als klassische Nachrichtenanbieter zu veröffentlichen. Blogs können auch multimediale Inhalte wie Videos, Audio-Beiträge oder Bilder beinhalten und es gibt sie zu fast jeder Thematik.

Durch die Kommentarfunktion können Beiträge von jedem kommentiert werden. Bei einigen Anbietern ist aber hierfür eine Registrierung notwendig. So können Meinungen und neues Wissen in den Blog mit einfließen. Die bisherige Erläuterung eines Blogs ähnelt einem Webforum oder einer Newsgroup. Wo liegt dann der Unterschied? Bei einem Blog gibt es einen so genannten „virtuellen Hausherren“, der die Gewalt hat, unliebsame und unerwünschte Kommentare auszublenden.

Eine gute Differenzierung zwischen Blogs und Foren bietet Robert Basic: „Blogs sind keine Gemeinschaftswohnungen. Es gibt einen Hausbewohner, den Gäste je nach Bedarf besuchen, weil er möglicherweise leckeren Kaffee und Kuchen anzubieten hat. Auf Foren und Newsgroups machen die Hausbewohner gemeinsam die Musik, jeder kann dazu seinen Kuchen mitbringen. Party! Auf einem Blog macht nur einer die Musik, er bestimmt die Lautstärke, er bäckt den Kuchen.“17

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen der Wissensgesellschaft für die Schule und führt in die Bedeutung des Web 2.0 als Instrument für Medienfreiheit und kollaboratives Lernen ein.

2. Relevanz der Thematik für das Fach LER: Dieses Kapitel verankert die Mediennutzung im Rahmenlehrplan und definiert didaktische Kriterien für einen entwicklungsfördernden Einsatz digitaler Medien.

2.1. Wichtige Aspekte der Umsetzung: Hier werden spezifische Kriterien wie problemorientierte Aufgabenstellungen und die Einbindung von Werkzeugen zur Wissensstrukturierung dargelegt.

3. Was ist das Web 2.0?: Dieses Kapitel bietet eine Auseinandersetzung mit verschiedenen technischen und sozialwissenschaftlichen Definitionen des Web 2.0.

4. Einzelne Techniken und Anwendungsbeispiele für den LER-Unterricht: Der Hauptteil stellt konkrete Web 2.0-Tools vor und prüft deren Eignung für den schulischen Kontext anhand von Praxisbeispielen.

4.1. Blog: Beschreibt die Funktion von Weblogs als kollaborative Kursmedien und deren Potenzial für die Unterrichtsdokumentation.

4.2. Feed: Erläutert die automatisierte Informationsbereitstellung durch RSS-Feeds zur effizienten Informationsbeschaffung im Unterricht.

4.3. Wiki: Fokus auf das kollaborative Schreiben und gemeinsame Wissensmanagement in Gruppenarbeit.

4.4. Social Bookmarking: Behandelt die strukturierte Sammlung und Bewertung von Internetquellen durch die Schülerschaft.

4.5. Visuelle Materialien: Zeigt Wege auf, wie Medienkompetenz bei der Erstellung und Nutzung von Foto- und Videomaterial gefördert werden kann.

4.6. Podcast: Diskutiert den Einsatz von Audioformaten für die kreative Projektdokumentation und Hörspielgestaltung.

4.7. Foren und Chats: Vergleicht asynchrone und synchrone Kommunikation im Hinblick auf den Lernprozess und die Moderation.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Chancen der Web 2.0-Integration zusammen, unterstreicht die Notwendigkeit von Orientierungshilfen durch den Lehrer und blickt auf die künftige technische Ausstattung von Schulen.

Schlüsselwörter

Web 2.0, LER-Unterricht, Medienkompetenz, User-Generated-Content, Blog, Wiki, Social Bookmarking, Podcast, Feed, Wissensgesellschaft, Kollaboratives Lernen, Didaktik, Online-Lernumgebungen, Schulisches Medienmanagement, Digitale Bildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie moderne Web 2.0-Technologien als didaktische Werkzeuge im Fach LER (Lebensgestaltung – Ethik – Religionskunde) eingesetzt werden können, um den Unterricht zu bereichern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Potenziale kollaborativer Online-Werkzeuge, die Förderung der Medienkompetenz und die Transformation von Schülern von reinen Konsumenten zu aktiven Gestaltern von Inhalten.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Web 2.0-Techniken zur Stärkung der Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen Schülern und Lehrern beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer didaktischen Analyse, der Auswertung von Rahmenlehrplänen sowie der theoretischen Auseinandersetzung mit Fachliteratur zur Netzdidaktik und Medienpädagogik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert spezifische Techniken wie Blogs, Wikis, Podcasts, Social Bookmarking sowie Foren und verknüpft diese durch konkrete Praxisbeispiele mit dem LER-Unterricht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Web 2.0, LER-Unterricht, Kollaboratives Lernen, Medienkompetenz und Wissensmanagement charakterisiert.

Wie werden Wikis im Unterricht konkret angewendet?

Der Autor schlägt eine Gruppeneinteilung vor, bei der Schüler arbeitsteilig in Moodle-basierten Wikis Inhalte zu einem komplexen Thema (hier: Islam) recherchieren und strukturiert aufbereiten.

Welche Kriterien sind bei der Nutzung von Foren entscheidend?

Der Autor betont, dass für den erfolgreichen Einsatz von Foren klare Regeln, eine Gruppenbegrenzung sowie eine kompetente Moderation und pädagogische Aufgabenstellung zwingend erforderlich sind.

Was ist die Schlussfolgerung des Autors bezüglich technischer Hürden?

Der Autor sieht aktuelle technische Einschränkungen in Schulen als temporäres Problem und ist überzeugt, dass die fortschreitende Integration des Internets in didaktische Konzepte den Einsatz solcher Tools in Zukunft erleichtern wird.

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Details

Titel
Bieten Techniken des WEB 2.0 Lerninstrumente für den LER-Unterricht?
Hochschule
Universität Potsdam  (Institut LER)
Veranstaltung
Fachdidaktik
Note
2.0
Autor
Michael Dathe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
21
Katalognummer
V142151
ISBN (eBook)
9783640514328
ISBN (Buch)
9783640512393
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Web 2.0 Blog Wiki Blogs Wikis Feed Feeds Internet Schule LER Podcast Podcasts Web Web 1.0 Unterricht Fachdidaktik Didaktik Twitter Social Networks Online Communities Hausarbeit Essay wissenschaftliche Arbeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Dathe (Autor:in), 2009, Bieten Techniken des WEB 2.0 Lerninstrumente für den LER-Unterricht?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142151
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