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Der Religionsunterricht für alle in Hamburg

Titel: Der Religionsunterricht für alle in Hamburg

Seminararbeit , 2023 , 25 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Josephin Adler (Autor:in)

Didaktik - Theologie, Religionspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit soll das Konzept des Dialogischen Religionsunterrichts anhand des Hamburger Modells „Religionsunterricht für alle“ näher beleuchtet und kritisch reflektiert werden. Welchen Beitrag kann dieses Konzept für die gegenwärtige und zukünftige schulische Bildung von Kindern in der Grundschule leisten, um in einer religiös pluralen und globalen Gesellschaft den Grundfragen des menschlichen Daseins und der Sinn- und Werteorientierung nachzukommen? Ebenso soll den Fragen nachgegangen werden, wie durch den „Religionsunterricht für alle“ das Konzept des Dialogischen Religionsunterrichts umgesetzt wird und welche Chancen und Grenzen dieses real umgesetzte Modell bietet sowie der daran anschließenden Frage, inwiefern eine Umsetzung für andere Bundesländer denkbar wäre und an welche Bedingungen dies geknüpft ist.

„Von einer misstrauisch beäugten Variante des Religionsunterrichts am äußersten Rande des verfassungsrechtlich Erlaubten ist er zu einer interessanten, akzeptierten und von vielen sogar geschätzten Alternative zwischen konfessionellem Religionsunterricht und Religionskunde geworden.“ Mit diesen Worten beschreibt Knauth den „Religionsunterricht für alle“ aus der Freien und Hansestadt Hamburg. Er stellt die Wahrnehmungsentwicklung dieses in den 1990er Jahren entstanden Konzeptes für einen neu gedachten Religionsunterricht an Hamburgs öffentlichen Schulen dar und macht dabei deutlich, dass die anfängliche Polarisierung, die von nahezu jedem neuen Konzept ausgeht, welches traditionelles Denken übersteigt, in eine stabile und anerkannte pädagogische Neuorientierung überging.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der „Religionsunterricht für alle“ in Hamburg – Ein Konzept des Dialogischen Religionsunterrichts

2.1 Standortbestimmungen für den „Religionsunterricht für alle“ in Hamburg

2.1.1 Zum Begriff des Dialogischen Religionsunterrichts

2.1.2 Zum Begriff des Interreligiösen Lernens

2.1.3 Einordnung in die verfassungsrechtliche Situation

2.1.4 Einordnung in die soziokulturelle Situation

2.2 Historische Einordnung zur Entwicklung des „Religionsunterrichts für alle“

2.3 Konzeptionelle Merkmale und religionspädagogisches Profil des Dialogischen Religionsunterrichts an Hamburger Grundschulen

2.3.1 Ziele und Aufgaben

2.3.2 Religionsdidaktische Grundsätze

2.3.3 Rahmenthemen und Unterrichtsschwerpunkte

2.4 Pädagogische Herausforderungen eines neugedachten Weges

2.5 Pädagogische Chancen eines neugedachten Weges

3. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht das Hamburger Modell des „Religionsunterrichts für alle“ (RUfa) und dessen konzeptionelle Einbettung in den Dialogischen Religionsunterricht. Das Hauptziel besteht darin, den Mehrwert dieses Modells für die gegenwärtige und zukünftige schulische Bildung in einer religiös pluralen Gesellschaft kritisch zu reflektieren, wobei insbesondere die Chancen des interreligiösen Lernens sowie die Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung und Übertragbarkeit im Vordergrund stehen.

  • Grundlagen des Dialogischen Religionsunterrichts (DRU)
  • Historische Entwicklung des Hamburger Modells
  • Konzeptionelle Merkmale und lernpädagogisches Profil
  • Pädagogische Herausforderungen und Chancen in der Grundschule
  • Reflexion über Zukunftsfähigkeit und Weiterentwicklung zum RUfa 2.0

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Zum Begriff des Dialogischen Religionsunterrichts

Im Folgenden wird ausschließlich der Dialogbegriff fokussiert, wie er im Kontext des DRU in Hamburg vorzufinden ist. Dieser kann in unterschiedlichen Settings und wissenschaftlichen Ausrichtungen variabel ausgelegt werden. Der DRU ist in eine dialogische Religionspädagogik eingebettet und wird durch das Dialogische Lernen sichtbar.

DRU ist eine Praxis des Religionsunterrichts, welche als Alternative zum klassischen konfessionellen Religionsunterricht angesehen wird. Das religiöse Lernen wird von der Grundschule bis in die Sekundarstufe II in einem gemeinsamen Schulfach interreligiös und dialogisches unterrichtet. Die religionspädagogische Konzeption berücksichtigt dabei die kulturell, religiös und sozial heterogene Lerngruppe an Hamburgs Schulen und gestaltet die vielfältigen religiösen Traditionen unter einer mehrperspektivischen Berücksichtigung. Das Konzept entstand unter dem Einfluss von sozialwissenschaftlichen, theologischen und erziehungswissenschaftlichen Bezugstheorien (vgl. Knauth, 2016, S. 1).

Dialogisches Lernen strebt im Kern den Perspektivwechsel an, der durch drei Lernschritte vollzogen werden soll. Der erste Schritt beinhaltet das Einbringen von sich selbst und den eigenen Erfahrungen. Im zweiten Schritt gilt es, sich in andere und anderes hineinzuversetzen, diese Perspektiven verstehen zu lernen und sie auf die Weltbetrachtung sowie sich selbst zu übertragen. Im letzten Schritt sollen die neuen Erfahrungen auf die bereits gemachten bezogen werden, um sich selber besser verstehen zu können. Das Selbst-Bewusstsein und die Selbst- und Weltveränderung zu erweitern und realisierbar zu machen sowie fremde Kontexte und den eigenen Hintergrund zu ergründen und zu vertiefen, sind angestrebte Ziele des Dialogischen Lernens (vgl. Bauer, 2019, S. 330).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Wahrnehmungsentwicklung des Hamburger Konzepts ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach dem Mehrwert des „Religionsunterrichts für alle“ in einer pluralen Gesellschaft.

2. Der „Religionsunterricht für alle“ in Hamburg – Ein Konzept des Dialogischen Religionsunterrichts: In diesem Kapitel werden die theoretischen Grundlagen, die rechtlichen Rahmenbedingungen und die soziale Ausgangslage in Hamburg erläutert, um das Modell in seiner Entstehung und Ausrichtung zu verstehen.

3. Fazit und Ausblick: Das Fazit resümiert, dass der konzeptionelle Kern des Dialogischen Religionsunterrichts in der Perspektivübernahme liegt, und diskutiert die Herausforderungen bei der Zielerreichung in der Grundschule sowie die Zukunftsfähigkeit des Modells.

Schlüsselwörter

Religionsunterricht für alle, Dialogischer Religionsunterricht, Interreligiöses Lernen, Hamburger Modell, Religionspädagogik, Schulische Inklusion, Identitätsbildung, Pluralismus, Säkularisierung, Grundschule, Multireligiöse Lerngruppen, Religiöse Kompetenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet das Hamburger Modell „Religionsunterricht für alle“ und untersucht, wie dieses Konzept als Form des dialogischen Religionsunterrichts die religiöse Bildung in einer heterogenen Schülerschaft prägt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Schwerpunkten zählen der Dialogbegriff in der Religionspädagogik, das interreligiöse Lernen, die verfassungsrechtlichen und soziokulturellen Rahmenbedingungen Hamburgs sowie die pädagogischen Herausforderungen und Chancen des Modells.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Mehrwert des Hamburger Modells für die gegenwärtige und zukünftige schulische Bildung zu reflektieren und zu hinterfragen, welchen Beitrag es zur Sinn- und Werteorientierung von Kindern leisten kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse, um das Konzept theoretisch herzuleiten, und zieht empirische Befunde sowie Fallbeispiele aus durchgeführten Beobachtungen in Grundschulklassen heran, um die praktische Umsetzung zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Standortbestimmungen der Begriffe, eine historische Einordnung des Modells, die Beschreibung des konzeptionellen Profils sowie eine kritische Analyse der pädagogischen Herausforderungen und Chancen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Prägende Begriffe sind Dialogischer Religionsunterricht, Interreligiöses Lernen, Identitätsbildung, Pluralität und der Hamburger Weg als spezifisches Konzept für öffentliche Schulen.

Wie unterscheidet sich der RUfa 2.0 von der ursprünglichen Konzeption?

Der RUfa 2.0 ist durch eine trägerplurale Verantwortungsklarheit gekennzeichnet, steht jedoch laut Autorin vor der Herausforderung, den Dialog als strukturelles Kernelement zu bewahren, da Schwerpunkte sich verstärkt auf die Identitätsbildung durch Auseinandersetzung mit der eigenen Religion verlagern.

Warum ist das Hamburger Modell laut Autorin kein Exportschlager?

Die Autorin betont, dass das Modell spezifisch auf die kulturellen, geografischen und demografischen Gegebenheiten Hamburgs zugeschnitten ist und die enorme Heterogenität und regionale Spezifik anderer Bundesländer bei einer einfachen Übertragung nicht ausreichend berücksichtigt werden würden.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Religionsunterricht für alle in Hamburg
Hochschule
Technische Universität Dresden
Note
1,7
Autor
Josephin Adler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
25
Katalognummer
V1421687
ISBN (PDF)
9783346978431
ISBN (Buch)
9783346978448
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Religionsunterricht Religionsunterricht für alle Hamburg
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Josephin Adler (Autor:in), 2023, Der Religionsunterricht für alle in Hamburg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1421687
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Leseprobe aus  25  Seiten
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