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Inklusionspraxis für Menschen mit Intelligenzminderung. Herausforderungen, Erfahrungen und Lösungsansätze im Fokus

Titel: Inklusionspraxis für Menschen mit Intelligenzminderung. Herausforderungen, Erfahrungen und Lösungsansätze im Fokus

Hausarbeit , 2017 , 55 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Oliver Wieser-Altvater (Autor:in)

Pädagogik - Heilpädagogik, Sonderpädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht die vielschichtigen Herausforderungen in der Inklusionspraxis für Menschen mit Intelligenzminderung und begleitenden Komplexproblematiken. Beginnend mit einer Einführung in das Thema, werden die neuen Erkenntnisse zu diesem Personenkreis nach den Professoren Theunissen und Wüllenweber dargestellt. Die Werkstattpraxis wird im Hinblick auf Anforderungsprofile für Fachkräfte sowie die aktuelle Gesetzgebung im Vergleich zum Iststand analysiert. Ein Fokus liegt auf der Akzeptanz-, Identitäts-, Sozial-, Beziehungs- und Zukunftsproblematik, die in einer umfassenden Reflexion betrachtet wird.

Die Resultate der Komplexproblematiken werden anhand von Erfahrungen aus der Arbeit in WfbM und Wohnen beleuchtet, insbesondere im Zusammenhang zwischen Theorie und Praxis, wie in einem Workshop zum Diskurs über Lob- und Kritikgespräche unter Berücksichtigung der moralischen Entwicklung nach Kohlberg. Die Entwicklungszahlen der Beschäftigten in WfbM seit 1994 werden ebenso betrachtet wie aktuelle Inklusionspraktiken.

Der Fokus liegt auf der Beschreibung von Problemen in der Betreuung, sowohl im Wohn- als auch im Beschäftigungsbereich. Hypothetische Informationsketten im Krisenmanagement werden aufgezeigt, gefolgt von einer Analyse von Deeskalations- und Krisenmanagement in WfbM und Wohnbereichen. Instrumente der Beziehungsarbeit und mehrdimensionale Arbeitsansätze für die Praxis werden dabei beleuchtet. Die Arbeit schließt mit Literaturnachweisen und bietet somit einen umfassenden Einblick in die aktuellen Herausforderungen und Lösungsansätze in der Inklusionspraxis für Menschen mit Intelligenzminderung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1.2 Vorwort

1.2.1 Einleitung

1.3 Beschreibung des neuen Personenkreises „Menschen mit Intelligenzminderung und einhergehenden Komplexproblematiken“ nach den Professoren Theunissen und Wüllenweber

1.4 Die Werkstattpraxis - Anforderungsprofile für Fachkräfte und aktuelle Gesetzgebung versus Iststand

1.1.4 Die Akzeptanzproblematik

1.4.2 Die Identitätsproblematik

1.4.3 Die Sozialproblematik

1.4.4 Die Beziehungsproblematik

1.4.5 Die Zukunftsproblematik

1.4.6 Zusammenfassung der Komplexproblematiken

2.0 Resultate der Komplexproblematiken für die künftige Arbeit mit dem neuen Personenkreis in WfbM und Wohnen

2.1 Zusammenhang zwischen Theorie und Praxis anhand eines Workshops zum Diskurs „Lob- und Kritikgespräch unter Berücksichtigung der moralischen Entwicklung nach Kohlberg und deren Bedeutung für die pädagogische Beziehung“

3.0 Entwicklungszahlen der Beschäftigten in WfbM seit 1994

4.0 Inklusionspraxis

4.1 Beschreibung der Probleme in der Betreuung (Wohnen versus Beschäftigung)

4.2 Hypothetische Informationskette im Krisenmanagement

4.3 Deeskalationsmanagement und Krisenmanagement in WfbM und Wohnbereich

4.3.1 Instrumente der Beziehungsarbeit

4.3.2 Mehrdimensionale Arbeitsansätze für die Praxis nach aktuellen Wissensgrundlagen der Geistigbehindertenpädagogik

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Facharbeit setzt sich kritisch mit der Betreuung von Menschen mit Intelligenzminderung und einhergehenden Komplexproblematiken, auch „Junge Wilde“ oder „Systemsprenger“ genannt, auseinander. Das primäre Ziel ist es, professionelle Handlungsansätze für Fachkräfte in Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) und im Wohnbereich aufzuzeigen, um den Herausforderungen durch problematisches Verhalten ressourcenorientiert und heilpädagogisch zu begegnen.

  • Analyse der vielfältigen Komplexproblematiken (Akzeptanz, Identität, Soziales, Beziehung, Zukunft).
  • Kritische Reflexion der Werkstattpraxis und gesetzlicher Rahmenbedingungen.
  • Theorie-Praxis-Transfer durch Diskurs über Lob- und Kritikgespräche.
  • Entwicklung von Krisenmanagementstrategien und Deeskalationsmethoden.
  • Bedeutung der Beziehungsarbeit und professionellen Haltung für Inklusionsprozesse.

Auszug aus dem Buch

Die Identitätsproblematik

Die eigene Identität hält uns am Leben. Bei Menschen mit einer Demenzerkrankung lässt sich beobachten, dass sie häufig in der Vergangenheitsform erzählen. Diese Form der Erzählung ist ein klassisches Beispiel für das Festhalten an der eigenen Identität: Ich erzähle was ich erlebt habe, also bin ich! Natürlich ist diese Erzählform auch Indiz für das Schwinden des Kurzzeitgedächtnisses; das sich die eigene Identität in Form von Erzählungen lange Vergangenem widerspiegelt aber ebenso ein Indiz für die Erhaltung des Individuum in der eigenen Seele. Menschen mit Intelligenzminderung und dazugehörenden Komplexproblematik stellen sich oft die Frage wieso sie nicht sein können wie der Bruder, die Schwester, der Vater oder die Mutter. Sie empfinden es unfair so zu sein wie sie sind. Viele wissen darüber hinaus aber auch, dass sie niemals so werden wie Andere, niemals deren Berufe erlernen, niemals Auto fahren und niemals bei den Johannitern oder der Feuerwehr als Ehrenamtliche tätig sein werden. Das hier generierte Trauma steht in keinem Verhältnis zur Behinderung, sondern steht sinnbildlich für verlorene Wünsche und Träume eines Jeden von uns.

Zusammenfassung der Kapitel

1.2 Vorwort: Der Autor erläutert seine berufliche Motivation und die Hintergründe zur Erstellung dieser Facharbeit im Rahmen seiner heilpädagogischen Ausbildung.

1.2.1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in den Personenkreis der „Menschen mit Intelligenzminderung und einhergehenden Komplexproblematiken“ ein und erläutert die fachliche sowie gesellschaftliche Einordnung der Betroffenen.

1.3 Beschreibung des neuen Personenkreises „Menschen mit Intelligenzminderung und einhergehenden Komplexproblematiken“ nach den Professoren Theunissen und Wüllenweber: Es werden die spezifischen psychosozialen Hilfebedarfe und die daraus resultierenden Gefährdungslagen dieser Zielgruppe definiert.

1.4 Die Werkstattpraxis - Anforderungsprofile für Fachkräfte und aktuelle Gesetzgebung versus Iststand: Das Kapitel beleuchtet die Diskrepanz zwischen notwendigen Qualifikationen der Betreuungspersonen und den realen Bedingungen in den Werkstätten.

1.1.4 Die Akzeptanzproblematik: Hier wird die schwierige Selbstwahrnehmung der Beschäftigten im Hinblick auf ihre Perspektivlosigkeit am freien Arbeitsmarkt thematisiert.

1.4.2 Die Identitätsproblematik: Der Abschnitt widmet sich den belastenden Gefühlen der Betroffenen bezüglich ihrer Behinderung und dem unerfüllbaren Wunsch nach Normalität.

1.4.3 Die Sozialproblematik: Es wird erörtert, wie und warum soziale Frustration bei dieser Klientel in herausforderndes Verhalten umschlägt.

1.4.4 Die Beziehungsproblematik: Die Fähigkeit zur Etablierung professioneller und persönlicher Beziehungen unter den erschwerten Bedingungen der Komplexproblematik steht hier im Fokus.

1.4.5 Die Zukunftsproblematik: Das Kapitel behandelt die Ängste der Betroffenen hinsichtlich ihrer beruflichen und privaten Perspektiven.

1.4.6 Zusammenfassung der Komplexproblematiken: Eine Synthese der zuvor beschriebenen Problemlagen mit Implikationen für die nötige Ausbildung der Fachkräfte.

2.0 Resultate der Komplexproblematiken für die künftige Arbeit mit dem neuen Personenkreis in WfbM und Wohnen: Ableitung konkreter pädagogischer Konsequenzen aus den zuvor analysierten Identitäts- und Sozialproblematiken.

2.1 Zusammenhang zwischen Theorie und Praxis anhand eines Workshops zum Diskurs „Lob- und Kritikgespräch unter Berücksichtigung der moralischen Entwicklung nach Kohlberg und deren Bedeutung für die pädagogische Beziehung“: Ein Praxisteil, der Methoden für eine wertschätzende und entwicklungsorientierte Kommunikation mit dem Klienten vorstellt.

3.0 Entwicklungszahlen der Beschäftigten in WfbM seit 1994: Statistische Darstellung des enormen Zuwachses an Beschäftigten innerhalb der letzten Jahrzehnte.

4.0 Inklusionspraxis: Diskussion der aktuellen Rahmenbedingungen und notwendigen Qualitätsstandards für eine gelingende Inklusion.

4.1 Beschreibung der Probleme in der Betreuung (Wohnen versus Beschäftigung): Analyse der Schwierigkeiten beim Beziehungsaufbau und der hohen Fluktuation in den sozialen Berufen.

4.2 Hypothetische Informationskette im Krisenmanagement: Schematische Darstellung der Kommunikationswege bei akuten Krisen oder herausfordernden Vorfällen.

4.3 Deeskalationsmanagement und Krisenmanagement in WfbM und Wohnbereich: Fachliche Auseinandersetzung mit Strategien zur Vermeidung von Gewalt und Konflikteskalation.

4.3.1 Instrumente der Beziehungsarbeit: Vorstellung von Methoden zur Stabilisierung und Förderung der Selbstbestimmung des Klienten.

4.3.2 Mehrdimensionale Arbeitsansätze für die Praxis nach aktuellen Wissensgrundlagen der Geistigbehindertenpädagogik: Ein Plädoyer für einen ressourcenorientierten Blick auf den Menschen, gestützt durch zeitgemäße heilpädagogische Erkenntnisse.

Schlüsselwörter

Heilpädagogik, Komplexproblematik, WfbM, Menschen mit Intelligenzminderung, herausforderndes Verhalten, Krisenmanagement, Beziehungsarbeit, Inklusionspraxis, Reflexion, Lob, Kritik, Fachkraft, Selbstbestimmung, Systemsprenger, Sozialpsychologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der professionellen Betreuung von Menschen mit Intelligenzminderung und einhergehenden Komplexproblematiken in Werkstätten für behinderte Menschen und im Wohnbereich.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Analyse psychosozialer Probleme der Klientel, die Reflexion pädagogischer Haltungen, Krisenmanagement sowie die Bedeutung von Kommunikation für die Beziehungsgestaltung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, für Fachkräfte konkrete Handlungsstrategien und Reflexionsweisen zu entwickeln, um effektiv, wertschätzend und ressourcenorientiert mit herausforderndem Verhalten umzugehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung verwendet?

Der Autor nutzt fachspezifische Literatur, Forschungsergebnisse zum Personenkreis, eine Analyse der aktuellen Werkstattpraxis sowie einen praxisorientierten Workshop-Ansatz unter Einbeziehung des Stufenmodells nach Kohlberg.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Beschreibung der spezifischen Komplexproblematiken (wie Identitäts- oder Sozialproblematik), eine kritische Betrachtung der Werkstattpraxis sowie die Vorstellung konkreter Methoden für den Umgang mit Krisen und die Gestaltung von Lob- und Kritikgesprächen.

Wie lässt sich der Personenkreis charakterisieren, der hier behandelt wird?

Es handelt sich um Personen mit Intelligenzminderung, die durch zusätzliche komplexe psychosoziale Problematiken oder herausforderndes Verhalten auffallen und oft als „Junge Wilde“ oder „Systemsprenger“ bezeichnet werden.

Wie unterscheidet sich laut Autor ein korrektes Lob von einem vergifteten Lob?

Ein korrektes Lob verzichtet auf Appelle oder Weichmacher und fokussiert rein auf die Anerkennung. Ein „vergiftetes“ Lob hingegen enthält Erwartungen an die Zukunft, etwa in Form von Phrasen wie „wäre schön, wenn du das öfter machst“.

Warum ist laut der Arbeit eine spezielle Ausbildung für Betreuer in diesem Bereich notwendig?

Aufgrund der hohen Komplexität der psychischen und sozialen Belastungen der Klienten reicht „guter Wille“ nicht aus; es bedarf fundierter Kenntnisse in Deeskalation, Krisenintervention und pädagogischer Beziehungsgestaltung.

Ende der Leseprobe aus 55 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Inklusionspraxis für Menschen mit Intelligenzminderung. Herausforderungen, Erfahrungen und Lösungsansätze im Fokus
Hochschule
Internationale Berufsakademie der F+U Unternehmensgruppe Darmstadt
Note
1,0
Autor
Oliver Wieser-Altvater (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
55
Katalognummer
V1422495
ISBN (PDF)
9783346980793
Sprache
Deutsch
Schlagworte
inklusionspraxis menschen intelligenzminderung herausforderungen erfahrungen lösungsansätze fokus Kritikgespräch Mitarbeitersensibilisierung Netzwerk gegen Gewalt Workshops Herausfordernde Verhaltensweisen leiten anleiten assistieren beraten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Oliver Wieser-Altvater (Autor:in), 2017, Inklusionspraxis für Menschen mit Intelligenzminderung. Herausforderungen, Erfahrungen und Lösungsansätze im Fokus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1422495
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Leseprobe aus  55  Seiten
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