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Ansatz und Bewertung von Rückstellungen. Die bisherige HGB-Fassung im Vergleich zu BilMoG

Title: Ansatz und Bewertung von Rückstellungen. Die bisherige HGB-Fassung im Vergleich zu BilMoG

Diploma Thesis , 2009 , 85 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Holger Schmidt (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Summary Excerpt Details

Ziel dieser Arbeit ist es aufzuzeigen, welche Rückstellungen nach HGB a.F. bilanziert werden müssen beziehungsweise können und in welcher Höhe dies zu geschehen hat und was für Auswirkungen das BilMoG auf den Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen mit sich bringt. Am Ende der Arbeit soll die Frage beantwortet werden können, ob es dem Gesetzgeber gelungen ist, mit den durch das BilMoG verursachten Änderungen im Bereich der Rückstellungen die Informationsfunktion für die Abschlussadressaten zu erhöhen und das deutsche Handelsrecht an die IFRS anzunähern.

Die Arbeit beginnt mit einer Darstellung der theoretischen Grundlagen der Rückstellungen. Es wird gezeigt, welche Bilanztheorien entscheidenden Einfluss auf die Prägung des im HGB verwendeten Rückstellungsbegriffs haben und wie sich Rückstellungen zu anderen Posten der Passiva abgrenzen.

Es folgt eine Darstellung, welche Rückstellungen nach HGB Stand 2008 bilanziert werden dürfen beziehungsweise müssen und welche Voraussetzungen für einen Ansatz gegeben sein müssen. Auf die latenten Steuern wird dabei nur in ihren Grundzügen eingegangen, eine Betrachtung des Timing- und Temporary-Konzepts unterbleibt. Auch wird der Frage nachgegangen in welcher Höhe die Bilanzierung zu erfolgen hat.

Im nächsten Teil der Arbeit wird aufgezählt, welche Rückstellungen nach HGB n.F. nicht mehr bilanziert werden dürfen und welche Faktoren zukünftig bei der Bewertung von Rückstellungen zu berücksichtigen sind. Auf eine Betrachtung der Auswirkungen des BilMoG auf die latenten Steuern und den Konzernabschluss bei den Rückstellungen wird indes verzichtet. Bei den Pensionsverpflichtungen wird im Rahmen dieser Arbeit nicht auf Rückdeckungsversicherungen eingegangen.

Im vierten Teil der Arbeit werden die in den vorherigen Kapiteln beschriebenen theoretischen Grundlagen an praktischen Beispielen verdeutlicht. Dafür werden zuerst Sachverhalte skizziert, um sie nach HGB Stand 2008 und anschließend unter Anwendung des BilMoG darzustellen und die Faktoren, die Ursache für eine Änderung sind, zu erläutern.

Den Abschluss bildet eine Übersicht der wesentlichen Neuerungen des BilMoG bei den Rückstellungen verglichen mit den vorherigen Regelungen. Es wird auf die einzelnen Veränderungen eingegangen und hinterfragt, ob hieraus eine realistischere Beurteilung über künftige Belastungen möglich ist, die eine Steigerung des Informationsgehalts bedeutet und auch das Ziel einer Annäherung an die IFRS gelungen ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

I. Problemstellung

II. Gang der Untersuchung

B. Theoretische Grundlagen zu Rückstellungen

I. Bilanztheoretische Basis

1. Statische Bilanztheorie

2. Dynamische Bilanztheorie

II. Abgrenzung der Rückstellungen zu anderen Passivposten

1. Rückstellungen zu Verbindlichkeiten

2. Rückstellungen zu passiven Rechnungsabgrenzungsposten

3. Rückstellungen zu Rücklagen

4. Rückstellungen zu Wertberichtigungen

C. Rückstellungen nach HGB bisherige Fassung

I. Ansatz von Rückstellungen

1. Allgemein

2. Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten

a. Allgemein

aa. Verpflichtung gegenüber einem Dritten

bb. Ungewissheit

cc. Wahrscheinlichkeit

b. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

aa. Unmittelbare Pensionsverpflichtungen

bb. Mittelbare Pensionsverpflichtungen

cc. Ähnliche Verpflichtungen

3. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften

4. Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungsaufwendungen

a. Allgemein

b. Nachholung innerhalb von drei Monaten

c. Nachholung im folgenden Geschäftsjahr nach Ablauf von 3 Monaten

5. Rückstellungen für unterlassene Aufwendungen für Abraumbeseitigung

6. Rückstellungen für Gewährleistung

7. Genau umschriebene Aufwendungen

8. Rückstellungen für latente Steuern

II. Bewertung von Rückstellungen

1. Bewertungsgrundsätze

2. Einzelfragen der Bewertung

a. Bewertung von Sach- und Dienstleistungsverpflichtungen

b. Einzel- und Sammelrückstellungen

c. Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen

d. Abzinsung

aa. Verbindlichkeitsrückstellungen

bb. Drohverlustrückstellungen und Aufwandsrückstellungen

cc. Abzinsungsfaktor

e. Ansammlungsrückstellungen

3. Bewertung von Pensionsrückstellungen

D. Rückstellungen nach dem BilMoG

I. Ansatz von Rückstellungen

1. Aufwandsrückstellungen nach § 249 Abs. 1 Satz 3 HGB a.F.

2. Sonstige Aufwandsrückstellungen nach § 249 Abs. 2 HGB a.F.

3. Pensionszusagen nach Art. 28 EGHGB

II. Bewertung von Rückstellungen

1. Berücksichtigung von Preis- und Kostensteigerungen

2. Verpflichtung zur Abzinsung

a. Grundsätzliche Pflicht zur Abzinsung

b. Durchschnittlicher Marktzins als Diskontierungsfaktor

c. Ausweis und Anhangsangaben

3. Pensionsverpflichtungen

a. Allgemein

b. Wertpapiergebundene Versorgungsversprechen

c. Saldierung mit Planvermögen

III. Übergangsregelungen

1. Art. 66 EGHGB

2. Art. 67 EGHGB

E. Praktische Beispiele

I. Allgemeine Firmeninformation

II. Beispiele zu den einzelnen Rückstellungsarten

1. Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten

a. Sachverhalt

b. Beurteilung nach HGB a.F.

c. Beurteilung nach HGB n.F.

2. Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften

a. Sachverhalt

b. Beurteilung nach HGB a.F.

c. Beurteilung nach HGB n.F.

3. Rückstellung für unterlassene Instandhaltung (3-Monatsfrist)

a. Sachverhalt

b. Beurteilung nach HGB a.F.

c. Beurteilung nach HGB n.F.

4. Rückstellung für Gewährleistungen

a. Sachverhalt

b. Beurteilung nach HGB a.F.

c. Beurteilung nach HGB n.F.

5. Rückstellung für unterlassene Instandhaltung (4. bis 12. Monat)

a. Sachverhalt

b. Beurteilung nach HGB a.F.

c. Beurteilung nach HGB n.F.

6. Rückstellung für genau umschriebene Aufwendungen

a. Sachverhalt

b. Beurteilung nach HGB a.F.

c. Beurteilung nach HGB n.F.

F. Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Diplomarbeit ist es, den Ansatz und die Bewertung von Rückstellungen unter dem HGB in der alten Fassung (a.F.) dem durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) geänderten HGB in der neuen Fassung (n.F.) gegenüberzustellen. Dabei soll untersucht werden, ob die Reform dazu beiträgt, das Informationsniveau für den Abschlussadressaten zu erhöhen und eine stärkere Annäherung an internationale Rechnungslegungsstandards (IFRS) zu erreichen.

  • Theoretische Grundlagen und Bilanzierung von Rückstellungen nach HGB a.F.
  • Wesentliche Änderungen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG)
  • Neubewertung und Abzinsung von Rückstellungen
  • Praktische Beispiele zur Bilanzierung verschiedener Rückstellungsarten
  • Übergangsvorschriften beim Wechsel auf das neue Bilanzrecht

Auszug aus dem Buch

1. Statische Bilanztheorie

Nach der statischen Bilanzauffassung, als deren Begründer der Berliner Rechtsanwalt Herman Veit Simon gilt, dient die Bilanz dazu, den korrekten Wert des Vermögens, der Schulden und des Saldos davon, des Eigenkapitals, auszuweisen. Ziel ist es, die Schuldendeckungsfähigkeit am Bilanzstichtag zu ermitteln. Schulden sind allerdings nur passivierungsfähig und auch -pflichtig, wenn sie eine Verbindlichkeit gegenüber Dritten darstellen.

Die Ermittlung des Erfolgs steht bei der statischen Bilanzauffassung nicht im Vordergrund. Bei der Bewertung des Vermögens und der Schulden wird von einer Unternehmensfortführung ausgegangen, die von Moxter als „Fortführungsstatik“ bezeichnet wird. Dies steht im Gegensatz zu der damaligen statischen Auffassung, die vorsah, das Schuldendeckungspotential unter Annahme einer Zerschlagung des Unternehmens zu ermitteln (Zerschlagungsstatik). Diese Annahme hat eine entscheidende Bedeutung für die angesetzten Werte in der Bilanz. Bei Anwendung der Fortführungsstatik wird das Vermögen nicht mit den Liquidationswerten angesetzt, sondern mit einem Betrag, welcher der Kaufmann ihm beimisst.

Als Rückstellungen sind alle Verbindlichkeiten aufzunehmen, deren Bestehen oder Höhe noch ungewiss, aber unter Berücksichtigung des Grundsatzes vorsichtiger Bilanzierung und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung wahrscheinlich ist. Unter „wahrscheinlich“ muss verstanden werden, dass am Bilanzstichtag eindeutige Gründe existieren, dass von einer Inanspruchnahme ausgegangen werden muss.

Zusammenfassend lässt sich für die statische Bilanztheorie sagen, dass der Zweck der Rückstellungsbilanzierung in der Richtigkeit und Vollständigkeit des Schuldenausweises liegt. Schulden, bei denen Zeitpunkt, Höhe und ob sie überhaupt zu Ausgaben führen, noch nicht bekannt sind, sollen durch Bildung von Rückstellungen vermögensmindernd erfasst werden.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Modernisierung des Handelsbilanzrechts durch das BilMoG ein und definiert das Ziel sowie den Gang der Untersuchung.

B. Theoretische Grundlagen zu Rückstellungen: Hier werden die bilanztheoretischen Grundlagen (statisch vs. dynamisch) erläutert und Rückstellungen von anderen Passivposten abgegrenzt.

C. Rückstellungen nach HGB bisherige Fassung: Dieses Kapitel detailliert den Ansatz, die Voraussetzungen und die Bewertung verschiedener Rückstellungsarten unter dem HGB in der alten Fassung.

D. Rückstellungen nach dem BilMoG: Dieser Abschnitt widmet sich den durch das BilMoG eingeführten Neuerungen bei Ansatz, Bewertung und Ausweis von Rückstellungen sowie den spezifischen Regelungen für Pensionsverpflichtungen.

E. Praktische Beispiele: Anhand einer modellhaften XY GmbH werden die Auswirkungen des BilMoG auf Ansatz und Bewertung von Rückstellungen in konkreten Buchungssätzen veranschaulicht.

F. Zusammenfassung der Ergebnisse und Fazit: Das Fazit bewertet, inwieweit die Reform das Informationsniveau erhöht und den Angleich an IFRS unterstützt hat.

Schlüsselwörter

Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, BilMoG, Rückstellungen, Handelsgesetzbuch, HGB, Bewertung, Abzinsung, Verbindlichkeitsrückstellungen, Aufwandsrückstellungen, Pensionsverpflichtungen, Informationsfunktion, Bilanztheorie, IFRS, Ansatzwahlrecht, Ergebnisglättung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Veränderungen im Bereich der Bilanzierung von Rückstellungen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) im Vergleich zur bisherigen HGB-Fassung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der Ansatz von Rückstellungen, deren Bewertung (insbesondere Abzinsung und Preissteigerungen), Pensionsverpflichtungen sowie Übergangsregelungen und praktische Buchungsbeispiele.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es zu klären, ob der Gesetzgeber mit den Änderungen die Informationsfunktion für Abschlussadressaten verbessern und eine Annäherung an die internationalen IFRS-Standards erreichen konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse und einer vergleichenden Darstellung des HGB in der alten und neuen Fassung, ergänzt durch praktische Anwendungsbeispiele.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt eine detaillierte Analyse der theoretischen Grundlagen, gefolgt von einer tiefgehenden Betrachtung der Ansatz- und Bewertungsvorschriften nach altem und neuem Recht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie BilMoG, Rückstellungsbilanzierung, HGB, Abzinsung, Pensionsrückstellungen und die Vergleichbarkeit von Jahresabschlüssen charakterisiert.

Warum ist die Abzinsung von Rückstellungen nach BilMoG verpflichtend?

Die Abzinsung ist verpflichtend, da die in den Rückstellungen gebundenen Mittel theoretisch investiert werden können und Zinserträge erwirtschaften, was für eine realistische Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage berücksichtigt werden muss.

Wie wirken sich die Änderungen auf die Ergebnisglättung aus?

Durch die Streichung von Wahlrechten bei Aufwandsrückstellungen (wie für Instandhaltung oder Generalüberholungen) wird die bisher praktizierte bilanzpolitische Ergebnisglättung nach HGB n.F. deutlich eingeschränkt.

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Details

Title
Ansatz und Bewertung von Rückstellungen. Die bisherige HGB-Fassung im Vergleich zu BilMoG
College
University of Applied Sciences Ansbach
Grade
1,5
Author
Holger Schmidt (Author)
Publication Year
2009
Pages
85
Catalog Number
V142252
ISBN (eBook)
9783640525300
Language
German
Tags
Ansatz Bewertung Rückstellungen Vergleich Fassung BilMoG
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Holger Schmidt (Author), 2009, Ansatz und Bewertung von Rückstellungen. Die bisherige HGB-Fassung im Vergleich zu BilMoG, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142252
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