Ein aktueller Überblick über das Angebot und die Bedeutung öffentlicher Förderkredite für mittelständische Unternehmen


Seminararbeit, 2009

18 Seiten, Note: 90 %


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Abkürzungs- und Symbolverzeichnis

1. Einleitung

2. Öffentliche Förderung mittelständischer Unternehmen
2.1 Definition des Begriffes „mittelständische Unternehmen“
2.2 Bedeutung des gewerblichen Mittelstandes für die Wirtschaft
2.3 Förderinstitute auf EU-, Bundes- und Landesebene
2.4 Öffentliches Förderkreditangebot für mittelständische Unternehmen
2.4.1 KfW-Unternehmerkredit
2.4.2 EIB-Darlehen
2.4.3 NRW.Bank-Mittelstandskredit
2.4.4 ERP-Innovationsprogramm
2.4.5 ERP-Regionalförderprogramm
2.4.6 KfW-Unternehmerkapital
2.4.7 NRW.Bank-Universalkredit
2.4.8 KfW-Startgeld
2.4.9 NRW.Bank-Gründungskredit
2.4.10 NRW/EU-Investitionskapital
2.4.11 KfW-Sonderprogramm – Mittelständische Unternehmen
2.4.12 NRW.Bank-Konjunkturkredit
2.4.13 Gewerbliche Umweltschutzfinanzierungen

3. Bedeutung öffentlicher Förderkredite für den Mittelstand

4. Fazit, Ausblick, Handlungsempfehlung

Literaturverzeichnis

Abbildungs- und Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Definition KMU des IFM Bonn

Tabelle 2: Definition KMU gemäß EU-Kommissionsempfehlung

Abkürzungs- und Symbolverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Die folgende Seminararbeit soll einen aktuellen Überblick über das Angebot von öffentlichen Förderkrediten für mittelständische Unternehmen gewähren. Des Weiteren soll die Bedeutung dieser Finanzierungsform für mittelständische Unternehmen herausgestellt werden.

Die öffentliche Hand fördert gezielt mittelständische Unternehmen, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich im volkswirtschaftlichen Wettbewerb zu behaupten. Gleichzeitig sollen auf diese Weise übergeordnete Ziele wie Arbeitsplatzsicherung, Technologieförderung, regionale Nivellierung und Umweltschutz erreicht werden.[1]

Es ist jedoch an dieser Stelle der Vollständigkeit halber zu erwähnen, dass die öffentliche Hand auch Programme für Unternehmen anbietet, die nicht bei den mittelständischen Unternehmen anzusiedeln sind. Hierzu zählen z.B. Kleinst-, Großunternehmen oder Projektgesellschaften.

Die weiteren Ausführungen befassen sich ausschließlich mit den Programmen für den gewerblichen Mittelstand, die als Kreditfinanzierung oder Mezzanine-Finanzierung zur Verfügung gestellt werden. Beteiligungsfinanzierungen (Eigenkapitalfinanzierungen), Bürgschaften oder Zuschüsse fallen ebenfalls unter den Begriff Fördermittel, werden jedoch im Weiteren nicht näher betrachtet.

Im ersten Kapitel wird zunächst der Begriff „mittelständische Unternehmen“ und die Bedeutung des Mittelstandes für die deutsche Wirtschaft näher erläutert, bevor im Anschluss die bedeutendsten Förderungseinrichtungen auf EU-, Bundes- und Landesebene vorgestellt werden. Der Schwerpunkt des ersten Kapitels liegt auf der Vorstellung der Förderkreditprogramme, die mittelständische Unternehmen betreffen.

Das zweite Kapitel befasst sich schwerpunktmäßig mit der Bedeutung öffentlicher Förderkredite für den gewerblichen Mittelstand. Abschließend wird anhand der aktuellen Wirtschaftskrise auf die Bedeutung der öffentlichen Förderkredite als Instrument der öffentlichen Hand Bezug genommen.

2. Öffentliche Förderung mittelständischer Unternehmen

2.1 Definition des Begriffes „mittelständische Unternehmen“

Für den Begriff „mittelständische Unternehmen“ existiert keine allgemeingültige Definition. Die quantitative Definition von kleinen und mittleren Unternehmen (sogenannten KMU) des Instituts für Mittelstandsforschung in Bonn (IfM) sieht folgendes vor:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Definition KMU des IfM Bonn

Quelle: eigene Darstellung nach M. Schauf, Unternehmensführung im Mittelstand – Rollenwandel kleiner und mittlerer Unternehmen in der Globalisierung, 1. Auflage, München 2006, S. 12 f.

Für einige der in Kapitel 2.4 beschriebenen Programme ist darüber hinaus die quantitative Definition der EU von Bedeutung, deren Definitionsansatz rechtsformunabhängig ist und sich auf KMU aller Branchen, einschließlich des Handwerks und der freien Berufe, bezieht. Damit ein KMU dieser Richtlinie entspricht, haben zum einen die Anteile beteiligter Unternehmen, die dieser Richtlinie nicht entsprechen, insgesamt weniger als 25 % zu betragen und zum anderen sind folgende Größenkriterien zu erfüllen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Definition KMU gemäß EU-Kommissionsempfehlung

Quelle: eigene Darstellung nach M. Schauf, Unternehmensführung im Mittelstand – Rollenwandel kleiner und mittlerer Unternehmen in der Globalisierung, 1. Auflage, München 2006, S. 12 f.

Darüber hinaus können einige Förderkreditprogramme, z.B. das KfW-Sonderprogramm-Mittelständische Unternehmen, nur beantragt werden, wenn der Jahresgruppenumsatz der KMU nicht mehr als 500 Mio. EUR beträgt.

2.2 Bedeutung des gewerblichen Mittelstandes für die Wirtschaft

KMU werden häufig als Rückgrat der deutschen Wirtschaft bezeichnet. Führt man sich vor Augen, dass in Deutschland der Anteil der KMU an allen umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen 99,7 % beträgt und diese ca. 20,9 Mio. Arbeitsplätze ausmachen, so verdeutlicht dies die beschäftigungspolitische Bedeutung des Mittelstandes.[2]

Darüber hinaus werden in KMU in Abschwungphasen weniger Arbeitskräfte freigesetzt als es bei Großunternehmen der Fall ist, so dass ihnen auch eine Stabilisierungsfunktion zukommt.

Neben der Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen leisten mittelständische Unternehmen durch das Hervorbringen innovativer Konzepte in Form von neuen Produkten und Prozessen einen wichtigen Beitrag zum technischen Wandel und Erhalt der Wettbewerbstätigkeit der Wirtschaft. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Klimaschutzdebatte, auch wenn dieses Thema aufgrund der aktuellen Konjunktur- und Finanzkrise ein wenig in den Hintergrund geraten ist. Deutsche Unternehmen sind aufgrund ihres Know-how in Bezug auf Umwelt- und Klimaschutz international sehr gefragt und nehmen den größten Anteil am Welthandel mit Umweltschutzgütern ein.[3]

Um den Mittelstand in seiner Funktion als Jobmotor zu unterstützen und um dem Titel „Exportweltmeister“ auch in Zukunft gerecht zu werden, stellt die öffentliche Hand unterschiedliche beschäftigungs- und innovationsorientierte Förderkreditprogramme zur Verfügung.

2.3 Förderinstitute auf EU-, Bundes- und Landesebene

Als Förderer des Mittelstandes treten auf EU-Ebene die Europäische Investitionsbank (EIB), auf Bundesebene die KfW-Mittelstandsbank und auf Landesebene, z.B. in NRW, die NRW.Bank auf.

Die EIB dient der EU als Instrument zur Realisierung ihrer wirtschaftspolitischen Ziele. Die Hauptaufgabe der EIB ist die Förderung der KMU und die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft. Sie arbeitet seit Jahren im Bereich Mittelstand mit Partnerbanken auf Bundes- und Landesebene zusammen.[4] Im Jahr 2008 hat sie Darlehensmittel i.H.v. 8,1 Mrd. EUR an KMU in der EU vergeben.[5]

[...]


[1] Vgl.: H. Brost / A. Dahmen / I. Lippmann (2008), S. 255 f.

[2] Vgl. Website: http://www.ifm-bonn.org [Zugriff: 29.05.09]

[3] Vgl. Website: http://www.ifm-bonn.org [Zugriff: 29.05.09]

[4] Vgl. Website: http://kfw.de [Zugriff: 08.06.09]

[5] Vgl. Website: http://eib.org [Zugriff: 10.06.09]

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten

Details

Titel
Ein aktueller Überblick über das Angebot und die Bedeutung öffentlicher Förderkredite für mittelständische Unternehmen
Hochschule
Frankfurt School of Finance & Management
Veranstaltung
Corporate Banking
Note
90 %
Autor
Jahr
2009
Seiten
18
Katalognummer
V142281
ISBN (eBook)
9783640514564
ISBN (Buch)
9783640512683
Dateigröße
411 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Angebot, Bedeutung, Förderkredite, Unternehmen
Arbeit zitieren
Arnd Oesterwind (Autor), 2009, Ein aktueller Überblick über das Angebot und die Bedeutung öffentlicher Förderkredite für mittelständische Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142281

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