Das dreigliedrige Schulsystem der Bundesrepublik im Spannungsfeld der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Anforderungen in heutiger Zeit


Seminararbeit, 2008

25 Seiten, Note: 2,3


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung
1.1 Die Hauptschule
1.2 Die Realschule
1.3 Das Gymnasium

2. Gründe und Folgen der Anforderungsänderungen und der damit verbundenen Wahl der Schulart
2.1 Bildungspolitische Diskussionen der letzten 40 Jahre in Deutschland
2.2 Wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Gründe und Folgen

3. Fazit

4. Literatur (Auswahlbibliographie) / Links

5. Grafiken zur Veränderung der Bildungsabschlüsse nach Altersgruppen

1. Einleitung

Die deutsche Gesellschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Globalisierung, Migration und der technische Fortschritt haben ihren Teil dazu beigetragen, dass die Schule reagieren muss. Deshalb muss in Zeiten des Wandels darüber nachgedacht werden, ob das dreigliedrige Schulsystem Deutschlands noch zeitgemäß ist. Schon vor mehr als dreißig Jahren versuchte man andere Wege zu gehen, trotzdem hat sich die Gesamtschule bis heute nicht flächendeckend in Deutschland etabliert. Dafür gibt es Gründe, die im Folgenden erläutert werden. Zunächst soll jedoch jede Schulform des dreigliedrigen Schulsystems noch einmal vorgestellt werden.

1.1 Die Hauptschule

Die Hauptschule baut auf der Grundschulzeit auf und umfasst in der Regel fünf Jahre. In diesen Jahren ist eine zweijährige Orientierungsstufe der Klassen fünf und sechs integriert. Der Kernbereich der Hauptschule umfasst die Klassen sieben bis neun.[1] Die Hauptschule bildet Schüler hauptsächlich für eine berufliche Ausbildung. Zusätzlich bieten die unterschiedlichen Bundesländer Möglichkeiten zum Erwerb weiterer Qualifikationen. In einigen Bundesländern gibt es zum Beispiel ein freiwilliges zehntes Schuljahr.[2]

Der Begriff der Hauptschule ist erst seit dem „Hamburger Abkommen“ von 1964 geprägt worden. Bis dahin gab es nur die Bezeichnung der Volksschuloberstufe, welche die Bildungsstätten für die untersten Bevölkerungsschichten beschrieb. Diese sollte per Kultusministerkonferenz geändert werden, um endlich einen dem Gymnasium und der Realschule gleichwertigen Begriff zu finden. Gleichzeitig versuchte man, auch durch inhaltliche Veränderungen, Benachteiligungen von Schülern abzubauen. Mit Hilfe dieser „Aufwertung“ wollte man erreichen, dass die unterste qualifizierende Schulform konkurrenzfähiger gegenüber Realschule und Gymnasium wird.[3]

Inhaltlich wollte man vor allem anspruchsvoller werden als die alte Volksschule. Dazu wurde zunächst beschlossen, die Schulzeit von acht auf neun Jahre anzuheben. Gleichzeitig wurden die Lehrer der Hauptschule besser gebildet und Fachunterricht mit entsprechenden Fachlehrern etabliert. Des Weiteren kam es zu einer Verbesserung der Lehrmittelausstattung.

Die Bundesrepublik orientierte sich mit diesen Maßnahmen zur Bildung breiter Schichten an anderen Ländern, welche ebenfalls nach dem zweiten Weltkrieg mit der Ausweitung der Bildung begannen.

In der alten Volksschule war es nicht erwünscht gewesen, die Schüler über praktische Beobachtungen und Erfahrungen hinaus zu bilden. Das sollte mit der neuen Hauptschule anders werden. Abstraktion und Wissenschaftlichkeit sollten dem Hauptschüler nun ebenso nahe gebracht werden. So sollte der Weg zum „wissenschaftlichen Denken“ gewiesen werden.

Dies sollte natürlich nicht auf der Lernebene des Gymnasiums erfolgen, sondern in vereinfachter Form. Durch diese Anhebung des Niveaus und der Anforderungen an den Hauptschüler wurde eine neue Unterrichtsorganisation ebenso erforderlich, wie auch neue Lehrpläne.[4]

Mathematischer und naturwissenschaftlicher Unterricht sollte einen neuen Stellenwert bekommen und als Erweiterung ein fremdsprachlicher Unterricht eingeführt werden. Dies war in einigen Bundesländern zwar auch schon vorher geschehen, allerdings meist nur auf freiwilliger Basis. Ein weiteres, neues Fachgebiet der Hauptschule war die Arbeitslehre. Mit Hilfe dieses praxisbezogenen Unterrichts sollte der Schüler schon früh auf die Arbeitswelt vorbereitet werden.[5]

Die Einrichtung dieses Fachgebietes war und ist jedoch ziemlich schwierig. Die einzelnen Bundesländer konnten sich zunächst nicht auf einheitliche Richtlinien einigen und auch jetzt gibt es viele unterschiedliche Ausprägungen des Faches. Der Schüler sollte entsprechend seinen Interessen und Fähigkeiten aus verschiedenen Angeboten wählen können. Die Realität zeigt jedoch, dass das Angebot an vielen Schulen äußerst beschränkt ist.[6]

Trotzdem kann man bei der generellen Errichtung der Hauptschule von einem Erfolg sprechen, wenngleich dieser Erfolg nicht mehr bis in die heutige Zeit nachwirkt. Während in der Volkshochschule der Deutschunterricht die zentrale Stellung innehatte, so herrscht jetzt eine gewisse Ausgeglichenheit in der Stundenanzahl der einzelnen Fächer. Der ersten Fremdsprache, dem Mathematikunterricht und dem Deutschunterricht kommt jedoch weiterhin eine gesteigerte Bedeutung zu, allerdings nur im Sinne von Hauptfächern, so wie in allen weiterführenden Schulen.

An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Bildungspolitik der DDR ähnliche Reformschritte bereits zehn Jahre vor der Bundesrepublik durchführte.[7] Alle zuvor genannten Reformen der Volkshochschule waren maßgebend für die Entwicklung der Realschule, dürfen allerdings nicht als vorherrschende Realität verstanden werden. Dies hat vor allem den Grund, dass die Hauptschule in der Vergangenheit stets versuchte sich der Realschule anzunähern, gleichzeitig jedoch acht geben musste, ihre Eigenständigkeit nicht in Frage zu stellen. Dieser Zwiespalt führte zu unterschiedlichsten bildungspolitischen Richtlinien in den einzelnen Bundesländern. Gerade bei dem wichtigen Bereich der Arbeitslehre traten unterschiedliche Auffassungen auf. Die südlichsten Bundesländer der Bundesrepublik verfolgten den Ansatz der fundierten theoretischen Bildung, gekoppelt mit praktischer Arbeit in schuleigenen Werkstätten. Andere Bundesländer, wie etwa Berlin, verstanden die Hauptschule seit jeher als eine Art Durchgangsstufe zu einem „integrierten Sekundarbereich“. Deshalb wurde die Arbeitslehre dort auch auf das gesamte allgemeine Schulwesen ausgedehnt. In Realschulen erfolgte dies in den Wahlpflichtkursen, in Gymnasien sollte dies ein Bestandteil von Fächern wie Sozialkunde oder Gesellschaftskunde sein.[8]

In den letzten Jahren bemüht sich die Hauptschule wieder verstärkt um die Vermittlung der elementaren Kenntnisse in Deutsch oder Mathematik. Der Fremdsprachenunterricht wird dadurch natürlich nur noch in geringerem Maße erteilt. Dies muss jedoch nicht negativ sein, denn viele Schüler der Hauptschule haben einen Migrationshintergrund. Diese Schüler, die zumeist zweisprachig aufwachsen, empfinden es als eine enorme Druckminderung, wenn der Fremdsprachenunterricht nur noch in abgeschwächter Form stattfindet, da es für sie bereits die zweite oder dritte Fremdsprache ist.[9] Mit der Abkehr von ursprünglichen Zielen der Hauptschule kamen auch positive neue Tendenzen in den Schulalltag. Soziale und praxisnahe Anstrengungen wurden verstärkt.

1.2 Die Realschule

Gerade die Realschule hat nach dem zweiten Weltkrieg einen beispiellosen Aufstieg an den Tag gelegt. Auch die strukturellen Veränderungen zum Beginn der 90´er Jahre konnten dem Erfolgsmodell keinen Schaden zufügen.

Man findet die Realschule nur selten in den Schlagzeilen, es wird wenig über sie erforscht und sie gibt wenig Anlass zu Kritik und Reformen. Die letzten Empfehlungen zur Realschule durch die Kultusministerkonferenz liegen viele Jahre zurück. Trotzdem oder gerade mit der Missachtung durch Medien und Politik ist die Realschule nicht schlecht gefahren, auch wenn Vertreter der Schule dies als Benachteiligung empfunden haben.[10]

Es wurde wenig über konzeptionelle Begründungen diskutiert und stattdessen die Perspektiven der Absolventen dieser Schulform aufgezeigt. Der Realschulabschluss ist in der Bundesrepublik Deutschland die zentrale Zugangsvoraussetzung für mittlere und gehobene Berufsgruppen sowie für höher qualifizierte schulische Ausbildungswege. Nachdem die Realschule also ihren Platz im bundesdeutschen Bildungssystem gefestigt hatte gibt es in den letzten Jahren Tendenzen zur fortschreitenden Vereinigung von Haupt- und Realschule. In einigen Bundesländern kommt es zu einem organisatorischen Abbau der Hauptschule zugunsten der Realschule, in manchen Bundesländern, wie etwa in Brandenburg, wird ganz darauf verzichtet. Andere Bundesländer, wie etwa Bayern, wollen von diesen Tendenzen nichts wissen. Seit dem Schuljahr 2000 gibt es die sechsjährige Realschule, nach zuvor vierjähriger Zeit.

Berlin hingegen betreibt seit vielen Jahren verbundene Haupt- und Realschulen. Dies macht in der Hinsicht Sinn, als dass sich der Realschulabschluss in den letzten Jahren zum Regelabschluss in Deutschland entwickelt hat.[11]

Den Namen trägt die Realschule seit dem Hamburger Abkommen von 1964, natürlich hat es die Preußische Mittelschule schon seit dem Beginn der 50´er Jahre unter dem Namen „Realschule“ gegeben. Der Lehrplan in der Realschule sollte auf „Realien“ abzielen, den Kindern ein fundiertes Wissen für alle praktischen Lebensbereiche geben und noch darüber hinausgehen.

Mit den Mittel- und Realschulen der 20´er und 30´er Jahre hatte sie natürlich nichts mehr gemein. In der damaligen DDR wurden ebenfalls Mittelschulen angelegt, welche allerdings in den 60´er Jahren mit den Grundschulen und den neu geschaffenen POS verschmolzen wurden.[12]

Die heutige Realschule der Bundesrepublik umfasst eine Gesamtschulbesuchsdauer von 10 Jahren. Der Lehrstoff ist umfangreicher und anspruchsvoller als der der Hauptschule. Die meisten Realschüler wechseln unmittelbar nach dem Abschluss der Realschule zur Berufsausbildung, Daneben besteht jedoch die Möglichkeit, auch zu Fachoberschulen zu wechseln, um die Fachoberschulreife zu erlangen. Diese Schulen sind spezialisierte Einrichtungen (mit z. B. mit Schwerpunkt auf Wirtschaft oder Technik). Nach zwei Jahren kann somit die Fachhochschulreife erreicht werden. Als weitere Möglichkeit kann man natürlich auch auf ein Gymnasium oder Fachgymnasium wechseln.

Diese Möglichkeiten sind gegeben, zumeist wird jedoch der Weg einer Lehrausbildung beschritten. Regional unterschiedlich entscheiden sich bis zu 66 % der Realschüler dafür. Dies zeigt deutlich, dass die Realschule der klassischen Hauptschule in dieser Hinsicht den Rang abläuft. 15 % der Realschulabsolventen besuchen nach ihrem Abschluss ein Fachgymnasium, die wenigsten treten zum Gymnasium über. Hier liegt die Quote bei lediglich 9-15 %. Diese Werte variieren zwischen den einzelnen Bundesländern natürlich enorm, da auch die Orientierung der Realschule von Bundesland zu Bundesland verschieden ist. In Bayern herrscht der deutlichste Praxisbezug, was den direkten Eintritt des Schülers in eine berufliche Ausbildung begünstigt.[13]

Wie bereits eingangs erwähnt, gibt es in den Ausformungen der Realschulen enorme Unterschiede, welche auf die bildungshistorischen Gegebenheiten zumeist zurückzuführen sind. Dementsprechend ist die Akzeptanz der Realschule auch regional verschieden. Die Quoten für den Besuch reichen von 8 % bis 46 % (Mecklenburg-Vorpommern). Der Erfolg der Realschule kommt vor allem dadurch zustande, dass sie den Eltern gute Bildungs- und Erfolgschancen für das spätere Leben aufzeigen konnte. In der Realschule kamen spezielle Fächer wie Wirtschaftsrechnen, Handelsenglisch oder Maschine schreiben zum Einsatz. Damit öffnete sich die Realschule mehr und mehr der beruflichen Lebenswelt. Diese aufgezeigten Chancen, durch Bildung den eigenen Status quo zu erhalten oder zu erhöhen, waren und sind die Faktoren zum Erfolg der Realschule. Diesen Bedingungen hat die Realschule ihre starke Expansion zu verdanken. Vor allem für unterprivilegierte Bevölkerungsgruppen hatte die Realschule eine anziehende Wirkung. In den Gründungsjahren war die Mädchenquote besonders hoch, da diese an den Gymnasien benachteiligt wurden. Diese Beobachtungen sind jedoch mit dem Abbau dieser Benachteiligungen verschwunden.[14]

In der DDR war die Quote zum Äquivalent des Realschulabschlusses um ein Vielfaches höher. Etwa 90% konnten diesen Abschluss erreichen. Das ist eine Quote, die heute natürlich nicht mehr erreicht wird. Mit Errichtung von Gymnasien sank diese Quote natürlich ab.[15]

Man kann also feststellen dass in den letzten Jahrzehnten durch Akzeptanz und Integration ein Wandel zugunsten der Realschule im deutschen Bildungssystem stattgefunden hat. Von den Veränderungen in der Schülerstruktur in den letzten Jahren konnte vor allem die Realschule auf Kosten der Hauptschule profitieren. Trotz dass immerhin ein viertel der Schüler die Realschule besuchen, ist die reale Situation in den Realschulen wenig erforscht.

Während des 2. Halbjahres in der Klassenstufe 6 wählen die Schüler aus verschiedenen Wahlpflichtbereichen ihre Wahlpflichtfächer aus. Der Wahlpflichtbereich ist in die Phasen Vordifferenzierung (Klassenstufe 7 und 8) und Profilbildung (Klassenstufe 9 und 10) gegliedert.

[...]


[1] Foders, Federico: Bildungspolitik für den Standort D, in: Kieler Studien 311, Heidelberg 2001.

[2] http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schulsystem/Schulformen/Hauptschule/index.html (05.10.2008, 12.00 Uhr).

[3] Cortina, Kai S.; Baumert, Jürgen, u. a.: Das Bildungswesen in der Bundesrepublik Deutschland - Strukturen und Entwicklungen im Überblick, Hamburg 2005, S. 395f.

[4] Ebenda. S. 398f.

[5] http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schulsystem/Schulformen/Hauptschule/index.html (05.10.2008, 12.00 Uhr).

[6] http://www.schulministerium.nrw.de/BP/Schulsystem/Schulformen/Hauptschule/index.html (05.10.2008, 12.00 Uhr).

[7] Himmelrath, Armin: Abschied vom Gymnasium? - Zur Zukunft unseres Schulsystems, Freiburg 2005, S. 65f.

[8] Cortina, Kai S.; Baumert, Jürgen, u. a.: Das Bildungswesen in der Bundesrepublik Deutschland, S. 399f.

[9] Schlömerkemper, Jörg (Hrsg): Bildung und Standards - Zur Kritik der „Instandsetzung“ des deutschen Bildungswesens, aus: DDS, 08/2004, S. 189.

[10] Cortina, Kai S.; Baumert, Jürgen, u. a.: Das Bildungswesen in der Bundesrepublik Deutschland, S. 429.

[11] Cortina, Kai S.; Baumert, Jürgen, u. a.: Das Bildungswesen in der Bundesrepublik Deutschland, S. 430f.

[12] Ebenda, S. 432f.

[13] Cortina, Kai S.; Baumert, Jürgen, u. a.: Das Bildungswesen in der Bundesrepublik Deutschland, S. 436.

[14] http://www1.dasan.de/j/medien/jumatexte/11schule/bildungssystem.htm (06.10.2008, 11.00 Uhr).

[15] Cortina, Kai S.; Baumert, Jürgen, u. a.: Das Bildungswesen in der Bundesrepublik Deutschland, S. 446.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Das dreigliedrige Schulsystem der Bundesrepublik im Spannungsfeld der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Anforderungen in heutiger Zeit
Hochschule
Universität Rostock  (Soziologisches Institut)
Veranstaltung
Bildungssoziologie
Note
2,3
Autor
Jahr
2008
Seiten
25
Katalognummer
V142284
ISBN (eBook)
9783640514571
Dateigröße
673 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Schulsystem, Bundesrepublik, Deutschland, Hauptschule, Realschule, Gymnasium
Arbeit zitieren
Stephan Porath (Autor), 2008, Das dreigliedrige Schulsystem der Bundesrepublik im Spannungsfeld der politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Anforderungen in heutiger Zeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142284

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