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EU-Bankenhilfspakete. Eine Analyse mit besonderem Fokus auf Österreich und Deutschland

Titel: EU-Bankenhilfspakete. Eine Analyse mit besonderem Fokus auf Österreich und Deutschland

Diplomarbeit , 2009 , 94 Seiten , Note: Sehr Gut

Autor:in: Christoph Pernsteiner (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Arbeit ist eine Analyse der Bankenhilfspakete in der EU mit besonderem Fokus auf Österreich und Deutschland. Die einzelnen Maßnahmen sollen jeweils aus der Perspektive des Staates und der Perspektive der Banken beleuchtet werden. Da die Ansichten der einen Perspektive oft inkongruent zur jeweils anderen liegen, soll zusätzlich die aktuelle Literatur zu diesem Thema untersucht werden, um eine Wissensbasis für eine Auseinandersetzung zu schaffen. Im ersten Kapitel wird der Frage nachgegangen, warum Banken eigentlich existieren. Es werden die Funktionen erläutert, die Banken für eine Volkswirtschaft erfüllen. Die regulatorischen Maßnahmen zur Minimierung des sogenannten systemischen Risikos von Banken werden im zweiten Kapitel untersucht. Konkret werden die Maßnahmen der Einlagensicherung, der regulatorischen Eigenmittel und andere direkte Eingriffe durch den Staat dargestellt.

Mit dem dritten Kapitel dieser Arbeit beginnt der praktische Teil, der sich direkt mit den umgesetzten Maßnahmen auf EU-Ebene beschäftigt. Hier werden einerseits die Maßnahmen auf Ebene der EU-Kommission, insbesondere der Wettbewerbsbehörde, behandelt und andererseits die Maßnahmen, welche durch die EZB gesetzt wurden. Ein Überblick über die konkrete Ausgestaltung verschiedener Hilfspakete von EU-Mitgliedsstaaten rundet dieses Kapitel ab.

Das vierte Kapitel ist voll und ganz dem österreichischen Bankenhilfspaket gewidmet. Es werden dabei alle Maßnahmen dieses Pakets im Detail vorgestellt. Daneben wird einerseits versucht, die Vor- und Nachteile der Maßnahmen aus Sicht der Banken und andererseits die Vor- und Nachteile aus Sicht des Staates darzulegen. Eine Übersicht über die konkrete Inanspruchnahme sowie eine Darstellung der Meinung des Autors zur jeweiligen Maßnahme wird ebenfalls in diesem Kapitel gegeben.

Das deutsche Bankenhilfspaket ist das Thema des fünften Kapitels. Hier werden die wichtigsten Unterschiede zum österreichischen Bankenhilfspaket herausgearbeitet. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den deutschen Bad-Bank-Modellen, für die es in Österreich keine vergleichbare Maßnahme gibt. Als Abschluss dieser Arbeit wird im sechsten Kapitel versucht, die Auswirkungen der Bankenhilfspakete anhand verschiedener realwirtschaftlicher Daten festzumachen und einen Überblick über zukünftige Änderungen der Regularien zu geben, die das Finanzsystem als Ganzes robuster machen sollen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Die Krise als Ursache für die Bankenhilfspakete

2 Zielsetzung und Gliederung der Arbeit

3 Volkswirtschaftliche Funktionen und existenzielle Risiken von Banken

3.1 Asset-Transformation und Risiko-Transformation

3.2 Bank-Runs

3.3 Systemisches Risiko

4 Regulatorische Maßnahmen zur Minimierung des systemischen Risikos

4.1 Einlagensicherung

4.2 Regulatorische Eigenmittel

4.3 Direkte Eingriffe durch den Staat

5 Bankenhilfe auf EU-Ebene

5.1 Schaffung harmonisierter Regelungen für die Bankenhilfspakete

5.2 Maßnahmen der EZB

5.3 Überblick über konkrete Hilfspakete in ausgewählten EU-Staaten

6 Österreichisches Bankenhilfspaket

6.1 Gründung der OECAG (1. Säule)

6.2 Staatliche Garantien für Wertpapieremissionen (1. Säule)

6.3 Solvenzsicherung durch Partizipationskapital (2. Säule)

6.4 Verbesserung der Einlagensicherung (3. Säule)

6.5 Einschränkung bzw. Verbot von Naked-Short-Sellings

6.6 Überblick über die gewährte Staatshilfe

7 Deutsches Bankenhilfspaket

7.1 Staatliche Garantien (1. Säule)

7.2 Rekapitalisierung (2. Säule)

7.3 Verbesserung der Einlagensicherung (3. Säule)

7.4 Risikoübernahme (4. Säule)

7.5 Bad-Bank-Modelle (4. Säule)

7.6 Überblick über die gewährte Staatshilfe

8 Resümee über die Bankenhilfspakete und Ausblick auf zukünftige Änderungen

8.1 Linderung der Krise durch die Bankenhilfspakete?

8.2 Reformierung der Finanzmarktregularien und Bankenaufsicht

8.3 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Bankenhilfspakete in der EU, wobei ein besonderer Fokus auf Österreich und Deutschland liegt. Das Ziel ist es, die staatlichen Maßnahmen zur Krisenbewältigung aus der Perspektive des Staates sowie der Banken zu untersuchen und dabei aktuelle regulatorische Herausforderungen sowie theoretische Konzepte in einen wissenschaftlichen Kontext zu setzen.

  • Volkswirtschaftliche Funktionen und Risiken von Banken
  • Regulatorische Instrumente zur Minimierung systemischer Risiken
  • Strukturelle Analyse der Bankenhilfspakete auf EU-Ebene
  • Detaillierte Untersuchung des österreichischen und deutschen Bankenhilfspakets
  • Kritische Bewertung der Maßnahmen hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf die Finanzstabilität

Auszug aus dem Buch

3.1 Asset-Transformation und Risiko-Transformation

Die Asset- und Risiko-Transformationen in Banken werden dadurch erfüllt, dass Sichteinlagen von Sparern eingesammelt und an Unternehmen in Form von Krediten weitergegeben werden. Im Vergleich zur direkten Vergabe eines Kredits von Sparern an die Unternehmen ergeben sich dadurch zwei wesentliche Vorteile. Der erste ist, dass die Sparer jederzeit auf die Einlagen zugreifen können, falls Liquidität benötigt wird. Bei einer direkten Kreditvergabe an ein Unternehmen wäre das nicht oder nur eingeschränkt möglich. Kredite sind also dadurch gekennzeichnet, dass sie nicht zu jedem Zeitpunkt in Liquidität umgewandelt werden können. Aus diesem Grund werden sie auch als illiquide Assets bezeichnet. Im Gegensatz dazu sind Sichteinlagen liquide Assets, die jederzeit in Liquidität umgewandelt werden können. Banken transformieren also illiquide Assets (Kredite) in liquide Assets (Sichteinlagen). Dies wird als Asset-Transformation bezeichnet.

Der zweite Vorteil ergibt sich bei einem Kreditausfall. Bei einer direkten Kreditvergabe von Sparern zu Unternehmen tragen die Sparer das alleinige Kreditrisiko. Bei einer Kreditvergabe durch die Bank, kommt es zu einer verbesserten Risikoteilung. Dies wird durch die Gestaltung des Sichteinlagenvertrags, die Kreditdiversifikation der Bank, die Überwachung der Kredite durch die Bank und die Haftung für die Kredite durch das Eigenkapital der Bank, erreicht. Man bezeichnet dies auch als Risiko-Transformation der Bank.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Die Krise als Ursache für die Bankenhilfspakete: Einleitung zur globalen Finanzkrise ab 2007, die zu Vertrauenskrisen, Marktpanik und der Notwendigkeit staatlicher Eingriffe führte.

2 Zielsetzung und Gliederung der Arbeit: Darstellung der methodischen Vorgehensweise und des Aufbaus der Diplomarbeit zur Untersuchung der Bankenhilfspakete.

3 Volkswirtschaftliche Funktionen und existenzielle Risiken von Banken: Erläuterung der Bedeutung von Banken als Finanzintermediäre und Analyse von Risiken wie Bank-Runs und systemischen Gefahren.

4 Regulatorische Maßnahmen zur Minimierung des systemischen Risikos: Untersuchung zentraler regulatorischer Werkzeuge wie Einlagensicherung, Eigenkapitalvorschriften und staatliche Eingriffe.

5 Bankenhilfe auf EU-Ebene: Überblick über das koordinierte Vorgehen der EU-Institutionen, insbesondere der Europäischen Kommission und EZB, zur Krisenbekämpfung.

6 Österreichisches Bankenhilfspaket: Detaillierte Vorstellung der österreichischen Maßnahmen, darunter die Gründung der OECAG und staatliche Garantie- sowie Rekapitalisierungsmodelle.

7 Deutsches Bankenhilfspaket: Analyse der deutschen Stützungsmaßnahmen, mit besonderem Augenmerk auf die Rolle des SoFFin und die Einführung von Bad-Bank-Modellen.

8 Resümee über die Bankenhilfspakete und Ausblick auf zukünftige Änderungen: Zusammenfassende Bewertung der Kriseninterventionen und Diskussion künftiger regulatorischer Reformen.

Schlüsselwörter

Bankenhilfspakete, Finanzkrise, Systemisches Risiko, Einlagensicherung, Eigenkapital, Staatliche Garantien, Rekapitalisierung, Bad-Bank, Liquidität, Solvenz, Bank-Run, Finanzmarktregulierung, Bankenaufsicht, Moral Hazard, Interbankenmarkt

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Analyse von staatlichen Bankenhilfspaketen, die während der Finanzkrise ab 2007 implementiert wurden, wobei der Fokus auf den Regelungen in Österreich und Deutschland liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Rolle von Banken im Wirtschaftssystem, die theoretischen Ursachen systemischer Risiken sowie die praktische Ausgestaltung staatlicher Interventionsmodelle wie Garantien, Kapitalstützungen und Bad-Bank-Regelungen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, die staatlichen Hilfsmaßnahmen im Krisenkontext aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, ihre Wirksamkeit zu bewerten und ein Verständnis für die komplexen regulatorischen Eingriffe zu schaffen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturanalyse und systematische Untersuchung der regulatorischen Rahmenbedingungen sowie der spezifischen nationalen Bankenhilfspakete unter Einbeziehung ökonomischer Theorien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Bankrisiken und deren Regulierung, gefolgt von einer detaillierten Betrachtung der europäischen Rahmenbedingungen sowie der konkreten nationalen Hilfspakete Österreichs und Deutschlands.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind systemisches Risiko, Bank-Run, Staatliche Garantien, Bad-Bank-Modelle, Rekapitalisierung, Eigenkapitalvorschriften und Moral Hazard.

Welche Besonderheiten weist das österreichische Modell gegenüber dem deutschen auf?

Österreich nutzte spezifische Instrumente wie die OECAG als Clearingstelle, während Deutschland einen starken Fokus auf den SoFFin und spezifische Bad-Bank-Modelle (Zweckgesellschaften und Abwicklungsanstalten) legte.

Wie bewertet der Autor die Wirksamkeit der Maßnahmen?

Der Autor stellt fest, dass die Maßnahmen kurzfristig zur Linderung der Liquiditäts- und Solvenzprobleme beigetragen haben, merkt jedoch an, dass die langfristigen Auswirkungen auf die Staatsfinanzen und die Marktdisziplin kritisch zu beobachten sind.

Welche Rolle spielt die Einlagensicherung in der Arbeit?

Die Einlagensicherung wird als präventives Instrument gegen Bank-Runs analysiert, wobei der Autor insbesondere die Anreizproblematik (Moral Hazard) bei expliziten und impliziten Sicherungssystemen hervorhebt.

Was ist das Fazit zur Reform der Bankenaufsicht?

Die Arbeit schließt mit der Erkenntnis, dass eine verbesserte Koordinierung auf europäischer Ebene und eine stärker makroökonomisch orientierte Aufsicht notwendig sind, um zukünftige Krisen wirksamer zu adressieren.

Ende der Leseprobe aus 94 Seiten  - nach oben

Details

Titel
EU-Bankenhilfspakete. Eine Analyse mit besonderem Fokus auf Österreich und Deutschland
Hochschule
Johannes Kepler Universität Linz
Note
Sehr Gut
Autor
Christoph Pernsteiner (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
94
Katalognummer
V142306
ISBN (eBook)
9783668687455
ISBN (Buch)
9783668687462
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bankenhilfe State-Aid Banken Risiko Systemisches Risiko Einlagensicherung staatliche Eingriffe OECAG Bankenhilfspaket Solvenzsicherung Partizipationskapital Staatshilfe Rekapitalisierung Risikoübernahme Bad-Bank Bad-Bank-Modelle Eigenmittel Regulation Abwicklungsanstaltenmodell Zweckgesellschaftsmodell Makroökonomie Domino-Effekt Herding Effekt Adverse Selection Moral Hazard Gambling for ressurection Basel II Prozyklizität Risk-Shifting Regulationsarbitrage Too-Big-Too-Fail Too-Many-Too-Fail Bail-Out Lender of Last Resort Bankenmitteilung Refinanzierungsmitteilung wertgeminderte Aktiva staatliche Garantien Kommunalkredit Austria AG Erste Bank AG Raiffeisen Zentralbank AG Oesterreichische Volksbanken AG Constantia Privatbank Hypo-Alpe-Adria Bawag europäische Finanzaufsicht
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christoph Pernsteiner (Autor:in), 2009, EU-Bankenhilfspakete. Eine Analyse mit besonderem Fokus auf Österreich und Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142306
Blick ins Buch
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