Der gekonnte Umgang mit dem Computer wird in der heutigen Gesellschaft zunehmend wichtiger und auch in der Schule kommt die Arbeit mit dem Computer immer häufiger vor. In vielen Fällen sendet man eine Nachricht nicht mehr als Brief, sondern schreibt eine E-Mail via Internet - privat wie im Geschäftsleben. Es gibt mittlerweile Lern- und Arbeitsplattformen, die auf das Lernen in der Schule zugeschnitten sind, sowie zahlreiche Lernprogramme, die den Unterricht abwechslungsreicher gestalten. Lehrer sollen den Kindern nicht nur zu den älteren, sondern auch zu den neuen Medien einen bewussten Umgang vermitteln.
Im Rahmen dieser Hausarbeit möchte ich mich jedoch nur auf einen kleinen Teil der Nutzung dieses digitalen Mediums beschränken – das E-Mail-Schreiben im Deutschunterricht.
Bislang wird das Thema E-Mail im Deutschunterricht durch die didaktische Literatur kaum beachtet. Es gibt viele Texte, in denen die linguistischen Aspekte digitaler Kommunikationsmittel diskutiert und auch die Besonderheiten der E-Mails herausgearbeitet werden. Zu dem didaktisch und methodisch überlegten Einsatz von E-Mail im Unterricht findet man allerdings nicht sehr viele Quellen.
In einem ersten Schritt möchte ich mit einem Vergleich kommunikativer Medien beginnen und auf die Besonderheiten des E-Mailschreibens eingehen.
Nach einem Blick auf die quantitative Verwendung des Mediums E-Mail von Grundschülern und ihrer Beziehung zu den neuen Medien, insbesondere dem Computer zum Unterricht, gehe ich konkret auf die Lerninhalte ein.
Unter dem Punkt „Lerninhalte“ wird konkret auf die einzelnen Schritte des E-Mailversendens eingegangen. Fragen wie: „Welche Voraussetzungen ermöglichen den Schülern das E-Mailschreiben?“ werden erörtert.
In einem gesonderten Kapitel möchte ich direkt auf den Inhalt des Seminars „Schreibkompetenzen und Schreibdefizite“ eingehen und der Frage nachgehen, welche und inwieweit hier Schreibkompetenzen entwickelt werden können.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Kommunikative Medien im Vergleich
3. Neue Medien und E-Mails im Unterricht
4. E-Mailing: Lerninhalte und Basiswissen
4.1 Der Aufbau einer E-Mailadresse
4.2 Das Schreiben einer E-Mail
4.3 Das Versenden der E-Mail
5. Allgemeine Lernziele und Erweiterung der Schreibkompetenz
6. Schluss
7. Literaturangaben
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht den didaktisch sinnvollen Einsatz von E-Mail-Schreiben im Grundschulunterricht, um die Schreibkompetenz der Schüler zu fördern und sie gleichzeitig mit digitalen Kommunikationsmedien vertraut zu machen.
- Vergleich klassischer Kommunikationsmittel mit digitalen Medien
- Erfassung der Internetnutzung und Medienkompetenz bei Grundschulkindern
- Methodische Grundlagen und technische Voraussetzungen des E-Mail-Schreibens
- Förderung der Schreibmotivation und Reflexionsfähigkeit durch digitale Formate
- Integration von E-Mail-Projekten und Lernplattformen in den Unterricht
Auszug aus dem Buch
4.2 Das Schreiben einer E-Mail
Der Aufbau einer E-Mail besteht aus einem Header, der die Funktion des Briefkopfes übernimmt und dem Empfänger Informationen über die Adresse des Absenders gibt und in einem Betreff auch über den Inhalt der E-Mail Auskunft gibt.
Ein weiterer Teil, der sogenannte Body, bildet den eigentlichen Brieftext. Die Gestaltung des Bodys gleicht oftmals der eines traditionellen Briefes. Anrede, Text und Gruß sind dann konstitutive Elemente der E-Mail; sie sind aber zum Beispiel bei der persönlichen Kommunikation nicht notwendig.
Das einfache Schreiben einer E-Mail garantiert natürlich nicht, dass sich die Schreibkompetenzen eines Schülers allein dadurch verbessern. Der gesamte Prozess des Schreibens wird für den Schreiber jedoch sichtbarer und steuerbarer. Die Schrift als Schönschrift tritt in den Hintergrund – Buchstaben zeigen sich gut lesbar und druckfertig. Die Motorik betreffend findet eine Entlastung statt; allerdings kann der Umgang mit der Tastatur den Schreibfluss auch verlangsamen oder unterbrechen. Von „ungeübten Tastaturschreibern“ verlangt das Tippen zum Schreiben eines digitalen Textes große Aufmerksamkeit.
Der Schreiber macht sich Gedanken über seinen eigenen Text, fängt an zu schreiben und kann das Geschriebene gleich darauf überarbeiten. Der Prozess des Überarbeitens fällt hier wesentlich leichter als bei einem von Hand geschriebenen Text. Buchstaben können gelöscht, ganze Zeilen kopiert oder Textteile verschoben werden, um die Textproduktion an die eigenen Vorstellungen anzupassen. Der Schüler kann mit Worten und Sätzen experimentieren. Anders als bei der Handschrift kann beliebig gelöscht, erneuert, ergänzt, umgestellt und verändert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz des Computers als Medium im Deutschunterricht ein und skizziert das Ziel, das E-Mail-Schreiben als Instrument zur Förderung der Schreibkompetenz zu beleuchten.
2. Kommunikative Medien im Vergleich: Dieses Kapitel arbeitet die Vorteile digitaler Kommunikation gegenüber dem Brief heraus und analysiert die veränderten Anforderungen an Sender und Empfänger.
3. Neue Medien und E-Mails im Unterricht: Hier wird der Ist-Zustand der Computernutzung durch Grundschüler beleuchtet und die Integration digitaler Medien gemäß aktueller Richtlinien diskutiert.
4. E-Mailing: Lerninhalte und Basiswissen: Das Kapitel vermittelt technische Grundlagen, wie den Aufbau einer E-Mailadresse, sowie didaktische Ansätze zum Schreiben und Versenden von E-Mails im Unterricht.
4.1 Der Aufbau einer E-Mailadresse: Es wird erklärt, wie E-Mailadressen strukturiert sind und welche Aspekte des Datenschutzes beim Erstellen von Konten für Kinder zu beachten sind.
4.2 Das Schreiben einer E-Mail: Fokus liegt auf dem kreativen und korrigierbaren Prozess des Schreibens am Computer und wie dieser die selbstreflexive Haltung der Schüler fördert.
4.3 Das Versenden der E-Mail: Dieses Kapitel stellt praktische Möglichkeiten vor, wie durch Datenbanken und Schulprojekte sicherer Kontakt zu anderen Klassen hergestellt werden kann.
5. Allgemeine Lernziele und Erweiterung der Schreibkompetenz: Hier werden die übergeordneten Lernziele, wie adressatenbezogenes Schreiben und der reflektierte Umgang mit Schreibprozessen, zusammengefasst.
6. Schluss: Die Arbeit resümiert, dass das E-Mail-Schreiben eine wertvolle Verbindung zwischen Techniknutzung und kommunikativem Sprachunterricht darstellt.
7. Literaturangaben: Eine Auflistung der verwendeten fachdidaktischen Quellen und Studien zum Medieneinsatz in der Schule.
Schlüsselwörter
E-Mail, Grundschule, Schreibkompetenz, Deutschunterricht, neue Medien, Computer, digitale Kommunikation, Medienpädagogik, Textverarbeitung, E-Mail-Projekt, Schreibprozess, Interaktion, Internetnutzung, Medienkompetenz, Kommunikation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen des E-Mail-Schreibens im Deutschunterricht der Grundschule als moderne Form der schriftlichen Kommunikation.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf dem Vergleich zwischen Brief und E-Mail, der didaktischen Aufbereitung von E-Mail-Projekten und der Förderung der Schreibkompetenz durch digitale Werkzeuge.
Welches Ziel verfolgt die Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schüler durch den bewussten Einsatz von E-Mails ihre Schreibfähigkeiten entwickeln und wie Lehrer diese Medien sinnvoll in den Unterricht integrieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine fachdidaktische Hausarbeit, die auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung bestehender Studien zur Mediennutzung von Kindern basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in den Vergleich von Medien, die technischen Grundlagen wie Adressaufbau, den Schreibprozess an sich sowie Möglichkeiten der praktischen Anwendung durch Schulkontakte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem E-Mail, Schreibkompetenz, Grundschule, Medienpädagogik und kommunikatives Schreiben.
Wie unterscheidet sich das Schreiben einer E-Mail laut der Autorin von handschriftlichen Texten?
Der Prozess des digitalen Schreibens wird als sichtbarer und steuerbarer beschrieben, da das Überarbeiten, Kopieren und Löschen von Textteilen wesentlich einfacher als bei der Handschrift ist.
Welche Rolle spielt der Datenschutz für Kinder bei der E-Mail-Nutzung?
Es wird betont, dass Anbieter für Kinder die Verwendung von Phantasienamen fördern sollten, um den Schutz der Identität zu gewährleisten und keine echten Namen in Internetadressen zu nutzen.
Warum ist das E-Mail-Schreiben für den Deutschunterricht besonders relevant?
Es ermöglicht eine authentische Kommunikationssituation, in der Kinder als Schreiber und Leser agieren und gleichzeitig den funktionalen Nutzen moderner Medientechnologien erlernen.
- Quote paper
- Julia Mrosek (Author), 2008, E-Mailschreiben in der Grundschule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142427