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Prozesse und Stadien des Zweitspracherwerbs: Erwerbssequenzen, Lernersprachen, Erwerbskrisen

Title: Prozesse und Stadien des Zweitspracherwerbs: Erwerbssequenzen, Lernersprachen, Erwerbskrisen

Term Paper , 2009 , 14 Pages

Autor:in: Julia Mrosek (Author)

Didactics for the subject German - German as a Foreign Language
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Zahlen zeigen auf, dass eine Auseinandersetzung mit dem Themengebiet Deutsch als Zweitsprache etwa für angehende Lehrerinnen und Lehrer etwa unerlässlich ist: In Deutschland alleine leben mehr als neun Millionen Bürger, die die deutsche Sprache als Zweitsprache nutzen, von denen 1,4 Millionen an den hiesigen Schulen unterrichtet werden.
Was die Bezeichnung Deutsch als Zweitsprache wie der Begriff fachwissenschaftlich definiert ist, werde ich in einem ersten Kapitel zeigen.
Der Hauptteil richtet sich auf die Fragen: „Wie geht der Aneignungsprozess einer Zweitsprache vor sich?“, und „Gibt es bestimmte Merkmale des Erwerbprozesses?“, und „Welche Probleme treten dabei auf?“ Seit den 1970er Jahren, in denen besonders in Deutschland der Zweitspracherwerb als Phänomen gut zu beobachten war, ist die Forschung genau diesen Fragen nachgegangen. Besonders für Lehrer, die in der heutigen Zeit darauf vorbereitet sein sollten, zweisprachig aufwachsende Kinder in ihrem Unterricht aufzunehmen, zeigen sich die Ergebnisse der Forschung als wichtige Wissenserweiterung oder Voraussetzung.
Besonders wichtig hierfür ist auch das Wissen um Erwerbskrisen im Sprachlernvorgang, welche im letzten Abschnitt behandelt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zur Terminologie - Deutsch als Zweitsprache

3 Allgemeine Merkmale von Lernersprachen

4 Entwicklungssequenzen

4.1 Sechs Komponenten des Spracherwerbsprozesses nach Wolfgang Klein

4.2 Bedeutungsdifferenzierungen

4.3 Zur Aneignung syntaktischer Strukturen

4.4 Zur Aneignung der Negation

5 Erwerbskrisen

6 Schluss

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht den Prozess des Zweitspracherwerbs, grenzt diesen terminologisch von Erst- und Fremdspracherwerb ab und beleuchtet die strukturellen Merkmale sowie die zentralen Erwerbskrisen, denen Lerner während des Spracherwerbs gegenüberstehen.

  • Terminologische Abgrenzung von Deutsch als Zweitsprache
  • Allgemeine Charakteristika und Dynamiken von Lernersprachen
  • Analyse der Spracherwerbssequenzen und Einflussfaktoren nach Wolfgang Klein
  • Stadien der syntaktischen Entwicklung und der Negationsaneignung
  • Identifikation und Lösung von Erwerbskrisen (Analyse-, Synthese-, Einbettungs- und Vergleichsproblem)

Auszug aus dem Buch

4.1 Sechs Komponenten des Spracherwerbsprozesses nach Wolfgang Klein

Im Folgenden gehe ich auf sechs Komponenten ein, mit welchen sich Wolfgang Klein beschäftigt hat, um übersichtlich und vereinfacht darzustellen, welche Faktoren auf jenen einwirken. Es ist dabei vorab festzuhalten, dass die Faktoren in jedem Individuum unterschiedlich ausgeprägt sind.

Der Antrieb: Jeder Mensch wird in seinem Leben mit Kommunikationssituationen konfrontiert, in denen er sich verständigen will und die ihn veranlassen eine Sprache zu lernen. Dabei sind es nicht nur solche Lebenslagen, sondern viele verschiedene Faktoren, die den Antrieb unterschiedlich stark beeinflussen – positiv wie negativ. Einzelne Komponenten, die den Antrieb des Lerners beeinflussen, sollten möglichst differenziert werden; sie wirken sich unterschiedlich auf den Spracherwerb aus und können durch äußere Einflusse verstärkt oder abgeschwächt werden, was besonders für den Unterricht gilt. Es lassen sich mit der sozialen Integration, den kommunikativen Bedürfnissen, den Einstellungen des Lerners und der Erziehung vier große Bereiche ausmachen, die sich auf den Antrieb auswirken.

Die soziale Integration tritt dabei als der wichtigste Faktor hervor. Jedem Menschen ist es wichtig eine soziale Identität aufzubauen und er passt sich auch durch den Spracherwerb seinem jeweiligen sozialen Umfeld an, insofern als dass er es für wichtig hält. Schwierig gestaltet sich dieser Aspekt im Hinblick auf tote Sprachen wie Latein, bei der eine soziale Integration nicht mehr erfolgen kann. Auch für Emigranten, die sich in Sprachgemeinschaften integriert fühlen ist es schwieriger eine Sprache zu Lernen, die in seinem Umfeld nicht gesprochen wird. Eng zusammen mit der Integration hängt das Bedürfnis nach Kommunikation, beide wirken sich jedoch unterschiedlich auf den Spracherwerb aus.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung begründet die Relevanz des Themas Deutsch als Zweitsprache für angehende Lehrkräfte und stellt die zentralen Forschungsfragen zur Aneignung und den Erwerbskrisen vor.

2 Zur Terminologie - Deutsch als Zweitsprache: Das Kapitel definiert den Begriff Deutsch als Zweitsprache und grenzt ihn gegen Deutsch als Muttersprache und Fremdsprache sowie gegen gesteuerte und ungesteuerte Lernkontexte ab.

3 Allgemeine Merkmale von Lernersprachen: Hier werden die kontinuierliche Verbesserung der sprachlichen Fähigkeiten und das Phänomen der Fossilierung als Merkmale der Lernersprache beschrieben.

4 Entwicklungssequenzen: Dieses Kapitel vergleicht den Erwerb von Erst- und Zweitsprache und stellt fest, dass es trotz individueller Unterschiede ähnliche Entwicklungssequenzen gibt.

4.1 Sechs Komponenten des Spracherwerbsprozesses nach Wolfgang Klein: Eine detaillierte Analyse der Faktoren Antrieb, Sprachvermögen, Zugang, Verlaufsstruktur, Tempo und Endzustand, die den Erwerbsprozess beeinflussen.

4.2 Bedeutungsdifferenzierungen: Dieses Kapitel erläutert, wie Lerner Bedeutungen von Wörtern in der Zweitsprache durch Vorerfahrungen und Kontext zuordnen und differenzieren.

4.3 Zur Aneignung syntaktischer Strukturen: Hier werden die Stadien der syntaktischen Entwicklung vom Einwortstadium bis zu komplexen Satzstrukturen nachgezeichnet.

4.4 Zur Aneignung der Negation: Eine Beschreibung der drei Phasen der Negationsaneignung, die sich vom universellen "nein" bis zur satzinternen Negation entwickeln.

5 Erwerbskrisen: Das Kapitel stellt vier strukturelle Problemfelder (Analyse-, Synthese-, Einbettungs- und Vergleichsproblem) dar, die den Lerner im Erwerbsprozess fordern.

6 Schluss: Eine Zusammenfassung der Ergebnisse, die betont, dass die genannten Problemfelder als didaktische Herausforderungen und Unterstützungspunkte verstanden werden sollten.

Schlüsselwörter

Deutsch als Zweitsprache, Zweitspracherwerb, Lernersprache, Erwerbssequenzen, Wolfgang Klein, Sprachkompetenz, Fossilierung, Syntax, Negation, Erwerbskrisen, Analyseproblem, Syntheseproblem, Einbettungsproblem, Vergleichsproblem, Sprachlehrforschung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die grundlegenden Prozesse, Stadien und Herausforderungen, die beim Erlernen der deutschen Sprache als Zweitsprache auftreten.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentral sind die Abgrenzung der Fachterminologie, die Merkmale von Lernersprachen, der Einfluss von Entwicklungssequenzen und das Verständnis sogenannter "Erwerbskrisen".

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, angehenden Lehrkräften ein wissenschaftliches Verständnis für die Abläufe des Zweitspracherwerbs zu vermitteln, um sie für die Unterstützung von Lernern zu sensibilisieren.

Welche wissenschaftlichen Modelle werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich insbesondere auf die Spracherwerbstheorien von Wolfgang Klein (sechs Komponenten des Spracherwerbsprozesses) sowie Konzepte zur Negation von Felix.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Spracherwerbssequenzen, syntaktische Entwicklungsstadien, die Aneignung der Negation und eine detaillierte Aufarbeitung der vier zentralen Erwerbskrisen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Publikation?

Typische Begriffe sind Zweitspracherwerb, Lernersprache, Erwerbssequenzen, Fossilierung und die spezifischen Problemfelder des Lernprozesses.

Was versteht die Arbeit unter dem Analyseproblem?

Das Analyseproblem beschreibt die Schwierigkeit des Lerners, wahrgenommene Schallwellen in einer Kommunikationssituation korrekt in Einheiten zu segmentieren und mit Kontextinformationen zu verknüpfen.

Warum ist das Vergleichsproblem für Lerner kritisch?

Das Vergleichsproblem tritt auf, wenn der Lerner seine eigene Lernervarietät mit der Zielsprache vergleicht; sind die Unterschiede nur subtil, fällt die bewusste Weiterentwicklung der eigenen Sprachkenntnisse schwer.

Inwiefern beeinflusst die soziale Identität den Spracherwerb?

Die soziale Integration und der Wunsch nach Identitätswahrung sind maßgebliche Faktoren für den Antrieb; eine negative Einstellung gegenüber der Zielsprache kann den Erwerbsprozess erheblich hemmen.

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Details

Title
Prozesse und Stadien des Zweitspracherwerbs: Erwerbssequenzen, Lernersprachen, Erwerbskrisen
College
University of Wuppertal
Course
Deutsch als Zweitsprache – Schule und Zweitpsracherwerb
Author
Julia Mrosek (Author)
Publication Year
2009
Pages
14
Catalog Number
V142434
ISBN (eBook)
9783640516162
ISBN (Book)
9783640516063
Language
German
Tags
Prozesse Stadien Zweitspracherwerbs Erwerbssequenzen Lernersprachen Erwerbskrisen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Mrosek (Author), 2009, Prozesse und Stadien des Zweitspracherwerbs: Erwerbssequenzen, Lernersprachen, Erwerbskrisen , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142434
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