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Überblick zur Entwicklung des Waffenhandwerkes im Thüringer Wald

Beitrag zur Technikgeschichte (10)

Title: Überblick zur Entwicklung des Waffenhandwerkes im Thüringer Wald

Scientific Essay , 2009 , 15 Pages

Autor:in: Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Ing., Dr.-Ing. Wolfgang Piersig (Author)

Engineering - Metal Engineering, Metal Processing, Metal Structure
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Im Mittelpunkt dieses Buches steht der Überblick zur Entwicklung des Waffenhandwerks im Thüringer Wald, wo in den Büchsenmacherwerkstätten Thüringens weit über 650 Jahre Gewehre fein bearbeitet und montiert werden. Zu erfahren ist ebenso, daß die Produktionsstandorte der Metallverarbeitung von mindestens folgenden Voraussetzungen bestimmt waren, die alle an einem Ort beziehungsweise in einem eng begrenzten Territorium zu Verfügung stehen mussten, nämlich: Bergwerke, aus denen das Erz gefördert wurde; Holz, Holzkohle bzw. Stein- oder Braunkohle für die Schmelzöfen, mit deren Hilfe das Metall aus dem Erz geschmolzen werden konnte; Wasserkraft, mit deren Hilfe die Schmieden und Maschinen angetrieben werden konnten, die den Stahl in die gewünschte Form brachten; Meister sowie Fachkräfte, die über genügend Erfahrung verfügen mussten, um die Produktion in ausreichender Qualität zu garantieren wie auch eine ausgebaute Infrastruktur, wie Wasserwege oder gut befestigte Landstraßen, auf denen die Produkte sicher an den Empfänger transportiert werden konnten. Vermittelt wird dem Leser daneben auch, daß diese Voraussetzungen sich in hervorragender Weise im Thüringer Wald fanden. Und, daß die in Suhl, Schmalkalden, Zella-Mehlis, Schleusingen, Ilmenau tätigen Büchsenmacher zu den wichtigsten Waffenschmieden des Thüringer Waldes zählten. Genannt wird auch, daß aufgrund der langen Tradition der Waffenherstellung sich die Stadt Suhl seit 2005 offiziell als „Waffenstadt Suhl“ bezeichnet. Und demjenigen, der erfahren möchte, unter welchen Bedingungen über sechs Jahrhunderte im Thüringischen im Waffenhandwerk gearbeitet wurde, wird benannt, daß diese Einblicke im Waffenmuseum Suhl möglich sind, welches seit dem Jahre 2008 eine völlig neu gestaltete Ausstellung besitzt, die mit ihren zahlreichen Prunk-, Jagd-, Sport- und Militärwaffen einen Überblick über die Geschichte des wichtigsten Handwerks der Stadt erlaubt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort.

Überblick zur Entwicklung des Waffenhandwerks im Thüringer Wald.

Literatur.

Vita des Autors.

Veröffentlichungen des Autors.

Abstract.

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit liefert einen historischen Überblick über die über 650-jährige Entwicklung des Waffenhandwerks im Thüringer Wald, mit einem besonderen Schwerpunkt auf die Region Suhl. Sie beleuchtet die technologischen Voraussetzungen, die wirtschaftlichen Bedingungen und den kulturellen Einfluss, die Suhl zu einer bedeutenden „Waffenstadt“ und einem Zentrum der Metallverarbeitung werden ließen.

  • Historische Entwicklung des Waffenhandwerks im Thüringer Wald.
  • Geographische und infrastrukturelle Voraussetzungen für die Waffenproduktion (Erz, Holz, Wasserkraft).
  • Die Rolle von Zünften, Qualitätsprüfungen und Manufakturen in der Waffenherstellung.
  • Der Übergang von handwerklicher Einzelfertigung zur industriellen Waffenproduktion.
  • Bedeutung des Waffenmuseums Suhl als Bewahrer der technologischen Tradition.

Auszug aus dem Buch

Überblick zur Entwicklung des Waffenhandwerks im Thüringer Wald [1].

Die Entstehung des Thüringer Waffenhandwerks, insbesondere der Suhler Handfeuerwaffen wie auch Jagdwaffen, ist im engsten mit der Stadt Suhl verbunden. Aufgrund der langen Tradition der Waffenherstellung bezeichnet sich die Stadt seit 2005 offiziell auch als „Waffenstadt Suhl“.

Bodenfunde auf diesem Gebiet der heutigen Stadt Suhl belegen den Aufenthalt von Menschen schon um 2000 v. u. Z. Und etwa 500 v. u. Z. wurden dann mit der Einwanderung keltischer Volksstämme im Suhler Raum die Menschen sesshaft.

Angenommen wird, daß der Ort Suhl selbst seinen Ursprung in einem einzelnen Hof in der Gegend der Hauptkirche, am Rimbach gelegen, hat, bei dem mit großer Wahrscheinlichkeit im 12. Jahrhundert Salzquellen und Eisenerz entdeckt worden waren. Diese Entdeckungen veranlassten den damaligen Grafen Poppo von Henneberg (Ende 12. Jahrhundert bis 1245) vom Kaiser Friedrich II. (1194-1250) im Jahre 1216 sich mit den Regalien über die Salz- und Bergwerke belehnen zu lassen.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort.: Das Vorwort führt in die über 650-jährige Tradition der Waffenherstellung im Thüringer Wald ein und nennt die wesentlichen Standortfaktoren wie Erz, Holz und Wasserkraft.

Überblick zur Entwicklung des Waffenhandwerks im Thüringer Wald.: Dieses Kapitel zeichnet die historische Genese vom frühmittelalterlichen Bergbau bis zur modernen industriellen Waffenfertigung unter Berücksichtigung der Zunftstrukturen und technischen Neuerungen nach.

Literatur.: Eine Auflistung der verwendeten Quellen und weiterführenden Literatur zur Geschichte des Thüringer Waffenhandwerks und des Bergbaus.

Vita des Autors.: Kurzbiografie des Verfassers Dr.-Ing. Wolfgang Piersig mit Angaben zu seinem akademischen Werdegang und beruflichen Qualifikationen.

Veröffentlichungen des Autors.: Ein Verzeichnis der bisherigen Publikationen des Autors mit Fokus auf technikgeschichtliche Themen.

Abstract.: Zusammenfassender Überblick über den Inhalt des Werkes hinsichtlich der historischen Bedeutung des Waffenstandortes Suhl.

Schlüsselwörter

Waffenhandwerk, Thüringer Wald, Suhl, Büchsenmacher, Bergbau, Eisenerz, Waffenproduktion, Technikgeschichte, Zunftwesen, Schmiedekunst, Jagdwaffen, Waffenmuseum, Industriegeschichte, Henneberg, Handfeuerwaffen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die über 650-jährige Geschichte des Waffenhandwerks in der Region Thüringer Wald, mit besonderem Fokus auf der Stadt Suhl als Zentrum der Waffenherstellung.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Zentrale Themen sind die geologischen und infrastrukturellen Voraussetzungen für die Metallverarbeitung, die Entwicklung der Zunftstrukturen, die wirtschaftliche Bedeutung der Region sowie der Übergang von der Handarbeit zur industriellen Produktion.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, dem Leser einen umfassenden Überblick über die historischen Bedingungen zu vermitteln, die Suhl über Jahrhunderte hinweg zu einer bedeutenden „Waffenstadt“ machten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Der Autor nutzt eine historisch-analytische Methode, die auf der Auswertung von archäologischen Funden, historischen Lehnurkunden, Zunftstatuten und fachhistorischer Literatur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehungsgeschichte des Ortes Suhl durch Bergbau, der Etablierung der Waffenschmieden, der Rolle der Innungsprivilegien und den wirtschaftlichen Krisen sowie Aufschwüngen im Laufe der Jahrhunderte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Suhl, Waffenhandwerk, Thüringer Wald, Büchsenmacher, Bergbau, Eisen, Industriegeschichte und Technikgeschichte.

Warum war die Stadt Suhl für die Waffenherstellung so bedeutend?

Suhl verfügte über die idealen Voraussetzungen: Vorkommen von Eisenerz, Holz als Brennstoff für die Schmelzöfen, Wasserkraft für die Antriebstechnik und eine ausgebaute Infrastruktur für den Transport.

Welche Rolle spielt das Waffenmuseum Suhl heute?

Das Museum dient als Bewahrer der Tradition und zeigt in einer umfassenden Ausstellung die Entwicklung der Handfeuerwaffen sowie die Arbeitsweisen der historischen Schmiede und Büchsenmacher.

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Details

Title
Überblick zur Entwicklung des Waffenhandwerkes im Thüringer Wald
Subtitle
Beitrag zur Technikgeschichte (10)
Author
Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Ing., Dr.-Ing. Wolfgang Piersig (Author)
Publication Year
2009
Pages
15
Catalog Number
V142455
ISBN (eBook)
9783640523078
ISBN (Book)
9783640522330
Language
German
Tags
Waffenhandwerk in Thüringen Waffenmuseum Suhl
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Ing. (FH), Dipl.-Ing., Dr.-Ing. Wolfgang Piersig (Author), 2009, Überblick zur Entwicklung des Waffenhandwerkes im Thüringer Wald, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142455
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