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Die Zukunft der Altersvorsorge in Deutschland

Titel: Die Zukunft der Altersvorsorge in Deutschland

Diplomarbeit , 2009 , 88 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Mandy Greschke (Autor:in)

BWL - Allgemeines
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Zusammenfassung Leseprobe Details

„Die Rente ist sicher!“ Wer hat diese Prophezeiung von Norbert Blüm nicht noch im Ohr? Hätte nicht schon zum damaligen Zeitpunkt bekannt sein müssen, dass die gesetzliche Rente für einen guten Lebensstandard im Alter nicht ausreichen würde?

Für einen Großteil der deutschen Bevölkerung beginnt nach einem langen Arbeitsleben ein neuer Lebensabschnitt – die Rente. Jeder hat endlich ausreichend Zeit für Hobbys, Familie, Reisen und vieles mehr. Wer möchte aber auf seinen bisherigen Lebensstandard verzichten? Sicherlich sind die Lebenshaltungskosten im Ruhestand nicht so hoch wie während des Arbeitslebens, weil beispielsweise die Kinder erwachsen sind oder der Kredit für das Wohneigentum getilgt ist.

Die Gliederung dieser Diplomarbeit erfolgt in sieben aufeinander aufbauenden Kapiteln, aus denen sich fünf Schwerpunkte herauskristallisieren. Zunächst werden in den ersten drei Schwerpunktbereichen die drei Formen der Altersvorsorge aufgezeigt. Einleitend wird in Abbildung 1 ein kurzer Überblick über das 3-Säulen-Modell, welches sich zum 3-Schichten-Modell wandelte, dargestellt.

Den ersten Schwerpunkt stellt die 1. Säule - die gesetzliche Rente - in Kapitel 2 dar. Im 3-Säulen-Modell in Abbildung 1 war die 1. Säule der bedeutendste Baustein der Alters-vorsorge. Sie finanziert sich noch heute durch das Umlageverfahren. Eine bestimmte Gruppe von Erwerbstätigen zahlt Pflichtbeiträge ein, die direkt als Rente an die Rentner gezahlt werden. Dieses System ist in der Form jedoch nicht mehr tragbar. Die gesetzliche Rente bildet heute nur die Basisversorgung, das sogenannte „Fundament“, im 3-Schichten-Modell. Das Kapitel 2 befasst sich mit der Entstehung und Entwicklung, den wichtigsten Reformen und dem Leistungsspektrum der gesetzlichen Rentenversicherung. Im Zuge dessen werden die Finanzierung, die Rentenberechnung und die Besteuerung der gesetzlichen Rente erläutert.

Die 2. Säule, somit der zweite Schwerpunkt, bildet die betriebliche Altersvorsorge (BAV) im Kapitel 3. Der Gesetzgeber fördert gezielt das private Vorsorgesparen und führte im Rahmen einer Rentenreform für alle Arbeitnehmer einen individuellen Anspruch auf BAV durch Entgeltumwandlung ein. Das 3. Kapitel beschäftigt sich mit der Entstehung, dem Anspruch auf Entgeltumwandlung, den verschiedenen Durchführungswegen und abschließend der Förderung durch den Staat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Gesetzliche Rentenversicherung

2.1 Entstehung und Reformen

2.2 Organisation

2.3 Leistungen

2.3.1 Rente wegen Alters

2.3.2 Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit

2.3.3 Rente wegen Todes/an Hinterbliebene

2.4 Versicherter Personenkreis

2.4.1 Pflichtversicherte

2.4.2 Freiwillig Versicherte

2.5 Finanzierung und Einnahmen

2.5.1 Beiträge

2.5.2 Höhe der Beiträge

2.6 Renteneintrittsalter

2.7 Rentenberechnung

2.8 Besteuerung

3 Betriebliche Altersvorsorge

3.1 Entstehung und Reformen

3.2 Recht auf Entgeltumwandlung

3.3 Durchführungswege und Finanzierung

3.3.1 Direktzusage

3.3.2 Unterstützungskasse

3.3.3 Pensionskasse

3.3.4 Direktversicherung

3.3.5 Pensionsfonds

3.4 Unverfallbarkeit

3.5 Staatliche Förderung

4 Private Altersvorsorge

4.1 Private Rentenversicherung

4.2 Kapitallebensversicherung

4.3 Fondssparplan

4.4 Banksparplan

4.5 Riester-Rente

4.5.1 Arten der Riester-Renten

4.5.1.1 Riester-Rentenversicherung

4.5.1.2 Riester-Fondssparpläne

4.5.1.3 Riester-Banksparpläne

4.5.1.4 Wohn-Riester

4.5.2 Förderberechtigung

4.5.3 Zulagen vom Staat

4.5.4 Vor- und Nachteile

4.6 Basisrente/Rürup-Rente

4.6.1 Förderberechtigung

4.6.2 Steuervorteile

4.6.3 Vor- und Nachteile

5 Szenarien

5.1 Szenario 1: Auswirkungen des demographischen Wandels

5.1.1 Definition

5.1.2 Demographische Entwicklung und Ausblick

5.1.2.1 Fertilität

5.1.2.2 Mortalität

5.1.2.3 Migration

5.1.3 Auswirkungen auf die gesetzliche Rentenversicherung

5.2 Szenario 2: Auswirkungen der Inflation

5.2.1 Definition

5.2.2 Bisherige Entwicklung

5.2.3 Auswirkungen auf die Altersvorsorge

5.3 Szenario 3: Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise

5.3.1 Definition

5.3.2 Auswirkungen auf die gesetzliche Rentenversicherung

5.3.3 Auswirkungen auf die betriebliche Altersvorsorge

5.3.4 Auswirkungen auf die private Altersvorsorge

6 Handlungsalternativen

6.1 Verbesserung der Familienpolitik

6.2 Einführung einer Grundrente

6.3 Übergang zum Kapitaldeckungsverfahren

6.4 Stärkung der betrieblichen und privaten Altersvorsorge

6.5 Erhöhung der Arbeitsmarktbeteiligung

6.6 Wegfall der Beitragsbemessungsgrenzen

6.7 Orientierung am Altersvorsorgesystem der Schweiz

6.8 Dynamisierung der privaten Altersvorsorgebeiträge

7 Resümee und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Herausforderungen für das deutsche Altersvorsorgesystem, insbesondere im Hinblick auf den demographischen Wandel, die Inflation und die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise. Ziel ist es, die drei Säulen der Altersvorsorge (gesetzlich, betrieblich, privat) zu analysieren und Handlungsalternativen aufzuzeigen, um eine drohende Altersarmut zu verhindern und die Lebensstandardsicherung im Alter zu gewährleisten.

  • Analyse der gesetzlichen Rentenversicherung und ihrer historischen Reformen
  • Untersuchung der betrieblichen Altersvorsorge als zweite Säule der Altersvorsorge
  • Darstellung privater Vorsorgemodelle wie Riester- und Rürup-Rente
  • Einfluss von demographischen Faktoren, Inflation und Wirtschaftskrisen
  • Diskussion politischer Handlungsansätze und Systemalternativen, unter anderem inspiriert durch das Schweizer Modell

Auszug aus dem Buch

2.1 Entstehung und Reformen

Die gegenwärtige GRV existiert seit dem Jahr 1889. Sie wurde zusammen mit anderen Sozialversicherungen von Otto von Bismarck8 und Kaiser Wilhelm I.9 am 22. Juni 1889 durch das „Gesetz über die Invaliditäts- und Altersversicherung“ (heute Rentenversicherungsgesetz) eingeführt. Zwei Jahre nach der Verabschiedung ist die Rentenversicherung am 1. Januar 1891 in Kraft getreten. Der Beitragssatz von lediglich 1,7 % des Lohnes wurde paritätisch von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gezahlt. Die Renten wurden jedoch erst ab dem 70. Lebensjahr als sogenannter „Sicherheitszuschuss zum Lebensunterhalt“ gezahlt, was bei weitem über der durchschnittlichen Lebenserwartung (durchschnittliche Lebenserwartung im Jahr 1910: Männer: 45 Jahre; Frauen: 48 Jahre) lag. Höchstens 17,5 % von ihnen erreichten das Renteneintrittsalter, gewissermaßen eine Rentenversicherung ohne Rentner.10

Rentenreform 1911: Am 9. Juli 1911 wurden durch die Reichsversicherungsordnung (RVO) drei Sozialversicherungsgesetze (Krankenversicherung, Unfallversicherung und Invaliditäts- und Altersversicherung) formal zusammengefasst. Die erste Änderung in der Rentenversicherung wurde im Jahr 1916 durch Senkung des Renteneintrittsalters auf 65 Jahre umgesetzt.11

Im Jahr 1942 wurde das Lohnabzugsverfahren eingeführt, infolgedessen zogen die Krankenkassen die Sozialversicherungsbeiträge ein.12

Rentenreform 1957: Die bedeutendste Reform in der Geschichte der Rente nahm die Regierung unter Bundeskanzler Konrad Adenauer13 durch die Verabschiedung des „Gesetzes zur Neuregelung der Arbeiterrenten- und Angestelltenversicherung“ am 21. Januar 1957 vor. Seitdem ist es Aufgabe der GRV, vorzeitig Erwerbsunfähigen, Altersrentnern und Hinterbliebenen eine hinreichende Existenzsicherung zu bieten. Die Rentenhöhe wurde dynamisch der Entwicklung der Bruttolöhne angepasst, um einen konstanten Lebensstandard im Alter zu gestatten. Der Übergang vom Kapitaldeckungsverfahren zum Umlageverfahren14, auch Generationenvertrag15 genannt, wurde durch den Bundestag beschlossen. Durch diese Reform stiegen die Renten durchschnittlich um 67-72 %. Das reine Umlageverfahren, wie es heute existiert, wurde im Jahr 1969 realisiert.16

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle Problematik der Rentensicherheit in Deutschland und erläutert die Struktur der Arbeit, die sich auf die drei Formen der Altersvorsorge sowie auf Szenarien und Handlungsalternativen konzentriert.

2 Gesetzliche Rentenversicherung: Dieses Kapitel beschreibt die historische Entstehung, die Organisation und die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung sowie die Auswirkungen wichtiger Reformen und die Finanzierungsstrukturen.

3 Betriebliche Altersvorsorge: Das Kapitel behandelt die Entwicklung, Durchführungswege, den Rechtsanspruch auf Entgeltumwandlung sowie die staatliche Förderung und Unverfallbarkeitsregelungen der betrieblichen Altersvorsorge.

4 Private Altersvorsorge: Hier werden verschiedene private Vorsorgemodelle, insbesondere die Riester-Rente und die Rürup-Rente, hinsichtlich ihrer Funktionsweise, Förderberechtigung und steuerlichen Vorteile analysiert.

5 Szenarien: Dieses Kapitel stellt drei Szenarien vor – demographischer Wandel, Inflation sowie Finanz- und Wirtschaftskrise – und untersucht deren spezifische Auswirkungen auf die verschiedenen Altersvorsorgesysteme.

6 Handlungsalternativen: Es werden verschiedene Ansätze diskutiert, wie Deutschland drohender Altersarmut begegnen könnte, darunter Familienpolitik, eine Grundrente, der Übergang zum Kapitaldeckungsverfahren und eine stärkere Orientierung am Schweizer System.

7 Resümee und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass die gesetzliche Rente allein nicht ausreicht und die ergänzende betriebliche sowie private Vorsorge an Bedeutung gewinnen müssen, wobei politische Rahmenbedingungen entscheidend für den Erfolg sind.

Schlüsselwörter

Gesetzliche Rentenversicherung, Altersvorsorge, Betriebliche Altersvorsorge, Private Altersvorsorge, Demographischer Wandel, Rentenreform, Umlageverfahren, Kapitaldeckungsverfahren, Riester-Rente, Rürup-Rente, Grundrente, Inflation, Altersarmut, Lebensstandard, Generationenvertrag

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit der Zukunft der Altersvorsorge in Deutschland vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und wirtschaftlicher Herausforderungen. Es wird analysiert, inwieweit das deutsche Rentensystem zukunftsfähig ist und welche Rolle die drei Schichten der Altersvorsorge dabei spielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen sind die gesetzliche Rentenversicherung, die betriebliche Altersvorsorge (BAV) und die private Altersvorsorge (PAV). Zudem werden die Auswirkungen von Inflation, Finanzkrisen und demographischen Verschiebungen auf diese Vorsorgesysteme untersucht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum die gesetzliche Rente allein nicht mehr ausreicht, um den Lebensstandard im Alter zu sichern, und welche ergänzenden Maßnahmen (betrieblich/privat) sowie systemischen Anpassungen notwendig sind, um Altersarmut abzuwenden.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analysierende Methode, gestützt durch Literaturrecherche, Auswertung von Gesetzesgrundlagen und statistischen Daten, um die Rentenentwicklung und Zukunftsszenarien aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Funktionsweise der drei Vorsorgeschichten, stellt detaillierte Szenarien zu Krisenursachen vor und erörtert konkrete Handlungsalternativen zur Reform des Rentensystems.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Schlüsselwörter sind Rentenversicherung, Altersvorsorge, demographischer Wandel, Generationenvertrag, Rentenreform, Riester-Rente, Rürup-Rente und Kapitaldeckungsverfahren.

Warum ist der demographische Wandel ein zentrales Problem für die Rentenkasse?

Durch die rückläufige Geburtenrate und die steigende Lebenserwartung verschiebt sich das Verhältnis zwischen Beitragszahlern und Rentenempfängern negativ, was das umlagefinanzierte System der gesetzlichen Rentenversicherung unter massiven finanziellen Druck setzt.

Was zeichnet das Schweizer System als mögliches Vorbild aus?

Das Schweizer System kombiniert eine obligatorische staatliche Basisvorsorge, eine kapitalgedeckte berufliche Vorsorge und eine steuerlich geförderte private Vorsorge. Besonders hervorzuheben sind die Solidarität der Vielverdiener gegenüber Geringverdienern und die breite Beitragspflicht.

Ende der Leseprobe aus 88 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Zukunft der Altersvorsorge in Deutschland
Hochschule
Technische Hochschule Wildau, ehem. Technische Fachhochschule Wildau
Note
1,0
Autor
Mandy Greschke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2009
Seiten
88
Katalognummer
V142466
ISBN (eBook)
9783640528936
ISBN (Buch)
9783640528660
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Altersvorsorge Rente Vorsorge
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mandy Greschke (Autor:in), 2009, Die Zukunft der Altersvorsorge in Deutschland, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/142466
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